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	<title>Blockwerk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blockwerk&amp;diff=565018&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-51954-9 am 10. April 2026 um 12:16 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-10T12:16:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Bauteil einer Orgel; für die Holzbautechnik siehe [[Blockbau]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blockwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird das nicht in [[Register (Orgel)|Register]] unterteilte [[Werk (Orgel)|Orgelwerk]] einer mittelalterlichen [[Orgel]] bezeichnet. Solche Orgelwerke enthielten nur [[Labialpfeife]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Romanische Blockwerke ===&lt;br /&gt;
In [[Romanik|romanischen]] Orgeln befanden sich in der Regel nur wenige Pfeifenreihen mit meist nur einer offenen Labialpfeife für jede im Blockwerk enthaltene [[Register (Orgel)#Unterscheidung nach Tonhöhe|Fußlage]]. Ein solches Blockwerk konnte z.&amp;amp;nbsp;B. mit 8′ + 4′ + 2′ besetzt sein. Eine andere Variante war z.&amp;amp;nbsp;B. 8′ + {{Bruch|5|1|3}}′ + 4′ + {{Bruch|2|2|3}}′ + 2′. In diesem Fall ging es nicht um die Bildung einer akustischen 16′-Lage, sondern um das Spiel in [[Quintparallele]]n, was damals nicht unüblich war. Da auf diesen [[Musikinstrument|Instrumenten]] meist nur eine Stimme gespielt wurde, störte die mitlaufende [[Quinte]] nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gotische Blockwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Norrlandaorgeln SHM 12910.jpg|mini|Gehäuse der Norrlanda-Orgel, um 1380/1400]]&lt;br /&gt;
Seit dem frühen 13. Jahrhundert wurden  erste größere [[Liste von gotischen Orgeln|gotische Orgeln]] gebaut und die Blockwerke wurden erweitert. Die Quinte über der tiefsten Pfeifenreihe ({{Bruch|5|1|3}}′ bei 8′-Basis) fiel nun vermehrt weg, da mehrstimmiges Spiel aufkam und hier die mitlaufende Quinte störte. Es war nun auch möglich, größere und kleinere Orgelpfeifen sowie gedackte Pfeifen herzustellen, so dass das Blockwerk auch auf einer 16′-Basis aufbauen konnte und höhere Pfeifenreihen hinzu kommen konnten. Ein kleineres Blockwerk jener Zeit war z.&amp;amp;nbsp;B. mit 8′ + 4′ + {{Bruch|2|2|3}}′ + 2′ + {{Bruch|1|1|3}}′ besetzt. Ein großes Blockwerk konnte bereits Pfeifenreihen zu 16′ + 8′ + {{Bruch|5|1|3}}′ + 4′ + {{Bruch|2|2|3}}′ + 2′ + {{Bruch|1|1|3}}′ + 1′ enthalten. In diesen Blockwerken wurden vor allem die höheren Fußlagen mehrfach besetzt, wobei die Zahl der Pfeifen pro Fußlage zur Höhe hin meist anstieg. In kleinen Orgeln blieb es jedoch bei einer Pfeife pro Fußlage. In dieser Zeit kamen auch erste Pedalwerke auf, deren Blockwerke meist eine [[Oktave]] tiefer als das Manualblockwerk lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterlichen Orgeln hatten nach heutigen Maßstäben etwa einen Manualumfang von H–a&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;(–f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;), das Pedal begann ebenfalls bei H, reichte oft aber nur über ein bis anderthalb Oktaven. Die Pfeifen wurden in Fixmensur gefertigt, das heißt, dass alle Pfeifen einer Fußlage denselben Durchmesser hatten. Dadurch ergab sich über den Tonumfang ein changierender Klang von leicht streichend in der tiefsten Lage bis flötenartig in der höchsten Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Registerorgeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ausgehenden Mittelalter kamen erste „Register“ auf (Stimmscheidung). Mit der ersten Stimmscheidung wurde das Blockwerk in Prästant und Hintersatz aufgeteilt. Dazu wurde die Windlade in zwei Teile geteilt und jeder Teil konnte über ein [[Kombination (Orgel)#Sonstige Registrierhilfen|Sperrventil]] angeschaltet werden. Dieses System wird als [[Windlade#Antike und mittelalterliche Windladen|Sperrventillade]] bezeichnet. Der Prästant enthielt die tiefsten Pfeifenreihen, also 8′ + 4′ oder 16′ + 8′ + 8′, der Hintersatz alle höheren Pfeifenreihen. Mit der zweiten Stimmscheidung wurde der „alte“ Prästant in Prästant (dann bereits auch alternativ als [[Prinzipal (Orgel)|Principal]] bezeichnet), der nun nur noch die tiefste Pfeifenreihe, also 8′ oder 16′, enthielt, und Oktave, die die weiteren Pfeifenreihen des „alten“ Prästanten, also  4′ oder 8′ + 8′, enthielt, aufgeteilt. Der „alte“ Hintersatz wurde in Hintersatz, der die tieferen Pfeifenreihen des „alten“ Hintersatzes enthielt, und Zimbel, die die zwei oder drei höchsten Pfeifenreihen des „alten“ Hintersatzes enthielt, aufgeteilt. In kleineren Orgeln wurde auf die Aufteilung des Hintersatzes oft verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit setzte auch eine Erweiterung des [[Manual (Musik)|Manualumfangs]] ein. Damit die Klangunterschiede zwischen tiefer und hoher Lage nicht zu groß wurden, war eine Abkehr von der Fixmensur erforderlich, das heißt, innerhalb einer Fußlage mussten die kleineren Pfeifen nun auch mit kleineren Durchmessern als die großen Pfeifen gebaut werden. Mit vier Sperrventilen war eine technische Grenze erreicht. Um mehr Pfeifenreihen („Register“) aus dem Blockwerk abzuspalten oder gar neue Register hinzuzufügen, wurden grundlegende Änderungen im Orgelbau erforderlich. So kam es ab dem 15. Jahrhundert zur Einführung der [[Schleiflade]] und [[Springlade]], die parallel erfunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Teile von Blockwerkorgeln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sundre kyrka - KMB - 16000200027454.jpg|mini|Blockwerkslade mit Löchern in Sundre, 1370]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von gotischen Orgeln}}&lt;br /&gt;
Es gibt keine vollständig erhaltene Blockwerksorgel mehr. Bei den meisten noch bestehenden gotischen Orgeln wurden seit dem 16. Jahrhundert [[Schleiflade]]n eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am besten erhaltene [[Orgeln im Historischen Museum Stockholm#Orgel aus Norrlanda|Blockwerksorgel aus Norrlanda]] auf [[Gotland]] von etwa 1380/1400 ist in ihren wesentlichen Bestandteilen fast unverändert erhalten geblieben, mit Ausnahmen der Pfeifen und des Blasebalgs. An ihr ist die ursprüngliche Konstruktion noch gut erkennbar. Auch im Gehäuse der etwa zeitgleich gebauten [[Orgeln im Historischen Museum Stockholm#Orgel aus Sundre|Orgel von Sundre]] ist diese sichtbar.&lt;br /&gt;
In [[Greifswald]] wurde eine eichene Blockwerkslade mit eingelassenen Löchern gefunden, die um 1320/80 entsorgt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Annemies Tamboer: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrabene Klänge. Archäologische Instrumente aus allen Epochen.&amp;#039;&amp;#039; Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland. Heft 25. 1999. S. 38; zitiert in Susanne Rühling: &amp;#039;&amp;#039;Imponieren, Brillieren, Musizieren - Orgelklänge für Gott, Kaiser und den Sport.&amp;#039;&amp;#039; In: F. Daim, D. Heher, C. Rapp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Menschen, Bilder, Sprachen, Dinge. Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Mainz 2018. S. 205–223, hier S. 207 [https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/reader/download/474/474-30-84189-1-10-20190311.pdf pdf]: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Es handelt sich um eine Windlade aus Eichenholz, auf der zwei Reihen Löcher eingebracht sind, eine Front für die Klaviatur und 17 kleinere Holzplättchen, alles ebenfalls aus Eiche, sowie kleine Lederlappen, die eventuell zu den Ventilen gehörten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Orgeln im Historischen Museum Stockholm#Rekonstruktion der Norrlanda-Orgel|Rekonstruktion der Norrlanda-Orgel]] im [[Orgelbaumuseum Ostheim vor der Rhön|Orgelmuseum Hanstein]] in Ostheim zeigt die Funktionsweise und den Klang einer Blockwerksorgel anschaulich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orgelbaumuseum.de/de/das-museum/rundgang/gotik Gotik] Orgelbaumuseum Hanstein&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gdo.de/fileadmin/gdo/images/Ostheim-Norrlanda.jpg Foto] Gesellschaft der Orgelfreunde&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik für die Blockwerkorgel ==&lt;br /&gt;
* Robertsbridge Codex, um 1320&lt;br /&gt;
* Codex Faenza, um 1420&lt;br /&gt;
* Orgelstücke aus der Predigtsammlung aus Winsen, 1431&lt;br /&gt;
* Tabulatur des [[Adam Ileborgh]] aus [[Stendal]], 1448&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Georges Le Cerf, Edmond René Labande&lt;br /&gt;
   |Titel=Les traités d’Henri-Arnaut de Zwolle et de divers anonymes&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris&lt;br /&gt;
   |Datum=1932&lt;br /&gt;
   |Sprache=fr&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Reprint: Kassel 1972}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans Klotz&lt;br /&gt;
   |Titel=Über die Orgelkunst der Gotik, der Renaissance und des Barock. Musik, Disposition, Mixturen, Mensuren, Registrierung, Gebrauch der Klaviere&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bärenreiter&lt;br /&gt;
   |Ort=Kassel&lt;br /&gt;
   |Datum=1986&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7618-0775-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Maarten Albert Vente]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Brabanter Orgel. Zur Geschichte der Orgelkunst in Belgien und Holland im Zeitalter der Gotik und der Renaissance&lt;br /&gt;
   |Verlag=H. J. Paris&lt;br /&gt;
   |Ort=Amsterdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1963}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Rudolf Quoika]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Vom Blockwerk zur Registerorgel. Zur Geschichte der Orgelgotik 1200–1520.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bärenreiter&lt;br /&gt;
   |Ort=Kassel&lt;br /&gt;
   |Datum=1966}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Orgel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-51954-9</name></author>
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