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	<title>Bivio - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T03:49:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bivio&amp;diff=65985&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hgzh: retour, veralteter Name muss nicht in Infobox stehen</title>
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		<updated>2026-03-03T18:34:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;retour, veralteter Name muss nicht in Infobox stehen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Bivio&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Bivio COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Bivio.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Bivio nach Süden&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Albula&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = Surses&lt;br /&gt;
| BFS = 3531&lt;br /&gt;
| PLZ = 7457&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.469995&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9.651381&lt;br /&gt;
| HÖHE = 1769&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 76.78&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = 179&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2015&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.surses.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bivio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|It-Bivio.ogg}} ({{deS}} und bis 1902 offiziell &amp;#039;&amp;#039;Stalla,&amp;#039;&amp;#039; veraltet Stallen, {{rmS|&amp;#039;&amp;#039;Beiva&amp;#039;&amp;#039;|Audio=Roh-surmiran-Beiva.ogg}}) ist ein Ort in der [[Kanton Graubünden|Bündner]] Gemeinde [[Surses]], [[Schweiz]]. Er liegt am Fuss der [[Alpen]]pässe [[Julierpass|Julier]] und [[Septimer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bivio ist mit [[Tarvis]] und [[Livigno]] die einzige offiziell [[Italienische Sprache|italienischsprachige]] Ortschaft nördlich der Alpenwasserscheide und gilt als diejenige in der Schweiz mit der grössten Sprachenvielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivio Dorf.jpg|mini|links|Bivio nach Norden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivio centrum.jpg|mini|links|Dorfzentrum mit reformierter Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivio gr.jpg|mini|links|Dorf Bivio]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reformierte Kirche Bivio 1.jpg|mini|hochkant|links|Reformierte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Gemeinde Bivio 2015.png|mini|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2016]]&lt;br /&gt;
Bivio ist das oberste Dorf der Talschaft &amp;#039;&amp;#039;Surses&amp;#039;&amp;#039; (deutsch [[Oberhalbstein]]). Das ehemalige Gemeindegebiet umfasst das gesamte Einzugsgebiet des Flusses [[Julia (Fluss)|Julia]] oberhalb des [[Lai da Marmorera|Marmorera-Stausees]] und greift am [[Septimer]]pass noch gut einen Kilometer nach Süden über die [[Wasserscheide]] aus. Dort verläuft die ehemalige Gemeindegrenze – und gleichzeitig Bezirksgrenze – am &amp;#039;&amp;#039;Säscel battü,&amp;#039;&amp;#039; einer Engstelle des mittelalterlichen Passweges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das als &amp;#039;&amp;#039;Val d’Agnel&amp;#039;&amp;#039; nordwestlich des [[Julierpass]]es beginnende Haupttal münden von links die Seitentäler &amp;#039;&amp;#039;Val Grevasalvas,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Val d’Emmat,&amp;#039;&amp;#039; das zum Septimer führende &amp;#039;&amp;#039;Val Tgavretga,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Valletta da Beiva&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Val Gronda&amp;#039;&amp;#039;. Der steilere rechte Talhang ist wenig gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die das Territorium nach Westen begrenzende Bergkette erreicht durchwegs&amp;amp;nbsp;– auch in den drei Einsattelungen [[Stallerberg]], &amp;#039;&amp;#039;Fuorcla da la Valletta&amp;#039;&amp;#039; und [[Forcellina]]&amp;amp;nbsp;– Höhen von über {{Höhe|2500|CH|link=1}}; sie kulminiert im [[Piz Surparé]] ({{Höhe|3078|CH}}) und ganz im Süden im [[Piz Turba]] ({{Höhe|3018|CH}}). An der südöstlichen Grenze dominiert der [[Piz Lagrev]] ({{Höhe|3165|CH}}). Der [[Piz d’Agnel]] markiert nicht nur den nördlichsten, sondern mit {{Höhe|3205|CH}} auch den höchsten Punkt der Gemeinde. Nordöstlich des Dorfes liegt der [[Piz Neir]] ({{Höhe|2910|CH}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ethorama.library.ethz.ch/de/orte/5PZgnQN0UTptIMImQuht Piz Neir] auf ETHorama&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausser dem Hauptort, der sich als Strassendorf auf einer Verebnung links der Julia erstreckt, gehören zur geografischen Ortschaft Bivio noch einige kleine Aussensiedlungen: &amp;#039;&amp;#039;Tgavretga,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Stalveder&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Tges’Alva,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Val Beiva&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mot&amp;#039;&amp;#039;. Extreme Waldarmut, durch verstärkte Rodungen seit dem Spätmittelalter verursacht, kennzeichnet das gesamte Gemeindegebiet. Der Ortskern selbst liegt aber vor Lawinen sicher am Fusse eines sanften Höhenrückens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in Bivio ist hochalpin wie im nahen Oberengadin. Die hochalpine Lage ermöglicht gute Gelegenheiten für den Wintersport und wird von den Besuchern viel benutzt als kurzzeitiger Rückzugsort für sommerliche Hitztage und Wanderferien im Juliergebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1997 wurden 48,8 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 2,2 % ein, die Siedlungen 0,4 %. Als unproduktiv galten 48,6 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemaligen Nachbargemeinden vor der Gemeindefusion von Surses 2016 waren [[Marmorera]], [[Bever GR|Bever]] (Exklave), [[Silvaplana]], [[Sils im Engadin/Segl]], [[Bregaglia]], [[Avers GR|Avers]] und [[Mulegns]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivio um 1920.jpeg|mini|Bivio um 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Bivio, Blick nach Südsüdosten, Monte Disgrazia-LBS H1-011659.tif|mini|Bivio mit [[Monte Disgrazia]] im Hinter&amp;amp;shy;grund, Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]] (1949)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Julierpass 1954 04.jpg|mini|Bivio am Julierpass 1954]]&lt;br /&gt;
Der Ort findet sich erstmals in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts als &amp;#039;&amp;#039;stabulum bivio&amp;#039;&amp;#039; bezeugt, was «Herberge an der Wegscheide» (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;hospitāle&amp;#039;&amp;#039; ‚Gasthaus, Herberge‘ und &amp;#039;&amp;#039;bivium&amp;#039;&amp;#039; ‚Gabelung, Wegscheide, Abzweigung‘) bedeutet und woraus sich die beiden später üblichen Namenvarianten &amp;#039;&amp;#039;Stalla&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bivio&amp;#039;&amp;#039; entwickelten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rätisches Namenbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Etymologien.&amp;#039;&amp;#039; Bearb. und hrsg. von [[Andrea Schorta]]. Bern 1964, S.&amp;amp;nbsp;172&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geschichte der Siedlung war zu allen Zeiten aufs Engste mit dem Passverkehr über den [[Septimer]] und den [[Julierpass|Julier]] verknüpft. Diese beiden Pässe mit zeitweise europäischer Bedeutung verbinden Bivio mit dem [[Bergell]] und dem [[Engadin]]. Der als regionale Verbindung wichtige Stallerberg führt ins von [[Walser]]n besiedelte Avers. Der Ort liegt also im Schnittpunkt verschiedener Sprachen und Kulturen, wobei die wesentlichen Einflüsse von Süden kamen, vom Bergell her. Vorab im 13. Jahrhundert kam es zu einem Bevölkerungsdruck vom Bergel über den Septimerpass nach Bivio. Nach Untersuchungen von Dr. Martin Bundi erfolgte allerdings die Ansiedelung deutschsprachiger Leute (Walser) in Bivio und dem Oberhalbstein ab dem Spätmittelalter während des Ausbaus der Land- und Alpwirtschaft mehrheitlich im Avers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die engen Verhältnisse zwischen Bivio und dem Bergell entstanden aber nicht nur durch den Passverkehr. Dokumente ab dem 15. Jahrhundert betreffen die Bestossung der Maiensässe und Alpen auf dem Gebiet von Bivio durch Bergeller Familien im Dienste der Herren von Salis-Soglio. Ab dem 16. Jahrhundert haben sich diese Familien nachweislich in den äusseren Fraktionen von Bivio ganzjährig niedergelassen; das Dorfzentrum blieb jedoch noch länger rein romanischsprachig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andres Kristol|Andres Max Kristol]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit in Bivio (Graubünden).&amp;#039;&amp;#039; Bern 1984, S.&amp;amp;nbsp;26&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil der Septimerroute war Bivio – Zentrum der &amp;#039;&amp;#039;[[Port (Warenverkehr)|Port]] Stalla,&amp;#039;&amp;#039; Umladeplatz und Pferdewechselstation – im Besitz des [[Bistum Chur#Mittelalter|Bischofs von Chur]] und später Mitglied des [[Drei Bünde|Gotteshausbundes]]. Dort bildete es zusammen mit Marmorera und Avers ein eigenes Gericht. Mit den Bergeller Nachbarn trat ein Teil der Bevölkerung im 16. Jahrhundert zum [[Reformation|protestantischen Glauben]] über. Seither sind in der Gemeinde beide Konfessionen etwa gleich stark vertreten, womit Bivio im sonst ganz katholischen Oberhalbstein eine Ausnahme bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das gesamte Oberhalbstein erlebte das Dorf nach dem Verlust des Transitverkehrs Ende des 19. Jahrhunderts eine Rezession. Nachdem 1959 der erste von mittlerweile drei Skiliften gebaut wurde, setzte eine gewisse touristische Entwicklung ein. In den 1980er-Jahren wurde das Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Plaz&amp;#039;&amp;#039; rechts der Julia überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2016 fusionierte die zuvor selbständige [[politische Gemeinde]] Bivio mit den Gemeinden [[Cunter]], [[Marmorera]], [[Mulegns]], [[Riom-Parsonz]], [[Salouf]], [[Savognin]], [[Sur GR|Sur]] und [[Tinizong-Rona]] zur neuen Gemeinde [[Surses]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
 |Wappenbild = CHE Bivio COA.svg&lt;br /&gt;
 |Größe = 70&lt;br /&gt;
 |Blasonierung = In Silber ein aufrechter schwarzer, rot bewehrter [[Steinbock (Wappentier)|Steinbock]], begleitet von zwei gestürzten schwarzen [[Hufeisen]]&lt;br /&gt;
 |Zusatz = Der Steinbock als das überlieferte [[Wappen]]bild der Gemeinde wird durch die beiden Hufeisen ergänzt, die für die historische Bedeutung von [[Julierpass|Julier-]] und [[Septimer]]pass stehen, sie differenzieren das Wappen zugleich von demjenigen des [[Gotteshausbund]]es.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;12&amp;quot;| Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFEC9B&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1808|| 1850|| 1900|| 1920|| 1950|| 1980|| 1990|| 2000|| 2005|| 2014&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 182|| 211|| 141|| 121|| 224|| 238|| 223|| 204|| 220|| 189&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Bivio war ursprünglich ein romanischsprachiges Dorf. Infolge der Niederlassung von [[Bergell]]ern war es vom 16. bis ins frühe 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein zweisprachiges Dorf, in dem [[Bündnerromanisch]] und [[Italienische Sprache|italienisch]] gesprochen wurde. Um 1900 gaben 88 Personen Romanisch, 52 Italienisch und 1 Deutsch als Muttersprache an.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Geographisches Lexikon der Schweiz]].&amp;#039;&amp;#039; Band V: &amp;#039;&amp;#039;Schweiz – Tavetsch.&amp;#039;&amp;#039; Gebrüder Attinger, Neuenburg 1908, S.&amp;amp;nbsp;670 (Artikel &amp;#039;&amp;#039;Stalla&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither kam Deutsch als dritte Sprache dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die italienische Ortsmundart entspricht weitgehend dem Bergeller Dialekt («Bargajot»; seinerseits ein Unterdialekt des [[Lombardische Sprache|Lombardischen]]), weist aber lokale Besonderheiten auf. In seiner Dissertation aus dem Jahre 1900 untersuchte Johann Paul Candrian die Eigenheiten des örtlichen Idioms Surmiran anhand der Hexenprotokolle um 1650, als die Gegenreformation durch Kapuziner aus der Lombardei angeführt wurde. Ihre Tätigkeit hatte in der Surmeir erheblichen linguistischen Einfluss. Das heute nur noch von wenigen Bewohnern gesprochene &amp;#039;&amp;#039;Bivio-Romanisch&amp;#039;&amp;#039; steht zwischen den Idiomen [[Surmiran]] und [[Putér]]. Der Romanist [[Andres Kristol]] zählte 1984 sieben am Ort gesprochene Sprachen und Dialekte: Schriftdeutsch und Bündnerdeutsch, Italienisch und Bargajot sowie die romanischen Varietäten Surmiran, Putér und Bivio-Romanisch. Bivio galt zu diesem Zeitpunkt als die «meistsprachige» Ortschaft der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den sprachlichen Verhältnissen in Bivio siehe Andres Max Kristol: &amp;#039;&amp;#039;Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit in Bivio (Graubünden).&amp;#039;&amp;#039; Bern 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!--Wegen der komplizierten Sprachsituation stellte dies auch die Volkszähler vor ein Dilemma. So wurden 1880 67 % Romanen und 1910 67 % Romanen (Italienisch 26 %) gezählt. Dieser Anteil sank dann bis 1941 auf 43 %. Da aber beinahe alle Bewohner zwei- bis dreisprachig waren, gaben sie einmal Romanisch, ein andermal Italienisch als Muttersprache an. &amp;#039;&amp;#039;ziemlich unklar wiedergegeben, würde ich meinen.&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offiziell war Italienisch in der bis Ende 2015 selbständigen Gemeinde die einzige Behördensprache, obschon ab diesem Zeitpunkt eine Bevölkerungsmehrheit Deutsch als Hauptsprache angab. In der Gemeindeversammlung wurde etwa aus Rücksicht auf die Deutschsprachigen Deutsch gesprochen, das Protokoll aber nach wie vor auf Italienisch verfasst. Die Primarschule führte man zweisprachig deutsch und italienisch. Damit war Bivio neben [[Livigno]] die einzige offizielle italienischsprachige Gemeinde nördlich des [[Alpenhauptkamm]]s. Der Tourismus und der Bevölkerungsrückgang sowie die Ansiedlung von Zweitwohnungsbesitzern verändert aber kontinuierlich die linguistische Situation ähnlich wie in anderen Bündner Berggemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sprachliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#bfefff&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachen in Bivio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1980&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1990&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Volkszählung 2014&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.atlas.bfs.admin.ch/maps/193/de/14885_14884_14771/23533.html Volkszählung 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|[[Italienische Sprache|Italienisch]] || align=right | 100 || align=right | 42,02 % || align=right | 76 || align=right | 34,08 % || align=right | 60 || align=right | 29,41 % || align=right |  || align=right | 25,5 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|[[Bündnerromanisch]] || align=right | 44 || align=right | 18,49 % || align=right | 20 || align=right | 8,97 % || align=right | 25 || align=right | 12,25 % || align=right | || align=right | 3,8 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|[[Deutsche Sprache|Deutsch]] || align=right | 88 || align=right | 36,97 % || align=right | 120 || align=right | 53,81 % || align=right | 113 || align=right | 55,39 % || align=right |  || align=right | 57,3 %&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=right | 238 || align=right | 100 % || align=right | 223 || align=right | 100 % || align=right | 204 || align=right | 100 % || align=right | 189 || align=right | 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Nationalität ===&lt;br /&gt;
Von den Ende 2005 220 Bewohnern waren 187 (= 85,00 %) Schweizer Staatsangehörige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die meisten Arbeitsplätze bieten Landwirtschaft, Kleingewerbe und Handwerk sowie der Dienstleistungssektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivio altar.jpg|mini|Inneres der Pfarrkirche mit spätgotischem Flügelaltar]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none;&amp;gt;[[Datei:Bivio kirche.jpg|mini|ohne|Katholische Pfarrkirche Son Giagl]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Surses}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Historische Passwege über [[Julierpass|Julier]] mit Radspuren aus römischer Zeit und [[Septimer]].&lt;br /&gt;
* [[Reformierte Kirche Bivio]], ein schlichter Bau des 17. Jahrhunderts mit bewegter Baugeschichte&lt;br /&gt;
* Katholische Pfarrkirche &amp;#039;&amp;#039;Son Giagl&amp;#039;&amp;#039;, neu geweiht 1518. Aus jener Zeit stammt auch der [[Gotik|spätgotische]] [[Flügelaltar]] aus der Werkstatt von [[Ivo Strigel]] in [[Memmingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/katholische_pfarrkirche_st_gallus.31238 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Katholische Pfarrkirche St. Gallus (Foto) |wayback=20220809080658}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Romedi Arquint]] (* 1943), Schweizer Theologe, Pfarrer, Lehrer und Politiker. &lt;br /&gt;
* [[Mauro Jöhri]] (* 1947), Generalminister des Kapuzinerordens in Rom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bivio2.jpeg|Bivio&lt;br /&gt;
Bivio4.jpeg|Bivio und der Julierpass&lt;br /&gt;
Bivio5.jpeg|Bivio Plaz&lt;br /&gt;
Bivio8.jpeg|Plaz und die Julia&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Bundi / Cristian Collenberg: &amp;#039;&amp;#039;«Rätische Alpenpässe»&amp;#039;&amp;#039;. Chur 2016. ISBN 978-3-906064-54-3.&lt;br /&gt;
* [[Andres Kristol|Andres Max Kristol]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit in Bivio (Graubünden). Linguistische Bestandesaufnahme in einer siebensprachigen Dorfgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Romanica Helvetica.&amp;#039;&amp;#039; 99). Francke, Bern 1984.&lt;br /&gt;
* Johann Paul Candrian: &amp;#039;&amp;#039;Der Dialekt von Bivio Stalla.&amp;#039;&amp;#039; Halle a. S. 1900 (Dissertation Universität Zürich).&lt;br /&gt;
* [[Erwin Poeschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden.&amp;#039;&amp;#039; III. &amp;#039;&amp;#039;Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. {{DNB|760079625}}.&lt;br /&gt;
* Elda Simonett-Giovanoli: &amp;#039;&amp;#039;«Es war einmal ...» Ereignisse aus der turbulenten Vergangenheit von Bivio, Marmorera und dem Bergell.&amp;#039;&amp;#039; Komm. Bündner Monatsblatt, Chur 1994.&lt;br /&gt;
* {{HLS|1422|Bivio|Autor=Jürg Simonett|Datum=2016-12-08/}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|8815|Septimerpass|Autor=Jürg Simonett|Datum=2016-12-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bivio (Surses)|Bivio}}&lt;br /&gt;
* {{ethorama|hXjH6gPAgFt69PTALDQj}}&lt;br /&gt;
* [http://www.surses.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Surses]&lt;br /&gt;
* [http://www.bivio.ch/ Offizielle Tourismusseite der Gemeinde Bivio]&lt;br /&gt;
* [https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/bivio/ Bivio] auf myswitzerland.com&lt;br /&gt;
* [https://lanostrastoria.ch/entries/vWD725wQAzl Ritratto di Poschiavo e di Bivio nel 1972] (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Region Albula}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4222568-1|LCCN=n85101404|VIAF=151333119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Oberhalbstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersportgebiet in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Surses)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2016]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hgzh</name></author>
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