<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bislicher_Insel</id>
	<title>Bislicher Insel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bislicher_Insel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bislicher_Insel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T16:56:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bislicher_Insel&amp;diff=189723&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Einzelnachweis ausführlicher betitelt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bislicher_Insel&amp;diff=189723&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-31T15:26:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis ausführlicher betitelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|article=/|NS=51/39/05/N|EW=6/30/27/E|type=landmark|dim=8000|region=DE-NW|map=right|maptype=relief|maplevel=adm2nd}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bucker Nr7.png|mini|Buckersche Rheinkarte Nr. 7: Rheinverlauf bei Xanten, 1713 (vor der Entstehung der &amp;#039;&amp;#039;Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt zwischen [[Ginderich]] und [[Xanten]] im [[Kreis Wesel]] und ist eine der wenigen noch vorhandenen [[Flussaue|Auenlandschaften]] in [[Deutschland]]. Geographisch gesehen ist sie allerdings keine Insel. Die Gesamtfläche beträgt 12 km², wovon 10,53 km² als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] ausgewiesen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |WES-005 |Bislicher Insel |Abruf=2017-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Bislicher Insel ==&lt;br /&gt;
Die Bislicher Insel entstand durch Flusslaufänderungen des [[Rhein]]s. Zu Zeiten der [[Römisches Reich|Römer]] existierte neben dem heutigen [[Bislich]] eine Insel im Rhein, die südlich von einem [[Mäander]] und nördlich vom Rhein selbst umflossen wurde. Später hat sich das [[Flussbett]] immer weiter nach Süden verlagert und mehrfach die Ortschaft [[Birten]] verdrängt, bis es vor circa 200 Jahren vollständig im Bereich des heutigen Xantener Altrheins lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeichnung des Xantener Kartographen [[Johann Bucker]] verdeutlicht, dass es die so bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039; – wie sich das Gelände heute darstellt – um 1713 noch gar nicht gab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julia Obladen-Kauder]]: &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche und neuzeitliche Bild- und Kartendarstellungen des Fürstenbergs und der Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039;. In: Michaela Aufleger (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Caelius und danach? Geschichte und Zukunft des Fürstenberges und der Bislicher Insel bei Xanten&amp;#039;&amp;#039;. Waldenmaier, Treis-Karden 2011, S. 67–86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rhein floss durch den heutigen &amp;#039;&amp;#039;Altrheinarm&amp;#039;&amp;#039;. Etwa dort, wo seinerzeit sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krabben Orth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befand, entstand durch Wasserbaumaßnahmen später der Bereich der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039;. Der Altrheinarm wurde zu einem Nebenarm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Wisplinghoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen aus dem Jahre 1984 zu: Johann Bucker, Karte des Rheines von Duisburg bis Arnheim aus dem Jahre 1713&amp;#039;&amp;#039;. Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv, Düsseldorf 1984, S. 5–10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:BislicherInsel1788.png|mini|Bislicher Insel vor und nach der Rheinregulierung im Jahre 1788]]&lt;br /&gt;
Wegen des großen Umwegs hatte [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] 1788 den Rhein durch den Bislicher Graben begradigen lassen, der in etwa dem heutigen Verlauf des Rheins entspricht. Durch diesen menschlichen Eingriff wurde der alte Hauptarm zu einem stillen Rheinarm (am Fuße des Hügels vor Birten), der heute nur noch über den Graben „Göt“ oder bei [[Hochwasser]] mit dem Rhein verbunden ist. Große Teile der Wasserflächen sind auch dem Kiesabbau zu verdanken. Noch heute erinnern bauliche Überreste (etwa eine große Spundwand) an diese Nachkriegsnutzung und verleihen dem Gebiet einen besonderen Charme. Die Bislicher Insel ist eine Überflutungsfläche bei Hochwasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 begann der [[Kommunalverband Ruhrgebiet]], einen Teil der Bislicher Insel zu erwerben. Ziel sei es, das Gebiet zu schützen und zu erhalten. Im Zuge dessen wurden eine öffentliche Erholungsstätte geschlossen und stattdessen neue Wasserflächen künstlich geschaffen. Als Kernstück des Naturschutzgebietes gilt der über fünf Kilometer lange Xantener [[Altrhein]] mit einem breiten Spektrum an Wasser- und Uferpflanzen sowie [[Weichholz]]auenwäldern. Zahlreiche durch [[Kies]]förderungen entstandene Gewässer liegen innerhalb des Grünlandbereiches in regelmäßig durch den Rhein überfluteten Landschaften. [[Flutrasen]] prägt die tiefer gelegenen Bereiche, während im Uferbereich des Rheins verschiedene [[Weiden (Botanik)|Weiden]]-, [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschen]]- und [[Ulmen]]-Wälder zur Vielfalt der vorhandenen Lebensräume beitragen. Die [[Seekanne]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;nbestände&amp;lt;/nowiki&amp;gt; der Bislicher Insel gelten als die umfangreichsten in Nordrhein-Westfalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Rheinhochwasser im Mai 1983 kam es zu einem Schleusen- und Deichbruch an der Bislicher Insel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Steinsalzabbau unter der Bislicher Insel werden zwischen 1993 und 2025 an der Tagesoberfläche [[Senkungszone|Senkungen]] von bis zu 3,5 Metern auftreten; sie begünstigen die Wiedervernässung des grundwassergespeisten Altrheins.&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Bräuning, Jan Kirchhof: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau unter Naturschutzgebiet: Bewusste Wasserstandserhöhung des Xantener Altrheins durch Steinsalz-Gewinnung unter der Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kali und Steinsalz&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2009, Heft 3, herausgegeben vom Verband der Kali- und Salzindustrie e.&amp;amp;nbsp;V., Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Bislicher Insel&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Bislicher Insel Land.jpg|Die Landschaft der Bislicher Insel&lt;br /&gt;
  Bislicher Insel Wasser.jpg|Ein alter Rheinarm&lt;br /&gt;
  Ausblick von Beobachtungskanzel.JPG|Ausblick aus der 3.&amp;amp;nbsp;Beobachtungskanzel&lt;br /&gt;
  Bislicher Insel.JPG|Landschaftsblick&lt;br /&gt;
  Wintersonne.JPG|Blick von der 2.&amp;amp;nbsp;Beobach&amp;amp;shy;tungs&amp;amp;shy;kanzel auf die winterliche Bislicher Insel&lt;br /&gt;
  BislicherInselAltwasser.png|Bislicher Insel: typische Altwasser-Szene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt des Naturschutzgebiets ==&lt;br /&gt;
Die Bislicher Insel hat besonders für [[Vögel]], die auf [[Feuchtgebiet]]e angewiesen sind, eine große Bedeutung. Zusätzlich lassen sich dort auch eine Vielzahl seltener [[Schmetterlinge|Schmetterlings]]- und [[Schnecken]]-Arten beobachten. Angesiedelt wurde eine Herde [[Wasserbüffel]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vogelarten ===&lt;br /&gt;
Neben meist 20.000 bis 30.000 [[arktis]]chen [[Gans|Wildgänsen]] (zumeist [[Graugans|Grau-]], [[Waldsaatgans|Waldsaat-]] und [[Blässgans|Blässgänse]]) überwintern und nisten hier seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. So besteht beispielsweise die größte [[Kormoran (Art)|Kormoran]]-Kolonie [[Nordrhein-Westfalen]]s auf der Bislicher Insel, aber auch [[Nilgans|Nil-]], [[Kanadagans|Kanada-]] sowie [[Brandgans|Brand-]] und [[Zwerggans|Zwerggänse]] haben sich auf der Bislicher Insel angesiedelt. Zusätzlich lassen sich dort auch [[Weißstorch|Störche]] und [[Reiher]] beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahre 2000 wurden immer wieder einzelne Störche gesichtet, drei Bruthilfeplätze wurden errichtet. Seit 2005 brüten Jahr für Jahr bis zu drei Storchenpaare auf der Insel, weitere Störche nisten in der Umgebung. Vor dem Herbstflug sammeln sich manchmal bis zu 20 Störche auf den Inselwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 gelang mit zehn bis 15 Brutpaaren im Schutzgebiet der erste Brutnachweis für [[Löffler]] im Binnenland Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Traill: &amp;#039;&amp;#039;Erster Brutnachweis des Löfflers &amp;#039;&amp;#039;Platalea leucorodia&amp;#039;&amp;#039; für Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Charadrius 56, H. 4-4, 2020: 82–88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach den [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]]- und Vogelschutzrichtlinien finden sich im Naturschutzgebiet insbesondere&lt;br /&gt;
* [[Kammmolche]]&lt;br /&gt;
* [[Bitterling (Fischart)|Bitterlinge]], [[Flussneunauge]]n und [[Steinbeißer (Fisch)|Steinbeißer]]&lt;br /&gt;
* [[Weißstorch]]&lt;br /&gt;
* [[Baumfalke]]n&lt;br /&gt;
* [[Schwarzmilan]]e&lt;br /&gt;
* [[Seeadler (Art)|Seeadler]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=@NatGeoDeutschland |url=https://www.nationalgeographic.de/tiere/2023/01/seeadler-in-deutschland-die-rueckkehr-der-luftgiganten |titel=Seeadler in Deutschland: Die Rückkehr der Luftgiganten |datum=2023-01-19 |sprache=de |abruf=2023-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rohrdommel]]n&lt;br /&gt;
* [[Flussregenpfeifer]]&lt;br /&gt;
* [[Waldwasserläufer|Wald]]-, [[Bruchwasserläufer|Bruch]]- und [[Dunkler Wasserläufer]]&lt;br /&gt;
* [[Bekassine]]n, [[Großer Brachvogel|Große Brachvögel]], [[Grünschenkel]], [[Kampfläufer]], [[Rotschenkel]], [[Uferschnepfe]]n&lt;br /&gt;
* [[Gänsesäger]], [[Krickente]]n, [[Knäkente]]n, [[Löffelente]]n, [[Singschwan|Singschwäne]], [[Spießente]]n, [[Tafelente]]n und [[Zwergsäger]]&lt;br /&gt;
* [[Kiebitz (Art)|Kiebitze]]&lt;br /&gt;
* [[Blässgans|Blässgänse]] und Waldsaatgänse&lt;br /&gt;
* [[Fluss-Seeschwalbe]]n und [[Trauerseeschwalbe]]n&lt;br /&gt;
* [[Nachtigall]]en&lt;br /&gt;
* [[Teichrohrsänger]]&lt;br /&gt;
* [[Pirol]]e&lt;br /&gt;
* [[Rohrweihe]]n&lt;br /&gt;
* [[Wachtelkönig]]e&lt;br /&gt;
* [[Wiesenpieper]] und&lt;br /&gt;
* [[Zwergtaucher]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Einige der beobachteten Vögel der Bislicher Insel&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fischadler im NSG.JPG|Fischadler&lt;br /&gt;
 Flussseeschwalbe.JPG|Fluss-Seeschwalbe mit Fischbeute&lt;br /&gt;
 Silberreiher im NSG.JPG|Silberreiher&lt;br /&gt;
 Grünschenkel Limikole.JPG|Grünschenkel Limikole&lt;br /&gt;
 Ente unbekannt 1.jpg|Die seltene Zwerggans überwintert auf der Bislicher Insel&lt;br /&gt;
 BislicherInselStorch.png|Storch im „Ernteeinsatz“ auf der Bislicher Insel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders hervorzuheben sind zwei Projekte zur Erhaltung des Artenreichtums:&lt;br /&gt;
* Am 12. November 2004 wurden auf der Bislicher Insel in Xanten zwei [[Biber]]-Familien mit insgesamt zwölf Tieren ausgesetzt. Hierdurch soll eine neue Population am Niederrhein entstehen, nachdem 1877 der letzte Biber des Niederrheins in Duisburg getötet worden war.&lt;br /&gt;
* Bereits 1999 flog der [[Frankreich|Franzose]] [[Christian Moullec]] in einem [[Ultraleichtflugzeug]], begleitet von 30 Exemplaren der vom Aussterben bedrohten [[Zwerggans|Zwerggänse]], von [[Finnland]] aus an den [[Niederrhein (Fluss)|Niederrhein]]. Die Gänse waren kurz nach ihrer Geburt auf einen kostümierten Menschen [[Prägung (Verhalten)|geprägt]] und aufgezogen worden. So folgten sie Christian Moullec über eine Route, auf der keine Jagd auf die Gänse gemacht wurde. Zwar stehen Zwerggänse in Europa unter Schutz, doch unterscheiden sie sich äußerlich nur geringfügig von Blässgänsen, bei denen das Jagen erlaubt ist. Im folgenden Jahr konnte beobachtet werden, wie ein Großteil der Zwerggänse erneut auf der vom Menschen vorbestimmten Route zu den Brutgebieten in Finnland und wieder zurück an den Niederrhein gelangte. Um die Bestände der Zwerggänse dauerhaft zu sichern, sollen in den kommenden Jahren mehrere hundert Gänse auf diese Art auf die neue Flugroute geprägt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Befahren des Naturschutzgebietes sowie Reiten und Schwimmen ist untersagt, um diese Tiere zu schützen. Im Sommer dient das Naturschutzgebiet ebenfalls als [[Weideland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischarten ===&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Genese besitzen die Gewässer der Bislicher Insel eine sehr heterogene Besiedelung mit Fischarten. Die eigentliche Altstromrinne des Rheins weist einen recht niederrheintypischen Artenbestand in nahezu allen Altersstufen auf. Im Rahmen einer Untersuchung 1998 wurden u.&amp;amp;nbsp;a. [[Karpfen]], [[Aalartige|Aal]], [[Zander]], [[Hecht]], [[Brachse]], [[Kaulbarsch]], [[Flussbarsch]], [[Rotauge]], seltener auch [[Rotfeder]], [[Dreistachliger Stichling]], [[Neunstachliger Stichling]], [[Steinbeißer (Fisch)|Steinbeißer]], [[Sonnenbarsch]], [[Karausche]], [[Güster (Fisch)|Güster]], [[Schleie]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefährdet ist der Fischbestand in der Sommerperiode aufgrund seiner geringen Tiefe und dem hohen Nährstoffgehalt ([[Hypertrophie]]), wodurch ungünstige Sauerstoffverhältnisse im Wasser erzeugt werden. Eine regelmäßige Überflutung des Auslaufs der Rinne sichert jedoch die Zuwanderung aus dem Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gänzlich anders ist die Konstellation in den ehemaligen Kiesgrubengewässern. Hier zeigen sich aufgrund der selteneren Hochwasserereignisse die in der Region typischen Flussbarsch-[[Zönose]]n mit wenigen adulten Tieren und einem hohen Anteil an juvenilen. Mittlere Jahrgänge fehlen nahezu völlig. Begründet wird diese Monozönose durch die trogartigen Ufer mit nahezu fehlenden Laich- und Rückzugsmöglichkeiten für andere Arten.&lt;br /&gt;
[[Datei:BislicherInselFähre.png|mini|Personen- und Radfahrer-Fähre zwischen Bislicher-Insel (linksrheinisch) und Bislich (rechtsrheinisch)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegetation und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets ==&lt;br /&gt;
Den Großteil der Vegetationsdecke nehmen Pflanzengesellschaften der Flutrasen, Säume, Hochstauden und des Wirtschaftsgrünlandes ein. In den Flutrasen wachsen neben charakteristischen Arten wie [[Weißes Straußgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Agrostis stolonifera&amp;#039;&amp;#039;), [[Knick-Fuchsschwanzgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Alopecurus geniculatus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Platthalm-Binse]] (&amp;#039;&amp;#039;Juncus compressus&amp;#039;&amp;#039;) auch seltenere Arten wie der [[Erdbeer-Klee]] (&amp;#039;&amp;#039;Trifolium fragiferum&amp;#039;&amp;#039;). An Wegrändern sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gemeine Ochsenzunge|Gewöhnliche Ochsenzunge]] (&amp;#039;&amp;#039;Anchusa officinalis&amp;#039;&amp;#039;), [[Rosen-Malve]] (&amp;#039;&amp;#039;Malva alcea&amp;#039;&amp;#039;), [[Nickende Distel]] (&amp;#039;&amp;#039;Carduus nutans&amp;#039;&amp;#039;) und Kurzährige [[Schwarznessel]] (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;meridionalis&amp;#039;&amp;#039;) zu finden. In den stickstoffreichen, feuchten Hochstaudenfluren wachsen an Besonderheiten [[Gelbe Wiesenraute]] (&amp;#039;&amp;#039;Thalictrum flavum&amp;#039;&amp;#039;) und [[Sumpf-Greiskraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Senecio paludosus&amp;#039;&amp;#039;). Auf der [[Große Brennnessel|Großen Brennnessel]] (&amp;#039;&amp;#039;Urtica dioica&amp;#039;&amp;#039;) schmarotzt die [[Nessel-Seide|Europäische Nesselseide]] (&amp;#039;&amp;#039;Cuscuta europaea&amp;#039;&amp;#039;). Besonders hervorzuheben sind die bunt blühenden, artenreichen Wiesen im trockenen Grünland mit [[Wiesensalbei]] (&amp;#039;&amp;#039;Salvia pratensis&amp;#039;&amp;#039;), [[Knolliger Hahnenfuß|Knolligem Hahnenfuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Ranunculus bulbosus&amp;#039;&amp;#039;), [[Feld-Mannstreu]] (&amp;#039;&amp;#039;Eryngium campestre&amp;#039;&amp;#039;) und in der Region sehr seltene auftretende Arten wie [[Raues Veilchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Viola hirta&amp;#039;&amp;#039;), [[Wiesen-Gelbstern]] (&amp;#039;&amp;#039;Gagea pratensis&amp;#039;&amp;#039;), [[Echter Kümmel|Wiesen-Kümmel]] (&amp;#039;&amp;#039;Carum carvi&amp;#039;&amp;#039;), [[Kümmel-Haarstrang]] (&amp;#039;&amp;#039;Peucedanum carvifolia&amp;#039;&amp;#039;), [[Mittleres Zittergras]] (&amp;#039;&amp;#039;Briza media&amp;#039;&amp;#039;), [[Kleine Wiesenraute]] (&amp;#039;&amp;#039;Thalictrum minus&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;minus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Nelken-Sommerwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Orobanche caryophyllacea&amp;#039;&amp;#039;). Am Rheinufer finden sich viele Neophyten ein wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Eschen-Ahorn]] (&amp;#039;&amp;#039;Acer negundo&amp;#039;&amp;#039;), [[Mexikanischer Drüsengänsefuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Dysphania ambrosioides&amp;#039;&amp;#039;), [[Zahnlilien|Hundszahn]] (&amp;#039;&amp;#039;Cynodon dactylon&amp;#039;&amp;#039;) und [[Argentinischer Nachtschatten]] (&amp;#039;&amp;#039;Solanum physalifolium&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;nitidibaccatum&amp;#039;&amp;#039;). An einem Wegrand wächst die seltene Französische [[Segge]] und an einem Ackerrand kann man den gefährdeten [[Venus-Frauenspiegel]] (&amp;#039;&amp;#039;Legousia speculum-veneris&amp;#039;&amp;#039;) finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalverband ruhr 2010&amp;quot;&amp;gt;Regionalverband Ruhr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bislicher Insel. Natur und Kulturlandschaft im Strom der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Klartext, Essen 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://botanik-bochum.de/web/exkursionen/Exkursion100612BislicherInsel.htm |hrsg=Bochumer Botanischer Verein e. V. |titel=Exkursion: Bislicher Insel bei Xanten am Niederrhein |datum=2010-06-12 |zugriff=2025-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infozentrum „NaturForum“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trafoturm Bislicher Insel Xanten.jpg|mini|Ehemaliger [[Turmstation|Trafoturm]] vom NaturForum umgebaut zum Beobachtungsturm]]&lt;br /&gt;
In einem ehemaligen Gehöft in der Mitte der Insel befindet sich ein Besucherzentrum, welches die Dauerausstellung „AuenGeschichten“ beherbergt. Dieses wird vom Regionalverband Ruhr Grün betrieben. Nach vorheriger telefonischer Anfrage oder per Internet können die Öffnungszeiten des NaturForums erfragt und Führungstermine auf die Insel für Gruppen und Schulklassen vereinbart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rvr.ruhr/?id=342 |hrsg=Regionalverband Ruhr |titel=RVR-NaturForum Bislicher Insel |titelerg=Naturerlebnis für alle am Niederrhein |zugriff=2025-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nabu-wesel.de/index.php?id=117 |hrsg=NABU Kreisverband Wesel |titel=Informationsseite des NABU Kreisverband Wesel |zugriff=2025-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bislicher Insel verfügt über ein Wanderwegenetz, auch viele Radfahrer unternehmen Touren im Inselbereich, wobei sie mit der in der Nähe während der Sommerzeit anlaufenden Personenfähre auf die andere Rheinseite übersetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michaela Aufleger (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Caelius und danach? Geschichte und Zukunft des Fürstenberges und der Bislicher Insel bei Xanten. Table Ronde in Xanten vom 18.-19. Juni 2009&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 23). Herausgegeben vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Waldenmaier, Treis-Karden 2011. ISBN 978-3-9811909-4-6.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Schnickers, Diether Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Vögel der Bislicher Insel&amp;#039;&amp;#039; (= Limnologische Schriftenreihe Gewässer und Abwässer, Heft 28). Düsseldorf, August Bagel Verlag 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bislicher Insel|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.metropoleruhr.de/freizeit-sport/natur-erleben/bislicher-insel.html Informationsseite Metropole Ruhr]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete in Wesel}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete in Xanten}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Kreis Wesel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bislicher Insel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet in Wesel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Büderich, Wesel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet in Xanten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
	</entry>
</feed>