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	<title>Biwak - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T07:07:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biwak&amp;diff=60848&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Iluzalsipal am 26. Oktober 2025 um 20:02 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-26T20:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Eine Beschreibung der Fernsehsendung des MDR findet sich unter [[Biwak (Fernsehsendung)]], die Beschreibung des Freinestes von Ameisen unter [[Biwaknest]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Soldiers Bivouacking MET DT340534.jpg|mini|Soldaten biwakieren (Gemälde von [[Pieter Snayers]], 17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biwak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;bivouac&amp;#039;&amp;#039; ‚Feldlager‘, ‚Nachtlager‘, aus deutsch &amp;#039;&amp;#039;Beiwache&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet ein [[Lager (Camp)|Lager]] im Freien, aber auch in [[Zelt]]en oder [[Hütte]]n, vor allem für [[Soldat]]en oder [[Bergsteigen|Bergsteiger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biwak als Feldlager ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Antoine_Watteau_Biwak.jpg|miniatur|Darstellung eines Biwaks des 18. Jahrhunderts durch [[Antoine Watteau]] (Biwak – Camp volant, Öl auf Leinwand, wohl 1709, Staatliches Puschkinmuseum in Moskau); die Soldaten haben es sich mit diversen Frauen am Feuer bequem gemacht, rauchen oder spielen Karten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:EF Fürstenkongress Biwaklager.jpg|miniatur|Nachgestelltes Biwaklager auf der [[Zitadelle Petersberg]] anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des [[Erfurter Fürstenkongress]]es]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich gab es in befestigten Städten und [[Festung]]en eine innerhalb der Mauern befindliche Hauptwache und eine auf dem [[Glacis (Festungsbau)|Glacis]], also der freien, schussfeldgewährenden Fläche vor der Mauer, befindliche &amp;#039;&amp;#039;Bei&amp;#039;&amp;#039;wache. Als Gebäude für die Hauptwache sind heute u.&amp;amp;nbsp;a. noch die [[Neue Wache]] in Berlin, die [[Hauptwache (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptwache]] und die Dresdner [[Altstädtische Hauptwache|Schinkelwache]] erhalten. Die Beiwache hatte dabei die Aufgabe, schon frühzeitig einen nachts anrückenden Feind auszumachen und Alarm zu geben oder verspätete Ankömmlinge abzufertigen. Da es auf dem Glacis keine Gebäude gab, musste die Beiwache in Zelten kampieren. Über das Niederländische wurde der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Beiwache&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Biwake&amp;#039;&amp;#039; nach Frankreich entlehnt, wo er als &amp;#039;&amp;#039;Bivoque&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bivouac&amp;#039;&amp;#039; oder ähnliches recht bald zur Bezeichnung eines jeden Kampierens von Soldaten im freien Feld diente. Diese Ausdehnung des Begriffes mag wohl auch daher rühren, dass die Franzosen relativ früh die Befestigungen der innerfranzösischen Städte [[Schleifung|schleiften]] und damit ein regulärer Festungsbetrieb im französischen Innenland nicht mehr anzutreffen war. Zur Biwakausrüstung gehörten schon im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die Zeltbahn, eine Wolldecke, später der [[Schlafsack]], teilweise ab den 1940er Jahren ein [[Biwaksack]] sowie Ess- und Kochgeschirr mit [[Esbit]]-Kocher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Biwak&amp;#039;&amp;#039; im weiteren Sinne wurde ins Deutsche rückentlehnt, oft ohne zu wissen, dass es sich eigentlich um ein [[Verballhornung|verballhorntes]] deutsches Wort handelt. Als solches im weiteren Sinne wird das Wort heute noch gebraucht, konnte also seinen eigentlichen, mit der [[Schleifung]] der meisten Befestigungen im 19. Jahrhundert untergegangenen, historischen Zusammenhang überleben. Die inzwischen gebräuchliche Ausdehnung, auch auf Nichtsoldaten, mag auf der weiten Streuung des Wortes beruhen, die durch die allgemeine [[Wehrpflicht]] und somit der Berührung weiter Kreise der männlichen Bevölkerung mit dem soldatischen „Biwak“ bewirkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bundeswehr]] wird unter Biwak der Aufbau und Betrieb eines Zeltlagers im Freien verstanden, der oft mit einer [[Leben im Felde|Geländeausbildung]] verbunden ist – ähnlich in anderen Armeen. Im [[Einzelkämpferlehrgang]], in der Truppenausbildung zum [[Jagdkampf]] und im Einsatz hinter feindlichen Linien dient das [[Versteck]] als getarntes Biwak abseits von Bewegungslinien des Feindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpinismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinland-Pfalz-Biwak.jpg|miniatur|Das Rheinland-Pfalz-Biwak am [[Mainzer Höhenweg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivouac2.jpg|miniatur|Biwak an der [[Benediktenwand]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alpinistischen Sinne steht der Begriff des Biwaks entweder für eine behelfsmäßige oder spartanisch ausgestattete, durchaus auch überdachte Unterkunft im Hochgebirge (also für den Schlafplatz an sich, siehe nebenstehendes Bild und den Artikel [[Biwakschachtel]]) oder für die Handlung des Übernachtens unter freiem Himmel. Freiwillige Biwaks im Gebirge werden um eines besonders intensiven Naturerlebnisses willen durchgeführt, unfreiwillige oft aufgrund eines alpinistischen Notfalls oder der misslichen Lage, dass man vom Einbruch der Nacht oder einem Wetterumschwung überrascht und aufgrund der Schwierigkeit des Geländes oder seiner Erschöpfung zu einem spontanen Biwak gezwungen wird &amp;#039;&amp;#039;(Notbiwak).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeplante Notbiwaks geschehen meist nur mit einem wind- und wasserdichten [[Biwaksack]] als einzigem Komfort. Für geplante Biwaks führen Bergsteiger jedoch normalerweise noch einige andere Dinge mit, die die Nacht im Freien erträglicher gestalten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Isomatte]], Schlafsack und Kocher. Ein Sonderfall der geplanten Biwaks ist das Gipfelbiwak, bei dem die Nacht unmittelbar auf oder knapp unterhalb des höchsten Punktes eines Berges verbracht wird. Die Intensität und Fülle der Naturerlebnisse (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, evtl. Mondaufgang und -untergang, Sternenhimmel, Sternschnuppen, Lichtermeere der Dörfer und Städte im Tal), aber auch der Grad der Ausgesetztheit sind bei dieser Form des Biwakierens besonders hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umfangreichere [[Speläologie|Höhlenexpeditionen]] über mehrere Tage machen das Übernachten im Berg erforderlich. Üblicherweise erfolgen diese Biwaks an besonders geeigneten Stellen, die mehr oder weniger eben sind, Schutz vor dem [[Höhlenwind]] bieten und die in der Nähe von Wasserstellen liegen. Die Teilnahme an einem solchen Biwak erfordert einen hohen Materialaufwand, aber auch an den Menschen werden sowohl [[Physiologie|physisch]] wie auch [[Psychologie|psychisch]] hohe Anforderungen gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste je durchgeführte Biwak war ein Notbiwak am Südgipfel des [[Mount Everest]], zu dem [[Doug Scott]] und [[Dougal Haston]] 1975 gezwungen waren. Sie hatten zuvor erstmals die Westwand des Berges durchstiegen und konnten nicht mehr schnell genug über die Südroute absteigen, als die Nacht sie überraschte. Trotz extremer Kälte und schwerer [[Halluzination]]en konnten die beiden Bergsteiger, die sich notdürftig in den Schnee eingegraben hatten, am nächsten Morgen ihren Abstieg fortsetzen und erreichten unverletzt das Tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biwakplatz ===&lt;br /&gt;
In [[Polen]] und in [[Skandinavien]] wird ein sehr einfach gehaltener [[Campingplatz|Zeltplatz]] als Biwakplatz bezeichnet ([[Polnische Sprache|poln.]]: &amp;#039;&amp;#039;pole biwakowe&amp;#039;&amp;#039;). Dies sind zum Teil nur ausgewiesene Flächen, auf denen Zelten erlaubt ist, zum Teil private oder von Gemeinden betriebene kleine Zeltplätze mit einfachster Ausstattung (Trockentoilette, Frischwasseranschluss). Solche Biwakplätze sind oft an [[Kanuwandern|Wasserwanderrouten]] oder Wanderstrecken gelegen. Sie sind immer sehr billig, manchmal sind sie auch nur mit einer [[Kasse des Vertrauens]] ausgestattet, in die man einen kleinen [[Obolus]] einwirft. In Skandinavien gibt es auf den Biwakplätzen oft kleine, nach einer Seite offene [[Schutzhütte|Wetterschutzhütten]] &amp;#039;&amp;#039;(Windskyet),&amp;#039;&amp;#039; in denen übernachtet werden kann. Ebenso sind die vorgeschriebenen Biwakplätze der Nationalparks in den USA mit nach einer Seite offenen Schutzhütten ausgestattet. Durch ein Reservierungssystem verhindert der Parkservice, dass einerseits zu viele Wanderer unterwegs sind und die Natur belasten, andererseits ermöglicht es den Touristen ohne aufwendige Biwakausrüstung zu trekken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Boofen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Boofe hinweis.jpg|thumb|Hinweis auf eine Boofe (Freiübernachtungsstelle) in der Sächsischen Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]] ([[Elbsandsteingebirge]]) bezeichnen die Bergsteiger das Übernachten in der freien Natur als &amp;#039;&amp;#039;Boofen&amp;#039;&amp;#039;. Diese Freiübernachtungsstelle besteht meist aus einem Überhang am Sandsteinfels ([[Abri]]) oder einer Felshöhle, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Boofe&amp;#039;&amp;#039;. Diese sind oftmals schon mit einer Schlaf- und Feuerstelle ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Nationalpark Sächsische Schweiz]] ist das Boofen nur an gekennzeichneten Stellen und nur in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Klettersport erlaubt, wobei jegliche Art von Feuer grundsätzlich verboten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/wp-content/uploads/2014/02/Bergsportkonzeption-Boofen-Bekanntmachung.pdf Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über den Pflege- und Entwicklungsplan für den Nationalpark Sächsische Schweiz/Teil Bergsportkonzeption, Abschnitt Freiübernachtung, Az.: 63-8842.28, vom 12. August 2002] (abgerufen am 6. November 2011; PDF; 19&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Februar bis Juni ist das Übernachten im Freien wegen der [[Brut- und Setzzeit]] verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/freiuebernachten-boofen |titel=Freiübernachten &amp;amp; Boofen |sprache=de |abruf=2025-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das umgangssprachliche [[thüringisch-obersächsische Dialektgruppe|sächsische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;boofen&amp;#039;&amp;#039; wurde von &amp;#039;&amp;#039;pofen&amp;#039;&amp;#039; (= tief und fest schlafen) abgeleitet. Der Sinn des Boofens besteht zum einen darin, ein günstiges Quartier zum erholsamen Schlaf vor oder nach getaner Bergbesteigung (Bergfahrt) zu besitzen, zum anderen im Erleben und Genießen der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biwak im Karneval ==&lt;br /&gt;
Besonders im [[Rheinischer Karneval|Rheinischen Karneval]] wird mit „Biwak“ ein karnevalistisches Treffen unter freiem Himmel bezeichnet, das meistens von einer [[Karnevalsgesellschaft]] ausgerichtet wird. Bekannt ist beispielsweise der „Funkenbiwak“ der [[Rote Funken|Roten Funken]], der am Kölner [[Neumarkt (Köln)|Neumarkt]] bei freiem Eintritt stattfindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web| url = https://koelner-karneval.org/karnevalzuege-koeln/funkenbiwak | title = Info über den Funkenbiwak|language = de | work = koelner-karneval.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Heerlager]]&lt;br /&gt;
* [[Versteck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bivouac shelters|Biwak}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* http://www.kv-fernblick.de/boofen/&lt;br /&gt;
* https://www.saechsische-schweiz.info/elbsandsteingebirge/boofen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Truppenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klettern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpinismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Iluzalsipal</name></author>
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