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	<title>Bistum Budweis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T08:05:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bistum_Budweis&amp;diff=1152356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wietek: überarb. u. erg. bzw. korr., teilw. umformuliert u. a.</title>
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		<updated>2026-02-14T08:15:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;überarb. u. erg. bzw. korr., teilw. umformuliert u. a.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Römisch-katholisches Bistum&lt;br /&gt;
|Karte = Rep Ceca - Diocesi di Ceske Budejovice.png &lt;br /&gt;
|Karte Kirchenprovinz = &lt;br /&gt;
|Staat = [[Tschechien]] &lt;br /&gt;
|Metropolitanbistum = [[Erzbistum Prag]]&lt;br /&gt;
|Diözesanbischof = [[Vlastimil Kročil]]&lt;br /&gt;
|Weihbischof = [[Pavel Posád]] &lt;br /&gt;
|Emeritierter Diözesanbischof =&lt;br /&gt;
|Emeritierter Weihbischof = &lt;br /&gt;
|Generalvikar = Adolf Pintíř &lt;br /&gt;
|Fläche = 12500&lt;br /&gt;
|Stand = 2021 / [[Annuario Pontificio|AP 2022]]&lt;br /&gt;
|Vikariate = &lt;br /&gt;
|Dekanate = &lt;br /&gt;
|Pfarreien = 305&lt;br /&gt;
|Einwohner = 750860&lt;br /&gt;
|Katholiken = 286460&lt;br /&gt;
|Diözesanpriester = 79&lt;br /&gt;
|Ordenspriester = 34&lt;br /&gt;
|Ständige Diakone = 23&lt;br /&gt;
|Ordensbrüder = 44&lt;br /&gt;
|Ordensschwestern = 70&lt;br /&gt;
|Ritus = [[Römischer Ritus]]&lt;br /&gt;
|Liturgiesprache = [[Tschechische Sprache|Tschechisch]]&lt;br /&gt;
|Kathedrale = St. Nikolaus &lt;br /&gt;
|Konkathedrale =&lt;br /&gt;
|Website = [https://www.bcb.cz/ www.bcb.cz]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bistum Budweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{csS|Biskupství českobudějovické}} bzw. &amp;#039;&amp;#039;Diecéze českobudějovická&amp;#039;&amp;#039;; {{laS|Dioecesis Budovicensis}}) ist eine [[Suffragandiözese]] des [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]]en [[Erzbistum Prag|Erzbistums Prag]] in [[Tschechien]] mit Sitz in [[Budweis]].&lt;br /&gt;
{|align=right&lt;br /&gt;
|[[Datei:Dieceze České Budějovice CoA.jpg|mini|hochkant=0.55|Wappen des Bistums Budweis]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:České Budějovice - Catedral.jpg|mini|hochkant=1.65|Kathedrale St. Nikolaus in Budweis]]&lt;br /&gt;
{{Mitgliederchart Wikidata}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der von [[Maria Theresia]] in ihrer Eigenschaft als Königin von Böhmen betriebenen Diözesanregulierung bemühte sich deren Sohn [[Joseph II. (HRR)|Joseph II.]] um die Errichtung eines Bistums Budweis durch Ausgliederung Südböhmens aus dem großen Erzbistum Prag. Mit dieser Maßnahme sollte vor allem die Seelsorge in dem zum Teil gebirgigen Diözesangebiet verbessert werden. Mit Rücksicht auf den greisen Prager Erzbischof [[Anton Peter Příchovský von Příchovice]] wurde 1783 der Olmützer [[Kanoniker]] [[Johann Prokop von Schaffgotsch]] zum Prager [[Weihbischof]] und gleichzeitig zum [[Generalvikar]] mit Sitz in Budweis ernannt. Schließlich entschied sich Joseph II. zu einer sofortigen Bistumsgründung, die er, nach Verhandlungen über die Ausstattung, schon am 20. Dezember 1784 bei Papst [[Pius VI.]] beantragte. Gleichzeitig erbat er die päpstliche Bestätigung für den bisherigen Generalvikar Johann Prokop von Schaffgotsch zum ersten Bischof von Budweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem Erzbischof Příchovský von Příchovice Ende 1784 auf den südböhmischen Teil seiner Diözese verzichtet hatte, erfolgte am 27. September 1785 die Gründung der Diözese Budweis durch den [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] mit der [[Päpstliche Bulle|Bulle]] &amp;#039;&amp;#039;Cunctis ubique&amp;#039;&amp;#039;. Gleichzeitig wurde der vom Kaiser vorgeschlagene Generalvikar Johann Prokop von Schaffgotsch als erster Diözesanbischof [[Päpstliche Approbation|päpstlich bestätigt]]. Das Nominationsrecht für den Bischof und für die [[Domherr]]en behielt sich der böhmische [[Landesherr]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bistumsgebiet umfasste zunächst die Bezirke [[Okres České Budějovice|Budweis]], [[Okres Tábor|Tabor]], [[Okres Prachatice|Prachatitz]] und [[Okres Klatovy|Klattau]]. Es bestand bei seiner Gründung aus 144 Seelsorgestellen, die Bischof Schaffgotsch in fünf [[Archidiakonat|Archipresbyterate]] und dreißig [[Vikariat (katholisch)|Vikariate]] aufteilte. Von den 570.000 Katholiken waren rund ein Viertel deutschsprachig. Sie wohnten überwiegend in den Randgebieten zu Bayern und Österreich und in der Stadt Budweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Kathedrale]] wurde die bisherige Stadtpfarrkirche [[Dom St. Nikolaus Budweis|St. Nikolaus]] bestimmt. Als Residenz des Bischofs und des [[Domkapitel]]s diente das Gebäude des ehemaligen [[Piaristen]]klosters. Das Domkapitel wurde mit drei [[Kapitular|Dignitäten]], vier [[Kanoniker]]|n  und vier [[Vikariat (katholisch)|Vikariaten]] ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die finanzielle und ökonomische Ausstattung des Bistums wurde weitgehend aus dem im Rahmen der [[Josephinismus|Josephinischen Reformen]] gegründeten [[Josephinismus#Klosteraufhebungen und Religionsfonds|Religionsfonds]] bestritten, der aus dem Vermögen der aufgelösten Klöster gebildet worden war. Da das Bistum über keine Real[[dotation]] verfügte, gehörte es zu den ökonomisch schwächsten Diözesen in Böhmen und Mähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Das bereits 1786 gegründete Priesterhaus wurde 1803 zu einem [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] mit einer Theologischen Hochschule erweitert. 1808 wurden die bayerischen Orte [[Bayerisch Eisenstein|Eisenstein]] und [[Rimbach (Oberpfalz)|Grafenried]], die bis dahin zum [[Bistum Regensburg]] gehörten, dem Bistum Budweis zugeschlagen. Wegen der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] konnte Bischof Schaffgotsch seine Diözese erst 1811–1812 visitieren. Nach dem Visitationsbericht an Kaiser [[Franz I. Stephan (HRR)|Franz I.]] umfasste das Bistum zu dieser Zeit 298 Pfarreien, 17 Lokalien, 12 Pfarradministraturen, 17 Residenzialkaplaneien und 17 Klöster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Das Bistumsgeschehen war im 20. Jahrhundert wesentlich geprägt von den beiden Weltkriegen und den damit zusammenhängenden wirtschaftlichen und humanitären Nöten sowie der [[Kommunismus|kommunistischen]] Herrschaft von 1948 bis 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des [[Münchner Abkommen]]s wurde 1938 das [[Sudetenland]] von der [[Tschechoslowakei]] abgespalten. Die überwiegend von Deutschen bewohnten Gebietsteile der Diözese wurden zunächst durch ein bischöfliches [[Kommissariat]] in [[Vyšší Brod|Hohenfurth]] verwaltet. Mit Wirkung vom 1. Januar 1940 wurden diese Gebiete aufgeteilt und jeweils ein Teil den jenseits der Grenze liegenden deutschsprachigen Bistümern [[Diözese Linz|Linz]], [[Diözese St. Pölten|St. Pölten]], [[Bistum Passau|Passau]] und [[Bistum Regensburg|Regensburg]] zugewiesen. Deren Diözesanbischöfe fungierten als [[Administrator (Katholische Kirche)|Administratoren]] für die von Budweis abgespaltenen Gebietsteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Bischofs [[Šimon Bárta]] 1940 blieb der Budweiser Bischofsstuhl unbesetzt, da die deutsche Besatzungsmacht den vom Vatikan ernannten Prager [[Weihbischof]] [[Antonín Eltschkner]] nicht akzeptierte und forderte, einen deutschstämmigen Bischof einzusetzen. Da der die [[Römische Kurie]] der Forderung nicht nachkam, wurde das Bistum bis 1947 durch den Generalvikar verwaltet. Antonín Eltschkner konnte das Bischofsamt nicht antreten, wurde jedoch kirchlicherseits bewusst bei bischöflichen Handlungen in den bei Budweis verbliebenen Gebietsteilen eingesetzt. 1946 wurde die Diözese in ihren alten Grenzen wiedererrichtet und die [[Sedisvakanz]] mit der Berufung des Bischofs [[Josef Hlouch]] 1947 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem [[Februarumsturz]] 1948 während der kommunistischen Herrschaft konnten sich das Bistum und das religiöse Leben nicht entfalten. Die wirtschaftlichen Strukturen des Bistums wurden weitgehend zerstört und die nicht regimetreuen Priester und Gläubigen politisch verfolgt. Nach dem Tod des Bischofs Hlouch blieb das Bischofsamt bis 1990 unbesetzt, da die kommunistischen Machthaber der damaligen [[Tschechoslowakei]] eine Neueinsetzung verhinderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Samtene Revolution|politischen Wende]] ernannte Papst [[Johannes Paul II.]] 1990 [[Miloslav Vlk]] zum Budweiser Bischof. Das nach 1948 beschlagnahmte Kirchengut wurde durch die [[Tschechische Republik]] zum großen Teil den früheren kirchlichen Institutionen zurückgegeben. Da sich die Kirchengebäude und Klöster weitgehend in einem schlechten baulichen Zustand befanden, fehlten dem Bistum die finanziellen Mittel für deren Renovierung und Unterhalt. Zahlreiche Kirchen wurden mit Spenden der ehemaligen deutschen Bewohner wiedererrichtet bzw. renoviert. Miloslav Vlk wurde 1991 zum Prager Erzbischof ernannt. Ihm folgte [[Antonín Liška]] nach, der bis 2002 das Bistum führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 mussten 89 Pfarreien mit etwa 155.000 Einwohnern an das neu gegründete [[Bistum Pilsen]] abgetreten werden. Es waren die Vikariate [[Domažlice|Taus]] sowie Gebietsteile der Vikariate [[Klatovy|Klattau]] und [[Nepomuk (Stadt)|Nepomuk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 2002 trat Bischof Antonín Liška zurück. Ihm folgte am 25. September 2002 der Kapuziner [[Jiří Paďour]] auf dem Bischofsstuhl nach. Am 19. März 2015 wurde [[Vlastimil Kročil]] zum neuen Bischof ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bistum besteht aus zehn Vikariaten mit 354 Pfarreien auf einer Gebietsfläche von 12.500 Quadratkilometern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bcb.cz/Katalog/Vikariaty |wayback=20170718232057 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vikariáty&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2018-08-29 18:34:32 InternetArchiveBot}}. bcb.cz, abgerufen am 24. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den 760.000 Bistumsbewohnern sind etwa 290.000 katholisch. Das entspricht einem Katholiken-Anteil von 38 Prozent. Im Jahre 2007 beschloss die Diözesanverwaltung, etwa ein Drittel der Pfarrhäuser zu verkaufen, da die Mittel für deren Instandhaltung fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bischöfe von Budweis]]&lt;br /&gt;
* [[Römisch-katholische Kirche in Tschechien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der römisch-katholischen Diözesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erwin Gatz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bistümer des Heiligen Römischen Reiches von ihren Anfängen bis zur Säkularisation.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 2003, ISBN 3-451-28075-2, S. 155–157.&lt;br /&gt;
* [[Jörg K. Hoensch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Böhmens&amp;#039;&amp;#039;. 3. aktualisierte und ergänzte Auflage. Beck, München 1997, ISBN 3-406-41694-2, (&amp;#039;&amp;#039;Beck’s historische Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;), S. 293.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bcb.cz/ Offizielle Website] (tschechisch)&lt;br /&gt;
* {{catholic-hierarchy|diocese|dcesk}}&lt;br /&gt;
* {{GCatholic|Bistum|cesk0}}&lt;br /&gt;
{{commonscat|Roman Catholic Diocese of České Budějovice|Bistum Budweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Erzdiözesen und Diözesen in der Tschechischen Republik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bistum Budweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bistum Budweis| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholisches Bistum (Tschechien)|Budweis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Budweis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Budweis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Okres České Budějovice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bistumsgründung 1785|Budweis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wietek</name></author>
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