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	<title>Bodden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bodden&amp;diff=41093&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-58881-3 am 23. April 2026 um 14:32 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-23T14:32:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddensee Landsat.jpg|mini|hochkant=1.2|Die Insel [[Hiddensee]] und der nördliche Teil der [[Westrügener Bodden]]kette: [[Vitter Bodden]] und [[Schaproder Bodden]] mit der [[Udarser Wiek]].]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bodden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein flaches, buchtartiges [[Küste]]ngewässer einer nacheiszeitlich teilweise überfluteten [[Grundmoräne]]n&amp;amp;shy;landschaft. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Bodden&amp;#039;&amp;#039; ist vermutlich niederdeutschen Ursprungs und bedeutet „Boden“ oder „Grund“, was sich auf die geringe Tiefe dieser Gewässer bezieht.&amp;lt;ref&amp;gt;Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: {{Webarchiv|url=http://www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de/vbl/index.php?article_id=57www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de |wayback=20160223195509 |text=&amp;#039;&amp;#039;Lebensräume: Boddengewässer&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-06-17 12:26:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bodden sind charakteristisch für die südliche [[Ostsee]], wo sie typischerweise durch langgestreckte [[Inseln]] und [[Halbinsel]]n vom offenen Meer abgetrennt sind und [[Lagune]]n bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Juliusruh, die Schaabe, Breege (2011-05-21) 2.JPG|mini|[[Tromper Wiek]] (links), [[Schaabe]] (mittig) und [[Großer Jasmunder Bodden]] (rechts)]]&lt;br /&gt;
Während des [[Eustasie|eustatischen]] postglazialen, [[holozän]]en Meeresspiegelanstieges, der zusätzlich mit einer [[Subsidenz (Geologie)|Absenkung]] der [[Erdkruste]] einherging, wurde am südlichen Rand des Ostseebeckens eine flachwellige Grundmoränenlandschaft teilweise dauerhaft geflutet, sodass eine unregelmäßige Küstenlinie mit Vorsprüngen und Buchten entstand. Die Buchten dieser Küste entsprachen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Zungenbecken&amp;#039;&amp;#039;, die während der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]] vom [[Inlandeis]] in seine Unterlage geschürft wurden, und teilweise auch tieferliegenden Grundmoränen. Sie waren die Vorläufer der heutigen Bodden. Weil das Eis bereits verschwunden und das glazigene [[Relief]] vor seiner Flutung bereits zu einem gewissen Grade [[subaerisch]] überprägt war, gehört die Boddenküste zu den [[Ingressionsküste]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch küstenparallele [[Meeresströmung|Strömungen]] kann nachfolgend anderswo [[Erosion (Geologie)|erodiertes]] [[Sediment]] an die Vorsprünge sowie an Inseln angelagert werden, die der neu entstandenen Boddenküste unmittelbar vorgelagert sind. Dieser Prozess wird [[Ausgleichsküste|Küstenausgleich]] genannt. Die sich infolgedessen ausbildenden [[Nehrung]]en können die Vorsprünge und Inseln miteinander verbinden, sodass langgestreckte Inseln und Halbinseln entstehen, die einzelne Bodden oder eine ganze Reihe benachbarter Bodden (&amp;#039;&amp;#039;Boddenkette&amp;#039;&amp;#039;) vom offenen Meer abschnüren und in eine [[Lagune]] verwandeln. Diese Küstenmorphologie mit inneren Küstengewässern (Lagunen) und äußeren Küstengewässern wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Doppelküste&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Lagunen an der Ostseeküste haben einen geringeren Salzgehalt als die angrenzenden offenen Meeresbereiche, da einmündende Fließgewässer laufend Süßwasser liefern und der Wasseraustausch mit dem offenen Meer lediglich über die Flutrinnen erfolgen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 30 meist kleinere, flachere Buchten an der südwestlichen Ostseeküste werden, aus der altnordischen Sprache hergeleitet, als [[-wik#Gewässernamen und Ortsnamen zu ‚Bucht‘|Wiecken]] bezeichnet. Diese befinden sich entweder innerhalb eines Boddens oder auch an der Außenküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Boddengewässer finden sich in der südlichen Ostsee in [[Vorpommern]] zwischen [[Fischland]] und den Inseln [[Usedom]] und [[Wolin|Wollin]], so unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Darss-Zingster Boddenkette.png|70px]]&lt;br /&gt;
| [[Darß-Zingster Boddenkette]]&lt;br /&gt;
| [[Saaler Bodden]], [[Koppelstrom]], [[Bodstedter Bodden]], [[Meiningenstrom]], [[Barther Bodden]] und [[Grabow (Bodden)|Grabow]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Westrügener Bodden.PNG|70px]]&lt;br /&gt;
| [[Westrügener Bodden]]kette&lt;br /&gt;
| [[Kubitzer Bodden]] mit [[Prohner Wiek]], [[Schaproder Bodden]], [[Udarser Wiek]] und [[Vitter Bodden]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Nordrügener Bodden.PNG|70px]]&lt;br /&gt;
| [[Nordrügener Bodden]]&lt;br /&gt;
| [[Breetzer Bodden]], Breeger Bodden, Lebbiner Bodden, [[Großer Jasmunder Bodden|Großer]] und [[Kleiner Jasmunder Bodden]], [[Rassower Strom]], [[Wieker Bodden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| [[Strelasund]]&lt;br /&gt;
| Grosser und Kleiner Stromrücken, Deviner Bucht, Deviner See, Wamper Wiek, Gustower Wiek, [[Mellnitz-Üselitzer Wiek]], [[Puddemin#Puddeminer Wiek|Puddeminer Wiek]], [[Naturschutzgebiet Vogelhaken Glewitz|Glewitzer Wiek]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:GreifswalderBodden.png|70px]]&lt;br /&gt;
| [[Greifswalder Bodden]]&lt;br /&gt;
| [[Rügischer Bodden]], [[Schoritzer Wiek]], [[Having]], [[Hagensche Wiek]], [[Dänische Wiek]], [[Naturschutzgebiet Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff|Kooser See]] und [[Mesekenhagen#Gristow und die Gristower Wiek|Gristower Wiek]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| | [[Peenestrom]]&lt;br /&gt;
| [[Achterwasser]] und [[Krumminer Wiek]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Stettiner Haff]]&lt;br /&gt;
|Kleines und Großes Haff, [[Usedomer See]], [[Wicko Wielkie|Großer Vietziger See]], [[Roztoka Odrzańska|Papenwasser]] mit Stepenitzer Bucht, [[Neuwarper See]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Dziwna|Dievenow]]&lt;br /&gt;
|die Maade, [[Zalew Kamieński|Camminer Bodden]] und Fritzower See&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sundische Wiesen Aue.JPG|miniatur|Typische seeartige Boddenlandschaft zwischen [[Zingst]] und [[Bock (Insel)|Bock]]]]&lt;br /&gt;
Weil die Ostsee ohnehin ein [[Brackwasser]]&amp;amp;shy;meer mit relativ geringem [[Salzgehalt]] ist, sind die besonders stark isolierten Lagunen unter den Boddengewässern von geringer Salinität (Salzgehalt: 0 bis ca. 1,2 %). Diese Bodden sind an ihren Ufern dicht mit [[Schilfrohr|Schilf]] bestanden und bieten so Lebensräume für viele an Süßwasser gebundene Vogelarten. Typische, und für die kommerzielle Fischerei bedeutende Fischarten sind [[Hecht]], [[Zander]], [[Flussbarsch]] und [[Europäischer Aal|Aal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: {{Webarchiv|url=http://www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de/vbl/index.php?article_id=150 |wayback=20180406225840 |text=&amp;#039;&amp;#039;Landschaftsnutzung im Nationalpark: Fischerei&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-06-17 12:26:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Lebensraum der vorpommerschen Boddenküste ist das [[Windwatt]]. Hierbei fallen im Wechsel der Windrichtungen bzw. der Windstärken die seichtesten Küstenbereiche mitunter wochenlang trocken und können anschließend wieder tagelang überflutet werden. In den Trockenphasen können in den offeneren, stärker marin geprägten Bodden starke Schwankungen der Salzkonzentration im Boden ([[Substrat (Ökologie)|Substrat]]) der Wattflächen auftreten: Nach Regenfällen sinkt sie deutlich ab und bei sommerlicher Trockenheit mit hoher Verdunstung steigt sie erheblich an. Auch heizen sich die trockenliegenden Flächen im Sommer tagsüber stark auf, um des Nachts wieder stark abzukühlen. Unter diesen extremen Bedingungen können nur sehr wenige [[wirbellose]] Tierarten leben, die dafür aber in umso größerer Anzahl vorkommen. Sie bilden die Nahrungsgrundlage für viele Watvogelarten, etwa für [[Säbelschnäbler]] und [[Sanderling]]e. Das Windwatt bietet zudem wichtige Rastplätze für [[Zugvogel|Zugvögel]] wie den [[Kranich]] und viele [[Gänse]]arten. Zusätzlich sind die Wattflächen ein sicherer Ruheraum für Robben.&amp;lt;ref&amp;gt;Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: [http://www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de/vbl/index.php?article_id=58 &amp;#039;&amp;#039;Lebensräume: Windwatten&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem all diese ökologischen Besonderheiten waren Gründe für die Errichtung des [[Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft|Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft]] zwischen dem [[Darß]] und der Insel [[Rügen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philatelistisches ==&lt;br /&gt;
Mit dem [[Erstausgabetag]] 2. Januar 2015 gab die [[Deutsche Post AG]] in der [[Briefmarkenserie]] &amp;#039;&amp;#039;Wildes Deutschland&amp;#039;&amp;#039; ein Postwertzeichen im Wert von 85 [[Eurocent]] mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ostsee – Boddenlandschaft&amp;#039;&amp;#039; heraus. Der Entwurf stammt vom Grafiker [[Dieter Ziegenfeuter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Schlungbaum, Henning Baudler: &amp;#039;&amp;#039;Die Vielfalt innerer Küstengewässer an der südlichen Ostsee – eine Übersicht von der Flensburger Förde bis zum Kurischen Haff – Teil 1: Entwicklungsgeschichte, Morphologie, Hydrologie und Hydrographie&amp;#039;&amp;#039;, Rostock 2001 [http://www.biologie.uni-rostock.de/oekologie/literature/RMB/Heft%2008/RMB-08-Schlungbaum%20G_Baudler-005.pdf Digitalisiert]&lt;br /&gt;
* Günter Schlungbaum, Bernd Kwiatkowski, Mathias Krech: &amp;#039;&amp;#039;Die Vielfalt innerer Küstengewässer an der südlichen Ostsee – eine Übersicht von der Flensburger Förde bis zum Kurischen Haff – Teil 2: Verschiedenheit der naturbedingten und anthropogen geprägten Eutrophierungsprozesse  eine Diskussion zur möglichen ökologischen Qualität entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie&amp;#039;&amp;#039;, Rostock 2001 [http://www.oekologie.uni-rostock.de/fileadmin/Mathnat_Bio_Oekologie/RMB/RMB_08/RMB_08-02.pdf Digitalisiert]&lt;br /&gt;
* Ulf Karsten, Rhena Schumann, Kathrin Witte: &amp;#039;&amp;#039;Darß-Zingster Boddengewässer: Filter zwischen Land und See&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biologie in unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;33, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 2003, S.&amp;amp;nbsp;46–55, {{ISSN|0045-205X}}.&lt;br /&gt;
* Dieter Kelletat: &amp;#039;&amp;#039;Physische Geographie der Meere und Küsten.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart 1989. ISBN 3-519-03426-3.&lt;br /&gt;
* Ralf-Otto Niedermeyer, Heinz Kliewe, Wolfgang Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostseeküste zwischen Boltenhagen und Ahlbeck – Ein geologischer und geomorphologischer Überblick mit Exkursionshinweisen&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Hermann Haack/Geographisch-Kartographische Anstalt, Gotha 1987 (Geographische Bausteine, Heft 30), ISBN 3-7301-0633-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bodden}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Wiek|Wiek}}&lt;br /&gt;
* [http://maps.uni-halle.de/mlucampus/geoglossar/terme_datenblatt.php?terme=Boddenk%FCste Boddenküste] im Online-Glossar des MLU Serviceportals Geoinformation, Webpräsenz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4146120-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biotoptyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogeographie (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küstengewässer (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-58881-3</name></author>
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