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	<title>Bocks-Riemenzunge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T14:40:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bocks-Riemenzunge&amp;diff=244192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bonnlander: /* Bildergalerie */ zus. Bilder</title>
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		<updated>2025-11-23T17:43:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bildergalerie: &lt;/span&gt; zus. Bilder&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Bocks-Riemenzunge&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Himantoglossum hircinum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Kurt Sprengel|Spreng.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Riemenzungen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Himantoglossum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Orchidinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Untertribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Orchideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Orchidoideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Orchideen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Orchidaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = Himantoglossum hircinum 060610b.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Bocks-Riemenzunge (&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bocks-Riemenzunge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bocksorchis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine auffällige, stattliche [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Riemenzungen]] (&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Orchideen]] (Orchidaceae), die in den wärmeren Gebieten [[Mitteleuropa]]s vorkommt und in den letzten Jahren eine Ausbreitung ihres Areals erfahren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration Himanthoglossum hircinum0.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Abbildung in:&amp;lt;br /&amp;gt;Otto Wilhelm Thomé: &amp;#039;&amp;#039;Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Gera 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Himantoglossum hircinum plant2.jpg|mini|Stattliche Pflanze mit etwa 1&amp;amp;nbsp;m Höhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BockriemenzungeH3b.jpg|mini|Blüten der Bocks-Riemenzunge]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Himantoglossum hircinum flower.jpg|mini|Bocks-Riemenzunge, Ausschnitt aus dem Blütenstand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Bocks-Riemenzunge ist eine [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]] [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 25 bis 100&amp;amp;nbsp;cm erreicht, sehr kräftige Exemplare liegen auch darüber. Dieser [[Geophyt]] bildet als Überdauerungsorgan große, länglich-ovale [[Pflanzenknolle|Knollen]]. Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind 7 bis 15&amp;amp;nbsp;cm lang und etwa 3 bis 5&amp;amp;nbsp;cm breit. Bereits vor Beginn der Blütezeit beginnen sie zu welken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der [[Blütenstand]] ist reichblütig, bei größeren Pflanzen können es bis zu über 100 Blüten sein. Die [[Blüte]]n riechen stark nach [[Ziegen]]bock. Die äußeren und inneren [[Blütenhüllblätter]] sind zu einem Helm zusammengeneigt mit einer grünlich bis bräunlich weißen Farbe. Die Lippe ist dreilappig, am Rand gewellt und an der Basis weißlichgrün mit roten Punkten versehen. Der mittlere Lappen ist 3 bis 6&amp;amp;nbsp;cm lang, grün bis braun gefärbt. In der geschlossenen Blüte ist er eingerollt oder gefaltet. Nach dem Aufblühen ist er zunächst spiralig gedreht und später nur noch leicht verdreht. Die Spitze ist mehr oder weniger tief gespalten. Die Seitenlappen sind 10 bis 15&amp;amp;nbsp;mm lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die Bocks-Riemenzunge besitzt einen [[diploid]]en [[Chromosom]]ensatz mit einer Chromosomenzahl von 2n = 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zu ähnlichen Arten ===&lt;br /&gt;
Die Bocks-Riemenzunge unterscheidet sich von der seltenen [[Adria-Riemenzunge]] (&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum adriaticum&amp;#039;&amp;#039;) durch folgende Merkmale: Der Mittellappen der Lippe vorn ist nur bis 3,5 Millimeter tief gespalten; die Tragblätter sind doppelt so lang wie der Fruchtknoten; der Blütenstand ist dicht mit 40 bis 120 Blüten besetzt, die stark riechen. Bei der Adria-Riemenzunge ist der Mittellappen 5 bis 18 Millimeter tief gespalten, die Tragblätter sind etwas länger als der Fruchtknoten und der Blütenstand ist locker und nur mit 15 bis 50 kaum riechenden Blüten besetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Pflanzen sind generell nicht sehr langlebig. Je kräftiger die Pflanze, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie im folgenden Herbst nicht mehr oder nur noch sehr schwach erscheint. Sie kann ein bis vier Mal, in seltenen Fällen fünf Mal blühen, bevor sie ihre Energiereserven so weit aufgebraucht hat, dass sie eingeht. Die Anzahl der blühenden Pflanzen schwankt an ihren Standorten von Jahr zu Jahr mehr oder weniger stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blattaustrieb erfolgt zwischen Ende des Sommers und Beginn des Herbstes und ist bis zum Winter bereits weitgehend abgeschlossen. Diese Eigenschaft ist auf die Herkunft aus den Gebieten Europas mit mediterranem Klima zurückzuführen. Starker Frost führt gelegentlich zu Blatt[[nekrose]]n, die aber in der Regel der Pflanze nicht schaden, wenn sie kleinflächig bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pollinium|Pollenmassen]] der [[Blüte]]n sind durch gelbliche Stielchen mit der gemeinsamen Klebdrüse verbunden. [[Bestäuber]] sind [[Wildbienen]]. Die [[Phänologie|Blütezeit]] beginnt je nach Klima im mittleren Europa in warmen Jahren wie dem Jahr 2003 bereits Anfang Mai. In der Regel beginnt sie Mitte Mai und endet Mitte bis Ende Juni.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Früchte]] sind Kapseln. Die [[Samen (Pflanze)|Samen]] verbreiten sich als Körnchenflieger. Der Orchideensame hat keinerlei Nährgewebe zur Verfügung. Die Keimung erfolgt daher nur bei Infektion durch einen Wurzelpilz (siehe: [[Mykorrhiza]]). Trotz der Größe und Masse der Pflanze ist der Zeitraum vom ersten, zierlichen Laubblatt bis zur erwachsenen, blühreifen Pflanze relativ kurz im Vergleich zu kleineren Orchideen. [[Fruchtreife]] ist ab August.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
=== Verbreitung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Himantoglossum hircinum 060610c.jpg|mini|Am Standort: [[Trockenrasen|Halbtrockenrasen]] im [[Bauland (Landschaft)|Bauland]] im Nordosten Baden-Württembergs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Allgemein:&lt;br /&gt;
Die Bocks-Riemenzunge ist vom westlichen [[Mittelmeer]]gebiet bis Mittel[[europa]] verbreitet, stellenweise ist sie selten, kann aber auch sehr zahlreich auftreten. Sie ist ein [[Florenelement]] der west- und zentral-mediterranen, west-submediterranen, süd- und mittel-atlantischen, süd-subatlantischen und süd-zentraleuropäischen Florenzonen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buttler&amp;quot; /&amp;gt; In Europa kommt die Art in Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, Luxemburg, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Österreich, Italien, in der früheren Tschechoslowakei, in Ungarn, im früheren Jugoslawien, in Rumänien, Bulgarien, Griechenland und im europäischen Teil der Türkei vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Nach [[Helmut Baumann (Botaniker)|Baumann]] und [[Siegfried Künkele|Künkele]] hat die Art in den Alpenländern folgende Höhengrenzen: Deutschland 110–890 Meter, Frankreich 0–1600 Meter, Schweiz 260–815 Meter, Italien 75–1880 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot; /&amp;gt; In Europa steigt sie in Sizilien bis 1880 Meter Meereshöhe auf, in Marokko bis 1800 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutschland ====&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt die Bocks-Riemenzunge hauptsächlich in [[Baden-Württemberg]], [[Rheinland-Pfalz]], [[Saarland]] und Nord[[bayern]] vor. Wenige Standorte gibt es in [[Hessen]], [[Thüringen]], Süd[[niedersachsen]] und [[Sachsen-Anhalt]]. Die Art breitet sich langsam, aber stetig nach Norden aus. Sie erreicht mit der Linie Nordeifel-Thüringen etwa die Nordgrenze ihres Areals. In Mitteleuropa ist sie sehr selten, sie kommt an ihren Fundorten aber meist in lockeren, kleineren Beständen vor. Im Gebirge steigt sie kaum über 800&amp;amp;nbsp;m auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweiz ====&lt;br /&gt;
In der Schweiz ist die Bocks-Riemenzunge vom Bodensee entlang des Rheins, weiter bis zum [[Neuenburgersee]] und [[Genfersee]] mit Lücken verbreitet. Von dort kommend hat sie sich das [[Schweizer Rhonetal|Rhonetal]] hinauf an sehr wenigen Fundorten ausgebreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standorte ===&lt;br /&gt;
Bevorzugt werden [[Trockenrasen]], [[Magerrasen]], [[Streuobstwiese]]n an mehr oder weniger steil abfallenden Hängen mit Ausrichtung nach Westen, Süden oder Osten. Auch auf nicht gepflegten, nicht zu stark verbuschten Flächen ist sie zu finden. Gelegentlich wächst sie auch in dichtem, aber lichtem Gebüsch mit moosigem Boden. Sie kann auch schnell in aufgelassenen Weinbergen Fuß fassen, die noch einen [[Ruderalvegetation|ruderalen]] Charakter aufweisen und deren Böden aber dennoch genügend stickstoffarm sind. Auch in naturnahen Gärten kommt sie vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) in Gärten im Süden der Stadt Jena (Thüringen).&amp;#039;&amp;#039; Artenschutzreport H. 47/2022: 45–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bocks-Riemenzunge braucht kalkreichen, sehr lockeren und daher oft steinigen Lehmboden. Sie kommt nur in Gegenden mit mildem Klima vor, in denen Spätfröste selten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzengesellschaften ====&lt;br /&gt;
* Verband der Halbtrockenrasen (Mesobromion)&lt;br /&gt;
* Verband der Blutstorchschnabelsäume (Geranion sanguinei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz und Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Schutzstatus:&amp;lt;br /&amp;gt;Die Art ist in Deutschland durch die [[BArtSchV]] besonders geschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rote Listen ===&lt;br /&gt;
: RL [[Sachsen-Anhalt]]: 1, [[Thüringen]]: 2, [[Hessen]]: 2, [[Rheinland-Pfalz]]: 3, [[Bayern]]: 2, [[Saarland]]: 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er Jahren wird eine verstärkte Ausbreitung dieser Art beobachtet. Der Grund ist die [[globale Erwärmung]]. Sie hat in Gebieten, in denen die [[Winter]] vormals zu streng waren, nun geeignetere klimatische Bedingungen geschaffen. Dort wurden zwar in der Vergangenheit schon vereinzelt Pflanzen beobachtet, die aber meist wieder verschwanden und keine stabilen Populationen aufbauen konnten. Sehr kalte, schneearme Winter können die Vorkommen in den Randgebieten ihres Verbreitungsgebiets wieder schrumpfen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell befindet sich die Art nicht auf der bundesweiten [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten-Liste]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion: BMBF LS5 Internetredaktion |url=https://www.rote-liste-zentrum.de/de/Detailseite.html?species_uuid=e6cd9fbb-8cec-4d2a-9490-7922eee715d6&amp;amp;species_organismGroup=Farn-%20und%20Bl%C3%BCtenpflanzen&amp;amp;q=Bocks-Riemenzunge |titel=Detailseite – Rote-Liste-Zentrum Rote-Liste-Zentrum |sprache=de |abruf=2025-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in Baden-Württemberg ist sie als ungefährdet eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Breunig, Siegfried Demuth |Titel=Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs |Nummer= |Auflage=4. |Verlag=LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg |Ort=Karlsruhe |Datum=2023 |Reihe=Naturschutz-Praxis |ISBN=978-3-88251-412-4 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orchidee des Jahres ===&lt;br /&gt;
Um die Öffentlichkeit auf ihre Schutzwürdigkeit hinzuweisen, wurde die Bocks-Riemenzunge von den [[Arbeitskreis Heimische Orchideen|Arbeitskreisen Heimische Orchideen]] (AHO) im Jahr 1999 zur „[[Orchidee des Jahres]]“ gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Der gültige Name ist &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Spreng.}} [[Carl von Linné]] beschrieb sie 1753 in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039; Tomus II, S. 944 unter dem [[Basionym]] &amp;#039;&amp;#039;Satyrium hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} Die Art wurde von [[Kurt Sprengel]] in &amp;#039;&amp;#039;Systema vegetabilium [Caroli Linnaei ... ]&amp;#039;&amp;#039; ed. 16, Band 3, S. 694 als &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Spreng.}} in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Satyrium&amp;#039;&amp;#039; ist heute der Gattungsname einer hauptsächlich im südlichen Afrika vorkommenden Orchidee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synonyme ===&lt;br /&gt;
Es existieren folgende [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]]:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Satyrium hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.)}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orchis hircina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Crantz}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Loroglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Rich.}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aceras hircinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Lindl.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterarten ===&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten der [[Riemenzungen]] wurden in der Vergangenheit als [[Unterart]]en zu dieser Art gezählt, mittlerweile haben diese ihren eigenen Artstatus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum&amp;#039;&amp;#039; leitet sich ab von den [[Griechische Sprache|griechischen]] Wörtern ίμάς &amp;#039;&amp;#039;himas&amp;#039;&amp;#039; = Riemen, γλώσσα &amp;#039;&amp;#039;glossa&amp;#039;&amp;#039; = Zunge und &amp;#039;&amp;#039;hircinum&amp;#039;&amp;#039; vom [[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;hircus&amp;#039;&amp;#039; = Ziegenbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name bedeutet im Grunde nichts anderes als der botanische Name: Nach Bock stinkende Riemenzunge. Darüber hinaus bestehen bzw. bestanden die Bezeichnungen: Bocksgeil ([[Elsass]]), Bockshödlein (Elsass) und Geilwurz (Elsass).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel-Jessen1882&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Himantoglossum hircinum Saarland 06.jpg|Blüten unterschiedlich geöffnet&lt;br /&gt;
 Himantoglossumhircinumblaetter.jpg|Gefrorene Blattrosette im Winter&lt;br /&gt;
 KAR 2020 NSG Saupurzel 03.28 09.jpg|Blattrosetten Ende März auf dem Saupurzel bei Karlstadt&lt;br /&gt;
 KAR NSG Kalbenstein 220519 01 Bocksriemenzungen.jpg|Massenvorkommen bei Karlstadt&lt;br /&gt;
 Himantoglossum hircinum rosette.jpg|Besonders kräftige, hochtreibende Pflanze&lt;br /&gt;
 Himhir1-120699.jpg|Blütenstand in Hochblüte, 12. Juni 1999 in Thüringen&lt;br /&gt;
 Himhir2-120699.jpg|Einzelblüte, 12. Juni 1999, Thüringen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Orchideengattungen|Liste aller Orchideengattungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Standardliteratur über Orchideen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Arbeitskreise Heimische Orchideen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Orchideen Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitskreise Heimische Orchideen, Uhlstädt-Kirchhasel 2005, ISBN 3-00-014853-1.&lt;br /&gt;
* Helmut Baumann, Siegfried Künkele: &amp;#039;&amp;#039;Die wildwachsenden Orchideen Europas.&amp;#039;&amp;#039; Franckh, Stuttgart 1982, ISBN 3-440-05068-8.&lt;br /&gt;
* [[Karl Peter Buttler]]: &amp;#039;&amp;#039;Orchideen. Die wildwachsenden Arten und Unterarten Europas, Vorderasiens und Nordafrikas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer.&amp;#039;&amp;#039; 15). Mosaik, München 1986, ISBN 3-570-04403-3.&lt;br /&gt;
* Robert L. Dressler: &amp;#039;&amp;#039;Die Orchideen – Biologie und Systematik der Orchidaceae&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Orchids. Natural History and Classification.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge, Mass. u.&amp;amp;thinsp;a. 1981). Übersetzt von Guido J. Braem unter Mitwirkung von Marion Zerbst. Bechtermünz, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-413-8 (gutes Werk zum Thema Systematik).&lt;br /&gt;
* [[Hans Sundermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Europäische und mediterrane Orchideen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Brücke, Hildesheim 1975, ISBN 3-87105-010-5.&lt;br /&gt;
* John G. Williams, Andrew E. Williams, Norman Arlott: &amp;#039;&amp;#039;Orchideen Europas mit Nordafrika und Kleinasien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;BLV-Bestimmungsbuch.&amp;#039;&amp;#039; 25). Übersetzt, bearbeitet und ergänzt von Karl-Peter Buttler und Angelika Rommel. BLV, München/Bern/Wien 1979, ISBN 3-405-11901-4.&lt;br /&gt;
* Hans R. Reinhard u.&amp;amp;thinsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Orchideen der Schweiz und angrenzender Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; Fotorotar, Egg 1991, {{Falsche ISBN|3-905647-01-X}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buttler&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Peter Buttler]]: &amp;#039;&amp;#039;Orchideen. Die wildwachsenden Arten und Unterarten Europas, Vorderasiens und Nordafrikas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer.&amp;#039;&amp;#039; 15). Mosaik, München 1986, ISBN 3-570-04403-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel-Jessen1882&amp;quot;&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 5 ([http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n23/mode/2up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9783494014241}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele-Schwegler&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|344008048X|Band=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot;&amp;gt;[[Helmut Baumann (Botaniker)|Helmut Baumann]], [[Siegfried Künkele]]: &amp;#039;&amp;#039;Orchidaceae&amp;#039;&amp;#039;. In: Oskar Sebald u.&amp;amp;nbsp;a.: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. 1. Auflage Band 8, Seite 403. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3359-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot;&amp;gt;Gerald Parolly: &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum.&amp;#039;&amp;#039; In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 189–190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
World Checklist of Selected Plant Families 2010, The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. In: [https://www.europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/ae099157-d207-43ed-bc6c-fedc4d9c9a25 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Himantoglossum hircinum|Bocks-Riemenzunge (&amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|2959|Primula integrifolia L., Ganzblättrige Primel}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|2959}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/himantoglossum.htm  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitungskarten ===&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|2959}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=3211|WissName=Himantoglossum hircinum (L.) Spreng.}}&lt;br /&gt;
* [http://www.orchideen-kartierung.de/GERMANY/HIHIRCI/Hihi.html Deutschland]&lt;br /&gt;
* [http://www.ageo.ch/orch/k/Himantoglossum%20hircinum.gif AGEO Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionale Links ===&lt;br /&gt;
* [http://www.m-klueber.de/or-himantoglossum-hircinum Die Orchideen der Rhön &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;, Bocks-Riemenzunge]&lt;br /&gt;
* [http://www.orchis.de/orchis/scripts/odm_parser.php?id=42000 orchis.de &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.ageo.ch/ageo_orchideen.php?page=himantoglossum AGEO (Schweiz) &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.orchideen-kartierung.de/GERMANY/HIHIRCI/HihiH.html Die Orchideen Deutschlands &amp;#039;&amp;#039;Himantoglossum hircinum&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orchidee des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orchideen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bonnlander</name></author>
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