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	<title>Blaffert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:42:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Blaffert&amp;diff=279316&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Skandinavien */</title>
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		<updated>2025-08-10T15:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Skandinavien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für die Person, siehe [[Tom Blaffert]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blaffert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Blafferd,&amp;#039;&amp;#039; oberdeutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plappart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plappert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Blaphart,&amp;#039;&amp;#039; von französisch &amp;#039;&amp;#039;blafard&amp;#039;&amp;#039; »bleich, hell«, ist die Bezeichnung zweier unterschiedlicher Münzarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Süddeutschland, Elsass, Schweiz ==&lt;br /&gt;
Der Plappart war als [[Groschen]]münze des Spätmittelalters insbesondere im oberdeutschen Raum verbreitet. Er hatte sich um 1420 aus dem leicht geringwertigeren [[Schilling]] entwickelt. Auf einen [[Gulden]] gingen 20, 24 oder 26 Plappert, auf einen Plappert 9, 10, 12, 13, 15 oder 17 [[Stäbler (Münze)|Stäbler]] beziehungsweise 15, 16, 18, 19 oder 22 [[Heller (Münze)|Haller]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben im Badischen und Schwäbischen Wörterbuch und im Schweizerischen Idiotikon, je s.&amp;amp;nbsp;v. sowie unter &amp;#039;&amp;#039;Haller II&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Stäbler;&amp;#039;&amp;#039; Weiteres zur Münzgeschichte siehe im Idiotikon.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der süddeutsche Blaffert war zweiseitig geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich wurde er zuerst in Konstanz geprägt, später auch in anderen schwäbischen Städten (beispielsweise in Ulm 1429) und in der Schweiz (ab 1384/88 in Bern, 1417 in Zürich, 1424 in St.&amp;amp;nbsp;Gallen, 1425 in Basel). In der Schweiz war er in dieser Zeit bis zur Einführung des [[Dicken (Münze)|Dickens]] 1482 die größte Silbermünze und wurde ab Anfang des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vom [[Batzen]] verdrängt. In der Schweiz scheint die Münze aber noch bis ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im Umlauf gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Norddeutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:1254 Blaffert Hamburg.jpg|128px|mini|Hohlblaffert aus Hamburg, geprägt im 15. Jh.]]&lt;br /&gt;
Der Blaffert war im norddeutschen Raum eine Münze im Wert von zwei Pfennigen (urkundlich: „penninghen von tween penninghen“). Sie wurden von den Städten Lübeck, Hamburg und Lüneburg geprägt. Die Städte einigten sich in [[Rezess]]en des [[Wendischer Münzverein|Wendischen Münzvereins]] über Aussehen und Gewicht der Blafferte. Es wurden dabei zwei Arten unterschieden. Die erste war zweiseitig gestaltet und wurde im 14. und 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert geprägt. Sie war in ihrer Gestaltung eine verkleinerte Ausgaben der gleichzeitig geprägten [[Witte_(M%C3%BCnze)|Witten]]. Die zweite wurde im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert geprägt. Sie hatte wie die Hohlpfennige einen gebogenen Rand und war nur einseitig geprägt, diese Art wird daher auch &amp;#039;&amp;#039;Hohlblaffert&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederrhein, Mittelrhein ==&lt;br /&gt;
Einer Münztabelle von Jülich-Berg ist zu entnehmen, dass es im Bergischen Land vom 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bis 1824 eine kölnische Silbermünze gab, die ebenfalls diesen Namen trug. Gemäß der &amp;#039;&amp;#039;Stadt Düsseldorffischen Policey- und Tax-Ordnung&amp;#039;&amp;#039; vom 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1706, aufgerichtet durch Herzog Johann Wilhelm, entsprach 1&amp;amp;nbsp;[[Reichstaler]] 8&amp;amp;nbsp;[[Schilling]] oder 60&amp;amp;nbsp;[[Stüber]] oder 20&amp;amp;nbsp;Blaffert. 1733 wurden Blafferte in [[Linz am Rhein]] als Zahlungsmittel genutzt und hatten dort einen Wert von vier Räder[[Albus (Münze)|albus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Krings nach: Landeshauptarchiv Koblenz, Abt.&amp;amp;nbsp;162 Nr.&amp;amp;nbsp;1235.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in [[Daniel Schürmann]]s „Practischem Schulbuch zur allgemeinen Rechenkunst und Geometrie“ hat der Verfasser aus [[Lüttringhausen]] diese Bezeichnung erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 1738 wurde durch Kaiserliches Kommissionsdekret von Kaiser Karl VI. im Zusammenhang mit der Anerkennung des [[Leipziger Münzfuß|Leipziger Münzfußes]] als neuen Reichsmünzfuß der niederrheinische Blaffert als im Reich zulässiges Talerteilstück genannt und war als Doppelblaffert eine Kurantmünze im Wert von 9 Kreuzer. Weiter wurden im Kommissionsdekret als Scheidemünzen folgende Landesmünzen für die niederrheinischen Lande aufgeführt: 4½ Kreuzer = 1 Blaffert, 2¼ Kreuzer = halber Blaffert, 1½ Kreuzer = 1 Stüber, cöllnischer Albus = Viertelblaffert, halber Stüber = ¾ Kreuzer.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Christoph Stößel: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Chur-Sächsischen Münzgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Chemnitz 1780, S. 676, 802&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skandinavien ==&lt;br /&gt;
Ausgehend von Norddeutschland wurden unter [[Erik Valkendorf]], der 1510–1522 in Nidaros (dem heutigen [[Trondheim]]) als Erzbischof amtierte, einseitig geprägte Blafferte im Wert von 2 Pfennig oder {{Bruch|1|6}} [[Norwegen|norwegischem]] [[Schilling#Skandinavien|Schilling]] geschlagen. Zweiseitig geprägte kupferne Blafferte wurden in [[Dänemark]] ab 1602 emittiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|13687|Plappart|Autor=Daniel Schmutz}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Badisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. II S. 245, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Plappert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Rechtswörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. II Sp. 358, Artikel [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=dig&amp;amp;darstellung=v&amp;amp;index=buecher&amp;amp;term=DRW.+II&amp;amp;seite=s0357-358 &amp;#039;&amp;#039;Blaffer(t)&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. I Sp. 1155&amp;amp;nbsp;f., Artikel &amp;#039;&amp;#039;Plappert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. V Sp. 128–134, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/167352 &amp;#039;&amp;#039;Plapper(t),&amp;#039;&amp;#039; einschließlich Zusammensetzungen].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Norsk historisk leksikon]],&amp;#039;&amp;#039; Artikel [http://www.lokalhistoriewiki.no/index.php/Leksikon:Blaffert &amp;#039;&amp;#039;Blaffert&amp;#039;&amp;#039;]. &lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = O. C. Gaedechens&lt;br /&gt;
 |Herausgeber = Verein für Hamburgische Geschichte&lt;br /&gt;
 |Titel = Hamburgische Münzen und Medaillen&lt;br /&gt;
 |Ort = Hamburg&lt;br /&gt;
 |Jahr = 1854&lt;br /&gt;
 |Sprache = de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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