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	<title>Bodenbearbeitung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T00:14:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bodenbearbeitung&amp;diff=1108954&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NearEMPTiness am 26. Januar 2026 um 20:23 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-26T20:23:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Feldarbeitdrone.jpg|mini|Bodenbearbeitung]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Landwirtschaft]] und im [[Gartenbau]] mit einem mechanischen Eingriff in den [[Kulturboden|Boden]] verbundene Arbeitsgänge, die die Herstellung oder Erhaltung eines für das Pflanzenwachstum günstigen Bodenzustandes bewirken sollen. Darüber hinaus sollen auch die verfahrenstechnischen Voraussetzungen für die Pflanzenproduktion (z.&amp;amp;nbsp;B. Befahrbarkeit, Entsteinung, Dammformung) geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für alle Bodenbearbeitungsverfahren ist es, dass durch sie die festen [[Bodenpartikel]] und die im Boden enthaltenen [[Bodenluft|Luft]]- und [[Bodenwasser|Wasseranteile]] in das richtige Verhältnis gebracht werden bzw. dieses Verhältnis erhalten wird. Dies wird dadurch erreicht, dass beispielsweise Anteil und Volumen der [[Porenvolumen (Boden)|Makroporen]] erhöht oder durch Eingriff in die Lebensbedingungen der Bodenfauna die biogene Durchporung des Bodens und die Lebendverbauung der Bodenaggregate gefördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch geeignete Bodenbearbeitungsverfahren lässt sich ferner unter anderem der Wasserhaushalt des Bodens beeinflussen (z. B. Minderung der Verdunstung durch Brechen der Bodenkapillare), Konkurrenz- und Schadpflanzenbewuchs regulieren ([[Unkraut]]), pflanzliche und tierische Schädlinge bekämpfen, die Verfügbarkeit von [[Nährstoff (Pflanze)|Nährstoffen]] verbessern oder ihre [[Auswaschung]] mindern sowie die [[Ackerkrume]] vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Bodenbearbeitungsverfahren werden in solche der Primärbodenbearbeitung und der Sekundärbodenbearbeitung unterschieden. Kennzeichnend für die Primärbodenbearbeitung ist ein mechanischer Eingriff in den Boden bis auf Krumentiefe, u. U. sogar über diese hinaus ([[Tiefenlockerung]], [[Tiefpflügen]]). Die Sekundärbodenbearbeitung umfasst hingegen Bearbeitungsgänge bis zu einer Tiefe von circa 10 cm zur Herstellung eines [[Saatbett]]es. Weitere ebenfalls nur oberflächige Bodenbearbeitungsarbeiten sind Pflegearbeiten beispielsweise bei [[Hackfrucht|Hackfrüchten]], etwa zur Unkrautregulierung, Kapillarbrechung zur Minderung der Verdunstung oder Belüftung der Oberkrume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Primärbodenbearbeitung ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundbodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Primärbodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Landwirtschaft]] und im [[Gartenbau]] eine nicht nur oberflächlich lockernde, mischende und unter Umständen wendende (stürzende) Bearbeitung der oberen [[Bodenhorizont|Bodenschichten]]. Gängige Werkzeuge für die Grundbodenbearbeitung sind der manuell betätigte [[Spaten]] (vgl. auch [[Spatenkultur]]), die [[Spatenmaschine]], der [[Grubber]] bzw. [[Schwergrubber]], die [[Fräse (Bodenbearbeitung)|Fräse]], die [[Hacke (Werkzeug)|Hacke]] oder der [[Pflug]]. Die Bearbeitung erfolgt in Krumentiefe, also im Bereich des sogenannten [[Bearbeitungshorizont]]es, üblich sind daher Bearbeitungstiefen zwischen 15&amp;amp;nbsp;cm und 35&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbodenbearbeitung geht der Sekundärbodenbearbeitung und der [[Saat|Aussaat]] voraus. Zuweilen werden Primär- und Sekundärbodenbearbeitung jedoch zur Zeit- und Kostenersparnis entweder durch eine eingesetzte Landmaschine zugleich (Beispiel: krumentiefes Fräsen) oder aber durch Kombination von mehreren Bodenbearbeitungsgeräten in einem Arbeitsgang erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konventionelle Bodenbearbeitung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tractor with two-furrow plough.jpg|mini|Das Pflügen ist gekennzeichnet durch die Bildung von Erdschollen, die durch Kultivatoren, Grubber, Eggen, Walzen und ähnliche Geräte weiterbearbeitet werden, bis die Erde eine krümelartige Struktur hat und das Saatgut eingebracht werden kann]]&lt;br /&gt;
Typisch für die &amp;#039;&amp;#039;konventionelle Bodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;wendende Bodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;  oder &amp;#039;&amp;#039;Umbruch&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist der regelmäßige Einsatz des [[Pflug]]es. Das Pflügen bewirkt auf [[Ackerkrume|Krumentiefe]] eine Wendung, Lockerung, Krümelung und Durchlüftung des Oberbodens. Durch die Bearbeitung wird eine saubere, von Reststoffen freie Ackeroberfläche erreicht, da zugleich Dünger, Ernterückstände und Bewuchs (z. B. [[Unkraut]]) durch den Wendevorgang untergearbeitet werden. Der Umbruch des Ackers stellt somit auch einen wichtigen Beitrag zur Unkrautregulierung, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung dar. Der starke Eingriff in die [[Bodenfauna]] durch das Pflügen hat aber auch nachteilige Auswirkungen, etwa durch Schädigung der [[Regenwurm|Regenwürmer]]-Population. Ferner kann der Umbruch der Ackerfläche eine wesentliche Ursache für [[Bodenerosion]] sein. Im intensiven Ackerbau ist es das überwiegend angewandte Verfahren zur Vorbereitung der Saat der Hauptfrucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflugtiefe betrug beim Einsatz von [[Zugtier]]en vor dem ein- oder zweispännigen Gespannpflug zu Anfang des 20. Jahrhunderts oft nur etwa 10–15&amp;amp;nbsp;cm. Größere Arbeitstiefen, wie sie beispielsweise beim Anbau von [[Zuckerrübe]]n erforderlich sind, erforderten den Einsatz von drei oder fünf kräftigen Zugtieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Landmaschinenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1928, Nachdruck durch Weltbild, Augsburg 2005, ISBN 3-8289-5400-6, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Aufkommen der [[Mähdrescher]] und dem Verbleib des [[Stroh]]s auf dem Acker musste die Furchentiefe gesteigert werden, um eine ordentliche Sekundärbodenbearbeitung zu gewährleisten. Allerdings wird heutzutage die optimale Tiefe von meist ca. 25&amp;amp;nbsp;cm vielfach überschritten. Die durch das Pflügen entstehenden [[Pflugsohle]]nverdichtungen sind nur schwierig durch [[Tiefenlockerung]] oder den Anbau tiefwurzelnder Pflanzen (vgl. [[Gründüngung]]) zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfluglose Bodenbearbeitung ===&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für die &amp;#039;&amp;#039;pfluglose Bodenbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;nichtwendende&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[konservierende Bodenbearbeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gkb-ev.de/ Website der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung eV zu Verfahren der konservierenden Bodenbearbeitung] (abgerufen am 3. Februar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist der Verzicht auf die Bodenwendung (siehe auch [[Direktsaat]]). Pflanzenrückstände der Vorkultur, Dünger oder auch etwaige Beikräuter werden nicht deckend untergearbeitet, sondern abhängig von der Intensität des angewandten Arbeitsverfahrens mehr oder weniger in die Oberkrume eingemischt. Die praktische Bedeutung der pfluglosen Bodenbearbeitung nahm erst mit steigenden [[Traktor]]leistungen zu, da einerseits die Arbeitsbreite der Maschinen mindestens die Schlepperbreite sein sollte und andererseits die verwendeten Geräte einen recht hohen Zugkraftbedarf haben. Typische Geräte für die pfluglose Bodenbearbeitung sind der [[Grubber]] und der [[Schwergrubber]], der gelegentlich auch Meißelgrubber oder Meißelpflug genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der weitgehenden Erhaltung der [[Bodenhorizont]]e und der Bodenfauna wird durch die pfluglose Bearbeitung die Bodenfruchtbarkeit erhöht, ferner trägt sie zur Stabilisierung des Bodengefüges bei. Der Verzicht auf eine Wendung des Bodens kann so auch das Auftreten von Erosionserscheinungen und Verschlämmungen vermindern helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pfluglose Ackerbau erfordert aber konsequente Krankheits-, Schädlings- und Beikrautregulierungsstrategien. Gerade durch die mangelnde Unterbringung von Stoppeln und Stroh kann es zur Verschleppung von Pilzinfektionen und zu Schädlingsinvasionen in der Folgefrucht kommen. Unkrautsamen reichern sich in der oberen Bodenschicht an, so dass der Aufwand für die Bekämpfung unerwünschter [[Beikraut|Beikräuter]] steigt. Oft wird die pfluglose Bodenbearbeitung mit der Anwendung von [[Vorauflaufherbizid]]en kombiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die pfluglose Grundbodenbearbeitung ist zurzeit die übliche Methode beim Anbau von [[Zwischenfrucht|Zwischenfrüchten]]. In Hinblick auf die problematische Bodenerosion beim Maisanbau werden bei diesem ebenfalls verstärkt nichtwendende Verfahren eingesetzt. Aufgrund der oben geschilderten Nachteile ist sie in der landwirtschaftlichen Praxis häufig im Wechsel mit der Pflugfurche anzutreffen. Auf zu [[Dichtlagerung]] neigenden [[Schluff]]- oder [[Sand]]böden, auf [[Staunässeboden|staunassen]] Flächen oder bei der [[Saatgut]]vermehrung wird jedoch üblicherweise mit Pflug gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundärbodenbearbeitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Claas Challenger 75E and Lemken Zirkon Power Harrow - geograph.org.uk - 1547252.jpg|mini|Saatbettbereitung mit einer Kreiselegge nach vorheriger Grundbodenbearbeitung durch Pflügen]]&lt;br /&gt;
Die Sekundärbodenbearbeitung beschränkt sich in der Regel auf die oberste, maximal 10 cm dicke, Bodenschicht. Sie dient der Vorbereitung der [[Saat|Aussaat]] bzw. Pflanzung und wird daher auch [[Saatbettbereitung]] genannt. Bei der Sekundärbearbeitung wird die oberste Bodenschicht vielfach feiner gekrümelt, als dies bei der Grundbodenbearbeitung der Fall ist, damit eine ebene und nicht verkrustete, leicht von den Keimlingen zu durchbrechende Oberbodenschicht entsteht. Andererseits zielt die Sekundärbearbeitung verbreitet auch darauf ab, durch Rückverfestigungsmaßnahmen unter einer dünnen, obersten Lockerbodenschicht den Kulturpflanzen Anschluss an das Kapillarsystem des Unterbodens und damit dort gespeichertes Bodenwasser zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Direktsaatverfahren ==&lt;br /&gt;
Bei den [[Direktsaat]]verfahren wird auf jegliche Bodenbearbeitung vor der Einsaat verzichtet. Die Direktsaat wird unter [[Arides Klima|ariden Bedingungen]] in reinen Getreidefruchtfolgen beispielsweise in den USA oder in Australien in großem Umfang eingesetzt. Ob ein Verzicht auf Bodenbearbeitung auch unter den [[Humides Klima|humiden Bedingungen]] in Mitteleuropa ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, ist noch strittig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Dörfler: &amp;#039;&amp;#039;Die Landwirtschaft: Band 1 – Pflanzliche Erzeugung&amp;#039;&amp;#039;. 11. Auflage. BLV Verlagsgesellschaft, München 1998, ISBN 3-405-15445-6&lt;br /&gt;
* Horst Eichhorn (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Landtechnik&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1952/1999, ISBN 3-8001-1086-5, S. 151 ff.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/boden/bodenbearbeitungsverfahren-pdf.pdf | wayback=20110926095607 | text=PDF-Dokument der Landwirtschaftskammer NRW zur Bodenbearbeitung, abgerufen am 27. Dezember 2010}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Sachweh (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Der Gärtner, Band 3, Baumschule, Obstbau, Samenbau, Gemüsebau&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1986/1989, ISBN 3-8001-1148-9, S. 493 ff.&lt;br /&gt;
* Jochen Horn und Siegfried Reball (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Moderne Technik von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Verlag TÜV Rheinland; Leipzig: Fachbuchverl., 1991, ISBN 3-343-00330-1&lt;br /&gt;
* Rudolf Soucek, Günter Pippig: &amp;#039;&amp;#039;Maschinen und Geräte für Bodenbearbeitung, Düngung und Aussaat&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, Verlag Technik, Berlin, 1990, ISBN 3-341-00278-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tillage|Bodenbearbeitung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ohnepflug.de/ Internetplattform zur pfluglosen Bodenbearbeitung ohnepflug.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4007353-1}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landnutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode im Gartenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NearEMPTiness</name></author>
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