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	<title>Blankodarlehen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blankodarlehen&amp;diff=282710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 15:23 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T15:23:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blankodarlehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Blankokredit&amp;#039;&amp;#039;; ital. bianco „weiß“; engl. &amp;#039;&amp;#039;uncovered loan&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;unsecured loan&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man im [[Bankwesen]] [[Kredit]]e, die ohne Stellung von bewertbaren [[Kreditsicherheit]]en von [[Kreditinstitut]]en den [[Kreditnehmer]]n gewährt werden. Wird nur ein Teil des [[Darlehen (Deutschland)|Darlehens]] abgesichert, so spricht man von dessen ungesichertem Teil als dem &amp;#039;&amp;#039;Blankoanteil&amp;#039;&amp;#039; des Darlehens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit und in Deutschland ist es den Kreditinstituten überlassen, ob sie ihre Kredite besichern oder unbesichert zur Verfügung stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wolfhart Nitsch: [https://books.google.de/books?id=bPARWXLbSkEC&amp;amp;pg=PA141&amp;amp;dq=blankokredit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=VXtdUq-SMMbOtQakhIDIDg#v=onepage&amp;amp;q=blankokredit&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Bankrecht für Betriebswirte und Wirtschaftsjuristen&amp;#039;&amp;#039;], 2010, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher ist es Aufgabe der unternehmerischen [[Kreditrisiko]]politik jeder einzelnen Bank, das eigene [[Kreditportfolio]] auch nach dem Kriterium der Kreditbesicherung zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einer [[Kreditentscheidung]] vorausgehende [[Kreditwürdigkeitsprüfung]] muss beim Kreditinstitut ergeben, wie integer sich die [[Kreditwürdigkeit]] eines [[Kreditnehmer]]s präsentiert. Diese Prüfung hat nach {{§|18|kredwg|juris}} [[Kreditwesengesetz|KWG]] bestimmte [[Beleihungsunterlagen]] über [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]], [[Schulden]] und [[Einkommen]] des Kreditnehmers auszuwerten, bei welcher der [[Schuldendienst]] aus dem Einkommen/Vermögen als sicher gilt. Bei der Abwägung spielen [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en und [[Empirie|empirische]] Kundendaten bei der Einschätzung des [[Adressenausfallrisiko]]s eine entscheidende Rolle. Zeigt sich eine hervorragende [[Bonität]] des Kreditnehmers, so ist es vertretbar, ihm Kredite ohne Kreditsicherheiten zur Verfügung zu stellen. Dann erwartet die Bank, dass der Kredit aus dem Einkommen oder [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] des Kreditnehmers mühelos zurückgezahlt wird und sie nicht auf die [[Verwertung]] gestellter Sicherheiten angewiesen sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bestimmte Kredite wie [[Immobilienfinanzierung]]en ([[Realkredit]]e, [[Hypothekendarlehen]]) sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften ({{§|21|kredwg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 Nr.&amp;amp;nbsp;1 KWG in Verbindung mit {{§|14|pfandbg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 und {{§|16|pfandbg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 und&amp;amp;nbsp;2 [[Pfandbriefgesetz]]) mit [[Grundpfandrecht]]en ([[Grundschuld]], [[Hypothek]]) zu besichern. Aus der Natur der Kreditart ergibt sich beim [[Effektenlombardkredit]], dass er durch die [[Verpfändung]] von [[Effekten]] besichert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen übrigen Kreditarten obliegt es den Kreditinstituten, ob und wodurch sie eine Kreditsicherheit verlangen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1794 wurde bekannt, dass die [[Amsterdamer Wechselbank]] 10,5 Millionen [[Niederländischer Gulden|Gulden]] illegaler Blankokredite an die [[Niederländische Ostindien-Kompanie]] ausgegeben hatte. Dieser Skandal war der Anfang vom Ende der Bank, die 1820 endgültig ihre Türen schließen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Schemmann: [https://books.google.de/books?id=5c4i_YLlRAQC&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=Amsterdamer+Wechselbank+1794&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Amsterdamer%20Wechselbank%201794&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Geld-Illusion&amp;#039;&amp;#039;], 2013, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1866 stand in einem Buch über das [[Bankwesen]], dass der Blankokredit ein Kredit sei, „für welchen nur der Conto-Correntinhaber haftet“,&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Wenzelburger: [https://books.google.de/books?id=gbhVAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=blankokredite&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=blankokredite&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das Bankwesen, seine Theorie und Praxis&amp;#039;&amp;#039;], 1866, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; womit der Kreditnehmer gemeint war. Blankokredite sind spätestens seit September 1879 bei [[Genossenschaftsbank]]en belegt, im März 1884 hieß es, dass ein Kreditgesuch ohne Sicherheiten genehmigt wurde, „weil der Gesuchsteller als zahlungsfähig bekannt ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Susanne Müller: [https://books.google.de/books?id=l4wdJPiSNZ8C&amp;amp;pg=PA240&amp;amp;dq=blankokredite&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=blankokredite&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kreditgenossenschaften in Bayern&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Schweizer Genossenschaftsbanken gehörte der „ungedeckte Kredit“ 1925 zur Ausnahme „und wird höchstens Gemeinden und Korporationen gewährt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Beuttner: &amp;#039;&amp;#039;Die Finanzgebarung der Genossenschaften: mit besonderer Berücksichtigung der schweizerischen Bank- und Konsum-Genossenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1925, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Georg Obst]] bestand der Blankokredit 1951 darin, dass „der Kreditnehmer seiner ganzen Persönlichkeit nach die Gewähr dafür bietet, dass der Kredit sicher ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Obst/Otto Hintner: &amp;#039;&amp;#039;Geld-, Bank- und Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1951, S. 337.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Sparkassengesetz#Sparkassenverordnung|Sparkassenverordnungen]] der [[Land (Deutschland)|Bundesländer]] nannten den Blankokredit „ungedeckten Personalkredit“.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. §§ 20–22 SpkVO [[Nordrhein-Westfalen|NRW]] vom 1. April 1958&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Hintner verwendete 1958 die Begriffe Blankokredit und Personalkredit synonym.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Hintner: &amp;#039;&amp;#039;Kredit und Kreditformen&amp;#039;&amp;#039;, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Band II, 1958, S. 3512.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Kalveram]] unterschied 1961 zwischen Blankokredit, einfachem und kollektivem [[Personalkredit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kalveram/Hans Günther: &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] hielt es im Mai 1998 „mit den Grundsätzen ordnungsgemäßer Geschäftsführung nicht für vereinbar, an eine nichtstaatliche Adresse Blankokredite in einer Höhe auszureichen, die bei Ausfall der Adresse das gesamte haftende [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenkapital]] des Instituts aufzehren würde“.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin-Rundschreiben 6/1998 vom 5. Mai 1998, Erläuterungen zur [[Großkredit- und Millionenkreditverordnung]] (GroMiKV)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] (englische Abkürzung CRR) ist die zentrale Norm für die aufsichtsrechtliche Anerkennung von Kreditsicherheiten (hierin „Kreditrisikominderungstechniken“ genannt). Sie befasst sich jedoch nicht mit Blankokrediten, sondern mit besicherten Krediten und statuiert in den Art.&amp;amp;nbsp;193 ff. CRR Grundsätze für die Anerkennung von Kreditsicherheiten, die zu einer geringeren Eigenmittelunterlegung als vergleichbare Blankokredite führen. Blankokredite als Residualgröße sind nach den CRR folglich mit voller Eigenmittelunterlegung belastet, eine günstigere Risikogewichtung einer Blanko-[[Risikoposition]] kann nur durch das [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] erreicht werden. Kreditsicherheiten mindern deshalb die Eigenkapitalkosten für gewährte Kredite und damit die Kreditkosten für den Kreditnehmer. Aus diesem Grunde können Blankokredite – gleiches Kreditnehmerrating unterstellt – tendenziell teurer werden als einwandfrei besicherte Kredite.&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz Brinkmann: [https://books.google.de/books?id=SZ2zFGYKA9kC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=kreditsicherheiten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q7JeUq3wHYrGtQbLjYDwDQ#v=onepage&amp;amp;q=kreditsicherheiten&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kreditsicherheiten an beweglichen Sachen und Forderungen&amp;#039;&amp;#039;], 2011, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Das [[Kreditrisiko]] der Banken steigt auch mit zunehmender Kreditlaufzeit. Je kürzer deshalb die Kreditlaufzeit ist, umso höher ist die [[Wahrscheinlichkeit]] für einen Blankokredit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatkundengeschäft ===&lt;br /&gt;
Von ihrer Natur aus werden deshalb für kurzfristige Kredite im [[Standardisiertes Privatkundengeschäft|standardisierten Privatkundengeschäft]] wie [[Dispositionskredit]]e, [[Avalkredit]]e, [[Mikrokredit]]e, [[Konsumkredit]]e und [[Kreditkarte]]nlimite keine Kreditsicherheiten verlangt, wenn ihre Höhe das Drei- bis Fünffache eines regelmäßigen Monatseinkommens nicht überschreitet. Langfristige Konsumkredite werden im Regelfall besichert. Das Gesetz verlangt eine Besicherung bei Immobilienfinanzierungen, vertraglich sind [[Lombardkredit]]e zu besichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bausparkredite ===&lt;br /&gt;
Blankodarlehen sind nach {{§|7|bausparkg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;4 [[Bausparkasse]]ngesetz unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Sie müssen mit einer Negativerklärung versehen sein und brauchen bei geringer Höhe ([[Bausparvertrag|Bauspardarlehen]] bis maximal 10.000 Euro oder [[Zwischenfinanzierung|Zwischenkredite]] bis 5.000 Euro) nicht besichert zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Derleder/Kai-Oliver Knops/Heinz Georg Bamberger: [https://books.google.de/books?id=RHohBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA591&amp;amp;dq=blankodarlehen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=blankodarlehen&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 591.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gewährung ungesicherter Darlehensteile ist bei Bausparkassen insbesondere dann unzulässig, wenn bei der Gewährung des Darlehens die [[Beleihungsgrenze]] von 80 % des [[Beleihungswert]]es überschritten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin, Erläuterungen zur Änderung der Bausparkassen-Verordnung durch die Verordnung zur Änderung der Bausparkassen-Verordnung&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umfang der von der Bausparkasse ausgereichten Blankodarlehen ist aufsichtsrechtlich begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Firmenkundengeschäft ===&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Unternehmensfinanzierung]] werden Betriebsmittelkredite zur Finanzierung des [[Umlaufvermögen]]s als Blankokredite gewährt, wenn die [[betriebswirtschaftliche Kennzahl|betriebswirtschaftlichen Kennzahlen]] und die Datenhistorie des Kreditnehmers dies zulassen. Besonders im Firmenkundengeschäft unterliegen Blankokredite besonderen, auf betriebswirtschaftlichen Kennzahlen beruhenden Faustregeln. Blankokredite sollen&lt;br /&gt;
* 30 bis 40 % des [[Eigenkapital]]s des Kreditnehmers nicht übersteigen;&lt;br /&gt;
* 20 bis 25 % des Netto-[[Umsatzerlös]]es des Kreditnehmers nicht überschreiten;&lt;br /&gt;
* das Drei- bis Vierfache des nachhaltigen [[Cashflow]] nicht übersteigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lüscher&amp;quot;&amp;gt; Max Lüscher-Marty: [https://books.google.de/books?id=lQkxH8kutukC&amp;amp;pg=PT142&amp;amp;dq=blankokredit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=aVRdUovQBMWptAbq7YDADw#v=onepage&amp;amp;q=blankokredit&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Praxis des Bankkredits: Kreditrisikomanagement und Firmenkundenkredite&amp;#039;&amp;#039;], 2011, Kap. 4.04.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Internationaler Kreditverkehr|internationalen Kreditverkehr]] gewähren [[Großbank]]en Kredite an [[Großunternehmen]] fast ausschließlich ohne Sicherheiten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;lüscher&amp;quot; /&amp;gt; selbst wenn sie langfristig zur Verfügung stehen. Das trifft auf [[Stand-by-Kredit]]e oder [[Roll-over-Kredit]]e zu. Langfristige [[Investitionskredit]]e werden im Regelfall besichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunalkredit ===&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Kommunalkredit]]geschäft gewähren Kreditinstitute ausschließlich Blankokredite, weil es den [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinden]] kommunalrechtlich nicht gestattet ist, Kreditsicherheiten zu stellen (etwa §&amp;amp;nbsp;86 Abs.&amp;amp;nbsp;5 [[Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen|GemO NRW]]). Begründet wird diese Bestimmung mit der Überlegung, dass den Gläubigern die [[Steuerkraft]], das Vermögen und die [[Insolvenzunfähigkeit]] als sichernde Faktoren ausreichen müssen. Werden dennoch verbotswidrig Sicherheiten bestellt, so sind diese nach §&amp;amp;nbsp;130 Abs.&amp;amp;nbsp;2 GemO NRW [[Unwirksamkeit|nichtig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertragsgestaltung ==&lt;br /&gt;
Einen Blankokredit erkennt man daran, dass die – in [[Kreditvertrag|Kreditverträgen]] sonst übliche – Kreditbedingung „Kreditsicherheiten“ fortgelassen wird; eine ausdrückliche Erwähnung als Blankokredit unterbleibt, da hieraus ein dauerhafter Besicherungsverzicht interpretiert werden könnte. Ein derartiger Verzicht widerspräche dem aus den [[Allgemeine Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute|AGB]] hervorgehenden Recht der jederzeitigen Nachbesicherung von Krediten. Um den Bezug zu den Nachbesicherungsregelungen und dem AGB-[[Pfandrecht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Nr. 21 bzw. Nr. 22 AGB-Sparkassen&amp;lt;/ref&amp;gt; herzustellen, wird die Geltung der AGB im Kreditvertrag vereinbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem werden banküblich bei Blankokrediten bestimmte [[Covenants]] in die Kreditverträge aufgenommen. Die [[Negativerklärung]] verhindert, dass andere Gläubiger Kreditsicherheiten erhalten, ohne dass der kreditgebenden Bank gleichzeitig gleichwertige angeboten werden. In einer [[Positiverklärung]] verpflichtet sich der Kreditnehmer zur Stellung von Kreditsicherheiten, wenn ein bestimmtes [[Kreditereignis]] eintreten sollte. Weitere Covenants können dem Kreditnehmer die Veräußerung von [[Betriebsvermögen]] verbieten (&amp;#039;&amp;#039;disposals&amp;#039;&amp;#039;). Tritt eine [[wesentliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse]] ein, so kann eine Bank auch aufgrund dieser [[Klausel (Recht)|Klausel]] die Besicherung bisher unbesicherter Kredite verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blankokredite verschiedener [[Gläubiger]] haben gegenüber dem gemeinsamen [[Schuldner]] zwar keinen [[Rangordnung|Rang]] untereinander, doch kann sich in der Krise des Schuldners ein „Wettrennen“ der Gläubiger um Kreditsicherheiten oder um den [[Schuldendienst]] entwickeln. Der Schuldner könnte nämlich bei knappen [[Einkommen]] oder [[Cashflow]]s die Reihenfolge des Schuldendienstes einseitig ändern und dadurch eine Rangfolge schaffen. Damit ungesicherte Forderungen keinesfalls einen besseren Rang untereinander erwerben können, werden Negativerklärungen durch [[Pari-passu-Klausel]]n ergänzt und garantieren dem begünstigten Gläubiger einen gleichrangigen Schuldendienst mit anderen ungesicherten Gläubigern bis in die [[Insolvenz]] oder eine außergerichtliche [[Sanierung (Wirtschaft)|Sanierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Schlieter: [https://books.google.de/books?id=0ae-Wkw-a_oC&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;dq=rang+verpf%C3%A4ndung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=DO2HVdOUE4HpUoG8hLgF&amp;amp;ved=0CCEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=rang%20%20&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Verpfändung von GmbH-Geschäftsanteilen&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Blankokredite liegen auch dann vor, wenn Kreditsicherheiten gestellt werden, die banküblich nicht [[Beleihungswert|bewertet]] werden (können) (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Patronatserklärung]]en oder [[Lohn- und Gehaltsabtretung]]), [[Rechtsrisiko|Rechtsrisiken]] aufweisen oder nicht banküblich sind. Da die Bestellung von Kreditsicherheiten [[Gebühr]]en (etwa [[Notargebühr]]en bei Grundpfandrechten) verursacht, ist der Blankokredit auch häufig kostengünstiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Seit der Einführung des [[Konsumkreditgesetz]]es im März 2001 müssen bei diesen Krediten umfangreiche Abklärungen über die finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers vorgenommen werden. Nach den §§&amp;amp;nbsp;7a und&amp;amp;nbsp;7b dieses Gesetzes sind in der Schweiz Konsumkredite typische Blankokredite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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