<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bleikinder</id>
	<title>Bleikinder - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bleikinder"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bleikinder&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T16:50:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bleikinder&amp;diff=213320&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: Akademischen Grad gem. Richtlinie entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bleikinder&amp;diff=213320&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-06T21:13:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Akademischen Grad gem. &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Namenskonventionen#Namenszusätze&quot; title=&quot;Wikipedia:Namenskonventionen&quot;&gt;Richtlinie&lt;/a&gt; entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= T56.0&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Toxische Wirkung von Metallen; Blei und dessen Verbindungen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bleikinder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Kindheit|Kinder]] bezeichnet, die an einem in [[Stolberg (Rheinland)|Stolberg]] in der [[Städteregion Aachen]] in den 1970er Jahren aufgetretenen Krankheitsbild mit hohem Bleianteil im Körper leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitsbild ==&lt;br /&gt;
Da [[Blei]] nur teilweise aus dem Körper wieder ausgeschieden wird, lagert sich der Rest im [[Skelett]] (sog. Bleisaum an den [[Knochen]]) und in weichen [[Gewebe (Biologie)|Geweben]] wie [[Leber]] und [[Nieren]] ab. Diese Ablagerungen nennt man auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Depotblei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Bei den in Stolberg bekannten Zahnbleiuntersuchungen wurden Rückschlüsse auf das Depotblei gezogen. 36 % der Bleilast bei Kindern liegt auf den Organen, den Geweben und dem Blut. Beim Erwachsenen sind dies nur 6 bis 8 Prozent. Der Rest lagert jeweils in den Knochen. Das in der Entwicklung befindliche [[Nervensystem]] von [[Embryo]]nen und Kindern kann durch eine Bleibelastung geschädigt werden. Eine weitere Risikogruppe sind Schwangere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
1979 untersuchte das Medizinische Institut für Umwelthygiene der [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf|Universität Düsseldorf]] die Bleigehalte von [[Milchzahn|Milchzähnen]] Stolberger Kinder. Eine längere Wohndauer in Stolberg und die Tatsache, dass der Vater des Kindes Bleihüttenarbeiter war, wirkte sich deutlich steigernd auf die [[Schwermetalle|Schwermetallanreicherung]] in den Zähnen aus. Folgende Blutbleiuntersuchungen bestätigten diese Befunde: Im Sommer 1982 wurden bei 213 Kindern aus verschiedenen Ortsteilen Stolbergs der Blei- und [[Cadmium]]gehalt im [[Blut]] bestimmt. Aus dem Umfeld der [[Bleihütte Binsfeldhammer]] wurden 45 Kinder gesondert untersucht. Es bestätigte sich das Ergebnis, dass die Bevölkerung im Nahbereich der Hütte besonders stark durch bleihaltige Säure belastet ist. Bei acht Kindern kam es zu beträchtlichen Überschreitungen der Richtlinienwerte. Der Maximalwert in Stolberg lag bei 38,5 [[Mikrogramm|µg]] [[Blei|Pb]]/100 [[Milliliter|ml]] Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je höher der Zahnbleiwert, desto schlechter schnitten die Kinder bei Reaktionstests ab. Kinder mit hohem Zahnbleigehalt wurden eher als „verhaltensauffällig“ bezeichnet. Alle Kinder mit einem Zahnbleigehalt von über 20 schnitten bei Tests deutlich schlechter ab als der Durchschnitt. Bleibedingte IQ-Defizite konnten jedoch nicht nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 stellte Ewers eine von der Stadt Stolberg und dem Kreisgesundheitsamt Aachen in Auftrag gegebene umweltmedizinisch-[[Epidemiologie|epidemiologische]] Studie zur Schwermetallbelastung der Bevölkerung vor, die zu dem Ergebnis gelangte, eine weitere Beobachtung sei nicht mehr erforderlich. Der Maximalwert des Bleigehalts in Stolberg lag bei 15,5&amp;amp;nbsp;µg&amp;amp;nbsp;Pb/100&amp;amp;nbsp;ml Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer 2009 veröffentlichten Langzeitstudie der [[University of Bristol|Universität Bristol]] zufolge zeigen Kinder mit dauernder Bleibelastung später schlechtere Schulleistungen und häufiger hyperaktives und unsoziales Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bristol.ac.uk/news/2009/6550.html &amp;#039;&amp;#039;Dangers of lead pollution have not gone away – particularly for children&amp;#039;&amp;#039;.] Pressemitteilung der Universität Bristol, 17. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter einem Wert von fünf Mikrogramm fanden die Forscher keine Auffälligkeiten. Die [[Weltgesundheitsorganisation]] (WHO) schätzt, dass weltweit etwa die Hälfte der Stadtkinder unter dem Alter von fünf Jahren höhere Bleiwerte im Blut aufweisen als zehn Mikrogramm pro Deziliter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/leben/schwermetall-blei-schaedigt-entwicklung-von-kindern-1.29808 &amp;#039;&amp;#039;Blei schädigt Entwicklung von Kindern&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Süddeutsche Zeitung]], 21. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bleivergiftung]]&lt;br /&gt;
* [[Gressenicher Krankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Umweltprobleme durch Schwermetalle im Raum Stolberg&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
* Friedrich Karl Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Gehalt an Blei und anderen Schwermetallen in den Böden und Halden des Raumes Stolberg (Rheinland)&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schweizerbart, Stuttgart 1982 (= Geologisches Jahrbuch/D; Band 53).&lt;br /&gt;
* Stadt Stolberg und der Arbeitskreis besorgter Bürger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwermetallbelastung in Stolberg. Dokumentation und Ratgeber&amp;#039;&amp;#039;. Stolberg o. J.&lt;br /&gt;
* Ursula Grotenrath: &amp;#039;&amp;#039;Umweltmedizinische Beurteilung der Schwermetallbelastung im Raum Stolberg&amp;#039;&amp;#039;. Technische Universität, Aachen 1992 (Dissertation)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.loegd.nrw.de/gesundheitberichterstattung/gesundheitsindikatoren/1data/05/Html/05_17_1989.htm |text=Studie vom 15. Juli 1989. |wayback=20070314165341}} Kreisgesundheitsamt Aachen und Med. Institut für Umwelthygiene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltschäden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klinische Toxikologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzverhüttung in Stolberg (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metalle und Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Kindheit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kind (Bezeichnung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
	</entry>
</feed>