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	<title>Blaue Erde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:56:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-11-07T16:13:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bernsteinführung und -gewinnung: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Linkbox Paläogen (Geologie)}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blaue Erde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein Sediment im Bereich der [[Danziger Bucht]] bezeichnet, das für seinen hohen Gehalt an [[Bernstein#Baltischer Bernstein|Baltischem Bernstein]] bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Formation (Geologie)|Formation]] wurde lange Zeit in das Untere Oligozän/Obere Eozän gestellt. Jüngere radiometrische Untersuchungen ergaben hingegen ein mitteleozänes Alter ([[Lutetium (Geologie)|Lutetium]]). Neben dieser Formation treten unterhalb der Blauen Erde weitere Bernstein führende Schichten auf, die lithologisch der Blauen Erde nicht unähnlich sind. Diese Formationen („Wilde Erde“ und „Untere Blaue Erde“) gehören nach radiometrischer Datierung dem Ypresium an.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Ritzkowski: &amp;#039;&amp;#039;Altersbestimmungen der bernsteinführenden Sedimente des Samlandes (Paläogen, Bezirk Kaliningrad).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Metalla&amp;#039;&amp;#039;, Sonderheft 66, S. 19–23, Bochum 1997&amp;lt;/ref&amp;gt; Die regionalen [[Lithostratigraphie|lithostratigraphischen]] Einheiten der eigentlichen Blauen Erde des Lutetium tragen die Bezeichnungen „Preussische Formation“ (im [[Samland]]) und „Untere Mosina-Formation“ (in der Umgebung von [[Chłapowo]], Polen).&lt;br /&gt;
Die Blaue Erde wird gewöhnlich in die etwa gleich mächtigen Einheiten Unterbank und Oberbank gegliedert. Die Unterbank wiederum besteht aus der Schichtfolge (von oben nach unten):&lt;br /&gt;
* Bunter Stich&lt;br /&gt;
* Steinstich&lt;br /&gt;
* Harter Stich&lt;br /&gt;
Die deutlich höchste Bernsteinkonzentration ist im so genannten Steinstich anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blaue Erde ist ein toniger bis sandiger [[Schluff]] mit hohem [[Glaukonit]]gehalt. Der Glaukonit verleiht dem [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sediment]] in feuchtem Zustand ein bläulich-grünliches Aussehen. Die Schichten der Blauen Erde erreichen im Samland und im Untergrund der Danziger Bucht stellenweise eine Mächtigkeit von bis zu 14 Metern. Die Vorkommen liegen zwischen etwa 10 und 100 Metern Tiefe unter der Erdoberfläche (bzw. unter dem Meeresgrund).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Danziger Bucht.png|miniatur|275px|Die Danziger Bucht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittel- bis obereozäne küstennahe, marine Sediment bildete sich in ruhigem Wasser, sehr wahrscheinlich in Lagunen und in dem ausgedehnten [[Delta]] des hypothetischen Flusses [[Eridanus (Geologie)|Eridanus]], der, von Norden kommend, im Gebiet der heutigen Danziger Bucht mündete (Chłapowo-Samland-Delta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbar unter der Blauen Erde liegende Wilde Erde enthält ebenfalls Bernstein, jedoch nicht in der hohen Konzentration wie die Blaue Erde. Das Gleiche gilt für die über der Blauen Erde liegenden Gestreiften Sande. Hingegen enthalten die in dieser Schichtenfolge liegenden lokalen Formationen Oberer Triebsand, Graue Mauer und Grüne Mauer keinen oder nur sehr geringe Mengen Bernstein.&amp;lt;ref&amp;gt;Standke 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Blaue Erde ist insbesondere an der Westküste des Samlandes nachgewiesen, wo sie auch im Tagebau zum Zwecke der Bernsteingewinnung abgetragen wird. Die Formation erstreckt sich weit in die Danziger Bucht und tritt auch im Westen der Danziger Bucht, vor allem seeseitig ([[Halbinsel Hel]]), in der Umgebung von [[Danzig]] aber auch weit landeinwärts (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Lębork]]) verhältnismäßig oberflächennah in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berichte von Blauer Erde aus Mittel- und Südpolen oder aus dem Osten Deutschlands beziehen sich auf glazial verfrachtete Schollen dieses Sediments in [[Quartär (Geologie)|quartären]] Ablagerungen des [[Weichsel-Glazial]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bernsteinführung und -gewinnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmininkaigintaras14.JPG|miniatur|275px|Bernsteinförderung bei Jantarny]]&lt;br /&gt;
Alle Abschnitte der Blauen Erde enthalten erhebliche Mengen Baltischen Bernsteins. Die Vorräte werden auf weit mehr als 600.000 Tonnen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Kosmowska-Ceranowicz: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein - die Lagerstätte und ihre Entstehung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein - Tränen der Götter.&amp;#039;&amp;#039; Bochum 1996, ISBN 3-921533-57-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konzentration schwankt im Allgemeinen zwischen 0,5 Kilogramm und 6,0 Kilogramm je Kubikmeter Blauer Erde. Wo die Blaue Erde dicht unter der Festlandoberfläche liegt, wird der darin befindliche Bernstein im Tagebau gewonnen. Im Jahre 2010 wurden in unmittelbarer Nähe der Küste bei [[Jantarny]] (früher Palmnicken) in der Grube „Primorskoje“ 341 Tonnen gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://koenigsberger-express.com/?b=1&amp;amp;id=19&amp;amp;a=5&amp;amp;id_article=2342 Königsberger Express online 5/2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Zeit von 1951 bis 1988 betrug die Förderung in heute stillgelegten Gruben an gleichem Ort insgesamt rund 17.700 Tonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Ganzelewski: &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Lagerstätten des Baltischen Bernsteins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein – Tränen der Götter.&amp;#039;&amp;#039; Bochum 1996, ISBN 3-921533-57-0, S. 11–18.&lt;br /&gt;
* J. R. Kasinski, R. Kramarska: &amp;#039;&amp;#039;Sedimentary environment of amber-bearing association along the polish-russian baltic coastline.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2008, ISBN 978-3-936617-86-3, S. 46–57. (Exkursionsführer und Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 236)&lt;br /&gt;
* B. Kosmowska-Ceranowicz: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein – Die Lagerstätte und ihre Entstehung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein – Tränen der Götter.&amp;#039;&amp;#039; Bochum 1996, ISBN 3-921533-57-0, S. 161–168.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Slotta|R. Slotta]], M. Ganzelewski: &amp;#039;&amp;#039;Die heutige Bernsteingewinnung und -verarbeitung in Jantarnyi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein – Tränen der Götter.&amp;#039;&amp;#039; Bochum 1996, S. 249–268.&lt;br /&gt;
* G. Standke: &amp;#039;&amp;#039;Bitterfelder Bernstein gleich Baltischer Bernstein? – Eine geologische Raum-Zeit-Betrachtung und genetische Schlußfolgerungen.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2008, ISBN 978-3-936617-86-3, S. 11–33. (Exkursionsführer und Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, 236)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Danzig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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