<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bitterstoff</id>
	<title>Bitterstoff - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bitterstoff"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bitterstoff&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T00:53:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bitterstoff&amp;diff=83449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LeiseZiege am 24. April 2026 um 09:27 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bitterstoff&amp;diff=83449&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T09:27:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Strukturformeln einiger Bitterstoffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Chinin.svg|220px|Strukturformel von Chinin]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Chinin]]  &amp;lt;br /&amp;gt; Ein Wirkstoff gegen Malaria&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Humulone.svg|230px|Strukturformel von Humulon]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Humulon]]  &amp;lt;br /&amp;gt; Kommt in [[Hopfen]] und Bier vor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Cucurbitacin-E.svg|305px|Strukturformel von Cucurbitacin E]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Cucurbitacine|Cucurbitacin E]]  &amp;lt;br /&amp;gt; Gift in Gurkenpflanzen &amp;lt;br/&amp;gt; und Kürbissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Koffein - Caffeine.svg|150px|Strukturformel von Koffein]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Koffein]]   &amp;lt;br /&amp;gt; Stimulans in Kaffee und Tee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Denatoniumbenzoat.svg |275px|Strukturformel von Denatoniumbenzoat (Bitrex)]] &amp;lt;br /&amp;gt;[[Denatoniumbenzoat]]  &lt;br /&gt;
Die bitterste bekannte Substanz, &amp;lt;br /&amp;gt;wird zum Vergällen von Ethanol &amp;lt;br /&amp;gt;und anderen Produkten verwendet&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bitterstoffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden alle [[Chemische Verbindung|chemischen Verbindungen]] bezeichnet, die durch Aktivierung von [[T2R]] ([[G-Protein-gekoppelter Rezeptor]]) einen [[bitter]]en [[Geschmack (Sinneseindruck)|Geschmack]] aufweisen. Sie können sowohl aus der [[Naturstoff|Natur]] kommen als auch synthetisch hergestellt werden.  Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitterstoffe steigern [[Reflex|reflektorisch]] die [[Magensaft|Magen-]] und [[Gallensaft]]sekretion und wirken daher appetitanregend und verdauungsfördernd. Viele sind allerdings giftig, sodass sie aus vielen Pflanzen herausgezüchtet wurden, um diese überhaupt genießbar zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maid&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Udo Maid-Kohnert |Titel=Bitterstoffe |Hrsg=|Sammelwerk=Lexikon der Ernährung in drei Bänden|Band=1. A bis Fettk.  |Verlag=Spektrum akademischer Verlag  |Ort=Heidelberg |Datum=2001 |ISBN=3-8274-0444-4|Seiten=179 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Citrus × aurantium.jpg|mini|200px|links|[[Bitterorange]] (Pomeranze) verdankt ihren Namen den Bitterstoffen]]&lt;br /&gt;
Bitterstoffe kommen natürlicherweise in fast allen Pflanzen vor. Für einige Pflanzen, wie [[Bittermandel]]n oder [[Bitterorange]]n, sind sie sogar namensgebend. Oft wirken sie für die Pflanze als [[Fraßgift|Schutz gegen Fraßfeinde]], für die sie wegen ihres Geschmacks ungenießbar ist. In vielen kultivierten Gemüsesorten wurde der Gehalt durch Züchtung reduziert, um sie genießbar zu machen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maid&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen in Wildpflanzen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mattissek&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Matissek |Titel=Unverträglichkeitsreaktionen/Allergien gegen Lebensmittel |Hrsg=Reinhard Matissek &amp;amp; Werner Baltes|Sammelwerk=Lebensmittelchemie |Auflage= 8. Auflage |Kapitel=20 |Verlag=Springer Spektrum  |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-662-47111-1 |Seiten=579 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder älteren Sorten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schling&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petra Schling |Titel=Der Geschmack – Von Genen, Molekülen und der faszinierenden Biologie eines der grundlegendsten Sinne |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Wiesbaden |Datum=2019 |ISBN=978-3-658-25213-7  |DOI=10.1007/978-3-658-25214-4 |Seiten=15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oft noch hohe Gehalte an Bitterstoffen vorhanden sind. Im Gegenzug ist der bittere Geschmack ein natürlicher Schutz vor Giftstoffen, da diese oftmals bitter schmecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schling&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner A. Müller, Stephan Frings &amp;amp; Frank Möhrlen |Titel=Tier- und Humanphysiologie – Eine Einführung |Auflage=6. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Wiesbaden |Kapitel=20 (Chemische Sinne) |Datum=2019 |ISBN= 978-3-662-58461-3 |DOI=10.1007/978-3-662-58462-0 |Seiten=473-493}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es auch synthetische Bitterstoffe. Beispiele dafür sind [[Denatoniumbenzoat]], der bislang bitterste bekannte Stoff überhaupt, und [[Phenylthiocarbamid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schling&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Bitterstoffe besitzen keine einheitliche chemische Zusammensetzung, so können die Vertreter verschiedener Stoffgruppen bitter schmecken. Viele Bitterstoffe kommen unter anderem unter den [[Alkaloide]]n, [[Glycoside]]n und [[Isoprenoide]]n vor. Auch verschiedene [[Stereoisomerie|Stereoisomere]] eines Stoffes können unterschiedlich schmecken, so ist die &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Form der Aminosäure [[Tryptophan]] ein Bitterstoff, während die &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Form ein [[Süßstoff]] ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wölfle&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ute Wölfle &amp;amp; Christoph M. Schempp |Titel=Bitterstoffe – von der traditionellen Verwendung bis zum Einsatz an der Haut |Sammelwerk=  ZPT – Zeitschrift für Phytotherapie |Band=39 |Datum=2018 |Seiten=210-215 |DOI=10.1055/a-0654-1711}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Wirkung ==&lt;br /&gt;
Bitterstoffe regen über Bitterstoffrezeptoren auf den [[Geschmacksknospen]] per Reflex die Bildung von Speichel- und Magensaftsekretion an, was zu einer Appetiterhöhung führt. Außerdem wird im Magen das Hormon [[Gastrin]] ausgestoßen, das Magen- und Darmbewegung sowie die Produktion von Gallen- und Pankreasflüssigkeit anregt und damit die Verdauung erleichtert und Verdauungsbeschwerden vorbeugt. Durch zu hohe Aufnahme können allerdings auch entgegengesetzte Wirkungen auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sticher&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=O. Sticher |Titel=Pharmakognosie – Phytopharmazie |Hrsg= R. Hänsel &amp;amp; O. Sticher |Auflage=9. |Verlag=Springer Medizin Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=2010 |ISBN=978-3-642-00962-4  |Seiten=761}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit wenigen Jahren ist bekannt, dass sich Bitterstoffrezeptoren auch im kompletten Verdauungstrakt und in weiteren Organen wie in der Haut und im Gehirn befinden, wodurch weitere physiologische Einflüsse möglich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wölfle&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise induzieren die Bitterstoffrezeptoren in der Haut den Aufbau der Hautbarriere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wölfle&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Nutzung in der Medizin ==&lt;br /&gt;
In der klassischen Medizin werden Bitterstoffe zur Appetitanregung z. B. bei [[Achylie]] oder [[Appetitlosigkeit]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;KraftHobbs2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Karin Kraft, Christopher Hobbs|title=Pocket Guide to Herbal Medicine|url=http://books.google.com/books?id=V27xb6WwziEC&amp;amp;pg=PA165|date=1. Januar 2011|publisher=Thieme|isbn=978-1-60406-013-3|pages=165–168 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei Mundtrockenheit&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=Karin Kraft, Christopher Hobbs|title=Pocket Guide to Herbal Medicine|url=http://books.google.com/books?id=V27xb6WwziEC&amp;amp;pg=PA165|date=1. Januar 2011|publisher=Thieme|isbn=9781604060133|pages=164 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substanzen, die von ihrem Geschmack unabhängige, starke pharmakologische Wirkungen haben, werden in der Regel nicht medizinisch als Bitterstoffe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Bitterstoffe wie [[Koffein]], [[Theobromin]] und andere [[psychoaktiv]]e Substanzen haben die Eigenschaft, die [[Blut-Hirn-Schranke]] passieren zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein medizinisch bedeutender Bitterstoff ist das aus [[Chinarinde]] gewonnene Alkaloid [[Chinin]], das zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitterstoffe sollten aufgrund der physiologischen Auswirkungen nicht bei Hyperazidität des Magens, [[Magengeschwür]]en, [[Zwölffingerdarmgeschwür|Ulcus duodeni]] oder [[Gallenstein]]en zugeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bühring&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ursel Bühring &amp;amp; Michaela Girsch |Titel=Praxis Heilpflanzenkunde |Verlag=Haug Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=9783132205918 |Seiten=340-343}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzenheilkunde ===&lt;br /&gt;
Schon in den Rezepten von antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Autoren wie [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]], [[Hildegard von Bingen]] oder [[Leonhart Fuchs]] werden heimische Bitterkräuter gegen verschiedene innere Leiden empfohlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wölfle&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute basiert ein Drittel aller pflanzlichen Heilmittel auf bitteren Zutaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Hildegard von Bingen]] werden Bitterstoffe als „Appetithemmer“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hildegardvonbingen.info/mittel/elixiere-tropfen/bitterkrauter-tropfen-echte/ Bitterkräuter-Tropfen (echte)] auf www.hildegardvonbingen.info, abgerufen am 25. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitterstoffdrogen (&amp;#039;&amp;#039;Amara&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Heilpflanze]]n, bei denen die Wirkung der Bitterstoffe im Vordergrund steht. Diese werden in vier Klassen eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bühring&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei reinen Bitterstoffdrogen (&amp;#039;&amp;#039;Amara pura&amp;#039;&amp;#039;) steht die Bitterwirkung allein im Vordergrund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bühring&amp;quot;/&amp;gt; Beispiele dafür sind: [[Enziane]], [[Artischocke]], [[Tausendgüldenkraut]] und [[Gewöhnlicher Löwenzahn|Löwenzahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aromatische Bitterstoffe (&amp;#039;&amp;#039;Amara aromatica&amp;#039;&amp;#039;) enthalten neben Bittermitteln auch ätherische Öle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bühring&amp;quot;/&amp;gt; Beispiele sind: [[Hopfen]], Bitterorange, [[Wermutkraut|Wermut]] und [[Engelwurz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Bitterstoffdrogen, die auch Scharfstoffe enthalten (&amp;#039;&amp;#039;Amara acria&amp;#039;&amp;#039;) wie zum Beispiel [[Ingwer]] oder [[Galgant]] und solche, die Schleimstoffe enthalten (&amp;#039;&amp;#039;Amara mucilacinosa&amp;#039;&amp;#039;) wie etwa [[Isländisch Moos]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bühring&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein werden sie bei verschiedenen [[Somatoforme Störung|somatoformen Störungen]] wie Stress, Müdigkeit oder Erschöpfung eingesetzt und ihnen wird eine antidepressive Wirkung sowie eine allgemeine kräftigende Wirkung nachgesagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Saller&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Saller, Jörg Melzer, Bernhard Uehleke &amp;amp; Matthias Rostock |Titel=Phytotherapeutische Bittermittel |Sammelwerk=Schweizer Zeitschrift für ganzheitliche Medizin |Band=21 |Nummer=4 |Datum=2009 |Seiten=200-205 |DOI=10.1159/000287223 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wölfle&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb sind sie häufig als [[Tinktur]] oder Teezubereitung in frei verkäuflichen „[[Tonikum|Tonika]]“ (Kräftigungsmitteln) oder [[Geriatrika]] enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brenke2008&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Rainer Brenke|title=Naturheilverfahren: Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung|url=http://books.google.com/books?id=Jf8-RKnbLF8C&amp;amp;pg=PA239|year=2008|publisher=Schattauer Verlag|isbn=978-3-7945-2615-4|pages=239}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine mögliche wissenschaftliche Erklärung für die allgemeinen positiven Effekte sind die Bitterstoffrezeptoren im Darmbereich. Diese könnten zu Rückwirkungen auf das [[Zentralnervensystem|ZNS]] und das [[Vegetatives Nervensystem|Vegetative Nervensystem]] führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Saller&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Bilder einiger Bitterstoffdrogen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gentiana lutea 090705.jpg|Gelber Enzian&lt;br /&gt;
Datei:Loewenzahn 271406.jpg|Löwenzahn&lt;br /&gt;
Datei:Daisies-Focus.jpg|Gänseblümchen&lt;br /&gt;
Datei:Artemisia-absinthium.JPG|Wermut&lt;br /&gt;
Datei:Menyanthes trifoliata Spechtensee 01.JPG|Fieberklee&lt;br /&gt;
Datei:Wiki Hopfen.JPG|Hopfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Der künstliche Bitterstoff [[Denatoniumbenzoat ]] (Bitrex) wird für die [[Vergällung]] von Alkohol und zahlreichen weiteren Flüssigkeiten, die beim Verschlucken insbesondere für Kinder gefährlich sind, genutzt. Beispiele dafür sind [[Methanol]], [[Lösungsmittel]], [[Reinigungsmittel]] oder Shampoos. Außerdem wird es in Lacken verwendet, die das Fingernägelkauen verhindern sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-04-03995|Name=Denatonium-Salze|Abruf=2019-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Nahrungsergänzungsmitteln werden Bitterstoffe verwendet, welche das Abnehmen erleichtern sollen, indem sie den Heißhunger auf Süßes reduzieren sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standardisierung ==&lt;br /&gt;
Die „Bitterkeit“ ist eine nicht objektiv messbare Eigenschaft der genannten Stoffe. Zur Abstufung und [[quantitativ]]en Beschreibung dient ihr [[Bitterwert]], der pharmazeutisch als der reziproke Wert derjenigen Konzentration, die gerade noch als bitter wahrgenommen wird, definiert ist. Der Bitterwert wird mit einer Geschmacksprüfung im Vergleich zu einer Verdünnungsreihe von [[Chinin]]hydrochlorid ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bitterste&amp;#039;&amp;#039; natürliche&amp;#039;&amp;#039; Substanz der Welt ist [[Amarogentin]], ein Bitterstoff, der aus der [[Enziane|Enzianwurzel]] gewonnen wird. Amarogentin ist auch in einer Verdünnung von eins zu 58 Millionen noch deutlich wahrnehmbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amarogentin&amp;quot;&amp;gt;{{cite web | url = http://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1103&amp;amp;highlight=geschmackssensoren+f%C3%BCr+die+bitterste+nat%C3%BCrliche+substanz+der+welt+identifiziert | title = Geschmackssensoren für die bitterste natürliche Substanz der Welt identifiziert | accessdate = 2009-10-15 | publisher = [[Deutsches Institut für Ernährungsforschung]] (Pressemitteilung) | archiveurl = https://web.archive.org/web/20170911204357/http://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1103&amp;amp;highlight=geschmackssensoren+f%C3%BCr+die+bitterste+nat%C3%BCrliche+substanz+der+welt+identifiziert | archivedate = 2017-09-11 | offline = 0 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Rudolf Hänsel]], [[Otto Sticher]] |Titel=Pharmakognosie – Phytopharmazie |Auflage=9. |Verlag=Springer Medizin Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=2010 |ISBN=978-3-642-00962-4 |Seiten= |Online={{Google Buch |BuchID=dxYjBAAAQBAJ |Seite= }}}}&lt;br /&gt;
* Hans Funke: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Heilpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Wirkstoffe&amp;#039;&amp;#039;. Pflaum, München 1980, ISBN 3-7905-0311-8.&lt;br /&gt;
* Mannfried Pahlow: &amp;#039;&amp;#039;Heilpflanzen&amp;#039;&amp;#039;. Edel, Hamburg 2002, ISBN 3-8118-1747-7.&lt;br /&gt;
* Gertrud Olbrich: &amp;#039;&amp;#039;Über die Verwendung von bitterstoffhaltigen Heilpflanzen als Fiebermittel in der Medizin der Kräuterbücher des 15.-17. Jahrhunderts und in der Volksmedizin&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1948, {{DNB|481736859}} (Dissertation Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, 8. Juli 1948, 66 Seiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmecken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LeiseZiege</name></author>
	</entry>
</feed>