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	<title>Bisdamitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T19:28:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Cosal: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2024-11-24T15:49:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bisdamitz Gutshaus Rückseite.JPG|mini|Gutshaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bisdamitz Teich.JPG|mini|Teich in Bisdamitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bisdamitz Hofladen.JPG|mini|Hofladen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bisdamitz Wirtschaftsgebäude.JPG|mini|Wirtschaftsgebäude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bachlauf durch Bisdamitz.JPG|mini|Bachlauf durch Bisdamitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bisdamitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zur Gemeinde [[Lohme]] auf [[Rügen]] gehörender [[Wohnplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ort, dessen größter Teil von einem Gutshof gebildet wird, liegt in der [[Endmoräne]]nlandschaft der Halbinsel [[Jasmund]] am Rand einer Niederung unweit der Nordküste zur [[Ostsee]] auf einer Höhe von etwa 50 m über NN. Durch die Niederung fließt der [[Kaderbach]], der ab Bisdamitz den Namen &amp;#039;&amp;#039;Bisdamitz Bach&amp;#039;&amp;#039; trägt. Nördlich der Ortslage führt die Straße von [[Glowe]] nach Lohme vorbei. Zum Ort Bisdamitz gehören auch zwei nicht zum Gut gehörende Uferkaten sowie eine Ferienpension im Bungalowstil am Steilufer der Ostsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gutsanlage steht unter [[Denkmalschutz]]. An der Landstraße wurde ein Gebäude in moderner architektonischer Gestaltung errichtet, in welchem zeitweise ein Hofladen und eine Hofgaststätte untergebracht waren. In beiden wurden Produkte aus ökologischem Anbau verkauft. Darüber hinaus bestand eine [[Käserei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Eine erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte 1314 als „Bisdomitze“. Der Name leitet sich vom slawischen &amp;#039;&amp;#039;Bezdomici&amp;#039;&amp;#039; ab. &amp;#039;&amp;#039;Bez doma&amp;#039;&amp;#039; hat dabei im deutschen die Bedeutung von Leute ohne Haus. Der Ort war als [[Weiler]], später als Einzelhof angelegt. Der Einzelhof war als offener [[Vierseitenhof]] gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert gehörte das Hofgut Bertram von Lübeck, einem [[Stralsund]]er Ratsherren, und dem Stralsunder Bürgermeister Möller. 1486 veräußerte Bertram von Lübeck seinen Anteil an das Stralsunder [[Kloster Marienkron]]. Der Möllersche Teil wurde nach seinem Tod 1498 im Rahmen einer Armenstiftung der [[St.-Marien-Kirche (Stralsund)|St.-Marien-Kirche Stralsund]] übertragen. Der Stiftungsbrief vom 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 1500 legt als Zweck der Möllerschen Armenstiftung die [[Armenpflege]] fest. Der Hof lieferte regelmäßig Naturalien an 25 Bedürftige. 1532 bestanden vier Bauernhöfe die insgesamt 4 Hufen und 6 Morgen Ackerland und somit etwa 83 Hektar bewirtschafteten. 1599 war einer der Höfe mit zwei Landhufen doppelt so groß wie die drei anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Reformation]] übergaben die letzten vier auf dem Hof lebenden Nonnen 1558 den klösterlichen Anteil ebenfalls der Marienkirche. Die Verwaltung des Eigentums erfolgte seit dem 17. Jahrhundert durch das evangelische Konsistorium [[Greifswald]]. Noch heute ist die Marienkirche Eigentümerin des Hofs und erhält die Pachteinnahmen, die der Erhaltung der Kirche dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1695, zum Zeitpunkt der [[Schweden|schwedischen]] Matrikelvermessung, lebten in Bisdamitz zwei Bauernfamilien, die Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Erbsen und Lein anbauten und Pferde, Kühe und Bienen hielten. Ein dritter Bauernhof war unbesetzt. Die Pächter wechselten im Laufe der Zeit mehrmals. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Familie Tiburtius die Pacht. Es wurden Schafe, Schweine, Hühner und Milchvieh gehalten und vor allem Weizen und Erbsen angebaut. Das Getreide wurde in Stralsund verkauft und von dort zu einem erheblichen Teil nach England exportiert. Das Gutshaus war zu diesem Zeitpunkt ein [[Fachwerk]]gebäude mit rotem Ziegelwerk und Strohdach. Dieses Gutshaus brannte Anfang des 20. Jahrhunderts ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurden 32 Einwohner gezählt und 160 Hektar bewirtschaftet. Pächter des Guts war P. Schreiber, anschließend bis zur Enteignung 1945/46 Karl Friedrich Julius Otte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bodenreform]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden die Pächter enteignet, die Kirche blieb jedoch Eigentümer des Guts. Auch in der Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde das Gut in der Eigenverwaltung der Kirche geführt. Von 1965 bis 1980 arbeiteten 15 bis 18 Behinderte im Betrieb. 1970 wurden 120 Rinder, davon 60 Milchkühe, 120 Mastschweine sowie verschiedene Geflügelarten gehalten. Der Betrieb war in das [[Planwirtschaft|planwirtschaftliche]] Wirtschaftssystem der DDR integriert. So mussten, obwohl die steinigen Bodenverhältnisse hierfür eher ungeeignet waren, Rüben und Kartoffeln angebaut werden. Ende der 1970er Jahre entstanden dann aber rentablere Produkte. In den 1970er Jahren wurden auch die Flächen der [[St.-Pauli-Kirche (Bobbin)|St.-Pauli-Kirche]] [[Bobbin]] dem Kirchgut angegliedert, so dass insgesamt etwa 185 Hektar bewirtschaftet wurden. Die Ausbringung von [[Pflanzenschutz]] erfolgte konventionell und unterschied sich nicht von der Praxis benachbarter [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]]-Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende (DDR)|politischen Wende des Jahres 1989]] löste die Kirche unrentable Kirchgüter auf, darunter auch Bisdamitz. Im Jahr 1993 wurde der Förderverein Kirchgut Bisdamitz/Rügen, Verein für ökologischen Landbau, Naturschutz und Pflege der Kultur e.&amp;amp;nbsp;V. gegründet, um einen reinen Hotel- oder Gaststättenbetrieb des Gutes zu verhindern. 1994 wurde die ökologische Bewirtschaftung des Guts aufgenommen. Das zum Anbauverband [[Bioland]] gehörende Gut bewirtschaftet 480 Hektar, wovon 370 Hektar Grünland sind. Es werden 60 Milchkühe, 200 Mutterschafe, 600 Fleischschafe, 10 Sauen, 1 Eber, 2 Hunde und 2 Katzen gehalten (Stand 2007). Das Gut betreibt auch ein Bistro im Nationalparkzentrum [[Königsstuhl (Rügen)|Königsstuhl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die touristische Entwicklung und der Ausbau zu einem Erlebnishof wurde seit 2002 durch die Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Rügen mbH als Biolandhof Bisdamitz betrieben. Es entstand ein eintrittsgeldpflichtiger Spielplatz mit einem Bootsnachbau. Im Jahr 2014 wurde der Biolandhof von der Beschäftigungsgesellschaft geschlossen. Zuvor war das Hofgut-Unternehmen, dem die Immobilien gehören, in Insolvenz gegangen und ein starker Rückgang der Besucherzahlen war zu verzeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Wirtschaft/Biolandhof-Projekt-macht-dicht |wayback=20150227125029 |text=Jens-Uwe Berndt, &amp;#039;&amp;#039;Biolandhof-Projekt macht dicht&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-06-16 18:22:00 InternetArchiveBot }} in der [[Ostsee-Zeitung]], online veröffentlicht am 2. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
1834 wurde der deutsche Arzt und Schriftsteller [[Karl Tiburtius]] (1834–1910) in Bisdamitz geboren. Seine 1843 ebenfalls in Bisdamitz geborene Schwester, [[Franziska Tiburtius]] (1843–1927), wurde die erste deutsche Ärztin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinate|NS=54.574664|EW=13.556512|type=city|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lohme)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsiedlung in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1314]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cosal</name></author>
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