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	<title>Boby Lapointe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:51:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boby_Lapointe&amp;diff=155112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SeptemberWoman: + Bild, dies und das, Weblinks, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-07T22:55:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Bild, dies und das, Weblinks, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Identite-BobyLapointe-1951-Sasem.jpg|mini|Boby Lapointe (1951)]]&lt;br /&gt;
Robert Lapointe, der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boby Lapointe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1922]] in [[Pézenas]], [[Département Hérault]], [[Frankreich]]; † [[29. Juni]] [[1972]] ebenda) gerufen wurde, war ein französischer [[Gesang|Sänger]], der für seine an Kalauern und zotigen [[Schüttelreim]]en reichen Texte bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Kabarettisten [[Thomas Pigor]] ist Boby Lapointe wegen seiner formalen Experimentierfreude, die im krassen Gegensatz zur heutigen Konformität stehe, ein klassisches Vorbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Studienjahre ===&lt;br /&gt;
Seine exzentrische und zu derben Späßen neigende Natur zeigte sich schon in seiner Jugend. Er verspottete die [[Bürgertum|Bürger]] und machte die gute Gesellschaft und den [[Klerus]] lächerlich. Ursprünglich wollte er Testpilot werden. Als Schüler konstruierte er Flugmaschinen, bei deren Erprobung er sich manche Verletzung zuzog. Nach dem [[Baccalauréat]] begann er ein Studium an der [[École Centrale]] und der [[École Nationale Supérieure de l’Aéronautique et de l’Espace|Sup-aéro]], um seine Leidenschaft für die Fliegerei und die Mathematik befriedigen zu können. Er erfand ein Automatikgetriebe für Autos, das andere Konstrukteure später mit Erfolg vermarkten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsjahre ===&lt;br /&gt;
1942 wurde er von der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutschen Besatzungsmacht]] zur [[Service du travail obligatoire|Zwangsarbeit]] nach [[Linz]] deportiert. Er floh noch im gleichen Jahr und kehrte nach einer siebenmonatigen Odyssee unter verschiedenen falschen Namen (u.&amp;amp;nbsp;a. Robert Foulcan – „fout le camp“ = umgangssprachlich für „haut ab“) 1944 in seine Heimatregion in Frankreich zurück. Lapointes Statur und Körperkraft erlaubten es ihm, Taucher im Hafen von [[La Ciotat]] zu werden und so der von der deutschen Besatzungsmacht und der lokalen Miliz eingeleiteten Fahndung zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Liebe zu Worten und seine Lust am Schreiben ermunterten ihn dazu, [[Chanson]]s zu komponieren, die voll von Kalauern, Wortspielen und [[Zote|zotigen]] [[Schüttelreim]]en sind. Sein randständiger intellektueller Stil war allerdings nicht dazu angetan, aus ihm einen erfolgreichen [[Chansonnier]] zu machen. Er redigierte Gedichtsammlungen wie auch Aufsätze zu Kalauern und suchte nach Interpreten für seine Chansons. Lapointes Stil schreckte jedoch ab: bei einer Gala de la Chanson in Juan-les-Pins lehnten [[Les Frères Jacques]] (&amp;#039;&amp;#039;Quatuor vocal&amp;#039;&amp;#039;), erschreckt ob der Kompliziertheit seiner mit Wortspielen gespickten Texte, eine von Lapointe vorgeschlagene Zusammenarbeit ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge und Erfolge ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges 1946 heiratete er Colette Maclaud, mit der er zwei Kinder, Ticha und Jacky, hatte. Sie verließen La Ciotat und gingen als Familie nach Paris, wo er ein Geschäft für Babyausstattung eröffnete, das er nach kurzer Zeit wieder schließen musste. Im Anschluss trennte sich das Paar. Lapointe wechselte das Metier und wurde Antenneninstallateur, ohne mit dem Schreiben aufzuhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 war der offizielle Anfang seiner musikalischen Karriere: der Komiker [[Bourvil]] und [[Gilles Grangier]] wählten eines seiner Chansons (&amp;#039;&amp;#039;Aragon et Castille&amp;#039;&amp;#039;) für einen musikalischen Übergang in dem Film &amp;#039;&amp;#039;Aprilscherz&amp;#039;&amp;#039;. Etienne Lorin, der [[Akkordeon]]ist Bourvils, der ein Freund Lapointes wurde, schlug dieses Chanson Bourvil vor. Weder der Film noch das Chanson hatten großen Erfolg. Immerhin war Lapointe in die Pariser Szene eingeführt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte in seiner Zeit als Sänger im Pariser Cabaret Le Cheval d’Or seine ersten großen Auftritte. Dort begegnete er [[Anne Sylvestre]], [[Raymond Devos]], [[Ricet Barrier]] bzw. [[Georges Brassens]], mit dem eine wechselseitige Sympathie entstand. Lapointe fiel nicht nur wegen seiner physischen Statur auf – sein Taillenumfang und sein athletischer Zuschnitt sowie sein vermeintlich mürrisches Auftreten befremdeten dort –, sondern auch aufgrund seiner Darbietungen aus dem Stegreif und seiner Texte voller Wortspiele. Er wurde zur Hauptattraktion des Cabarets und zog die Aufmerksamkeit des Filmemachers [[François Truffaut]] auf sich. Dieses so beschriebene Bild Lapointes ist die Vorlage für die Rolle des Sängers in dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Schießen Sie auf den Pianisten]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Charles Aznavour]]. Die ausgesuchten Chansons sind &amp;#039;&amp;#039;Framboise&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marcelle&amp;#039;&amp;#039;. Lapointe traf [[Philippe Weil]] bei den Dreharbeiten. Dieser engagierte ihn für ein anderes Pariser Cabaret, das &amp;#039;&amp;#039;Les Trois Baudets&amp;#039;&amp;#039;. Zwischen 1960 und 1961 nahm er dort zwei Schallplatten mit den Chansons &amp;#039;&amp;#039;Marcelle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Le poisson Fa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bobo Léon&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aragon et Castille&amp;#039;&amp;#039;, die am Ende auch Erfolg hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit den folgenden Kompositionen flaute der Erfolg nicht ab: &amp;#039;&amp;#039;L’hélicon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ta Katie t’a quitté&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Saucisson de cheval&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Comprend qui peut&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Méli-Mélodie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Le tube de toilette&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;La maman des poissons&amp;#039;&amp;#039; …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwierige Jahre ===&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren reihten Lapointe und [[Georges Brassens]] Tourneen an Tourneen und Liederabende an Liederabende. Aber seine zu Launen neigende Natur verleitete ihn zu Fehlern. Als er das Konzertcafé Le Cadran Bleu eröffnete, folgte sein Bankrott rapide. Brassens half ihm, indem er eine erhebliche Zahl an Schuldverpflichtungen Lapointes übernahm und ihm kleinere Jobs fürs Überleben verschaffte. Der Programmdirektor der Radiostation Europe 1 überredete Lapointe, bei der Plattenfirma AZ einen Vertrag zu unterzeichnen. Aber in den 1960er Jahren begann die [[Yéyé]]-Epoche ([[Beatmusik|Beat]]-Epoche), und der [[Blasmusik]]stil, auf dem alle Lieder von Lapointe fußen, war nicht mehr gefragt, weder im Rundfunk noch in den Musikgeschäften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch nahm Lapointe die Arbeit vor der Kamera wieder auf, um in den Filmen von [[Claude Sautet]] zu spielen: so war er der brutale Zurückgebliebene in &amp;#039;&amp;#039;[[Das Mädchen und der Kommissar]]&amp;#039;&amp;#039; und der Schweinewaggonfahrer in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dinge des Lebens]]&amp;#039;&amp;#039;. Zur gleichen Zeit drängte ihn [[Joe Dassin]], einen neuen Plattenvertrag bei Fonata/Philips zu unterzeichnen, der am Ende sein Produzent wurde. Lapointe ging auf Tournee, um für seine letzte Platte &amp;#039;&amp;#039;Comprend qui peut&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von Dassin Reklame zu machen. Die Hülle des Albums zeigt das Gemälde des Sängers, das von dem naiven Maler [[Maurice Ghiglion-Green]] geschaffen wurde. Dieses Porträt, das ihn im gestreiften Seemannspulli, an Gänseblümchen riechend, zeigt, wurde in späteren Jahren zu einer Ikone Lapointes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hobbymathematiker erfand Lapointe 1968 das Notationssystem &amp;#039;&amp;#039;bibi-binär&amp;#039;&amp;#039; für die Darstellung hexadezimaler Zahlen. Er verfolgte gleichwohl seine Karriere als Sänger weiter. Seinen letzten Auftritt hatte er im Vorprogramm eines Konzertes seines Fans und Freundes [[Pierre Perret]] im [[Bobino]] in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ehrungen ===&lt;br /&gt;
Mit 50 Jahren starb Boby Lapointe in [[Pézenas]] im Kreise seiner Familie an Krebs. Er hat nur etwa 50 Chansons aufgenommen, die bis in die Gegenwart Verbreitung finden; so haben [[Jean-Marie Machado]] und [[André Minvielle]] 2012 seine Chansons auf ihrem Album &amp;#039;&amp;#039;La fête à Boby&amp;#039;&amp;#039; neu interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 wurde ein [[Asteroid]] nach ihm benannt: [[(27968) Bobylapointe]]. 2022 wurde in Pézenas ein Stahlschnitt der Künstlerin Agnès Descamps eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
Er hat in zahlreichen Filmen sowohl in kleinen Rollen als auch als Komponist mitgewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1960: [[Schießen Sie auf den Pianisten]] &amp;#039;&amp;#039;(Tirez sur la pianiste)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1969: Mais qu’est-ce qui fait courir les crocodiles?&lt;br /&gt;
* 1969: Die offene Rechnung &amp;#039;&amp;#039;(L’ardoise)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1970: [[Die Dinge des Lebens]] &amp;#039;&amp;#039;(Les choses de la vie)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1970: [[L’oro dei bravados]]&lt;br /&gt;
* 1971: [[Das Mädchen und der Kommissar]] &amp;#039;&amp;#039;(Max et les ferrailleurs)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1971: Mörder im Namen der Ordnung &amp;#039;&amp;#039;(Les assassins de l’ordre)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1971: Rendezvous in Bray &amp;#039;&amp;#039;(Rendez-vous à Bray)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1971: Der Sträfling und die Witwe &amp;#039;&amp;#039;(La veuve Couderc)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jacques Perciot: &amp;#039;&amp;#039;Boby Lapointe.&amp;#039;&amp;#039; Denoël, Paris 2002, ISBN 2-207-25375-9.&lt;br /&gt;
* Thomas Hilberer: [https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/100796 &amp;#039;&amp;#039;Charles Trenet und Boby Lapointe: das Chanson auf dem Weg zur absoluten Poesie.&amp;#039;&amp;#039;] Germanisch-romanische Monatsschrift, N.F., Bd. 65 (2015), S. 357–367.&lt;br /&gt;
* Huguette Long Lapointe et al.: &amp;#039;&amp;#039;Boby Lapointe.&amp;#039;&amp;#039; Encre, 1983.&lt;br /&gt;
* Alain Poulanges: &amp;#039;&amp;#039;Boby Lapointe.&amp;#039;&amp;#039; Editions du May, 1994.&lt;br /&gt;
* Fabrice Turrier: &amp;#039;&amp;#039;La maman des poissons&amp;#039;&amp;#039;. Illustrierter Text. Didier Jeunesse, 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Boby Lapointe.&amp;#039;&amp;#039; Illustrierte Texte. Mango, 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Discogs|312664}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0487650}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119056739|LCCN=n/85/12344|VIAF=76318361}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lapointe, Boby}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chansonnier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lapointe, Boby&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lapointe, Robert&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Sänger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pézenas]], [[Département Hérault]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pézenas]], [[Département Hérault]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SeptemberWoman</name></author>
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