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	<title>Bleiberger Muschelmarmor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:19:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-15116-62: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2026-03-12T03:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bleiberger Muschelmarmor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmintholith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und „[[opal]]isierender Muschelmarmor“ genannt, ist ein seltenes [[Gestein]], das bei [[Bad Bleiberg]] in [[Kärnten]], [[Österreich]], im Jahre 1780 erstmals gefunden wurde. Dieses als [[Marmor]] bezeichnete Gestein wird gesteinkundlich als ein [[Kalkstein|fossilführender Kalkstein]] eingeordnet, da es von keiner [[Metamorphose (Geologie)|Gesteinsmetamorphose]] umgeprägt wurde. Das [[Sedimentgestein]], das von dem Botaniker und Mineralogen [[Franz Xaver von Wulfen]] als „kärnthenscher pfauenschweifiger Helmintholith“&amp;lt;ref&amp;gt;Johan Jakob Palm: &amp;#039;&amp;#039;Xaver Wulfens Abhandlung vom kärnthenschen pfauenschweifigen Helmintholith oder dem sogenannten opalisierenden Muschelmarmor&amp;#039;&amp;#039;. Erlangen 1793. [http://books.google.de/books?id=lTgsAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=helmintolith&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=jGDvZk7ORa&amp;amp;sig=iaxw7j3t1gOQb_lKpjKnMdn4IBo&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=XW4aTJ_NO9KXONSA8ZIK&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CBYQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online auf Google Books], abgerufen am 17. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet wurde, entstand im unteren [[Trias (Geologie)|Obertrias]].&amp;lt;ref name=natur /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Bleiberger Muschelmarmor setzt sich aus versteinerten Kalk-Schalenresten von [[Ammoniten]] zusammen, vor allem des &amp;#039;&amp;#039;Carnites floridus&amp;#039;&amp;#039;. Der Muschelmarmor war wegen seines Farbenspiels in goldgrünen und goldroten Farben nach seinem Auffinden ein überaus begehrtes Schmuckmaterial. Das Farbenspiel hängt mit den Schalenresten in diesem braunroten Muschelkalk zusammen, die [[Perlmutt|permuttartig]] je nach Lichteinfall schillern. Das bunte Farbenspiel basiert auf [[Interferenz (Physik)|Interferenzerscheinungen]] der parallel orientierten Kristalle von [[Aragonit|Aragonit-Mineralen]] in der Perlmutterschicht der Schalen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nieder057&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Niedermayr]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bleiberger Muschelmarmor — F. X. Wulfens ‚kärnthenscher pfauenschweifiger Helmintholith‘. Eine historische Betrachtung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia II.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 179/99 ([{{ZOBODAT/URL|pdf/CAR_179_99_0047-0057.pdf}} zobodat.at] PDF-Datei; 11,46&amp;amp;nbsp;MB). Abgerufen am 17. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entdeckung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Beschrieben hat dieses Gestein erstmals Franz Xaver Wulfen, der die geologisch-mineralogische Erforschung Kärntens vorantrieb. Wulfen und die frühen [[Geologe]]n nahmen an, dass der Muschelmarmor durch «Anlauffarben als Absatz unterirdischer Wässer oder als Anflug unterirdischer Luft» opalisiert. Wulfen sammelte auf zahlreichen Exkursionen Gesteins-, [[Fossil]]- und [[Mineral]]stücke für das damalige «Mineralienkabinett» in [[Klagenfurt]] und beschrieb erstmals den «opalisierenden Muschelmarmor» und die darin auftretende Fossilien wie die Ammoniten (&amp;#039;&amp;#039;Nautilus flondus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nautilus bisulcatus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nautilus nodulosus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Nautilus redivivum&amp;#039;&amp;#039;) sowie die Muschel &amp;#039;&amp;#039;Cardium triquetrum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Krainer (Vortragsmanuskript): Einige Daten zur geologischen Erforschungsgeschichte Kärntens [http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0064_047_A.pdf Online auf geologie.ac.at] (PDF-Datei; 520&amp;amp;nbsp;kB). Abgerufen am 16. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Gestein, das im St. Oswaldi-Stollen bei Bleiberg beim [[Blei]]erzabbau im Jahre 1780 entdeckt wurde, wurden seinerzeit zahlreiche Schmuckgegenstände angefertigt. Im Jahre 1991 wurden zwei dieser seltenen Dosen in Silbermontierung auf Versteigerungen angeboten. Eine dieser Dosen wurde vom [[Naturhistorisches Museum Wien|Naturhistorischen Museum Wien]] und eine weitere, die später angeboten wurde, vom [[Landesmuseum Kärnten]] ersteigert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dose&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Niedermayr]]: [{{ZOBODAT/URL|pdf/CAR_183_103_0249-0253.pdf}} &amp;#039;&amp;#039;Eine Dose aus Bleiberger Muschelmarmor für das Landesmuseum in Kärnten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Carinthia II.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 183/103 (PDF-Datei; 3,85&amp;amp;nbsp;MB) Abgerufen am 16. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur wenige Schmuckgegenstände blieben bis zum heutigen Tag erhalten. Verwendet wurde Bleiberger Muschelmarmor für Ringe, Broschen, Anhänger, Dosen oder für Tischeinlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natur&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nhm-wien.ac.at/Content.Node/schausammlung/mineralien/a10.html Naturkundliches Museum Wien], abgerufen am 16. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gestein erschien so wichtig, dass der Stolleneingang auf Anordnung des österreichischen Hofes mit einer Tür verzimmert und abgeschlossen wurde, um unerlaubte Entnahme zu verhindern. Ferner sollte für den zaristischen Hof Russlands ein steinerner Tisch aus diesem Muschelmarmor angefertigt werden.&amp;lt;ref name=nieder057 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundstück des Bleiberger Muschelmarmors befindet sich auch in der Gesteinssammlung von [[Johann Wolfgang von Goethe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Prescher (Geologe)|Hans Prescher]]: &amp;#039;&amp;#039;Mineralien und Gesteine aus Österreich in Johann Wolfgang von Goethes Sammlungen zu Weimar&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.sagen.at/doku/bergbau/Mineralien_Goethe.html Online auf sagen.at] abgerufen am 16. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das kleine Vorkommen war etwa drei Jahre nach seiner Entdeckung erschöpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Vorkommen von Muschelmarmoren ==&lt;br /&gt;
Ein weiteres Vorkommen des seltenen Muschelmarmors soll sich am Lavetscher Joch bei [[Hall in Tirol]] in Österreich befinden. Es wird allerdings vermutet, dass es dieses Vorkommen nicht gab, sondern sich Sammler vor und nach der Verfügung des österreichischen Hofes Stücke des Bleiberger Muschelmarmors aneigneten. Berichtet wurde von diesem neuen Vorkommen kurz nach der Schließung des Stollens in Bleiberg und die mineralische Ähnlichkeit der Steinstücke stützt die Annahme, dass das Vorkommen in Tirol vorgetäuscht wurde.&amp;lt;ref name=dose /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muschelmarmore mit dem Farbenspiel der Ammoniten kommen bei [[Jelatma]] an der [[Oka]] im europäischen [[Russland]], bei [[Folkestone]] in Südengland, in [[Wyoming]] und bei [[Lethbridge]] in [[Alberta]], [[Kanada]], vor.&amp;lt;ref name=nieder057 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nhm-wien.ac.at/Content.Node/schausammlung/mineralien/a10.html Abbildung eines polierten Bleiberger Muschelmarmors]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|Wissenssammlungen/Mineralien/%C3%96sterreichische_Spezifika/Bleiberger_Muschelmarmor|Abbildung einer Dose aus Bleiberger Muschelmarmor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalksteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kärnten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
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