<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Blockakkord</id>
	<title>Blockakkord - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Blockakkord"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blockakkord&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T11:41:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blockakkord&amp;diff=990319&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Formatierung Beleg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blockakkord&amp;diff=990319&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-07-09T07:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blockakkorde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ausnotierte Akkorde oder Stimmen im Oktavbereich unterhalb der Melodie, um eine vierstimmig harmonisierte Melodie zu bauen. Das Spiel auf dem Klavier wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Locked-Hands-Stil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (verbundene Hände) genannt, weil sich rechte und linke Hand den einzelnen Akkord, der dabei oft über vier Stimmen hinausgeht, teilen und ihn parallel in die gleiche Richtung führen. Blockakkorde mit einer oktavversetzt verdoppelten Melodie werden gerne zur Unterstützung [[Swing (Rhythmus)|swingender]] Melodielinien eingesetzt, so dass sie sich vom rhythmischen Hintergrund abheben können. Als Entwickler der Blockakkord-Spielweise gilt der Pianist [[Milt Buckner]]. Ein früher Meister dieser Technik war der Pianist [[George Shearing]], der ihr seinen Namen lieh: „Shearing [[Voicings]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blockakkorde findet man prägnant im Spiel von [[Red Garland]] und [[Bobby Timmons]], abwechslungsreich bei [[Phineas Newborn Jr.]] und bei [[Lennie Tristano]], der im Wechsel mit seinem typisch &amp;quot;linearen&amp;quot; Stil ausgeprägte Blockakkordfolgen pflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bläsersätze in Bigbands können in Blockakkorden geführt werden, so bei [[Glenn Miller]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Moonlight Serenade]]&amp;#039;&amp;#039;, seit 1938), beim späten [[Count Basie]] Orchester und bei [[Thad Jones]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methodik ==&lt;br /&gt;
* Allgemeiner Block[[akkord]] (Generic block chord). Er wird wie oben beschrieben gespielt.&lt;br /&gt;
* Verdoppelte Melodie (Double Melodie, gewöhnlich Shearing Voicing genannt) mit einer zusätzlichen fünften Stimme, der eine [[Oktave]] tiefer verdoppelten Melodie&lt;br /&gt;
* [[Oktavierung|Tiefoktavieren]] der zweiten Stimme (Drop 2, genau genommen kein Blockakkord mehr), die zweite Stimme, von der oberen gezählt, wird eine Oktave tiefer gespielt (fallengelassen). Das ergibt einen wesentlich klareren Klang, da hohe Dissonanzen wegfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Melodienote schon ein Akkordton des zugrundeliegenden Akkordes ist, werden für die restlichen drei Stimmen auch akkordeigene Töne verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik eignet sich für diatonische (nichtchromatische) Melodien und benutzt [[Vermindert#Verminderte Akkorde|verminderte Akkorde]] für akkordfremde Töne der Melodie. Wenn die Melodienote als [[Durchgangston]] gedeutet wird, wird die Harmonie mit einem verminderten oder einem [[Chromatik|chromatisch]] verschobenen Akkord gebildet. Bevor man die Harmonien bildet, können [[Dreiklang|Dreiklänge]] zu [[Quintsextakkord|Sextakkorden]] ergänzt werden, was aber keine feste Regel ist.&lt;br /&gt;
[[Bild:Buckner.png|mini|hochkant=2|{{Audio|Buckner.mid|Milt Buckner Locked Hands Stil&amp;lt;ref name=&amp;quot;taylor&amp;quot;&amp;gt;[[Billy Taylor]]: &amp;#039;&amp;#039;Jazz Piano. A Jazz History.&amp;#039;&amp;#039; Trade edition. W. C. Brown Co. Publishers, Dubuque IA 1983, ISBN 0-697-09959-8 (Enthält das Beispiel).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip kann die ganze [[Diatonik|diatonische Tonleiter]] mit einem Sextakkord harmonisiert werden. Für das einfache Grundprinzip wird deshalb ein einfacher Dreiklang zum Sextakkord erweitert, dann hat man schon vier akkordeigene Töne der Tonleiter. Der verminderte Akkord übernimmt die Funktion der [[Dominante]], was [[Funktionstheorie|funktionsharmonisch]] den Ablauf [[Stufentheorie (Harmonik)#Grundlagen|I - V - I - V - I]] … ergibt (siehe im Beispiel die zweite Zeile). Deshalb kann man dafür auch [[Tritonussubstitution|alterierte Dominanten]] verwenden und sogar Mollakkorde der zweiten Stufe dazwischenschieben, bis man den harmonischen Ablauf bIII - II - V - I erhält. Der bIII&amp;amp;nbsp;Akkord – vermindert oder nicht – substituiert dabei den VI Akkord (Akkord der sechsten Stufe). Man hat dann einen VI - [[II-V-I|II - V - I]] [[Progression (Musik)|turnaround]]. Hierbei handelt es sich aber schon um eine Erweiterung der hier beschriebenen Technik. Die Tonauswahl, der beiden Akkorde I und II dim, benutzt [[Barry Harris]] in anderer Weise für seine [[Bebop scale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer für seine Blockakkorde berühmter Pianist war [[Red Garland]], der sieben- bis achtstimmige Blockakkorde benutzte, indem er oft einen bestimmten Akkord in der linken Hand (tiefe Töne) rhythmisch mitschlug, während er in der rechten die Melodie zur Oktave verdoppelte; oft baute er dazwischen noch ein bis zwei andere Noten (die Quinte) ein. Das ist keine virtuose Variante, aber sie kann trotzdem gut klingen. Auf den Aufnahmen in seinem Trio mit John Coltrane oder des [[Miles Davis]] Quintetts gibt es einige schöne Beispiele dafür. &amp;lt;score lang=&amp;quot;lilypond&amp;quot;&amp;gt;\relative c&amp;#039; {&amp;lt;c g&amp;#039; c&amp;gt; &amp;lt;d a&amp;#039; d&amp;gt; &amp;lt;e b&amp;#039; e&amp;gt;2}&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst für junge Jazzpianisten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Geoff Keezer]]) gehört es heute zum Standard, die Melodie parallel akkordisch zu harmonisieren. Dabei können auch zwischen dem tiefen und dem hohen Akkord eine oder mehrere Oktaven Abstand gelassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Beispiel einer Harmonisierung einer C-Dur-Tonleiter in Blockakkorden. Das Beispiel verwendet drei verminderte Akkorde mit den Melodienoten D, F und H. In der zweiten Zeile kommt der verminderte Akkord auf gis dazu. Das ergibt eine rhythmisch symmetrische Harmonisierung dieser Tonart und zwei zusätzliche, melodiös verwendbare Halbtöne, indem sie alle vier verminderten Akkorde benutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Block Chord.png|Beispiel einer Harmonisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Beispiel zeigt, wie eine Melodie in F in Blockakkorden geführt wird, indem sie je eine der drei oben beschriebenen Methoden benutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Shearing Voicing.png|700px|Beispiel einer Melodie in Blockakkorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clif Kuplen weist darauf hin, dass man jede um einen achten chromatischen Ton erweiterte diatonische Tonleiter mit nur zwei Blockakkorden harmonisieren kann, in dem man abwechselnd die Töne 1357 und 2468 spielt. Diese Technik wird unter anderem im [[Bebop]] eingesetzt, bei dem z.&amp;amp;nbsp;B.in einer C-Dur-Tonleiter das [[Tonleiter|gis]] als achter Ton eingesetzt wird. Aufgrund der fünf Möglichkeiten, um welches &amp;#039;&amp;#039;accidental&amp;#039;&amp;#039; man eine diatonische Tonleiter ergänzen kann, ergeben sich insgesamt fünf solche Harmonisierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.angelfire.com/jazz/clif/bbcs.htm |titel=EXPANDED CHORD SCALES |abruf=2023-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Optionalerweitertervermindeterblockakkord.svg|miniatur|Veränderter verminderter Akkord der Blockakkordtechnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark Levine schlägt vor die Drop-2-Voicings der Verminderten zu verändern. Er erhöht den dritten Ton von oben um einen Ganzton, der damit in dieselbe Ganzton-Halbtonleiter fällt. Damit lässt sich unter Kontrolle durch das Gehör (man bekommt damit Durterzen in Moll, der verminderte Akkord bringt aber eine Untersekunde) der charakteristische Vermindertenklang aufbrechen und bereichern.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Levine: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazz Piano Buch.&amp;#039;&amp;#039; Advance Music, Rottenburg 1992, ISBN 3-89221-040-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bobby Timmons bringt Blockakkorde in der großen Oktave mit untenliegendem Grundton, bei der Veränderung der Akkorde Verminderte in der linken Hand. Dabei kann er die Melodie in der rechten bedeutend einfacher lassen und über Bluestonleitern mit verminderter Quinte improvisieren, die sich auch in allereinfachster Form mit den allfällig auftretenden verminderten Akkorden reiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Online lessons bei Geoff Keezer, kostenpflichtig&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=m-CI9FABTw4 Hörbeispiel] und englische Erklärung von [[Dick Hyman]] auf [[YouTube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arrangement und Instrumentation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
	</entry>
</feed>