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	<title>Bisholder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Puretec: /* Geschichte */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stadtteilkarte Koblenz-Güls (Bisholder).png|mini|Die Ortslage Bisholder (lila) am Stadtteil [[Koblenz-Güls]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bisholder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stadtteil]] neben dem [[Koblenz]]er Stadtteil [[Koblenz-Güls|Güls]]. Es liegt zwischen Obstbaumplantagen etwa einen Kilometer südwestlich von Güls Richtung [[Winningen]] hoch über dem Tal der [[Mosel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landgüter von Bisholder werden unter verschiedenen Namen („Bizelre“, „Byzolten“, „Bysselred“, „Bisholter“) in [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Schenkungsurkunden zwischen 1019 und 1300 erwähnt. Die Besitzverhältnisse sind wechselnd, Schenkungsempfänger sind das [[Kloster Kaufungen]] (1019 durch Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]]) und die [[Deutschordenskommende Koblenz]] (1281). Es kann nicht eindeutig bewiesen werden, dass das heutige Bisholder gemeint ist, es wird durch den Kontext mit anderen nahe liegenden Orten, die zeitgleich mitverschenkt werden, von Historikern jedoch angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert war Bisholder Lehnsbesitz der [[Grafschaft Chiny]]. Diese wird unter [[Wenzel (HRR)|Wenzel]] 1364 vom [[Herzogtum Luxemburg]] erworben, das nach der Abdankung [[Karl V. (HRR)|Karls V.]] von 1555 bis zum [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] 1713/14 Provinz der [[Spanische Niederlande|Spanischen Niederlande]] war. In der Spätphase des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] waren hier etwa 100 [[Spanien|spanische]] Soldaten stationiert (1644). Vor diesem Hintergrund wird Bisholder manchmal im regionalen [[Volksmund]] und auch nach eigenem Selbstverständnis „Kleinspanien“ genannt, obwohl es eine zivile spanische Bevölkerung nie gegeben hat und auch heute nicht gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden|Schwedische]] Truppen richteten im Dreißigjährigen Krieg schwere Verwüstungen an und die [[Pest]] löschte fast die gesamte Bevölkerung aus. Die demographische Erholung im 18. und 19. Jahrhundert erfolgte so langsam, dass selbst 1860 nur vier Familien in Bisholder lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1714 gehörte Bisholder zu den [[Österreichische Niederlande|Österreichischen Niederlanden]]. Erst mit der Eroberung des [[Rheinland]]es und der Stadt [[Koblenz]] im [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieg]] durch [[Französische Revolution|französische Revolutionstruppen]] 1794 endet die Eigenschaft Bisholders als eine von [[Kurtrier]] umgebene [[Habsburger]] [[Exklave]], die sie über 400 Jahre lang innegehabt hatte. Während der französischen Zeit gehörte Bisholder innerhalb des [[Arrondissement de Coblence]] zum Kanton Rübenach. Wie Koblenz fällt Bisholder nach dem [[Wiener Kongress]] an [[Preußen]] und ist Teil der [[Rheinprovinz]]. Innerhalb des [[Landkreis Koblenz|Landkreises Koblenz]] kam es zur Bürgermeisterei Winningen. Im Jahr 1925 hatte Bisholder 148 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. April 1938 gehörte Bisholder zur Gemeinde Güls, die am linken Moselufer liegt. Diese fiel 1970 durch [[Eingemeindung]] an die Stadt Koblenz. Durch diesen Schritt gehört nun auch Bisholder zu Koblenz und ist ein eigenständiger Stadtteil geworden. Vom historischen Kern ist nur noch wenig zu erkennen. Vielmehr ist das Bisholder des frühen 21. Jahrhunderts ein beliebter Vorort von Koblenz. Bisholder wird von Osten durch eine einzige offizielle, relativ steile Hauptzugangsstraße von Güls aus erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St-Antonius-Eremit Koblenz 2013.jpg|mini|hochkant|Die katholische Kapelle [[St. Antonius Eremit (Koblenz)|St. Antonius Eremit]]]]&lt;br /&gt;
* Katholische Kapelle [[St. Antonius Eremit (Koblenz)|St. Antonius Eremit]]&amp;lt;br /&amp;gt;Die Antoniuskapelle (im Kern spätgotisch, jedoch verändert) wird 1546 in einer Urkunde erstmals genannt, aus der sich ergibt, dass sie zur Pfarrei des heutigen [[Koblenz-Lay]] gegenüber auf der rechten Moselseite gehörte. Auch aus Straßennamen (&amp;#039;&amp;#039;Zum Layerbach&amp;#039;&amp;#039;) ist diese Zuordnung noch erkennbar. Der [[Leutpriester|Pleban]] aus Lay erhielt nach dieser Urkunde für das Verlesen der Messe jährlich einen Wein- und [[Fruchtzins]] sowie 1 Malter Korn. Für die Eintreibung war der &amp;#039;&amp;#039;Sendschöffe&amp;#039;&amp;#039; verantwortlich, der auch die umliegenden Wingerte und Weideländer verpachtete. Im einschiffigen Kapellenraum befindet sich eine barocke [[Antonius der Große|Antonius]]-Statue ruraler Herkunft mit Schwein und Glockengeläut. Das Glöckchen&amp;amp;nbsp;– ein übliches ikonographisches Attribut&amp;amp;nbsp;– steht hier noch zusätzlich im Zusammenhang mit einer lokalen Tradition, die auf eine Aufzeichnung aus dem Dreißigjährigen Krieg zurückgeht. Danach habe eine Frau, deren Mann von schwedischen Soldaten zusammengeschlagen wurde, geschworen, wenn ihr Mann wieder gesund würde, wäre sie bereit, 1 Jahr lang aus eigenen Mitteln die Kapelle zu unterhalten und drei Mal täglich das „Ave“ zu läuten. Aus diesem Brauch wurde das Ehrenamt „Pastor zu Bisholder“, das von Jahr zu Jahr am 1. Januar (Schlüsselübergabe) von Familie zu Familie weitergereicht wurde. Bis 1981 wurde um 7, 12 und 19 Uhr zu Ehren des Heiligen Antonius von Hand geläutet. Das Pastoramt gibt es formal immer noch, obwohl 1982 ein elektrisches Läutwerk eingesetzt wurde. Nur zwei Messen im Jahr werden gelesen, eine am 17. Januar für den Eremiten [[Antonius der Große|Antonius]], die zweite am 13. Juni für [[Antonius von Padua]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vom historischen Ortskern stehen nur noch wenige Bauten; es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus und aus dem Jahr datierendes Bruchsteinhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Koblenz-Güls}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erich Franke: &amp;#039;&amp;#039;Koblenzer Kostbarkeiten. Stadtgeschichtliche Skizzen in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2. Hg. von Wolfgang Schütz. Koblenz 1973.&lt;br /&gt;
* Alois Pickel: &amp;#039;&amp;#039;Bisholderer Chronik&amp;#039;&amp;#039;, Koblenz 2014&lt;br /&gt;
* Ulrike Weber (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band 3.3: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Koblenz. Stadtteile.&amp;#039;&amp;#039; Werner, Worms 2013, ISBN 978-3-88462-345-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/bisholder.html Geschichtliche Informationen zu Bisholder] in: regionalgeschichte.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/20/3/N |EW=7/31/56/E |type=landmark |region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bisholder}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Koblenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Koblenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Puretec</name></author>
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