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	<title>Bleistift - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bleistift&amp;diff=57973&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Trivia */</title>
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		<updated>2025-11-22T07:43:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Trivia&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bleistift1.jpg|mini|Ein handelsüblicher Bleistift]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bleistift 35fach.jpg|mini|Bleistiftspitze]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bleistift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Schreibgerät]] mit einer [[Mine (Schreibgerät)|Mine]], die in einem Schaft eingebettet ist. Ursprünglich wurden Bleigriffel mit Spitzen aus echtem [[Blei]] verwendet. Seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wird die Mine aus einem [[Graphit]]-[[Tonminerale|Ton]]-Gemisch gebrannt, der Name Bleistift blieb erhalten, auch wenn kein Blei mehr enthalten ist. Der Schaft wird in der Regel aus Holz gefertigt, häufig aus dem fälschlich [[Zedern]]holz genannten Holz des [[Virginischer Wacholder|Virginischen Wacholders]]. Geläufig sind auch [[Druckbleistift]]e und [[Druckbleistift#Fallminenstift|Fallminenstifte]] mit Kunststoff- oder Metallmantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DerPleyweisserBeschnitten.jpg|mini|hochkant=0.8|Bleiweißgießer auf einem [[Sgraffito]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MEK II-421.jpg|mini|Bleistiftbündel von Bohemia Works aus dem Bauministerium der DDR im Bestand des [[Museum Europäischer Kulturen|MEK]]]]&lt;br /&gt;
Blei hinterlässt auf [[Papier]] eine ähnliche Spur wie Graphit und wurde schon früh zum Schreiben benutzt. Bei [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] ist überliefert, dass in der [[Antike]] auf Grund der günstigen Abriebeigenschaften des Metalls reine Bleigriffel ({{laS|stilus plumbeus}}) verwendet wurden. In der Antike benutzte man auch kleine, runde Bleischeiben zum Linienziehen. Neben dem echten Bleigriffel mit Bleispitze wurden auch [[Silberstift]]e (Silbergriffel) zum Schreiben und Zeichnen verwendet. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden Bleigriffel bzw. echte Bleistifte aus Blei und Silberstifte durch Graphitstifte abgelöst. Die Bezeichnung Bleistift blieb jedoch und sorgt noch heute selbst in der Kunstszene für Verwechslungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bleistift wurde um 1550 erfunden&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtlexikonNBG&amp;quot;&amp;gt;{{Stadtlexikon Nürnberg |lemma=Bleistiftmacher |autor=NB |seite= |id=1393}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der nordenglischen Ortschaft [[Keswick (Cumbria)|Keswick]] erstmals ab 1558 gefertigt. Das 1564 im nahe gelegenen [[Borrowdale]] ([[Cumberland (England)|Grafschaft Cumberland]]) entdeckte Graphitvorkommen hatte an der Verbreitung des Bleistiftes maßgeblichen Anteil. Schäfer sollen ihre Tiere mit den Fundstücken aus einer Mine markiert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schiele&amp;quot;&amp;gt;Christian Schiele: [https://www.br.de/franken/inhalt/kultur/faber-castell-250-jahre-bleistift-entstehungsgeschichte100.html &amp;#039;&amp;#039;Der Bleistift im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039;] Bayerischer Rundfunk, 20. September 2011, abgerufen am 10. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; 1565 erscheint in einem Naturkundebuch des Schweizer Universalgelehrten [[Conrad Gessner]] eine Illustration eines frühen Prototypen eines Bleistifts, den er als neue Art Schreibgriffel oder Schreibinstrument beschrieb.&amp;lt;!-- ebenfalls Schiele --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Schulenburg: [https://www.deutschlandfunk.de/vor-500-jahren-der-schweizer-gelehrte-conrad-gessner-geboren-100.html &amp;#039;&amp;#039;Vor 500 Jahren – Der Schweizer Gelehrte Conrad Gessner geboren.&amp;#039;&amp;#039;] Deutschlandfunk, 26. März 2016, abgerufen am 10. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1660er Jahren wurden in Holz eingefasste Graphitstäbe aus Borrowdale-Graphit in vielen Ländern verwendet. Man hielt den Graphit damals für Bleierz, woraus sich der missverständliche Name Bleistift ableitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 erwähnte [[Johannes Mathesius]] in einer Druckschrift in [[Nürnberg]], dass man „jetzt aufs Papier mit einem neuen und selbstwachsnen Metal zu schreiben pfleget“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hofmann&amp;quot;&amp;gt;Hanns Hubert Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Staedtler, Bleistiftverleger in Nürnberg 1662.&amp;#039;&amp;#039; Tradition: Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie. 12. Jahrg., H. 4. (August 1967), S.&amp;amp;nbsp;449–456 (10 Seiten). Published By: Verlag C.H.Beck ([https://www.jstor.org/stable/40697077 Auszug Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland sprach man deshalb vom „Schwarzen Bleiweiß“. Das damals als „Pleyweiss“ bekannte Graphit hat also nichts mit [[Bleiweiß]] oder [[Galenit|Bleiglanz]] zu tun. Auch wenn unbekannt ist, wer der erste deutsche Bleistiftmacher war, ist zumindest [[Friedrich Staedtler]] der erste, mit dem sich die Nürnberger Behörden 1662 befasst haben. Seitdem entwickelte sich in der Gegend um Nürnberg das Handwerk der Pleyweisser als freie Kunst holzverarbeitender Handwerker wie Schreiner, Weißmacher (Verarbeiter von „weißem Holz“ wie Birke oder Ahorn), Büchsenmacher, sowie der Bleiweißschneider (hervorgegangen aus den Schrötern, die [[Kreide (Gestein)|Kreide]] und [[Rötel]], dann auch Graphit zersägten) und später die Bleiweißgießer, die das minderwertigere kontinentale Graphit&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtlexikonNBG&amp;quot; /&amp;gt; aus Italien oder Böhmen vor der Verarbeitung aufarbeiteten. Da das zerstoßene, gereinigte und später wieder verschmolzene Graphit recht spröde war, schob man die Minen in eine Halterung aus Rohr oder Metall, erst später wurden sie in Holz verleimt. Diese Weiterentwicklung kam aus Italien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hofmann&amp;quot; /&amp;gt; Seit den 1660er Jahren entwickelte sich die Spezialisierung auf Bleistifte zum Handwerk, das ab 1708 als Fachrichtung des Schreinerhandwerks und ab 1731 als selbständiges Geschworenes [[Handwerk]] anerkannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtlexikonNBG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 erteilte die Bayerische Regierung dem Grafen Kronsfeld die [[Konzession]] zur Errichtung einer Bleistiftfabrik in [[Zeltenbach]]. 1778 wies der [[Deutschland|deutsch]]-[[Schweden|schwedische]] [[Chemiker]] [[Carl Wilhelm Scheele]] nach, dass es sich bei dem da schon seit bald 200 Jahren verwendeten Rohstoff um ein auf [[Kohlenstoff]] basierendes [[Mineral]] und nicht um Blei handelt. Erst zehn Jahre später gab der Mineraloge [[Abraham Gottlob Werner]] ihm den Namen Graphit,&amp;lt;ref name=&amp;quot;facage&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.faber-castell.de/38571/Service/Warenkunde/Graphitstifte,-Bleistifte/Geschichtlicher-Ueberblick/fcv2_index.aspx |titel=Geschichtlicher Überblick |hrsg=faber-castell.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100906192248/http://www.faber-castell.de/38571/Service/Warenkunde/Graphitstifte,-Bleistifte/Geschichtlicher-Ueberblick/fcv2_index.aspx |archiv-datum=2010-09-06 |abruf=2017-12-17 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der von dem [[Griechische Sprache|griechischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;graphein&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: schreiben) abgeleitet ist. Gelegentlich wurde das Material in einigen Ländern auch Bleischwarz oder Plumbago ({{laS|plumbago|de=wie Blei}}) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uwaterloo.ca/earth-sciences-museum/resources/detailed-rocks-and-minerals-articles/graphite &amp;#039;&amp;#039;Graphite.&amp;#039;&amp;#039;] Universität Waterloo, abgerufen am 10. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der reine Graphit aus Borrowdale zumeist für [[militär]]ische Zwecke eingesetzt wurde, zum Beispiel zur Herstellung von [[Schmelztiegel]]n für [[Kanonenkugel]]n, verhängte England zeitweise [[Exportverbot]]e, woraufhin die Beschaffungskosten enorm stiegen. Bis dahin galt ausschließlich der Borrowdale-Graphit als rein genug zum Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1790 vermischte der Wiener [[Joseph Hardtmuth]] erstmals Graphitstaub mit [[Tonminerale|Ton]] und [[Wasser]] und brannte ihn in einem Ofen. Je nach Menge des Tons konnte er damit den Härtegrad festlegen. Joseph Hardtmuth begründete später das [[österreich]]ische Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Koh-i-Noor Hardtmuth]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Persische Sprache|persisch]] f. „Berg von Licht“, nach dem berühmten [[Koh-i-Noor]]-Diamanten). Sein Enkel Franz von Hardtmuth verfeinerte die bahnbrechende Erfindung und schuf 1889 den &amp;#039;&amp;#039;Koh-i-noor-Stift,&amp;#039;&amp;#039; bei dem der Käufer aus 17 Härtegraden wählen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Conté crayons.JPG|mini|[[Conté (Stifte)|Conté-Stifte]]]]&lt;br /&gt;
Die Anfang des 19. Jahrhunderts aufkommende Industrie wurde von der bayerischen Regierung in besonderen Schutz genommen. 1795 entdeckte der Franzose [[Nicolas-Jacques Conté]] ein Verfahren, mit dem auch unreiner Graphit aus deutschen und österreichischen Bergwerken verwendet werden konnte. Er pulverisierte das abgebaute Material und [[Schlämmanalyse|schlämmte]] dann den Graphit aus. Später entdeckte er dann unabhängig von Hardtmuth auch die Härtegrade. Hardtmuth und Conté gelten damit als die Begründer für den Erfolg des modernen Bleistifts. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Fertigungsweise weit verbreitet und führte in Nürnberg und Umgebung zur Gründung der Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Faber-Castell]]&amp;#039;&amp;#039; (handwerkliche Herstellung seit 1761), &amp;#039;&amp;#039;[[Lyra (Unternehmen)|Lyra]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Staedtler]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schwan-Stabilo]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], wo geeignete Hölzer aus heimischer Produktion nicht verfügbar waren, begründete Walter Luthardt durch Naturbeobachtung die Erforschung der Holzveränderung durch holzabbauende Pilzstämme („Myko-Holz“). Die „Auflockerung“ des für Bleistifte verwendeten Buchenholz wird durch den [[Austern-Seitling]] (Speisepilz) oder der [[Schmetterlings-Tramete]] (Trametes versicolor) durch [[Weißfäule]] verursacht. Sie baut das [[Lignin]] im Holz ab, die für die Formstabilität nötige [[Cellulose]] bleibt erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Müller: [https://www.tham-thueringen.de/wp-content/uploads/7_Luthardt_und-das-Mykoholz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Luthardtsche technische Mykologie,&amp;#039;&amp;#039;] Abschnitt „Myko-Holz“. Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie e.V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benennungen ==&lt;br /&gt;
Die Schreibstifte hießen in Deutschland zunächst &amp;#039;&amp;#039;Reißblei, Schreibblei&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wasserblei,&amp;#039;&amp;#039; danach &amp;#039;&amp;#039;Bleistifte&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bleiweißstifte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage, Berlin/New York 2002, [[S. v.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis ins 20. Jahrhundert wurde der Bleistift auch im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] oft nach dem [[Französische Sprache|französischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;Crayon&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-0523-016, Konstruktionsplan.jpg|mini|[[Technisches Zeichnen]] mit Bleistiften am [[Reißbrett]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Vorteile ==&lt;br /&gt;
Hauptsächlich wird der Bleistift für [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnungen]], [[Technische Zeichnung|technische]] oder künstlerische [[Skizze]]n und zum [[Stenografie]]ren verwendet; für Notizen sogar als ausschließliches Schreibgerät von [[Schulanfänger|Schreibanfängern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Vorteile liegen in:&lt;br /&gt;
* der einfachen Handhabung,&lt;br /&gt;
* der Tatsache, dass er weder schmieren (wie ein Kuli) noch klecksen (wie ein Füller) kann,&lt;br /&gt;
* der Möglichkeit, das Gezeichnete oder Geschriebene mit einem [[Radiergummi]] wieder zu entfernen,&lt;br /&gt;
* der Möglichkeit, auch mit der Spitze nach &amp;#039;&amp;#039;oben&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. kopfüber, zu schreiben&amp;lt;br /&amp;gt;(was mit einem Füller oder &amp;#039;&amp;#039;normalen&amp;#039;&amp;#039; Kugelschreiber nicht möglich ist),&lt;br /&gt;
* einer vergleichsweise hohen [[Lichtechtheit]],&lt;br /&gt;
* der relativen Wischfestigkeit sowie&lt;br /&gt;
* der langen [[Standzeit]] ohne Aus- oder Eintrocknen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Die Schreibfähigkeit des Bleistifts basiert auf der schichtartigen [[Kristallstruktur]] des Graphits, den sogenannten [[Graphen]]-Lagen, die eine Modifikation des [[Kohlenstoff]]s darstellen. Zwischen ihnen bestehen nur sehr schwache [[Van-der-Waals-Kräfte|Van-der-Waals-Wechselwirkungen]]. Daher können diese Schichten leicht gegeneinander verschoben und beim Schreiben auf eine Oberfläche abgerieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Mine eines Bleistifts besteht aus [[Graphit]] als [[Pigment]], [[Ton (Bodenart)|Ton]] als [[Bindemittel]] sowie [[Fette]]n und [[Wachs]]en als [[Imprägnierung|Imprägniermittel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;facabl&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faber-castell.de/~/media/Faber-Castell/global-content/service/Warenkundehandbuch_DE.ashx?la=de-DE |titel=Minen – Bleistiftminen |werk=Faber-Castell – Warenkundehandbuch |hrsg=faber-castell.de |seiten=45–46 |format=PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2017-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Minen von Feinminenstiften wird statt Ton ein [[Polymer]]gerüst als Bindemittel verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;facapo&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faber-castell.de/~/media/Faber-Castell/global-content/service/Warenkundehandbuch_DE.ashx?la=de-DE |titel=Minen – Polymerminenwerk = Faber-Castell – Warenkundehandbuch |hrsg=faber-castell.de |seiten=46–47 |format=PDF (ca. 2,3&amp;amp;nbsp;MB) |abruf=2017-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mischungsverhältnis von Graphit und Ton ist für die Härte der Mine entscheidend. Je höher der Graphitanteil ist, desto weicher wird die Mine. Grob variiert der Graphitanteil zwischen 20 % und 90 %. Die tatsächliche Härte der Mine wird außerdem von der Brennhitze und -dauer beeinflusst. Der Durchmesser der Minen beginnt bei 0,3&amp;amp;nbsp;mm ([[Mechanischer Stift#Feinminenstift|Feinminenstift]]) und beträgt bei gängigen Stiften 2&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemischten Ausgangsstoffe werden durch eine [[Düse]] zu einem Strang gepresst und daraufhin abgeschnitten. Dieser wird anschließend getrocknet und danach bei ca. 900&amp;amp;nbsp;°C gebrannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;facabl&amp;quot; /&amp;gt; Anschließend wird die fertige Mine mit [[Wachs]] oder [[Palmöl]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.buettner-nuernberg.de/vgbleistift2.htm |wayback=20090221171250 |text=&amp;#039;&amp;#039;So entsteht ein Bleistift.&amp;#039;&amp;#039;}} Am 14. Juni 2002 auf buettner-nuernberg.de, abgerufen am 18. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; veredelt, was einen geschmeidigen Abrieb ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pencil manufacture.svg|mini|links|Herstellung]]&lt;br /&gt;
In eine Holzplatte werden nebeneinander viele [[Nut (Technik)|Nuten]] [[Fräsen|gefräst]]. In diese Nuten werden die fertig gebrannten Minen eingelegt. Diese Platte wird mit einer weiteren, heutzutage ebenso genuteten, Platte verklebt. Dann wird dieses Gebilde zu Bleistiften zersägt und, häufig, lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bleistift halbiert 02.jpg|mini|Fertiger sechseckiger Bleistift, längs gespalten]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt der Stifte ist meist sechseckig, damit sie auf einer geneigten Fläche nicht davonrollen; ferner ist diese Variante leichter herzustellen als beispielsweise runde Bleistifte. [[Stenografie|Stenografen]] jedoch verwenden runde Stifte, weil sich diese beim stundenlangen Schreiben nicht so sehr in die Finger eindrücken. Die genau zentrische Lage der Mine im Holz ist ein Qualitätsmerkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange galt [[Zedern]]holz als das geeignetste Holz für Bleistifte, weil es sich aufgrund der wenigen Astlöcher leicht durch einen [[Anspitzer]] schneiden lässt. Da Zedernholz jedoch langsam wächst und somit teuer ist, wird heute auch oft [[Pinie]]nholz eingesetzt;&amp;lt;!-- Seit wann etwa? --&amp;gt; auch [[Ahorne|Ahorn]] und [[Linden (Gattung)|Linde]] eignen sich. In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden mangels Zedernholz andere Hölzer eingesetzt, die, um sie schnittweicher zu machen, mit einem [[Pilze|Pilz]] durchsetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendete Bleistifthölzer sind neben denen des Virginischen Wacholders die von &amp;#039;&amp;#039;[[Juniperus bermudiana]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Juniperus procera]]&amp;#039;&amp;#039; oder anderen &amp;#039;&amp;#039;[[Wacholder|Juniperus]]&amp;#039;&amp;#039;-Arten, weiter die der Weihrauchzeder (&amp;#039;&amp;#039;[[Calocedrus decurrens]]&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Abies concolor]],&amp;#039;&amp;#039; Strobe (&amp;#039;&amp;#039;[[Pinus strobus]]&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Pinus caribaea]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Dyera costulata]],&amp;#039;&amp;#039; [[Linden (Gattung)|Linde]] (&amp;#039;&amp;#039;Tilia&amp;#039;&amp;#039;), [[Pappeln|Pappel]] (&amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[Gmelina arborea]]&amp;#039;&amp;#039; sowie von &amp;#039;&amp;#039;[[Macaranga peltata]],&amp;#039;&amp;#039; verwendet werden auch [[Zirbelkiefer|Arve]], Waldkiefer (&amp;#039;&amp;#039;[[Pinus sylvestris]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Buchen]]. Weitere Arten, deren Hölzer genutzt werden, sind &amp;#039;&amp;#039;[[Triplochiton scleroxylon]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Alstonia scholaris]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Alstonia congensis]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Toona ciliata]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Thuja plicata]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lexikaliker.de/2015/05/bleistifthoelzer-1/ &amp;#039;&amp;#039;Bleistifthölzer&amp;#039;&amp;#039;] bei Lexikaliker (7 Seiten).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Härtebezeichnung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bleistift-Härtegrade und deren Verwendung&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Bezeichnung&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Charakter&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Anwendungsbeispiele&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Europa&lt;br /&gt;
| [[Vereinigte Staaten|USA]]&lt;br /&gt;
| [[Russland|RUS]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#000000;color:#FFFFFF&amp;quot; | 9B || – || –&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | sehr weich,&amp;lt;br /&amp;gt;tiefschwarz&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | für künstlerische Zwecke:&lt;br /&gt;
* Skizzen&lt;br /&gt;
* Studien&lt;br /&gt;
* Entwürfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#111111; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 8B || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#1a1a1a; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 7B || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#222222; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 6B || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#2a2a2a; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 5B || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#333333; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 4B || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#3a3a3a; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 3B || – || –&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | weich,&amp;lt;br /&amp;gt;tonsatt&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Freihandzeichnen&lt;br /&gt;
* Schreiben (eingeschränkt)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#444444; color:#FFFFFF;&amp;quot; | 2B || – || 2М&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#4a4a4a; color:#FFFFFF;&amp;quot; | B || #1 || M&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#555555; color:#00FF00;&amp;quot; | HB || #2 || TM&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | mittel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Schreiben&lt;br /&gt;
* lineares Zeichnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#666666; color:#00FF00;&amp;quot; | F || #2½ || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#777777;&amp;quot; | H || #3 || T&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | hart&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* technische Zeichnungen&lt;br /&gt;
* mathematische Zeichnungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#888888;&amp;quot; | 2H || #4 || 2T&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#999999;&amp;quot; | 3H || – || –&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | sehr hart&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* technische Detailpläne&lt;br /&gt;
* graphische Darstellungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#aaaaaa;&amp;quot; | 4H || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b7b7b7;&amp;quot; | 5H || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#bbbbbb;&amp;quot; | 6H || – || –&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | extrem hart&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; &amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | für Spezialzwecke:&lt;br /&gt;
* [[Lithografie]]&lt;br /&gt;
* [[Kartografie]]&lt;br /&gt;
* [[Xylographie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#c7c7c7;&amp;quot; | 7H || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#cccccc;&amp;quot; | 8H || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#dddddd;&amp;quot; | 9H || – || –&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt die vier nach englischen Härtebezeichnungen benannten Grundstärken B (&amp;#039;&amp;#039;black,&amp;#039;&amp;#039; „schwarz“), HB (&amp;#039;&amp;#039;hard-black,&amp;#039;&amp;#039; „hart-schwarz“), F (&amp;#039;&amp;#039;firm,&amp;#039;&amp;#039; „fest“) sowie H (&amp;#039;&amp;#039;hard,&amp;#039;&amp;#039; „hart“). Die Stärke H ist in neun Stärken von H bis 9H und die Stärke B in neun Stärken von B bis 9B unterteilt, wobei die jeweils größten Stärken von Hersteller zu Hersteller leicht unterschiedlich sind, was Vergleiche erschwert. Die mittelharten Stärken wurden vor allem im Bereich des [[Technisches Zeichnen|technischen Zeichnens]] eingesetzt, weil sie auf dem rauen Zeichenkarton länger spitz blieben, während die weichen Stärken sich eher für den künstlerischen Einsatz eignen. Zum Schreiben eignen sich Stärken zwischen 3B und H am besten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt weder eine standardisierte Testmethode noch einen absoluten Maßstab zur Bestimmung des Härtegrads von Bleistiften. Zwar versuchte ein technischer Expertenausschuss unter der Schirmherrschaft der [[Internationale Organisation für Normung|Internationalen Organisation für Normung (ISO)]] über 15 Jahre eine zuverlässige und wiederholbare Test-Methode für die Bestimmung der Bleistifthärte sowie eine zugehörige Norm zu erarbeiten. Dabei wurde bemerkt, dass die japanischen HB-Stifte etwa ein Grad weicher waren als die der europäischen Hersteller, diese wiederum ein Grad weicher als in den USA. Aber man konnte sich nicht auf einen international übereinstimmenden Standard für Bleistifthärten verständigen, so dass es drei unterschiedliche „Standard“-HB gibt:&lt;br /&gt;
* HB – weich (Japan)&lt;br /&gt;
* HB – mittel (Europa)&lt;br /&gt;
* HB – hart (USA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma [[Derwent Cumberland Pencil Company|Derwent]] hat seit den frühen 1950er Jahren eine hauseigene Norm, [[Faber-Castell]] hat mit der Produktionsreihe &amp;#039;&amp;#039;9000&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1960 einen Standard festgelegt, der über mehrere Jahrzehnte praktisch als Urbleistift für die Härtegrade der Castell-Bleistiftminen verwendet wurde. 2001/2002 ergab eine Überprüfung der laufenden Produktion mit den 1960 definierten Härtegraden, dass im Lauf der Jahre eine geringfügige Verschiebung der Härtegrade aufgetreten war. Im Zuge einer Erstellung eines neuen Standards, der sich exakt an den Vorgaben von 1960 orientierte, wurden daher die Härtegrade den ursprünglichen Normen wieder angepasst, wobei neben der Schwärzung auch der Abrieb in Minen-Millimeter pro Schreibstrecke bei definiertem Auflagedruck das wesentliche Kriterium für Castell-9000-Minen darstellt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Briefwechsel mit Faber-Castell im Juli 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichnung mit Bleistift.jpg|mini|links|Bleistiftzeichnung von zwei Wellensittichen auf starkem Zeichenpapier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Speciality artists pencils 051907.jpg|mini|Verschiedene Künstlerstifte; links zwei Graphitstifte, rechts Kohle- und Kreidestifte/&amp;#039;&amp;#039;PITT-Stifte&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der Bleistift eignet sich nicht nur zum Schreiben, sondern auch zum [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnen]] von Bildern. Dabei besticht vor allem die Möglichkeit, sehr feine Linien zu erzeugen, was mit vergleichbaren Materialien wie [[Pastellkreide]] und [[Zeichenkohle]] nicht möglich ist. Besonders in [[Klassizismus|klassizistischen]] Portraitzeichnungen und den für die [[Romantik]] typischen Landschaftszeichnungen wurde der Bleistift aufgrund seines feinen Strichs häufig eingesetzt. Des Weiteren gibt es Graphitstifte in den Härtegraden B bis 9B, die aus einer dicken Graphitmine mit einer Folie oder auch nur einer Lackschicht als Ummantelung bestehen. Sie eignen sich vor allem für das Skizzieren und Einfärben großer Flächen. Herausragende Vertreter der Kunst der Bleistiftzeichnung im 19. Jahrhundert waren [[Wilhelm Hensel]], [[Jean-Auguste-Dominique Ingres]] und [[Adolph Menzel]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt und Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die für Bleistifte benutzten Hölzer werden von den meisten Herstellern in eigens dafür vorgesehene [[Plantage]]n angepflanzt. Die Lackierung des Stifts ist oft umweltschädlich, weshalb viele namhafte Hersteller mittlerweile als umweltschonend geltende Wasserlackfarben einsetzen oder auf eine Lackierung ganz verzichten. Die Graphitmine hingegen ist völlig unbedenklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bleistiftproduktion der vier Nürnberger Firmen (in alphabetischer Reihenfolge: Faber-Castell, Lyra, Schwan-Stabilo und Staedtler) beläuft sich auf jährlich deutlich über drei Milliarden Exemplare; allein Faber-Castell, weltweit größter Hersteller von Bleistiften, kommt auf etwa 1,9 Milliarden. Das verwendete Holz wird meist per Schiff aus [[Südamerika]] importiert, der Graphit hingegen aus Minen in [[Asien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten und Hilfsmittel ==&lt;br /&gt;
* Der [[Buntstift]] hat statt einer Graphitmine eine farbige Mine aus [[Pigment|Farbpigmenten]], [[Fette]]n, Wachsen, [[Bindemittel]]n sowie Mineralstoffen wie [[Talk (Mineral)|Talkum]] oder [[Kaolin]].&lt;br /&gt;
* Der [[Kopierstift]] wird zur dokumentenechten Zeichnung verwendet.&lt;br /&gt;
* Der [[Zimmermannsbleistift]] wird zum Anzeichnen auf Werkstoffen mit rauer, fester Oberfläche wie zum Beispiel Holz eingesetzt. Er wird – da er aufgrund der breiten, nicht kegelförmigen Spitze nicht in einen [[Anspitzer]] passt – mit einem scharfen Messer oder Ähnlichem gespitzt.&lt;br /&gt;
* Der Fallminen-, Dreh- oder [[Druckbleistift]] mit einer Metall- oder Plastikhülle und mechanischem oder automatischem Minenvorschub.&lt;br /&gt;
* Der [[Radiergummi]], zum Entfernen des Bleistiftstrichs. Zum Aufhellen oder zur Reinigung der bezeichneten Flächen verwenden Künstler auch knetbares [[Knetgummi (Kunst)|Naturgummi]].&lt;br /&gt;
* Der [[Anspitzer]] zum Spitzen des Bleistifts&lt;br /&gt;
* Der [[Bleistiftverlängerer]] zum Verlängern von Bleistiften, die durch wiederholtes Anspitzen so kurz geworden sind, dass sie nur noch schlecht mit der Hand zu führen sind.&lt;br /&gt;
* Papierwischer, auch &amp;#039;&amp;#039;[[Estompe]]s&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind im Handel in sechs Größen zwischen vier und zwölf Millimeter Durchmesser lieferbar. Sie dienen zum fein nuancierten Verteilen des Zeichenmaterials auf dem [[Bildträger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mechpencil05.jpg|Druckbleistift&lt;br /&gt;
 Bleistiftzwinge (fcm).jpg|Radiergummi mit Zwinge (Ferrule)&lt;br /&gt;
 Bleistiftanspitzer.jpg|Anspitzer&lt;br /&gt;
 Bleistiftverlaengerer.jpg|Bleistift-Verlängerer&lt;br /&gt;
 Estompe.JPG|Estompe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderformen und -verwendungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biegsame Bleistifte (fcm).jpg|mini|Biegsame Bleistifte]]&lt;br /&gt;
* Der sogenannte „Jumbo-Bleistift“ ist eine Variante, die etwa dreimal so groß wie ein normaler Bleistift ist. Mit bunter Werbung bedruckt, wird er vor allem als [[Souvenir]] verkauft. Auch für [[Schriftspracherwerb|Schreibanfänger]] ist er geeignet, weil er dicker und damit besser zu halten ist.&lt;br /&gt;
* Der bislang längste Bleistift der Welt wurde in [[Samer]] am 10. Oktober 2017 von [[BIC Group|BIC]] vorgestellt. Er ist 1091,99 Meter lang und hat bis auf die Länge die Dimensionen eines handelsüblichen Bleistifts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;worldrecord&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.guinnessworldrecords.com/world-records/longest-pencil |titel=Longest pencil |hrsg=Guinness World Records Limited |abruf=2018-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Taucher schreiben mit Bleistiften unter Wasser auf Kunststofftafeln, deren Oberfläche leicht aufgeraut wurde.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Binger Bleistift}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* Im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] wurde den Schulbehörden und -vorständen die Verwendung von Bleistiften aus [[Deutsch-Ostafrika|deutsch-ostafrikanischem]] Zedernholz „unter Hinweis auf das patriotische Interesse“ nahegelegt.&amp;lt;!-- vgl.: http://www4.karlsruhe.de/kultur/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick_nr62/kaisers_flotte.de/text --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Nürnberg ist das [[Bleiweiß (Nürnberg)|Bleiweißviertel]] nach dem Handwerk der Bleistiftmacher benannt, die sich dort seit dem 17. Jahrhundert angesiedelt haben.&lt;br /&gt;
* Nach seiner Form heißt der [[Messeturm (Frankfurt am Main)|Messeturm]] in [[Frankfurt am Main]] auch „Bleistift“ und der [[Tour du Crédit Lyonnais]] in [[Lyon]] „crayon“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Schreibgeräteherstellern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henry Petroski: &amp;#039;&amp;#039;Der Bleistift. Die Geschichte eines Gebrauchsgegenstands. Mit einem Anhang zur Geschichte des Unternehmens Faber-Castell.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Sabine Rochlitz. Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin 1995, ISBN 3-7643-5047-4.&lt;br /&gt;
* [[Hanns Zischler]], Hanna Zeckau (Illustrationen): &amp;#039;&amp;#039;Der Bleistift&amp;#039;&amp;#039;. Residenz-Verlag, 2025. ISBN 978-3-7017-3646-1.&lt;br /&gt;
* Henry Petroski: &amp;#039;&amp;#039;The Pencil: A History of Design and Circumstance.&amp;#039;&amp;#039; Alfred A. Knopf, New York 1992, ISBN 0-679-73415-5.&lt;br /&gt;
* Marco Ferreri: &amp;#039;&amp;#039;Pencils.&amp;#039;&amp;#039; Corraini, Mantova 2000, ISBN 88-86250-40-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lead pencils|Bleistift}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bleistift}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Bleistift}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bleistift}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4121035-9}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.faber-castell.de:80/38567/Service/Warenkunde/Graphitstifte,-Bleistifte/fcv2_index.aspx |text=Links zu Informationen über Bleistifte bei Faber-Castell |wayback=20110914063730}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikaliker.de/category/bleistifte/ lexikaliker.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version&lt;br /&gt;
|datei      = De-Bleistift-article.ogg&lt;br /&gt;
|länge      = 14:09&lt;br /&gt;
|größe      = 5,97 MB&lt;br /&gt;
|sprecher   = Inwe Oronar&lt;br /&gt;
|geschlecht = weiblich&lt;br /&gt;
|dialekt    = Hochdeutsch&lt;br /&gt;
|version    = 160937700&lt;br /&gt;
|datum      = 2017-01-08&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|12. April 2005|5291406}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4121035-9|LCCN=sh85099376|NDL=00577172}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schreibgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeichenwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Büromaterial]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anreißwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzprodukt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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