<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bockwa</id>
	<title>Bockwa - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bockwa"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bockwa&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T12:36:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bockwa&amp;diff=940955&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Bergmann: /* Kulturdenkmale */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bockwa&amp;diff=940955&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-21T12:40:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kulturdenkmale&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Bockwa&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Zwickau&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/41/47/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/29/49/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 235&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2015-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zwickau.de/media/downloads/02_D2/05_ewo/Statistische_Information2015_2.pdf |titel=Statistische Information 2/2015 |hrsg=Stadt Zwickau |seiten=5 |format=PDF; 2 MB |abruf=2025-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1939-04-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 0375&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bockwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil|Stadtteil]] der Stadt [[Zwickau]], die seit 2008 Kreisstadt des [[Landkreis Zwickau|Landkreises Zwickau]] im Freistaat [[Sachsen]] ist. Der Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Bockwa&amp;#039;&amp;#039; liegt im &amp;#039;&amp;#039;Stadtbezirk Zwickau-Süd&amp;#039;&amp;#039; und trägt die amtliche Nummer&amp;amp;nbsp;51. Das ursprüngliche Gemeindegebiet war viel größer und wurde 1939 zwischen verschiedenen Gemeinden aufgeteilt (siehe Abschnitt Geschichte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau Parts of the Town.png|mini|Zwickau Parts of the Town]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Zwickauer Stadtteil Bockwa liegt rechtsseitig der [[Zwickauer Mulde]] und südlich des Zwickauer Stadtzentrums. Im Süden bildet der [[Schmelzbach (Zwickauer Mulde)|Schmelzbach]] die Stadtgrenze zu [[Wilkau-Haßlau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtteil Bockwa ist gekennzeichnet durch die Bockwaer Senke, die aufgrund von Senkungserscheinungen aufgrund des Steinkohlebergbaus tiefer als das Bett der Zwickauer Mulde liegt. Dies erfordert eine aufwändige Wasserhaltung und -regulierung. Den häufigen Hochwassern wurde durch Erhöhung des Muldendammes Einhalt geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDWEST= [[Schedewitz|Schedewitz/Geinitzsiedlung]]&lt;br /&gt;
 | NORD= &lt;br /&gt;
 | NORDOST= [[Oberhohndorf]]&lt;br /&gt;
 | WEST= [[Niederplanitz]]&lt;br /&gt;
 | OST= &lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=  [[Cainsdorf]]&lt;br /&gt;
 | SUED= &lt;br /&gt;
 | SUEDOST= [[Niederhaßlau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau Bockwa - Matthäuskirche (aka).jpg|mini|Matthäuskirche in Bockwa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Gemeinde Bockwa.jpg|mini|[[Siegelmarke]] der Gemeinde Bockwa]]&lt;br /&gt;
Die Entstehungszeit Bockwas entfällt ungefähr auf dieselbe Zeit wie die des Nachbardorfs und jetzigen Zwickauer Stadtteils [[Schedewitz]]. Bockwa war eine [[Sorben|sorbische]] Ansiedlung, muss also schon weit vor dem [[10. Jahrhundert]] besiedelt gewesen sein. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Bockwa&amp;#039;&amp;#039; ist sorbisch und heißt ungefähr so viel wie &amp;#039;&amp;#039;Buchenort&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1219 wurde der Ort erstmals urkundlich als „Bucwen“ erwähnt. Die erste [[Steinkohle]] wurde in Bockwa bereits 1458 gefunden. Bockwa gehörte wie der Nachbarort [[Oberhohndorf]] bis zur [[Reformation]] zum Besitz des [[Kloster Grünhain|Klosters Grünhain]]. Die Bockwaer Matthäuskirche, zu deren Kirchenbezirk neben Bockwa ab 1533 auch Oberhohndorf gehörte, wurde im Jahr 1511 errichtet. Nach der Auflösung des Klosters Grünhain im Zuge der Reformation wurde im Jahr 1533 aus seinen Besitzungen das landesherrliche, [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsische]] [[Amt Grünhain]] gebildet. Aus diesem wurden die um Zwickau gelegenen Dörfer im Jahr 1536 herausgelöst und dem [[Amt Zwickau]] als Amtsdörfer zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bockwa gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. [[Königreich Sachsen|königlich sächsischen]] [[Amt Zwickau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S.&amp;amp;nbsp;64&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1856 kam der Ort zum [[Gerichtsamt Zwickau]] und 1875 zur [[Amtshauptmannschaft Zwickau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/zwickau.htm |titel=Die Amtshauptmannschaft Zwickau im Gemeindeverzeichnis 1900 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230405130522if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/zwickau.htm |archiv-datum=2023-04-05 |abruf=2025-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum Beginn der [[Industrialisierung]] im 19. Jahrhundert war Bockwa ein kleines Dorf. Danach vollzog sich ein entscheidender Wandel: Als die [[Steinkohlenbergbau|Steinkohlegewinnung]] im [[Zwickauer Steinkohlenrevier|Zwickauer Revier]] immer mehr an Bedeutung gewann, entstanden auch in Bockwa viele [[Schacht (Bergbau)|Schächte]]. Der Steinkohlenabbau war Segen und Fluch zugleich. Einerseits wurde Bockwa eine der reichsten Gemeinden in Sachsen, andererseits senkte sich in Bockwa im Laufe der Zeit der Erdboden um etwa 9 m. Die [[Bockwaer Senke]] entstand. Auch hier kann man noch heute deutlich die Bergbauschäden sehen. Die Häuser an der Muldestraße (B 93) nach [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] stehen in Schräglage. Auch der 1853–1856 ausgeführte [[Neugotik|neugotische]] Neubau der [[Matthäuskirche (Bockwa)|Matthäuskirche]] sank um 9,80 m ab. Glücklicherweise vollzog sich die Absenkung relativ gleichmäßig, so dass die Kirche nur vergleichsweise geringe Schäden erlitt 1992 saniert werden konnte. 2002 erhielt sie die größte [[Photovoltaik]]anlage auf Kirchendächern in ganz Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1939 wurde die Gemeinde Bockwa auf Anordnung des [[Reichsstatthalter]]s von Sachsen aufgelöst und zwischen Zwickau, [[Planitz]], [[Cainsdorf]], [[Wilkau-Haßlau]] und [[Oberhohndorf]] aufgeteilt. Die Gemeinde Oberhohndorf erhielt den als „Altbockwa“ bezeichneten unteren Teil des Orts mit der Matthäuskirche, der östlich der Zwickauer Mulde liegt und sich von der Flurgrenze mit Oberhohndorf bis zum [[Schmelzbach (Zwickauer Mulde)|Schmelzbach]] einschließlich des Bockwaer Friedhofs bis zur Mitte der Zwickauer Mulde erstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zwickau-oberhohndorf.de/ Private Website von Oberhohndorf]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der südlich des Schmelzbachs gelegene Teil von Bockwa östlich der Zwickauer Mulde mit 1220 Einwohnern und 119 Hektar kam an die Stadt Wilkau-Haßlau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wilkau-hasslau.de/wilkauhasslau/content/8/20070405094711.asp |text=Geschichte der Ortsteile von Wilkau-Haßlau |wayback=20181209124616}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die westlich der Zwickauer Mulde gelegene Flur wurde dreigeteilt. Den südlichen Teil westlich der Zwickauer Mulde mit 1450 Einwohnern und fast 40 Hektar erhielt die Gemeinde Cainsdorf. Den mittleren Teil westlich der Zwickauer Mulde erhielt die Stadt Planitz zusammen mit dem Haltepunkt „Cainsdorf“ an der [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau]]. Der nördliche Teil westlich der Zwickauer Mulde wurde gemeinsam mit [[Zwickau-Brand|Brand]] nach Zwickau eingemeindet. Im Zuge der Auflösung der Gemeinde Bockwa wurde auch die [[Freiwillige Feuerwehr]] des Orts aufgelöst. Die Stadt Wilkau-Haßlau übernahm die 27 Feuerwehrleute und die mechanische Leiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.feuerwehr-wilkau-hasslau.info/3.html Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wilkau-Haßlau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1944 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Oberhohndorf mit dem heute als „Bockwa“ bezeichneten Stadtteil (Alt-Bockwa) in die kreisfreie Stadt Zwickau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Oberhohndorf |val=OBEORFJO60GQ |abruf=2025-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die [[Kreisreformen in der DDR|zweite Kreisreform in der DDR]] kam Bockwa im Jahr 1952 als Teil der kreisfreien Stadt Zwickau zum Bezirk Chemnitz (1953 in [[Bezirk Karl-Marx-Stadt]] umbenannt). In den 1980er Jahren wurde das beim Abbruch der östlichen Zwickauer Altstadt anfallende Material in Bockwa deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Kreisreform Sachsen 2008|sächsischen Kreisreform 2008]] wurde die seit 1990 zum Freistaat Sachsen gehörende Stadt Zwickau in den Landkreis Zwickau eingegliedert, wodurch auch der Stadtteil Bockwa nun zum Landkreis Zwickau gehört. Heute ist Bockwa nur noch sehr wenig bewohnt, was mit der erhöhten Hochwassergefahr und den durch den Bergbau bedingten Abriss oder Leerzug zahlreicher Gebäude zu tun hat. Dadurch beschränkt sich die Wohnbebauung des Stadtteils im Wesentlichen auf die alte Ortslage Bockwa im Umfeld der Matthäuskirche an der Muldestraße bzw. dem Bockwaer Weg. Entlang der Muldestraße erfolgte die Ansiedlung von Gewerbebetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Kohlebergbaus in Bockwa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Güterbahnhof Bockwa, ehemaliges Heizhaus (2).jpg|mini|Ehemaliges Heizhaus des Güterbahnhofs Bockwa]]&lt;br /&gt;
Der 1458 ersterwähnte [[Steinkohlenbergbau]] auf den Fluren des Dorfs Bockwa ist nach dem [[Niederplanitz|Planitzer]] der zweitälteste im [[Zwickauer Steinkohlenrevier]]. Er war jahrhundertelang durch die &amp;#039;&amp;#039;Kohlebauern&amp;#039;&amp;#039; geprägt, die im Winter unter ihren Feldern die relativ oberflächennah liegende Steinkohle abbauten. In Bockwa galt noch die [[Allmende]], so dass die Kohle unter den Allmendeflurstücken allen Einwohnern gehörte. Dies fand im 19. Jahrhundert seinen Ausdruck in den Altgemeindeschächten ([[Steinkohlenwerk Altgemeinde Bockwa]]; Altgemeinde = Allmende). Auf Bockwaer Flur befanden sich mehrere hundert [[Schacht (Bergbau)|Schächte]], von denen die meisten [[Haspel (Bergbau)|Haspel]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schächte von nur geringer [[Teufe]] waren. Mitte des 19. Jahrhunderts waren 84 größere Schächte in Betrieb, und das Bockwaer Revier erbrachte mit 1200 [[Bergmann|Bergleuten]] etwa die Hälfte der Gesamtförderung des Zwickauer Reviers.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zweiter Bergbaulehrpfad in Bockwa eröffnet. Kumpels erinnern sich an Arbeit unter Tage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freie Presse.&amp;#039;&amp;#039; 9. September 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geografisch]] und [[geologisch]] waren zwei Faktoren prägend: die [[Zwickauer Mulde]], die die Gemeinde Bockwa in den links- und den rechtsmuldischen Teil trennte, sowie die flache Gestalt der Muldenaue, unter der in [[Teufe]]n von 80 bis etwa 240&amp;amp;nbsp;m sehr [[Mächtigkeit (Geologie)|mächtige]] Steinkohlenflöze lagen. Im 19. Jahrhundert gründeten sich Abbauvereine, die erst genossenschaftlich, später als Aktiengesellschaften geführt wurden. Aufgrund der Lage an der Zwickauer Mulde waren als Folge der jahrhundertelangen Bergbautätigkeit in Bockwa Folgeprobleme wie die Wasserhaltung und der Grundwasseranstieg sowie eine steigende Hochwassergefahr aufgrund der Bodensenkung zu bewältigen. Dadurch kam es im 19. Jahrhundert zur Gründung eines Wasserhaltungskonsortiums und zur Umverlegung des Schmelzbachs. Weiterhin wurden mehrere Wasserhaltungsschächte geteuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Absatz der Zwickauer Steinkohle zu verbessern, wurde im Jahr 1854 auf dem linken Ufer der Zwickauer Mulde die Staats[[kohlenbahn]] Zwickau–Bockwa, auch als &amp;#039;&amp;#039;Staatskohlenbahn Zwickau-Kainsdorf&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RöllEnzyklopädie |Band=8 |Seiten=287–294 |Lemma=Sächsische Eisenbahnen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ging 1859 in der [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau|Bahnstrecke Zwickau–Schwarzenberg]] auf. Für die Schächte am rechten Muldeufer bei Bockwa blieb die Abfuhr der geförderten Kohlen jedoch umständlich. Am 22. Dezember 1859 konstituierte sich die [[Aktiengesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;[[Bockwaer Eisenbahngesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Ziel, eine Kohlebahn von den Schächten rechts der Mulde nach dem Bahnhof [[Cainsdorf]] der Staatsbahn zu bauen. Die am 4. September 1861 eröffnete Strecke besaß im Laufe der Betriebszeit insgesamt 60 Anschlussgleisanlagen zu den Steinkohleschächten des Bahngebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem um die Jahrhundertwende die meisten Schächte aufgrund der Erschöpfung der Kohlenvorräte schlossen, blieben im Jahr 1903 nur noch die Steinkohlenwerke &amp;#039;&amp;#039;Carl G. Falk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Altgemeinde Bockwa&amp;#039;&amp;#039; übrig. Im Jahr 1909 übernahm das Steinkohlenwerk Altgemeinde die Gleisanlagen der Bockwaer Eisenbahngesellschaft, die fortan als Anschlussbahn weiter betrieben worden. 1913 übernahm der [[August-Bebel-Werk|Erzgebirgische Steinkohlen-Aktienverein]] (EStAV) das Steinkohlenwerk Altgemeinde und die meisten der kleineren Werke. Der Wasserhaltungsschacht wurde noch bis in die 1960er-Jahre genutzt, um Wasser von den nördlich gelegenen Werken (EStAV, nunmehr VEB Steinkohlenwerk August Bebel; VEB [[Steinkohlenwerk Karl Marx]] und VEB [[Steinkohlenwerk Martin Hoop]]) fernzuhalten. Mit seiner Verfüllung im Jahr 1966 endete die Geschichte des Bockwaer Reviers. Die Bockwaer Kohlebahn wurde im Jahr 1991 stillgelegt und ihre Gleise im Jahr 2004 rückgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind noch zahlreiche [[Mundloch|Mundlöcher]] ehemaliger Schachtanlagen erkennbar. In Bockwa und Oberhohndorf liegen insgesamt 14 Steinkohlehalden, die zum großen Teil mit Kleingärten belegt sind. 1996 wurde der [[Bergbaulehrpfad Bockwa]] eröffnet, der auf 16 Stationen die Geschichte des Bockwaer Bergbaus erläutert. Er führt u.&amp;amp;nbsp;a. an den denkmalgeschützten ehemaligen Bahndämmen der Kohlenbahn entlang. Im Jahr 2000 erfolgte die Sanierung und Rekultivierung der Industrie- und Absetzanlage; sie stellt sich heute als Waldfläche mit Gehölzpflanzungen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Datum&lt;br /&gt;
! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[1998]] || 273&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[1999]] || 243&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2000]] || 246&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2001]] || 247&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2002]] || 240&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2003]] || 252&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2004]] || 249&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. Dezember [[2005]] || 232&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30. Juni [[2006]] || 237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohnerzahl (Prognose)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Städtebauliches Entwicklungskonzept der Stadt Zwickau 2020 (Stand: Dezember 2006) sowie Statistische Informationen der Stadt Zwickau 2006/1.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch Bockwa führt die [[Bundesstraße 93|B 93]] als &amp;#039;&amp;#039;Muldestraße&amp;#039;&amp;#039;, die sich mit der &amp;#039;&amp;#039;Wildenfelser Straße&amp;#039;&amp;#039; kreuzt, die zur [[Bundesautobahn 72]] (Abfahrt „Zwickau-Ost“) führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Zwickauer Mulde führt eine alte Eisenbrücke zum Zwickauer Stadtteil [[Schedewitz]]. Über die 1888 erbaute Bockwaer Brücke fuhr bis September 1958 die [[Straßenbahn Zwickau|Straßenbahn]] nach [[Wilkau-Haßlau]]. Das Hochwasser von 1954 beschädigte die Bockwaer Brücke schwer. Deshalb wurde 1958 die Schedewitzer Brücke als Ersatz errichtet, über die dann auch die Straßenbahnlinie 3 nach Wilkau-Haßlau bis zur Einstellung 1975 geführt wurde. Ein kleineres Straßenbahndepot entstand um 1900 im damaligen Bockwa, das man heute noch stadtauswärts linksseitig an der Muldestraße sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Steinkohlebergbaus in Bockwa war der Ort über die [[Bockwaer Kohlenbahn]] zwischen 1861 und 1991 an das Schienennetz angebunden. Auf dem Streckennetz fand ausschließlich Güterverkehr statt. Auf dem Bockwa gegenüber liegenden Ufer der Zwickauer Mulde verläuft die [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau]] mit dem Haltepunkt „Cainsdorf“, die 1854 als &amp;#039;&amp;#039;Staatskohlenbahn Zwickau–Bockwa&amp;#039;&amp;#039; gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturdenkmale ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel |Liste der Kulturdenkmale in Bockwa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.zwickau.de/media/downloads/image/01_buerger/insek/INSEK-STB-Sued_130910.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Städtebauliches Entwicklungskonzept Zwickau 2020 Stadtteilbeschreibung Stadtbezirk Süd&lt;br /&gt;
   |format=PDF&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-11-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zwickauer Stadtteile}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Zwickauer Mulde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbezirk Süd (Zwickau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Bergmann</name></author>
	</entry>
</feed>