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	<title>Blockpartei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blockpartei&amp;diff=86775&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-69055-3: &quot;Regierten&quot; durch &quot;Bürgern&quot; ersetzt. Regierungen regieren über Bürger. Regierungen regieren nicht über Regierte, da dies bedeuten würde die &quot;Regierten&quot; werden bereits regiert.</title>
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		<updated>2026-02-01T02:21:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Regierten&amp;quot; durch &amp;quot;Bürgern&amp;quot; ersetzt. Regierungen regieren über Bürger. Regierungen regieren nicht über Regierte, da dies bedeuten würde die &amp;quot;Regierten&amp;quot; werden bereits regiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Blockpartei&lt;br /&gt;
|4=Demokratischer Block der Parteien und Massenorganisationen&lt;br /&gt;
|5=Parteiwesen in der SBZ|2=Oktober 2025|1=[[Benutzer:Kochel86|Kochel86]] ([[Benutzer Diskussion:Kochel86|Diskussion]]) 11:33, 29. Okt. 2025 (CET)}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blockparteien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[politische Partei]]en, die in Staaten neben der [[Einheitspartei|herrschenden Partei]] existieren und mit dieser in einem Parteienblock zusammengeschlossen sind. Diese Parteien sind in Parlamenten und Regierungen vertreten, ohne eigentliche [[Staatsgewalt|Macht]] ausüben zu können. Sie stehen nicht in Wahlkonkurrenz zur herrschenden Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blockparteien werden aus zwei Gründen zugelassen oder gar von den Machthabern selbst gegründet: Sie sollen den Anschein erwecken, es gäbe einen funktionierenden [[Mehrparteiensystem|Parteienpluralismus]] und damit eine Voraussetzung für ein demokratisches System. Außerdem sollen Blockparteien die Regierungspolitik auch solchen Bürgern nahebringen, die der machthabenden Partei kritisch gegenüberstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Blockpartei entstand durch den „Antifaschistisch-demokratischen Block“ in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] und später in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Der Block vom 14. Juli 1945 war ein Parteienbündnis; er wurde später zum „[[Demokratischer Block|Demokratischen Block der Parteien und Massenorganisationen]]“ umgeformt, der Teil der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] war. Vor allem vor 1949 versuchten einige Blockparteien, eine eigenständige Politik zu betreiben. Dies wurde allerdings von der machthabenden [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)]] unterbunden. Spätestens seit den 1950er Jahren vertraten die Blockparteien dieselben politischen Ziele wie die SED und vollzogen deren Politik mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Blocksysteme gab und gibt es auch in anderen Ländern, nicht nur in solchen, die sich als „sozialistisch“ bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blockparteien in der DDR ==&lt;br /&gt;
=== Antifaschistisch-demokratischer Block ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Demokratischer Block der Parteien und Massenorganisationen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df pk 0000133 040.jpg|mini|Erste Kundgebung des Antifaschistisch-demokratischen Blocks im August 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] 1945 hatte die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] (SMAD) die Gewalt in der Sowjetzone übernommen. Im Sommer 1945 erlaubte sie im „Befehl Nr.&amp;amp;nbsp;2“ die Gründung von vier „[[Antifaschismus|antifaschistischen]]“ Parteien unter der Vorgabe, dass sie sich dem „Antifaschistisch-demokratischen Block“ anschlossen. Es handelte sich um (in Reihenfolge der Gründung) die [[Kommunistische Partei Deutschlands#Von der KPD (Ost) zur SED (1945/46)|Kommunistische Partei Deutschlands]] (KPD), die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands#In Ostdeutschland|Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] (SPD), die [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)]] (CDU) und die [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands]] (LDPD). Am 22. April 1946 kam es zur [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]]. Die neu entstandene [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands]] (SED) löste KPD und SPD im Block ab. 1948 traten die [[Demokratische Bauernpartei Deutschlands]] (DBD) und die [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands (DDR)|Nationaldemokratische Partei Deutschlands]] (NDPD) bei. Etwa zeitgleich wurden der Gewerkschaftsbund [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]] und bald darauf der Jugendverband [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und der Frauenbund [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|DFD]] aufgenommen; damit war die Parteienlandschaft der späteren DDR bereits ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat. Partei, Staat und Gesellschaft 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Propyläen, München 2000 (1998), S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund wurden die Blockparteien und deren Mitglieder mitunter „Blockflöten“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Die 101 wichtigsten Fragen – DDR.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2009, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort hat das Wort seinen Weg in den politisch-historischen Diskurs der Bundesrepublik gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel [[Christian v. Ditfurth]]: &amp;#039;&amp;#039;Blockflöten. Wie die CDU ihre realsozialistische Vergangenheit verdrängt.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer und Witsch, Köln 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; Streng genommen gehörte auch die SED dem Block an, wurde aber nicht Blockpartei genannt. Dieser Ausdruck diente zur Kurzbezeichnung der übrigen, von der SED abhängigen Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung von DBD und NDPD ===&lt;br /&gt;
Die beiden bürgerlichen Parteien CDU und LDPD hatten sich im Juni/Juli 1945 als eigenständige Parteien gegründet und wurden später auf SED-Kurs gezwungen. Im Unterschied dazu waren DBD und NDPD 1948 durch die SMAD initiiert worden, um den bürgerlichen Parteien CDU und LDPD die politische Klientel abzuwerben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder_SED-Staat_41&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat. Partei, Staat und Gesellschaft 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Propyläen, München 2000 (1998), S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut dem Historiker [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]] fungierten die beiden neuen Parteien „von Anfang an als Organe der SED“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die DDR 1945–1990&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Oldenbourg Grundriss der Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20). 5. Auflage. Oldenbourg, München 2012 (1988), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bauernpartei vom April 1948 sollten Landwirte gewonnen werden, die wenig Zugang zur Arbeiterpartei SED hatten und der CDU zuneigten. Die SED schickte in den Vorstand eigene Leute, darunter den Vorsitzenden [[Ernst Goldenbaum]], der vor 1933 KPD-Mitglied war. Sie hatte im Gründungsjahr knapp 30.000 Mitglieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder_SED-Staat_41&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NDPD diente dazu, „die Trennlinie zwischen ehemaligen Nazis und Nichtnazis aufzuheben“, wie Stalin sich im März 1948 ausgedrückt hatte. Im Juni 1948 erhielt die NDPD ihre Lizenz, nachdem mit dem SMAD-Befehl Nr. 35 die [[Entnazifizierung]] abgebrochen war und „unbelastete“ frühere [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Mitglieder politisch tätig werden durften. Auch ehemalige Offiziere und Vertriebene sollten von der neuen Partei aufgefangen werden. Der SED-Vorstand erläuterte auf seiner Tagung im Mai, „diese politisch unklaren Menschen“ sollten bei der nächsten Wahl nicht „das [[Stimmvieh]]“ für die bürgerlichen Parteien CDU und LDPD abgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat. Partei, Staat und Gesellschaft 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Propyläen, München 2000 (1998), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster NDPD-Vorsitzender wurde [[Lothar Bolz]], seit 1928 KPD-Mitglied und später Mitarbeiter beim [[Nationalkomitee Freies Deutschland]] in der Sowjetunion. Die Partei trat im September 1948 dem Block bei. Im Oktober hatte sie nur zweitausend Mitglieder, in der Endphase der DDR über 100.000. [[Klaus Schroeder]] zufolge waren in die SED wesentlich mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder eingebunden als in die NDPD.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat. Partei, Staat und Gesellschaft 1949–1990.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Propyläen, München 2000 (1998), S. 42–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionen ===&lt;br /&gt;
Nach Weber seien die Blockparteien nach 1949 deshalb nicht aufgelöst worden, weil sie im Auftrag der SED bestimmte politische Funktionen übernahmen: Einerseits hätten sie eine Alibifunktion innegehabt, wonach sie die kommunistische Einparteienherrschaft verschleiern und eine [[Pluralismus (Politik)|pluralistische]] Demokratie vortäuschen sollten. Andererseits hätten sie eine Transmissionsfunktion ausgeübt, der zufolge sie gewisse Vorstellungen der SED in den nichtproletarischen Bevölkerungsgruppen – zum Beispiel in christlichen Kreisen durch die CDU – verbreiten sollten. Darüber hinaus sei ihnen eine gesamtdeutsche Funktion zugekommen, indem sie Kontakte zu den westdeutschen [[Schwesterpartei]]en unterhalten sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber_DDR1945-1990_35&amp;quot;&amp;gt;Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die DDR 1945–1990&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Oldenbourg Grundriss der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20). 5. Auflage. Oldenbourg, München 2012 (1988), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blockparteien mussten die führende Rolle der SED anerkennen und konnten deswegen keine eigenständige Politik entwickeln. Einige Funktionäre der Blockparteien zeigten noch Widerstand. „Die Verhaftungen bürgerlicher Spitzenfunktionäre […] führten zur Einschüchterung und beschleunigten die Gleichschaltung dieser Parteien“, so Weber und nennt das Beispiel des LDPD-Ministers [[Karl Hamann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber_DDR1945-1990_35&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der [[Abgeordneter|Abgeordneten]] der einzelnen Parteien und Organisationen in den gewählten Körperschaften war im Voraus festgelegt, da es nur eine einzige Liste gab, die der Block vorstellte. Die Vertreter der Massenorganisationen gehörten zu einem großen Teil der SED an und verstärkten dadurch deren Machtposition.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Herbst, Winfried Ranke, Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Rowohlt, Hamburg 1994, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertretung und Nutzen der Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Die folgenden Absätze|3=1}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1982-1210-404, Berlin, Sitzung der Vorsitzenden der Blockparteien.jpg|miniatur|Sitzung der Vorsitzenden der DDR-Blockparteien am 10. Dezember 1982, von links nach rechts: [[Lothar Kolditz]] (Präsident des Nationalrates der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]], parteilos), [[Manfred Gerlach]] ([[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]]), [[Gerald Götting]] ([[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]), [[Heinrich Homann]] ([[National-Demokratische Partei Deutschlands|NDPD]]), [[Ernst Mecklenburg]] ([[Demokratische Bauernpartei Deutschlands|DBD]]), [[Waldemar Pilz]], [[Erich Honecker]] und [[Joachim Herrmann (Politiker, 1928)|Joachim Herrmann]] (alle drei [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blockparteien waren in den meisten Gremien und Organen der DDR bis hin zu [[Volkskammer]] und [[Ministerrat (DDR)|Ministerrat]] (Regierung) vertreten und vollzogen dort die Politik der SED mit. Alle Vorsitzenden der Blockparteien waren ab 1960 zugleich Stellvertreter des [[Staatsratsvorsitzender|Staatsratsvorsitzenden]], des formellen Staatsoberhauptes der DDR. Der Vorsitzende des Staatsrates und der Vorsitzende des [[Nationaler Verteidigungsrat der DDR|Nationalen Verteidigungsrates]] wurde jedoch stets von der SED gestellt. Von den 45 Mitgliedern des [[Ministerrat der DDR (1986–1989)|Ministerrates]] kamen 1989 nur 4 aus den Blockparteien. Die entscheidenden Ministerien (Auswärtige Angelegenheiten, Inneres, Verteidigung, Staatssicherheit) waren immer in der Hand von SED-Mitgliedern. Alle wichtigen politischen Entscheidungen der DDR wurden vom [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Politbüro des Zentralkomitees|Politbüro]] der SED getroffen, auf die die Blockparteien keinen Einfluss hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Offizierskorps der Sicherheitsorgane wie der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] waren die Blockparteien gar nicht vertreten; außerdem hatte die SED anders als die Blockparteien nicht nur eine territoriale Organisation, sondern auch eine Organisation in allen Betrieben, was sie abermals präsenter machte. Parteitage der Blockparteien fanden stets nach denen der SED statt, und außerdem nie in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Herbst, Winfried Ranke, Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Rowohlt, Hamburg 1994, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die SED 1987 ungefähr 2,2 Millionen Mitglieder zählte, waren in den (übrigen) Blockparteien insgesamt 469.000 Menschen Mitglied (1975: 355.331&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Malycha: &amp;#039;&amp;#039;Der Schein der Normalität (1971 bis 1982).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Informationen zur politischen Bildung&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;312: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 3/2011, Bundeszentrale für politische Bildung, {{ISSN|0046-9408}}, S.&amp;amp;nbsp;49–65, hier S.&amp;amp;nbsp;59.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Damals hatte die DDR ungefähr 16 Millionen Einwohner, davon acht Millionen Erwerbstätige. Im Vergleich zu den bundesdeutschen Parteien sind diese Zahlen sehr hoch: Die größte westdeutsche Partei, die SPD, hatte 1977 ihren Höhepunkt mit einer Million Mitglieder bei 60 Millionen Bundesbürgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Mitglied in einer Blockpartei wurde, zeigte damit eine gewisse Bereitschaft, sich dem Regime anzupassen. Oft wurde dies aber auch als ausdrückliche Entscheidung gegen die Mitgliedschaft in der SED verstanden, um bescheidenen Freiraum für politische Tätigkeit zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Malycha: &amp;#039;&amp;#039;Der Schein der Normalität (1971 bis 1982).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Informationen zur politischen Bildung&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;312: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 3/2011, Bundeszentrale für politische Bildung, {{ISSN|0046-9408}}, S.&amp;amp;nbsp;49–65, hier S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da den Blockparteien eine bestimmte Anzahl von Positionen in Staat und Gesellschaft zugesprochen war, konnte eine Blockpartei-Mitgliedschaft positiv für die eigene Karriere sein. Der Weg über die Blockpartei war dann im Einzelfall vielleicht sogar schneller als über die SED, da die Blockparteien weniger Mitglieder hatten. Dennoch war man von den wirklichen Machtpositionen im Staat ausgeschlossen, wenn man kein linientreues SED-Mitglied war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Jahre der DDR ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Die folgenden Absätze|3=1}}&lt;br /&gt;
In den späten 1980er Jahren, kurz vor der politischen [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]], begannen die Blockparteien, sehr vorsichtig auf Distanz zur Politik der SED zu gehen. So äußerte [[Manfred Gerlach]], Vorsitzender der LDPD, offen Sympathie zur sowjetischen Staatsführung unter [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Wende in der DDR zerfiel der &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Block der Parteien und Massenorganisationen&amp;#039;&amp;#039; ab Spätherbst 1989. CDU, DBD, LDPD und NDPD entfernten sich zunehmend von der SED-Politik. 1990 schlossen sich die ehemaligen Blockparteien westdeutschen Parteien an. So vereinigten sich LDPD und NDPD mit der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und die DBD und Ost-CDU mit der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|West-CDU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blockparteiensysteme in anderen Ostblockstaaten ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Etliche der folgenden Abschnitte|3=1}}&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetunion]] selbst, aber auch in einer Reihe ihrer [[Satellitenstaat|Satelliten]], gab es nur eine einzige Partei, die kommunistische. Blockparteiensysteme kannten außer der DDR noch Bulgarien, die [[Volksrepublik Polen]] und die [[Tschechoslowakei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bulgarien ===&lt;br /&gt;
In der [[Volksrepublik Bulgarien]] (auch im [[Zarentum Bulgarien|Zarentum]] ab 1944) existierte außer der [[Bulgarische Kommunistische Partei|Bulgarischen Kommunistischen Partei]] (1978: 817.000 Mitglieder) ein [[Bulgarischer Bauernvolksbund]] (120.000 Mitglieder)&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Furtak: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen Systeme der sozialistischen Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Dtv, München 1979, S. 43–44.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Sweno (bis 1949) und die Bulgarische Sozialdemokratische Arbeiterpartei (bis 1948). Diese waren in der &amp;#039;&amp;#039;Vaterländischen Front&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polen ===&lt;br /&gt;
In Polen war die führende (kommunistische) Partei die [[Polnische Vereinigte Arbeiterpartei]] (PZPR), die 1948 aus der Zwangsvereinigung der kommunistischen [[Polska Partia Robotnicza|Polnischen Arbeiterpartei]] (PPR) und der sozialdemokratischen [[Polnische Sozialistische Partei|Polnischen Sozialistischen Partei]] (PPS) entstand. Die PPR versuchte, über das System eines Wahlblocks eine einheitliche Wahlliste mit gemeinsamen Kandidaten zu etablieren. Zur Teilnahme waren alle Blockparteien verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies waren neben PPR und PPS die [[Polskie Stronnictwo Ludowe|Polnische Volkspartei]] (PSL), eine große zentristische Volks- und Bauernpartei, die SP, eine von der PPR völlig abhängige Handwerkerpartei, die SL, die ebenfalls von der PPR abhängig war, und die SD, eine weitere kleine liberal-demokratische Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 wurden die ehemals bürgerlichen Parteien zu zwei Blockparteien zusammengeschlossen. Dies waren die ZSL (&amp;#039;&amp;#039;Vereinigte Bauernpartei&amp;#039;&amp;#039;) und die SD (&amp;#039;&amp;#039;Demokratisches Bündnis&amp;#039;&amp;#039;). Daneben waren auch kleine katholische Gruppierungen im Parlament vertreten, die &amp;#039;&amp;#039;Unia Chrześcijańsko-Społeczna&amp;#039;&amp;#039; (UChS, &amp;#039;&amp;#039;Christlich-Soziale Union&amp;#039;&amp;#039;), die Vereinigung PAX und der &amp;#039;&amp;#039;Polnische Katholisch-Soziale Verband&amp;#039;&amp;#039; (PZKS). Jedoch verfügte die PZPR immer über absolute Mehrheiten im Parlament, anders als die SED in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 bzw. 1977 hatten die PZPR 2,45 Millionen, die ZSL 420.000 (meist Bauern) und die SD 90.000 (eher städtische Mittelschicht) Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Furtak: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen Systeme der sozialistischen Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Dtv, München 1979, S. 151–152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 löste sich die ZSL aus der Unterordnung unter die PZPR, benannte sich wieder in PSL um und trug die Regierung [[Tadeusz Mazowiecki|Mazowiecki]] mit ins Amt. Die SD und die christlichen Gruppen spielten in den demokratischen Wahlen nach 1989 zunächst keine Rolle mehr, organisierten sich später aber wieder neu unter anderen Namen wie beispielsweise [[Liga Polnischer Familien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rumänien ===&lt;br /&gt;
In der [[Geschichte Rumäniens#Volksrepublik und Sozialistische Republik|Sozialistischen Republik Rumänien]] (auch im [[Königreich Rumänien|Königreich]] ab 1944) existierte außer der [[Rumänische Kommunistische Partei|Rumänischen Kommunistischen Partei]] die Rumänische Sozialdemokratische Partei (bis 1948), die [[Front der Pflüger]] (bis 1953), die Allgemeine Union der rumänischen Gewerkschaften, die Ungarische Volksunion, das jüdische Demokratische Komitee, die Nationale Volkspartei, die Nationalliberale Partei-[[Gheorghe Tătărescu|Tătărescu]] und die [[Partidul Național Țărănesc Creștin Democrat|Nationale Bauernpartei - Anton Alexandrescu]]. Diese wurden in der Nationalen Demokratischen Front oder seit 1968 Front der Sozialistischen Einheit und Demokratie zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschechoslowakei ===&lt;br /&gt;
Die [[Tschechoslowakische Sozialistische Republik]] hatte ebenfalls Blockparteien. In der tschechischen Teilrepublik organisierten die Kommunisten sich in der [[Komunistická strana Československa|Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei]] (1976: 1,3 Millionen Mitglieder) und in der Slowakei in der [[Komunistická strana Slovenska (1948)|Kommunistischen Partei der Slowakei]]. Weitere Parteien in der Nationalen Front waren die [[Křesťanská a demokratická unie – Československá strana lidová|Tschechoslowakische Volkspartei]] (für christlich-soziale Bürger) und die [[Česká strana národně sociální|Tschechoslowakische Sozialistische Partei]] (städtische Mittelschicht). In der Slowakei gab es die Partei der [[Strana slovenskej obrody|Slowakischen Erneuerung]] und die [[Strana slobody|Slowakische Freiheitspartei]].&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Furtak: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen Systeme der sozialistischen Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Dtv, München 1979, S. 211&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungarn ===&lt;br /&gt;
In der kommunistischen [[Volksrepublik Ungarn]] wurde die [[Parlamentswahl in Ungarn 1949|Parlamentswahl 1949]] mit einer Einheitsliste durchgeführt, an der neben der führenden [[Partei der Ungarischen Werktätigen|Partei der Ungarischen Werktätigen/MDP]] (gebildet durch die Zwangsvereinigung der Kommunistischen mit der Sozialdemokratischen Partei, ähnlich wie in der deutschen SBZ) anfangs noch mehrere, aber bereits zu Blockparteien umgeformte Parteien ‚teilnehmen‘ durften: die landwirtschaftliche Kleinunternehmer-Interessen vertretende [[Unabhängige Partei der Kleinlandwirte, der Landarbeiter und des Bürgertums|Unabhängige Kleinbauernpartei/FKgP]], die  linkssozialistisch orientierte [[Nemzeti Parasztpárt|Nationale Bauernpartei/NPP]], die zentristische [[Független Magyar Demokrata Párt|Unabhängige Demokratische Partei Ungarns/FMDP]] sowie die national-linksradikale [[Magyar Radikális Párt|Ungarische Radikale Partei/MRP]]. Danach wurde Ungarn in einen [[Einparteienstaat]] umgewandelt, unter der Diktatur der kommunistischen MDP (s.&amp;amp;nbsp;o.). Einzig während des [[Ungarischer Volksaufstand|Volksaufstands im Oktober 1956]] wurden unter der kurzfristigen Regierungszeit von Ministerpräsident [[Imre Nagy]] weitere Parteien zugelassen, welche aber nicht als Blockparteien vorgesehen waren, sondern es sollte ein parlamentarisch-demokratisches System mit allgemeinen freien und geheimen Wahlen eingeführt werden, mit Regierung und echten Oppositionsparteien gemäß dem Wahlergebnis. Jedoch wurden nach der Niederschlagung des Volksaufstands abermals sämtliche anderen Parteien verboten, und die wieder eingesetzte kommunistische Staatspartei (nunmehr in [[Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei|Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei/MSzMP]] umbenannt) regierte ununterbrochen bis zur politischen Wende 1989/1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere sozialistische Staaten ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Etliche der folgenden Abschnitte|3=1}}&lt;br /&gt;
=== Volksrepublik China ===&lt;br /&gt;
In der [[Volksrepublik China]] gibt es neben der regierenden [[Kommunistische Partei Chinas|Kommunistischen Partei Chinas]] die „[[Acht demokratische Parteien und Gruppen|Acht demokratischen Parteien und Gruppen]]“:&lt;br /&gt;
* [[Revolutionäres Komitee der Kuomintang]], der linke Flügel der [[Kuomintang]], der im Bürgerkrieg 1948 zu den Kommunisten kam&lt;br /&gt;
* [[Demokratische Liga Chinas]]&lt;br /&gt;
* [[Demokratische Staatsaufbaugesellschaft Chinas]]&lt;br /&gt;
* [[Chinesische Vereinigung zur Förderung der Demokratie]]&lt;br /&gt;
* [[Demokratische Partei der Bauern und Arbeiter Chinas]]&lt;br /&gt;
* Chinas [[Zhi-Gong-Partei]]&lt;br /&gt;
* Die [[Gesellschaft des 3. September]]&lt;br /&gt;
* [[Demokratische Selbstbestimmungsliga Taiwans]]&lt;br /&gt;
Alle der 8 Blockparteien haben jeweils weniger als 322.000 Mitglieder, die Kommunistische Partei Chinas hingegen um die 90 Millionen. Weitere Parteien bestehen nur im Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vietnam ===&lt;br /&gt;
In der Sozialistischen Republik [[Vietnam]] erlaubte die [[Kommunistische Partei Vietnams|Kommunistische Partei Vietnam]] zwei weitere Parteien, die Demokratische Partei vom Juni 1944 (für Kaufleute) und die Sozialistische Partei (vor allem „[[Intelligenzija|Intelligenz]]“) vom Juli 1946. Sie erkannten den Führungsanspruch der Kommunisten an und arbeiteten in der [[Vietnamesische Vaterlandsfront|Vaterländischen Front]] mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Furtak: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen Systeme der sozialistischen Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Dtv, München 1979, S. 234&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide lösten sich 1988 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordkorea ===&lt;br /&gt;
In [[Nordkorea]] gibt bzw. gab es neben der herrschenden [[Partei der Arbeit Koreas]] noch die [[Koreanische Sozialdemokratische Partei]] und die [[Chondoistische Ch’ŏngu-Partei]] (beide sind in der [[Oberste Volksversammlung (Nordkorea)|Obersten Volksversammlung]] vertreten), die Dongro-Volkspartei (1948 bis 1962), die Volksrepublik-Partei (1948), die Buddhistische Allianz (1948 bis 1972), den Gonmin-Volksbund (1962), die Demokratische Unabhängige Partei (1962) und weitere Parteien (1948–1972). Alle Parteien sind bzw. waren in der [[Demokratische Front für die Wiedervereinigung des Vaterlandes|Demokratischen Front für die Vereinigung des Vaterlandes]] zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Syrien ===&lt;br /&gt;
[[Syrien]] wurde bis 2024 von der [[Baath-Partei (Syrien)|Baath-Partei]] regiert, die arabischen Nationalismus mit einer sozialistischen Ideologie verband. In der [[Nationale Fortschrittliche Front|Nationalen Fortschrittlichen Front]] waren insgesamt zehn Parteien zusammengeschlossen, darunter auch die [[Syrische Kommunistische Partei]], die nasseristische [[Arabische Sozialistische Union]] und die nationalistische [[Syrische Soziale Nationalistische Partei]] sowie einige von ehemaligen Baathisten gebildete Splitterparteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irak ===&lt;br /&gt;
Im baathistischen [[Irak]] wurden mehrere Parteien in der [[Nationale Progressive Front (Irak)|Nationalen Progressiven Front]] zusammengefasst, die Mitglieder waren: die irakische [[Baath-Partei]], die [[Irakische Kommunistische Partei]], die [[Demokratische Partei Kurdistans]], die [[Kurdische Revolutionäre Partei]], die [[Bewegung Progressiver Kurden]], die [[Bewegung unabhängiger Demokraten]] und die [[Bewegung progressiver Nationalisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugoslawien ===&lt;br /&gt;
In der [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien]] gab es neben dem [[Bund der Kommunisten Jugoslawiens]] auch die Antifaschistische Frauenfront von Jugoslawien, die Kroatische Bauernpartei, die Unabhängige Demokratische Partei, die Landarbeiterpartei, die Nationale Bauernpartei, die Sozialistische Partei Jugoslawiens, die Sozialdemokratische Partei Jugoslawiens, die Vereinte Allianz der antifaschistischen Jugend von Jugoslawien, die Vereinte Gewerkschaft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Jugoslawische Republikanische Demokratische Partei. Sie waren alle in der Volksfront zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Albanien ===&lt;br /&gt;
In [[Sozialistische Volksrepublik Albanien|Albanien]] gab es neben der [[Partei der Arbeit Albaniens]] auch die Union der albanischen Frauen, die Union der albanischen Jugend, die Vereinigte Union der albanischen Handelsvereinigung (die Union der Industriearbeiter, die Union der Facharbeiter und die Bauern-Union) und die Albanische Union der Schriftsteller und Künstler. Sie waren alle in der Demokratischen Front zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südjemen ===&lt;br /&gt;
Im [[Demokratische Volksrepublik Jemen|Südjemen]] gab es die Vereinte Politische Nationale Frontorganisation. Zu dieser gehörten neben der Nationalen Befreiungsfront (NLF) die baathistische Volksfrontpartei,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ta&amp;quot;&amp;gt;Tareq Y. Ismael, Jacqueline S. Ismael, Kamel Abu Jaber: [https://books.google.com/books?id=jXKTSQrTLO8C&amp;amp;pg=PA441 &amp;#039;&amp;#039;Politics and Government in the Middle East and North Africa.&amp;#039;&amp;#039;] Florida International University Press, Miami 1991, S. 441.&amp;lt;/ref&amp;gt; die mit der syrischen Baath-Partei vereinigt war,&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Halliday: [https://books.google.com/books?id=Z5DToPmhXrIC &amp;#039;&amp;#039;Revolution and Foreign Policy: The Case of South Yemen, 1967-1987&amp;#039;&amp;#039;] (= &amp;#039;&amp;#039;Cambridge Middle East Library.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 21). Cambridge University Press, Cambridge 2002, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Demokratische Volksunionspartei und die Jemenitische Volkseinheitspartei aus dem Nordjemen. Die Jemenitische Volkseinheitspartei entstand selber aus der Revolutionären Demokratischen Partei Jemens, der nordjemenitischen Volksfrontpartei, der Organisation der jemenitischen revolutionären Widerstände, der Volksdemokratischen Union und der Arbeiterpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 verschmolz die NLF mit der Vereinten Politischen Nationalen Frontorganisation zur [[Jemenitische Sozialistische Partei|Jemenitischen Sozialistischen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kambodscha ===&lt;br /&gt;
Im [[Demokratisches Kampuchea|Demokratischen Kampuchea]] trat zur Parlamentswahl 1976 die [[Front uni national du Kampuchéa|Nationale Einheitsfront von Kampuchea]] (FUNK) an, zu der neben der [[Angka|Kommunistischen Partei Kambodschas]] auch die pro-[[Sihanouk]] Khmer Rumdos und die pro-nordvietnamesischen [[Khmer Issarak]] angehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=uEYKCGj6J0wC&amp;amp;pg=PA49&amp;amp;lpg=PA49&amp;amp;dq=FUNK+sihanouk&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=OjbKfbhPkd&amp;amp;sig=BPnEbsFJyIhg38X0WS0noZoRTzE&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=9KyPSsnEDo_K_gbsxpyvAg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1#v=onepage&amp;amp;q=FUNK%20sihanouk&amp;amp;f=false Stephen J. Morris, &amp;#039;&amp;#039;Why Vietnam invaded Cambodia: political culture and the causes of war&amp;#039;&amp;#039;, p. 54]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gesamtrussische Volksfront]]&lt;br /&gt;
* [[Vermögen von Parteien und Verbänden der DDR]]&lt;br /&gt;
* [[Politisches System der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Die Parteien und Massenorganisationen der DDR im Vergleich zu den sozialistischen Ländern Osteuropas.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd-Rüdiger Stephan]], [[Andreas Herbst]], Christine Krauss, Daniel Küchenmeister, [[Detlef Nakath]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 2002, ISBN 3-320-01988-0, S. 159–180.&lt;br /&gt;
* Andreas Herbst, Winfried Ranke, Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Organisationen und Institutionen (A–L).&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-16348-9, S. 123–129 (Art. &amp;#039;&amp;#039;Blockpolitik&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Heinz Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Mehrparteiensystem ohne Opposition. Die nichtkommunistischen Parteien in der DDR, Polen, der Tschechoslowakei und Bulgarien.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Bern/Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-261-02060-1.&lt;br /&gt;
* [[Eckhard Jesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „Parteiensystem“ der DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Oskar Niedermayer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Parteienforschung.&amp;#039;&amp;#039; Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 3-531-17698-6, S. 711–737.&lt;br /&gt;
* [[Peter Joachim Lapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „befreundeten Parteien“ der SED. DDR-Blockparteien heute.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988, ISBN 3-8046-8699-0.&lt;br /&gt;
* [[Karl Nolle]]: &amp;#039;&amp;#039;Sonate für Blockflöten und Schalmeien. Zum Umgang mit der Kollaboration heutiger CDU-Funktionäre im SED-Regime&amp;#039;&amp;#039;, mit einem Vorw. von Cornelius Weiss und Beitr. von Michael Bartsch, Christoph Jestaedt und [[Michael Lühmann]], 2. Auflage, Dresden 2009.&lt;br /&gt;
* Kurt Schneider, Detlef Nakath: &amp;#039;&amp;#039;Demokratischer Block, Nationale Front und die Rolle und Funktion der Blockparteien.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd-Rüdiger Stephan, Andreas Herbst, Christine Krauss, Daniel Küchenmeister, Detlef Nakath (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 2002, ISBN 3-320-01988-0, S. 78–102.&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Staritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehung des Parteiensystems der DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Parteiensystem der Bundesrepublik. Geschichte – Entstehung – Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leske + Budrich, Opladen 1980, ISBN 3-8100-0323-9, S. 90–108.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Suckut]]: &amp;#039;&amp;#039;Blockparteien und Blockpolitik in der SBZ/DDR 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2018, ISBN 3-96023-196-2.&lt;br /&gt;
* Siegfried Suckut: &amp;#039;&amp;#039;Blockpolitik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rainer Eppelmann]], [[Horst Möller]], [[Günter Nooke]], [[Dorothee Wilms]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des DDR-Sozialismus. Das Staats- und Gesellschaftssystem der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Studien zur Politik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29). Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 1996, ISBN 3-506-79329-2, S. 125–131.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Herausbildung und Entwicklung des Parteiensystems der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Politik und Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 46. Jahrgang, Heft 16/17, 1996, S. 3–11.&lt;br /&gt;
* Christoph Wunnicke: &amp;#039;&amp;#039;Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945–1990&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 34). LStU Berlin, Berlin 2014, S. 66–95 ([https://web.archive.org/web/20170905203104/https://www.berlin.de/lstu/veroeffentlichungen/schriftenreihe/mdb-lstu-schriftenreihe-bd34_2014.pdf PDF; 434&amp;amp;nbsp;kB]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Olaf Freier |url=http://www.paper.olaf-freier.de/blockpt.htm |titel=Die Transformation der DDR-Blockparteien während und nach der politischen Wende |werk= |hrsg=paper.olaf-freier.de |abruf=2020-09-06}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages]] |url=https://www.bundestag.de/blob/535376/451c84053a9a7c69817063e47dc0d0a6/wd-1-004-17-pdf-data.pdf |titel=Die Rolle der Blockparteien in der DDR. Dokumentation |hrsg=bundestag.de |abruf=2020-09-06 |format=PDF; 249&amp;amp;nbsp;kB}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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