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	<title>Bischofspresse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:18:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bischofspresse&amp;diff=1352279&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jbergner: /* Geschichte */ dort zu finden</title>
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		<updated>2023-03-22T06:26:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; dort zu finden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bischofspresse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bestehend aus [[Presshaus]] und dem späteren [[Winzerhaus]] ([[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783941595095|Seiten=120–123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die ursprünglich den Meißner Bischöfen gehörende Weinpresse auf [[Zitzschewig]]er Flur. Sie liegt östlich des Dorfkerns von Zitzschewig, welches heute zu [[Radebeul]] gehört, im Bischofsweg 1/1a.&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Bischofspresse (2).JPG|mini|Winzerhaus der Bischofspresse, rechts das Presshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bereits [[Liste der Kunstdenkmäler nach Gurlitt 1904 in Radebeul|1904 in Gurlitts &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmälern von Dresdens Umgebung&amp;#039;&amp;#039;]] aufgeführten und heute denkmalgeschützten&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot;&amp;gt;{{Denkmaldatenbank des Landes Sachsen|08950831|Abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebäude liegen im Bischofsweg unterhalb des [[Hohenhaus (Radebeul)|Hohenhauses]], das zu jener Zeit ebenfalls den [[Bistum Meißen|Meißner Bischöfen]] gehört hatte. Das heute privat genutzte Ensemble in der Weinbaulage [[Radebeuler Johannisberg]] liegt im &amp;#039;&amp;#039;Denkmalschutzgebiet [[Historische Weinberglandschaft Radebeul]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783867290043| Seite=81 sowie beiliegende Karte}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bischofspresse gilt dem [[Dehio-Handbuch]] als Beispiel für den fließenden Übergang von den schlichten Winzerhäusern der [[Lößnitz (Großlage)|Lößnitz]] zu den mehr herrschaftlichen Häusern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehioB&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3422030433| Seite=730–739}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Denkmalpflege ist die Bischofspresse „eines der bedeutsamsten Weinbauanwesen von Radebeul, […] baugeschichtlich und ortsgeschichtlich sowie künstlerisch bedeutend“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Bischofspresse.jpg|mini|Winzerhaus und Backhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Bischofspresse Rundtempel.jpg|mini|hochkant|Freundschaftstempel im Garten der Bischofspresse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Bischofspresse Presshaus.jpg|mini|Presshaus der Bischofspresse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Bischofspresse Presshaus (1).JPG|mini|Presshaus der Bischofspresse]]&lt;br /&gt;
Das gesamte, inzwischen in zwei Grundstücke geteilte Anwesen liegt auf einem Eckgrundstück zum Kapellenweg, östlich des Dorfkerns von Zitzschewig, hinter einer hohen Einfriedungsmauer. Schräg gegenüber liegt der [[Friedhof Naundorf-Zitzschewig]]. Der Denkmalumfang besteht aus dem Winzerhaus und dem ehemaligen Presshaus sowie aus Backhaus, kleinem Rundtempel im Garten und der Einfriedung mit Pforte und Toreinfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winzerhaus und Backhaus ===&lt;br /&gt;
Das zweigeschossige Gebäude hat ein massives Erdgeschoss und ein Obergeschoss aus [[Fachwerkhaus|Fachwerk]], darüber befindet sich ein ziegelgedecktes [[Walmdach]] mit einer Reihe von [[Giebelgaube]]n, darüber jeweils [[Fledermausgaube]]n. Ehemals mittig befand sich jeweils auf der Straßen- wie auch auf der Gartenseite ein Korbbogenportal mit [[Schlussstein]], heute etwas nach Osten versetzt durch die 1773 erfolgte Verlängerung um eine Fensterachse (4&amp;amp;nbsp;Meter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Ausfachung]]en fanden sich Reste einer [[Illusionsmalerei]], deren Darstellung einen „überraschenden Farbeindruck“&amp;lt;ref name=&amp;quot;BHP2005&amp;quot; /&amp;gt; erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das kleine [[Backhaus (Gebäude)|Backhaus]] nahe der Grundstücksecke wurde wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rundtempel ===&lt;br /&gt;
Der wiederaufgestellte [[klassizistisch]]e Rundtempel steht südlich der Bischofspresse inmitten eines [[Garten]]s. Aus Sandstein gefertigt stehen sechs [[Säule]]n auf schlichten, kubischen [[Postament (Architektur)|Postamenten]], sie tragen einen [[Architrav]] mit [[Gesims]] sowie eine flache [[Kuppel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Kuppel läuft die folgende Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;UNS WARD DER TOD&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;DEN FREVLER SCHEUN&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;GEBURT ZUM EWIGEN&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;UND EDLERN LEBEN.&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren steht auf einem Pfeiler ein Vasendenkmal mit einer heute verblichenen Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;DENKMAHL&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;DER SCHMERZLICHEN TRENNUNG&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;EHELICHER LIEBE&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;DEN 3. MÄRZ 1811&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Presshaus ===&lt;br /&gt;
Das Presshaus ist eingeschossig und massiv aus Bruchstein, es steht auf einem Gewölbekeller und hat ein ziegelgedecktes [[Krüppelwalmdach]]. An das im Kern aus der 2.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammende Gebäude wurde im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert rechtwinklig ein Anbau angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 erfolgte die Sanierung des Presshauses, dabei erfolgte der Umbau zum Wohnhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:15676-Radebeul-1913-Wettinhöhe und Kapelle-Brück &amp;amp; Sohn Kunstverlag.jpg|mini|Bischofspresse (Bildmitte) und Umfeld (1913): Rechts der [[Friedhof Naundorf-Zitzschewig]] mit der Johanneskapelle, in der mittleren Reihe von rechts: [[Landhaus Richard Nitzschke]], [[Landhaus Alban Mannschatz]] und das [[Nebengebäude des Hohenhauses]], darüber die [[Wettinshöhe]]]]&lt;br /&gt;
Der Meißner Bischof [[Konrad II. von Kirchberg-Wallhausen]] ließ 1373 auf dem &amp;#039;&amp;#039;Bischofsberg&amp;#039;&amp;#039; eine Weinpresse mit Weinkeller errichten, die bis zur [[Säkularisation]] 1539 ebenso wie der Weinberg im Besitz der Bischöfe verblieb. Es handelt sich damit um eines der ältesten der in den [[Lößnitzortschaften]] nachweisbaren Anwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kern des heutigen Presshausgebäudes stammt aus der 2.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Auf der Karte von [[Matthias Oeder]] (nach 1586) wird das Gebäude &amp;#039;&amp;#039;Simon Clauß Preß&amp;#039;&amp;#039; genannt, nach dem [[Naundorf (Radebeul)|Naundorfer]] Bauern Simon Clauß, der es 1584 ebenso wie das Hohenhaus erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hohenhaus.net/geschichte.html Hohenhaus Radebeul: Vom Bischofssitz zum Märchenschloss]&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1600 wurde die Presse dann an die Dresdner Räte Jacob Kuffer und Conrad Rühle verkauft. Weitere Eigentümerwechsel der Presse fanden 1620 und 1654 statt. Um 1680 ließ der kurfürstliche Steuersekretär Michael Findekeller das heutige Winzerhaus (Herrenhaus) errichten (siehe auch [[Zechstein (Radebeul)|Zechstein]]). Um 1724 war das Anwesen im Besitz des Geheimen Kriegsrats von Teubern. 1773 wurde das Haus durch den Dresdner Kauf- und Handelsherrn Gottfried Rentzsch um eine Fensterachse erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1794 war das Anwesen über mehrere Generationen im Besitz der Familie Elz. Der Dresdner Stadtchirurg Michael Elz († 1820) ließ 1811 in Erinnerung an seine früh verstorbene Frau einen klassizistischen [[Freundschaftstempel]] im Garten errichten. Gegen 1800 entstand auch das Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod der letzten ansässigen Nachfahrin von Elz 1951 kam das Ensemble durch Erbschaft in städtische Hand, die dort mehrere Wohnungen unterbrachte. Trotz zunehmenden Verfalls konnte der drohende Abriss durch die Bewohner, unterstützt durch den Baumeister [[Franz Jörissen (Baumeister)|Franz Jörissen]], abgewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung 1994 wurden die Gebäude im Laufe von etwa zehn Jahren saniert, auch der 1973 abgetragene [[Monopteros (Tempel)|Rundtempel]] wurde um 1995 wieder errichtet. Die Bischofspresse wird heute als Mehrfamilienhaus genutzt. Das Presshaus kam in separate Hand, an einen Steinsetzmeister, der dort Wohnhaus und Büro einrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauherrschaft der Bischofspresse, ein Architekt mit seiner Familie, erhielt für die Sanierung im Jahr 2005 den [[Radebeuler Bauherrenpreis]] in der Kategorie &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflegerische Instandsetzung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BHP2005&amp;quot;&amp;gt;[[Radebeuler Bauherrenpreis]] 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage befindet sich das Haus in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3938460059}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783941595095}}&lt;br /&gt;
* {{BKD|26|291 f|324|Zitzschewig. Grundstück Bischofspresse Nr. 66}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783867290043}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Georg Wulff; et al. (Red.) |Hrsg=verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul&amp;lt;!-- schreibt sich tatsächlich alles klein--&amp;gt; |Titel=Winzerhäuser in Radebeul |Sammelwerk=Beiträge zur Stadtkultur der Stadt Radebeul |Ort=Radebeul |Datum=2003 |Online=[http://www.denkmalneuanradebeul.de/publikw.htm Online-Inhaltsverzeichnis], dort der Link zur Bischofspresse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/bischofspresse Sämtliche Fotos und Scans zur Bischofspresse] bei der [[Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/07/03.19/N |EW=13/36/35.46/E |type=landmark |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal der Kulturgeschichte (Kreis Dresden-Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Weingut (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerkhaus in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Weinberglandschaft Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prämiertes Bauwerk (Bauherrenpreis der Stadt Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prämiertes Bauwerk in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitzschewig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jbergner</name></author>
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