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	<title>Blümchenkaffee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T08:41:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bl%C3%BCmchenkaffee&amp;diff=536397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Plörre */ &quot;Der Duden&quot; ist bzgl. der Bedeutungen eher inkompetent.</title>
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		<updated>2024-05-19T05:31:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Plörre: &lt;/span&gt; &amp;quot;Der Duden&amp;quot; ist bzgl. der Bedeutungen eher inkompetent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blümchenkaffee.JPG|mini|Blümchenkaffee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blümchenkaffee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet scherzhaft einen dünn aufgebrühten [[Kaffee|Bohnenkaffee]] oder [[Malzkaffee|Ersatzkaffee]]. Weitere häufige, eher abwertende Bezeichnungen sind &amp;#039;&amp;#039;Blärre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blärpe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plörre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lorke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die umgangssprachlich übliche Deutung führt das Wort auf Kaffee zurück, der so dünn aufgebrüht ist, dass man durch den Kaffee hindurch das Blümchen auf dem Grund der Tasse sehen kann. Besonders im obersächsischen Raum findet sich dafür Anlass in dem verwendeten Dekor &amp;#039;&amp;#039;Gestreute Blümchen&amp;#039;&amp;#039; der [[Meißener Porzellan]]manufaktur. Das Motiv entstand um 1815 und war in der [[Biedermeier]]zeit besonders beliebt. Auf dem [[Porzellan]]service sind rund um eine leicht vergrößerte Mittelblume verschiedene Blumenarten angeordnet, beispielsweise Rosen, Vergissmeinnicht, Kornblumen oder Veilchen, die der Porzellanmaler nach dem Zufallsprinzip aus drei Dutzend Motiven auswählt. Auf dem Boden der Kaffeetasse ist eine einzelne Blume in Unterglasurmalerei aufgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Kleines sächsisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1989, ISBN 3-323-00008-0. Hier Zitat: {{&amp;quot;|In der Woche gibt’s bei uns bloß Blümchen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Blümchenkaffee&amp;#039;&amp;#039; wird in der bürgerlichen Gesellschaft mitunter abwertend als Zeichen von Geiz verwendet, da ein krasses Missverhältnis zwischen dem teuren Porzellan des Gastgebers und dem nur sparsam verwendeten Kaffeepulver deutlich wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tchibo&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tchibo.de/kaffeelexikon-bluemchenkaffee-c400093264.html |titel=Was ist Blümchenkaffee? |werk=tchibo.de |hrsg=Tchibo GmbH |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anderen Deutung geht die Bezeichnung auf die blaublühende [[Zichorie]] zurück, deren Wurzeln zur Zeit des Kaffeeimportverbotes von [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] und während der [[Kontinentalsperre|napoleonischen Kontinentalsperre]] in großen Mengen in [[Zichorienfabrik]]en zu Kaffeeersatz verarbeitet wurden, also Kaffee aus „Blümchen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tchibo&amp;quot; /&amp;gt; Anzunehmen ist, dass mit der Verdrängung des Zichorienkaffees durch Malzkaffee dieser Zusammenhang verloren ging und die Bedeutung auf die [[Transparenz (Physik)|Transparenz]] des Getränkes überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regional wird die Kurzform &amp;#039;&amp;#039;der Blümchen&amp;#039;&amp;#039; benutzt, wobei das Maskulinum dem weggelassenen Wort &amp;#039;&amp;#039;Kaffee&amp;#039;&amp;#039; entstammt. In ähnlicher Weise wird vom &amp;#039;&amp;#039;Bodensehkaffee&amp;#039;&amp;#039; oder vom &amp;#039;&amp;#039;Bodenseher&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Eichhoff: &amp;#039;&amp;#039;Wortatlas der deutschen Umgangssprachen.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Saur, Bern/München 2000, ISBN 3-907820-55-X, S.&amp;amp;nbsp;28 / Karte 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerterkaffee ==&lt;br /&gt;
Eine [[Metapher|metaphorische]] Steigerungsstufe zu Blümchenkaffee ist der &amp;#039;&amp;#039;Schwerterkaffee&amp;#039;&amp;#039;. Tassen aus Meißener Porzellan zeigen auf der Unterseite außen das Markenzeichen in Form zweier gekreuzter Schwerter. Schwerterkaffee ist also so dünn, dass angeblich sogar die Tassenunterseite sichtbar werde. Umgangssprachliche Weiterentwicklungen sind &amp;#039;&amp;#039;Doppelblümchenkaffee&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Doppelschwerterkaffee&amp;#039;&amp;#039;, bei denen angeblich sogar das Blümchen oder die Schwerter auf der Unterseite der [[Untertasse]] zu erkennen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorke, Lurke, Lure ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lorke&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lurke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ein minderwertiges Getränk, insbesondere einen dünnen Kaffee. Etymologisch ist das Wort mit [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;[[Lora (Wein)|lora]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;lura&amp;#039;&amp;#039; für „[[Haustrunk#Herstellung und Abgabe|Tresterwein]]“ verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Kleines sächsisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Leipzig 1989, ISBN 3-323-00008-0. Hier Zitat: {{&amp;quot;|Die Lurke kannste alleene trinken.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff wird mitunter auch für Malzkaffee allgemein benutzt. Im [[Berliner Dialekt|Berliner Jargon]] gibt es die [[Lexikon der bedrohten Wörter|aussterbende Bezeichnung]] &amp;#039;&amp;#039;Lorke&amp;#039;&amp;#039; (hier mit offenem &amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lure&amp;#039;&amp;#039; ist eine weitere Variante dieses Wortes, die unter anderem in [[Oberschlesien]] (heute meist in der [[Schlesisch (polnischer Dialekt)|schlesischen]] Form &amp;#039;&amp;#039;lura&amp;#039;&amp;#039;), aber auch in [[Österreich]] verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plörre ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plörre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- im Duden sind auch Plürre und Plurre aufgeführt. --&amp;gt; wird allgemein abwertend ein dünnes, wässriges, gehaltloses, fades Getränk bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Pl%C3%B6rre |titel=Plörre |werk=[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache]] |hrsg=Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; besonders dünner Kaffee&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Pl%C3%B6rre|titel=Plörre |werk=[[Duden]] |hrsg=Bibliographisches Institut GmbH |abruf=2021-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch schlechtes oder schales [[Bier]] und dünne [[Brühe]]. Manchmal wird das Wort sogar für grundsätzlich ungenießbare Flüssigkeiten verwendet. Für den Ursprung des Wortes Plörre gibt es verschiedene Thesen. Eine nennt das französische &amp;#039;&amp;#039;le pleur&amp;#039;&amp;#039;, ein veraltetes poetisches Wort für „Träne“. Der Rechtschreib-[[Duden]] nennt das niederdeutsche Wort &amp;#039;&amp;#039;Plör&amp;#039;&amp;#039;, mit der Bedeutung von plören im Sinne von weinen oder verschütten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Ploerre |titel=Plörre |werk=[[Duden]] |hrsg=Bibliographisches Institut GmbH |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Blümchenkaffee}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Lorke}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Plörre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Blumchenkaffee}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiße Kaffeezubereitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Scherzwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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