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	<title>Bisses - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Muck50: - Kategorie:Echzell; + Kategorie:Geographie (Echzell)</title>
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		<updated>2025-11-09T20:48:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;- &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Echzell&quot; title=&quot;Kategorie:Echzell&quot;&gt;Kategorie:Echzell&lt;/a&gt;; + &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geographie_(Echzell)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geographie (Echzell) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geographie (Echzell)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Bisses&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            =&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Echzell&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/23/48/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/54/10/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 130 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 124&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 138&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 2.31&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 614 &amp;lt;!-- Nur HW-Sitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wetteraukreis.de/statistik/bevoelkerung-einwohner/-innen-nach-ortschaften |titel=Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften |abruf=2023-09-11 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230810230213/https://wetteraukreis.de/statistik/bevoelkerung-einwohner/-innen-nach-ortschaften |archiv-datum=2023-08-10 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1971-10-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 61209&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06008&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               =&lt;br /&gt;
| Lagekarte              =&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bisses&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Echzell]] im [[Hessen|hessischen]] [[Wetteraukreis]]. Der Ort liegt nordöstlich von Echzell in der [[Wetterau]]. Westlich des Ortes fließt die [[Horloff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Limes ===&lt;br /&gt;
Der [[Wetterau-Limes|Limes]] verlief am westlichen Ortsrand vorbei. Etwa 800 m entfernt von dem südlichen Siedlungsrand des damaligen Dorfes wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts Reste eines römischen Kastells auf der &amp;quot;Haselheck&amp;quot; entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Wagner (Architekt, 1853)|Heinrich Wagner]], Kunstdenkmäler im Großherzogthum Hessen. Provinz Oberhessen. Kreis Büdingen. Darmstadt 1890, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname und Ersterwähnung ===&lt;br /&gt;
Der Ort wurde wahrscheinlich um 800 bis 900 n.&amp;amp;nbsp;Chr. besiedelt. Der Ortsname Bisses wird hergeleitet von „Biso.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Christoph Friedrich Arnold]], Ansiedlungen und Wanderungen Deutscher Stämme zumeist nach hessischen Ortsnamen. 1. Theil Marburg 1875, S. 428.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach bedeutet Bisses „Heim des Biso.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Koch, Der Ortsteil Bisses, S. 345.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings hat [[Karl Weigand]] den Namen Bisses von [[mittelhochdeutsch]] „biscz“ abgeleitet und als „unfruchtbaren unergiebigen Boden“ und „Misswachs“ gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Ludwig Weigand, Oberhessische Ortsnamen. In: Archiv für hessische Geschichte VII, 1853, S. 247–332, S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf soll im 12. Jahrhundert gegründet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt; Karl Christian August Hoffmann, Ueber Echzell und die Fuldische Mark aus dem Nachlaß des verstorbenen Kirchenraths und ersten Pfarrers zu Echzell Dr. theol. Christian August Hoffmann zu Darmstadt. In: Archiv für Hessische Geschichte VII, 1856, S. 379–425, die Fuldische Mark, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Erwähnung von Bisses stammt vom 24. Juli 1361: Der [[Edelknecht]] „Wernher von Byeses“ und seine Frau Else verkauften dem [[Propst]] [[Rudolf II. Rühle|Rudolf Rule]] zu [[Wetzlarer Dom|Wetzlar]] an diesem Tag Güter in [[Rendel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Baur, Arnsburger Urkundenbuch, Nr. 892, S. 546 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Zeit stammte wahrscheinlich die [[Burg Bisses|Wasserburg Bisses]] am östlichen Rand des Dorfes. Diese Burg spätestens nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zerstört war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Mai 1384 bekannte der Edelknecht Friedrich von Echzell eine Stiftung für sich und seine verstorbene Frau Gude von einem Hof zu Bisses. Der wurde „Bunenhof“ genannt und lag neben dem Hof von Rupiln Zymmermann.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Baur, Hessische Urkunden. Bd. 1–5. Darmstadt 1860–1873, Bd. I, S. 790, Nr. 1184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burglehen ===&lt;br /&gt;
Das fuldische Burglehen befand sich vom Ende des 14. bis Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Herren von [[Großenlüder|Lüder]], kam dann in den Besitz der Herren von [[Dörnberg (Adelsgeschlecht)|Doernberg]], bevor es die Familie von [[Buchenau (Eiterfeld)|Buchenau]] am Anfang des 17. Jahrhunderts übernahm. Danach kam es durch Einheirat an die Herren von [[Nagel (Adelsgeschlecht)|Nagel]]. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde ein Teil des Burggutes von den Freiherren von Sell ererbt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Koch, Bisses, ‚S. 346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde im Dorf ein großes Haus von den Besitzern des Burggutes erbaut, das seine Sonderstellung schon dadurch erhält, dass es traufseitig zur Straße steht, während die übrigen Häuser giebelseitig gebaut wurden. Bis 1781 hatten die Freiherren von Nagel die [[Patrimonialgericht]]sbarkeit über Bisses.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Wilhelm Justin Wagner]], Statisch=topographisch=historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen. Bd. 3 Oberhessen. Darmstadt 1830, S. 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Burggut wurde am 12. Mai 1783 von der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] für 23.600 [[Gulden]] gekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Koch, Bisses, S. 346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 lebten im Dorf 323 Einwohner, von denen 41 jüdischen Glaubens waren, alle anderen evangelisch. 29 waren Bauern, 19 andere „Professionisten.“ Der Ort bestand aus 54 Häusern.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg W. Wagner, Beschreibung, S. 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hexenverfolgung ===&lt;br /&gt;
Die Hexenverfolgung im Amt [[Bingenheim]] geschah während der Regentschaft von Landgraf [[Wilhelm Christoph (Hessen-Homburg)]]. Darüber berichtet eine zeitgenössische Chronik: „Erster Brandt der Schweinhirt von Bisses, welchem der bös feeindt den Halß zerbrochen im gefängniß.“ Dies geschah am 9. November 1652.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Schäfer, Die Hexe von Bingenheim. Oberhessischer Volksroman aus den Zeiten der Hexenprozesse mit Benutzung der vorhandenen Originaltexten (1652–1660). Lauterbach 1898, darin Verzeichnis des Schultheiß Schöffer, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr wurde „der Jud Löw von Bisses lebendig verbrannt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Isheim, Verzeichnis der Hexenprozesse in der Landgrafschaft Hessen-Bingenheim. In: Echzeller Geschichtshefte 10, 1997, S. 3–17, S. 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Frau starb im Sommer 1653 während der Folter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
Eine Schule bestand in Bisses vermutlich seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts. Seit 1651 sind Lehrer in Bisses nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Diehl]], Hassia sacra, Bd. X, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Weggang der Familie von Nagel wurde die große Stube in ihrem Haus zur Schulzwecken bis 1881 genutzt. In diesem Jahr wurde die neue Schule eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Koch, Bisses, S. 347.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] besuchten bis zur Eingemeindung nach Echzell auch die Kinder aus Grund-Schwalheim die Schule in Bisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Territorialgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter gehörte Bisses zur [[Fuldische Mark|Fuldischen Mark]] und lag im Gebiet des Echzeller Forsts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Landau]], Beschreibung des Gaues Gaues Wettereiba. Kassel 1855, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nordöstliche Grenze der Fuldischen Mark bildete die Landwehr an der Grenze zu [[Utphe]], „einen bedeutenden Graben, welcher sich zwischen der [[Grund-Schwalheim]]er, Echzeller und Bisher Gemarkungsgrenzen, in einer gleich bleibenden Breite von etwa 8 Klaftern hinzieht.“ Um 1830 soll der Graben noch mit „Gebüsch und uralten Bäumen bewachsen gewesen sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Christian August Hoffmann, Ueber Echzell und die Fuldische Mark aus dem Nachlaß des verstorbenen Kirchenraths und ersten Pfarrers zu Echzell Dr. theol. Christian August Hoffmann zu Darmstadt. In: Archiv für Hessische Geschichte VII, 1856, S. 379–425, die Fuldische Mark, S. 388.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet war später das [[Amt Bingenheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dreißigjährigen Krieg litt das Dorf wie auch die übrige Fuldische Mark besonders 1622 unter den Truppen des [[Peter Ernst II. von Mansfeld]]. Das Mansfeldsche Kriegsschadensregister nennt allein 36 betroffene Personen in Bisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter-Struktur]] wurde im [[Großherzogtum Hessen]] 1821 aufgelöst. {{Hauptartikel|Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung}} Die bisher von den Ämtern wahrgenommenen Aufgaben wurden [[Landratsbezirk|Landräten]] (zuständig für die Verwaltung) und [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichten]] (zuständig für die Rechtsprechung) übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bsb01&amp;quot; /&amp;gt; Bisses kam so zum [[Landratsbezirk Nidda]] und zum [[Landgericht Nidda]]. Die gerichtliche Zuständigkeit wechselte 1879 zum [[Amtsgericht Nidda]].&lt;br /&gt;
Bisses gehörte seit 1832 zum Kreis Nidda und kam 1874 nach einer Verwaltungsreform zum [[Landkreis Büdingen]]. 1972 fusionierte der Landkreis Büdingen mit dem [[Landkreis Friedberg (Hessen)]] zum [[Wetteraukreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurde die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Bisses zum 1. Oktober 1971 auf freiwilliger Basis als Ortsteil nach Echzell [[Eingemeindung|eingemeindet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden |nr=39 |jahr=1971 |datum=1971-09-15 |seite=35 |seiten=1603 |fundstelle=Punkt 1320; Abs. 5. |kbytes=9150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein [[Ortsbezirk]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] wurden nicht errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das moderne Bisses ===&lt;br /&gt;
Im Ort gibt es eine [[Altersheim|Seniorenresidenz]]. Noch immer hat Bisses seinen Charakter als [[Straßendorf]] erhalten, obwohl es seit den 1970er Jahren erhebliche Änderungen im Dorfbild gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Koch, Bisses, S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statistik ===&lt;br /&gt;
==== Fläche ====&lt;br /&gt;
* 1854: 1255 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon 990 Äcker, 265 Wiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Alexander Ferdinand Walther, Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Darmstadt 1854, S. 450.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: 231 [[Hektar|ha]], davon 78 Wald (= 33,77 %)&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bevölkerung ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Bisses |width=450|float=none|maxEinwohner=600&lt;br /&gt;
|315|340|348|350|318|303|316|284|270|307|296|283|279|253|355|383|336|328|357&lt;br /&gt;
|vor1834=&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,366)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,669)(2022,614)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=54 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2020-12 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=54 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; 2022&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1961: 272 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 82,39 %), 50 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 15,24 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Evangelische Kirche (Bisses) 03.JPG|miniatur|Evangelische Kirche in Bisses. Im Dachreiter (Glockenturm) befindet sich eine silberne Glocke, die sich auch im Ortswappen wiederfindet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchengeschichte ===&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] waren Bisses, Grund-Schwalheim, [[Gettenau]], [[Reichelsheim (Wetterau)|Reichelsheim]] mit Bingenheim Teil des Kirchensprengels Echzell.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kleinfedt, Hans Weirich, Die mittelalterliche Kirchenorganisation in Hessen und Nassau. = Schriften des Instituts für gesch. Landeskunde. Stück XVI. Marburg 1937, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Echzel cum Bisses&amp;quot; (Echzell mit Bisses) gehörte zum [[Archidiakonat]] [[St. Maria ad Gradus (Mainz)]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Alexander Würdtwein]], Dioecesis Moguntia in Archidiaconatus distincta. Bd. I-IV. 1767 – 1790. III.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Evangelische Kirche Bisses]] wurde 1503 in der [[Spätgotik]] erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Dehio, Ernst Gall, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Südliches Hessen., S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1552 bis 1857 war Bisses eine Filiale der Kirche Echzell. Die Diakone aus Echzell betreuten die Gemeinde in Bisses. Dann wurde Bisses eigenständige Kirchengemeinde. Aber bereits ab dem Jahre 1900 wurde die Gemeinde nur noch im Spezialvikariat verwaltet. 1983 wurden Bisses und [[Gettenau]] pfarramtlich verbunden. Seit 2007 werden die evangelischen Kirchengemeinden in Echzell und Bisses wieder von einem gemeinsamen Pfarrer betreut. Bis zu seinem Ruhestand 2014 war dies Pfarrer Heinz Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
Erstmals wird ein Jude in Bisses 1575 erwähnt. Auch 1624 lebten Juden hier. Von den jüdischen Einrichtungen im Dorf blieb der Friedhof, der 1886 erweitert wurde, erhalten. Hier war auch im 19. Jahrhundert die Begräbnisstätte für Juden aus [[Berstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Rieß, Willy Roth. Berstadt. 2 Bde. Rockenberg 2005. ISBN 3-923907-08-7, Bd. 2, S. 71 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der jüdische Friedhof befindet sich am Ostrand des Dorfes.&amp;lt;ref&amp;gt;Bisses. In: Denkmaltopographie Wetteraukreis I, S. 209–214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem gab es in Bisses eine jüdische Schule und eine [[Synagoge]]. Diese wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Echzell verlegt. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] dienten neun jüdische Mitbürger als Soldaten, zwei fielen. 21 jüdische Mitbürger aus Bisses wurden in Konzentrationslagern ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Arnsberg]], Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang – Untergang – Neubeginn. 1971. Bd. I, S. 147 f; Dietrich Lucius, Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Echzell und Bisses. In: 1200 Jahre Echzell. 782–1982. Ursprung, Epochen und Strukturen einer Dörfergemeinschaft. Echzell 1982 S. 208–211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur eine jüdische Familie konnte rechtzeitig emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* evangelische Kirche Bisses&lt;br /&gt;
* Jüdischer Friedhof&lt;br /&gt;
* Straßendorf mit giebelständigen Häuserreihen&lt;br /&gt;
* Die ehemaligen Gebäude der Familie von Nagel.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Wagner, Kunstdenkmäler, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dorfteich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Liste der Kulturdenkmäler in Echzell#Bisses|Liste der Kulturdenkmäler in Bisses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr Bisses&lt;br /&gt;
* Apfelweinverein „Äppelwoifreunde Bisses“&lt;br /&gt;
* Rollerclub Bisses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hugo Koch, Der Ortsteil Bisses. In: 1200 Jahre Echzell. 782–1982. Ursprung, Epochen und Strukturen einer Dörfergemeinschaft. Echzell 1982. ISBN 3-921142-45-8, S. 345–350.&lt;br /&gt;
* Petra Stöppler, Walter Stoll, Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinden Gettenau und Echzell. Gettenau und Bisses 2001. = Deutsche Ortssippenbücher hrsg. von der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte. Bd. 639. ISBN 978-3-86424-011-9.&lt;br /&gt;
* Heinrich Wagner, Kunstdenkmäler im Großherzogthum Hessen. Provinz Oberhessen. Kreis Büdingen. Darmstadt 1890. Zu Bisses: S. 23 f.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116326646 |GND=7842979-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.echzell.de Webauftritt der Gemeinde Echzell.]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=440006020|titel=Bisses, Wetteraukreis}}&lt;br /&gt;
* [https://www.echzell.info/die-ortsteile/bisses &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus Bisses.&amp;#039;&amp;#039;] In: www.echzell.info. Private &amp;#039;&amp;#039;Website.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=440006020|titel=Bisses, Wetteraukreis| datum=2018-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bsb01&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL &lt;br /&gt;
| typ      = bsb10510149&lt;br /&gt;
| hrsg     = Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz.&lt;br /&gt;
| jahr     = 1821&lt;br /&gt;
| nr-text  = 33&lt;br /&gt;
| datum    = 1821-07-14&lt;br /&gt;
| titel    = Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend&lt;br /&gt;
| seite    = 403&lt;br /&gt;
| seiten   = 403 ff. (412)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Echzell}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7842979-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wetteraukreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Echzell)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muck50</name></author>
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