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	<title>Blattpolymorphismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T09:41:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blattpolymorphismus&amp;diff=1805020&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fir99: /* Weblinks */ Original-Link durch Webarchiv ersetzt</title>
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		<updated>2024-01-17T08:56:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Original-Link durch Webarchiv ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hedera helix murgröna.jpg|mini|[[Gemeiner Efeu]]: Vergleich der beiden Blattformen: Jungpflanze mit drei- bis fünflappigen Blättern unten; adulter Spross mit eilanzettlichen Blättern oben]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blattpolymorphismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Pflanzenkunde]] die unterschiedliche Ausgestaltung von [[Blatt (Pflanze)|Blättern]] an einer [[Pflanze]] bezeichnet. Blätter eines einzelnen Pflanzenexemplars können sich hinsichtlich Größe, Form oder Symmetrie, abhängig von ihrer Lage oder Funktion, erheblich voneinander unterscheiden. Ein herausragendes Beispiel für solche Unterschiede der Form und Funktion sind die bereits im [[Same (Pflanze)|Samen]] angelegten, meist rundlichen [[Keimblatt|Keimblätter]] der [[dicotyl]]en [[Gefäßpflanze]]n, die sich erheblich von den später im Verlauf des Wachstums der [[Sprossachse]] auftretenden [[Laubblatt|Laubblättern]] unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Blattpolymorphismus&amp;#039;&amp;#039; „Blattmehrgestaltigkeit“ dient dabei als Oberbegriff für eine Reihe spezifischer Bezeichnungen, mit denen Ausprägungen der Blattvariabilität je nach Art und Bedingungen des Auftretens näher benannt werden: „Blattzweigestaltigkeit“ &amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blattdimorphismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, „Ungleichblättrigkeit“ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anisophyllie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, sowie „Verschiedenblättrigkeit“ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heterophyllie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Bei den meisten Taxa sind die Folgeblätter mehr oder weniger gleich gestaltet „Gleichblättrigkeit“ (Homo-, Isophyllie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet &amp;#039;&amp;#039;modifikatorische oder induzierte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;adaptive&amp;#039;&amp;#039; (von äußeren Einflüssen abhängig) und &amp;#039;&amp;#039;habituelle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;primäre&amp;#039;&amp;#039; (genetisch determinierte) Formen der Hetero- und Anisophyllie.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Kück, Gabriele Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Botanisches Grundpraktikum.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Springer, 2014, ISBN 978-3-642-45448-6, S.&amp;amp;nbsp;93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Mimese|mimetische]] Anpassungen sind möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Remmert: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Ökologie: Terrestrische Systeme.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1997, ISBN 978-3-540-58264-9, S.&amp;amp;nbsp;40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abrupte Änderung von Organform oder Habitus einer Pflanzenart in der Ontogenie wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heteroblastie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder auch &amp;#039;&amp;#039;heteroblastische Reihe&amp;#039;&amp;#039;; die Veränderung der Blattform und -größe entlang des wachsenden Sprosses) bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn ein Samen keimt, und die ersten jugendlichen Blätter haben zunächst eine andere Form als ihre erwachsenen Nachfolger. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Homoblastie&amp;#039;&amp;#039; tritt dagegen keine solche Änderung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Zweikeimblättrigen (Dikotyledonen) gibt es auch die Formen &amp;#039;&amp;#039;Aniso-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hetero-&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Synkotylie&amp;#039;&amp;#039;; die ungleiche Ausbildung oder Verlust eines der beiden Keimblätter. Auch die Bildung einer vermehrten Zahl von Keimblättern &amp;#039;&amp;#039;Pleiokotylie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Trikotylie&amp;#039;&amp;#039;; die Ausbildung eines dritten Keimblattes, sowie gespaltenen &amp;#039;&amp;#039;Schizokotylie&amp;#039;&amp;#039; ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heteroblastie ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;heteroblastische Reihe&amp;#039;&amp;#039; wird die zeitliche Aufeinanderfolge unterschiedlicher Blattgrößen während der individuellen Entwicklung einer Pflanze bezeichnet. Bei Gefäßpflanzen tritt sie zwangsläufig entlang der primären Sprossachse des [[Sämling|Keimlings]] auf. Es können aber auch im Verlauf des Wachstums eines Seitensprosses zunächst einfache [[Schuppenblatt|Schuppenblätter]] angelegt werden, denen später solche von zunehmend komplexer Form folgen. Trägt der Spross im Verlauf seiner weiteren Entwicklung an seinem Ende einen [[Blütenstand]] (&amp;#039;&amp;#039;Infloreszenz&amp;#039;&amp;#039;), so können die normalen Laubblätter in der Nähe der Blüten von [[Hochblatt|Hochblättern]] abgelöst werden; die Blüten selbst sitzen meist in der Achsel eines [[Tragblatt]]s (&amp;#039;&amp;#039;Braktee&amp;#039;&amp;#039;) mit Schuppenblattform.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
== Blattdimorphismus und Heterophyllie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Ranunculus_aquatilis1.jpg|mini|Ausbildung von Tauch- und Luftblättern beim [[Wasserhahnenfuß]]; induzierte Heteroisophyllie]]&lt;br /&gt;
Bildet eine Pflanze im Verlauf ihrer Entwicklung zwei vollkommen unterschiedliche Blattformen (in unterschiedlichen Regionen der Pflanze) aus, so wird dies als Blatt[[dimorphismus]] bezeichnet (Heterophyllie). Ein bekanntes Beispiel dafür ist der [[Gemeiner Efeu|Efeu]]: Die kriechenden Jungsprosse tragen Schattenblätter mit eckig-gelappter Form, während an den adulten Sprossen Blätter mit einem glatten Rand wachsen (Altersheterophyllie). Blattdimorphismus tritt häufig auch bei Wasserpflanzen wie den Wasserhahnenfüßen (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß|Ranunculus aquatilis]]&amp;#039;&amp;#039;) auf, bei denen die Pflanze neben den fiederteilig geschlitzten Blättern, die untergetaucht im Wasser wachsen, gelappte Luftblätter ausbildet, die auf der Wasseroberfläche aufliegen (&amp;#039;&amp;#039;Schwimmblätter&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Autoren verwenden den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Heterophyllie&amp;#039;&amp;#039; nur im Zusammenhang mit unterschiedlichen Funktionen der Blätter oder wenn deren Ausprägung erkennbar von äußeren oder inneren Bedingungen abhängt, wie dies beim Wasserhahnenfuß der Fall ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STRASBG35&amp;quot;&amp;gt;[[Eduard Strasburger]] (Begründer), Peter Sitte (Bearbeiter), Elmar W. Weiler, Joachim W. Kadereit, Andreas Bresinsky, Christian Körner (Autoren): &amp;#039;&amp;#039;[[Lehrbuch der Botanik für Hochschulen]].&amp;#039;&amp;#039; 35. Auflage, Spektrum, Heidelberg / Berlin 2002, ISBN 3-8274-1010-X, S.&amp;amp;nbsp;439.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milieuabhängigkeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Starr 070320-5760 Platycerium sp..jpg|miniatur|In einer Astgabel wachsender Geweihfarn]]&lt;br /&gt;
Bei [[Wasserhahnenfuß]] ist die Entwicklung der jeweiligen Blattform neben anderen Faktoren von der [[Temperatur]] abhängig (Thermomorphose), die Unterwasserblätter entwickeln sich bei Wassertemperaturen um 8–18&amp;amp;nbsp;°C, steigt dagegen die Wassertemperatur auf 23–28&amp;amp;nbsp;°C (der Lufttemperatur entsprechend) werden auch unter Wasser gelappte Blätter mit der Gestalt der Luftblätter ausgebildet. Auch die Gabe von [[Abscisinsäure]], einen [[Phytohormon]] bewirkt die Bildung von Luftblättern. Es wird vermutet, dass [[Turgor|Turgorverluste]], die bei der Transpiration der Blätter an der Luft auftreten und zur Ausschüttung von Abscisinsäure führen, so die Bildung von Schwimmblättern induzieren.&amp;lt;ref name=STRASBG35/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Funktion ===&lt;br /&gt;
* Bei Wasserpflanzen ist die unterschiedliche Funktion der Blätter meist anhand ihrer Lage erkennbar (Transpiration unter Wasser und an der Luft).&lt;br /&gt;
* Die [[Epiphyt|epiphytisch]] auf Bäumen wachsenden [[Geweihfarne]] bilden neben den [[fertil]]en Wedeln noch [[Unfruchtbarkeit|sterile]] Mantel- oder Nischenblätter, die sich an das Substrat anlegen und Wurzeln und [[Rhizom]] der Pflanze vor Beschädigung und Austrocknung schützen.&lt;br /&gt;
* Bei manchen [[fleischfressende Pflanzen|fleischfressenden Pflanzen]] besteht eine Arbeitsteilung zwischen Blättern für die Kohlenstofffixierung ([[Photosynthese]]) und solchen für den Beutefang. Zum Beispiel besitzt die [[Genlisea|Reusenfalle]] oberirdische, grüne Blätter und unterirdische, [[chlorophyll]]freie Fangblätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anisophyllie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ahornzweig.jpg|mini|rechts|Induzierte Anisophyllie beim [[Spitzahorn]]]]&lt;br /&gt;
Während bei der Heterophyllie vollkommen unterschiedliche Blattformen auftreten, bezeichnet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Anisophyllie&amp;#039;&amp;#039; lediglich Größen- oder leichte Formunterschiede benachbarter oder sogar am gleichen Knoten liegender Blätter. Anisophyllie kann bereits in der Form der [[Knospe|Blattknospen]] angelegt sein (&amp;#039;&amp;#039;habituelle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;primäre&amp;#039;&amp;#039; Anisophyllie wie bei den [[Moosfarne]]n) oder aber durch die Lage der Sprossachse bedingt sein (&amp;#039;&amp;#039;induziert&amp;#039;&amp;#039;) wie beim [[Spitzahorn]], wo die nach unten hängenden Blätter aufgrund der Schwerkraft größer ausgebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STRASBURGER35&amp;quot;&amp;gt;Eduard Strasburger (Begründer), Peter Sitte (Bearbeiter), Elmar W. Weiler, Joachim W. Kadereit, Andreas Bresinsky, Christian Körner (Autoren): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Botanik für Hochschulen.&amp;#039;&amp;#039; 35. Auflage, Spektrum, Heidelberg / Berlin 2002, ISBN 3-8274-1010-X, S.&amp;amp;nbsp;195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kaussmann, Ulrich Schiewer: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Morphologie und Anatomie der Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-437-20412-2, S.&amp;amp;nbsp;162 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele für Anisophyllie sind die Blätter der [[Rosskastanie]] und [[Weißtanne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adrian D. Bell: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Morphologie der Blütenpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Reihe &amp;#039;&amp;#039;UTB für Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-8089-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.biologie.tu-dresden.de/botanik/Leiste/Lehre/Anatomie/Vorlesung/Vl-10.pdf |wayback=20161102060813 |text=10. Vorlesung Botanik TU Dresden |format=PDF; 19&amp;amp;nbsp;kB }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blatt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fir99</name></author>
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