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	<title>Bischapur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:57:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bischapur&amp;diff=966865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Literatur ergänzt; fehlerhafte Autorennennung und Reihentitel bei bestehenden Einträgen korrigiert; Schreibweise gemäß Diskussionsseite von Sassanidenreich; Kleinigkeiten</title>
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		<updated>2026-04-27T19:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt; fehlerhafte Autorennennung und Reihentitel bei bestehenden Einträgen korrigiert; Schreibweise gemäß Diskussionsseite von &lt;a href=&quot;/index.php/Sassanidenreich&quot; title=&quot;Sassanidenreich&quot;&gt;Sassanidenreich&lt;/a&gt;; Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|article=/|NS=29/46/40/N |EW=51/34/15/E|type=landmark |region=IR|map=right}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bishapur (Iran) Sassanid Period 2.jpg|miniatur|Die Ruinen von Bischapur]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bischapur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („[schöne] Stadt des Schapur“, auch &amp;#039;&amp;#039;Veh-Shapur&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pleiades.stoa.org/places/922740 www.pleiades.stoa.org].&amp;lt;/ref&amp;gt; eigentlich „gut/besser [ist] Schapur“&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kettenhofen: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=21391 www.h-net.org Review of Wiesehöfer, Josef; Huyse, Philip, Ērān ud Anērān: Studien zu den Beziehungen zwischen dem Sasanidenreich und der Mittelmeerwelt. Beiträge des Internationalen Colloquiums in Eutin, 8.-9. Juni 2000. H-Soz-u-Kult, H-Net Reviews. November, 2006.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine [[Sasanidenreich|sasanidische]] Residenzstadt. Sie liegt in der [[iran]]ischen Provinz [[Fars]] etwas westlich von [[Schiras]], 23&amp;amp;nbsp;km (westlich) nördlich des modernen [[Kazerun]] auf einer Straße von der [[Persis]] nach [[Elam (Altertum)|Elam]], die wiederum [[Istachr]] mit [[Seleukeia-Ktesiphon|Ktesiphon]] verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort war schon in elamitischer und [[Parther|parthischer]] Zeit besiedelt, wurde nach einer Inschrift im Jahr 266 aber von [[Schapur I.]] neu gegründet. Die Stadt erhielt nach dem [[Hippodamisches Schema|hippodamischen Prinzip]] einen rechteckigen Grundriss mit einem schachbrettartigen Stadtplan. Es wird vermutet, dass dies auf [[Römisches Reich|römische]] Gefangene der [[Schlacht von Edessa]] zurückgeht, die beim Bau der Stadt eingesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Ausgrabungen fanden in den 1930er Jahren durch [[Roman Ghirshman]] und [[Georges Salles]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
Die Überreste von Bischapur bestehen heute aus drei Komplexen. Es gibt die eigentliche Stadt, es gibt eine Festung und es gibt nicht weit im östlich gelegenen Nebental an den südlichen Felswänden sechs Felsreliefs, die vor allem Schapur I. aber auch andere Herrscher feiern. [[Hans Henning von der Osten]] nahm an, dass diese Reliefs in hellenistischer Machart iranische Inhalte verkörpern, die ebenfalls auf gefangene römische Steinmetzen hinweisen. In einigem Abstand dazu im selben Tal weiter im Osten hoch über dem Tal in der nördlichen Bergkette gibt es auch eine Höhle mit einer acht Meter hohen [[Kolossal-Statue Schapurs I.]] Dies war vielleicht das Grabmonument des Herrschers.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bishapur zan, AO 26169.jpg|mini|Mosaikdetail aus der Palastanlage Schapurs I., 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Die eigentliche Stadt ist bisher nur zum kleinen Teil erforscht. Vor allem die Ruinen des Palastes von Bischapur stehen heute noch bis zu einer beachtlichen Höhe. Zentrum des Komplexes war eine kreuzförmige Anlage, die wohl aus einem Hof und vier [[Iwan (Architektur)|Iwans]] bestand (von den Ausgräbern als Kuppelsaal rekonstruiert, doch scheint dies aus statischen Gründen nicht möglich). Es handelt sich um den Thronsaal des Palastes, in dessen Wände sich Nischen befanden, die einst sicherlich Statuen des Herrschers enthielten. Der ganze Palast war mit [[Mosaik]]en dekoriert, die mit dem Kult des griechischen Dionysos in Zusammenhang gebracht&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Alram]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst im Sasanidenstaat.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 263–295, hier: S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubertus von Gall]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mosaiken von Bishapur und ihre Beziehungen zu den Triumphreliefs des Shapur I.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Mitteilungen aus Iran.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 4, 1971, S. 193–205.&amp;lt;/ref&amp;gt; stilistisch (eindeutig) hellenistischen Einfluss zeigen und vermutlich ebenfalls von römischen Gefangenen entworfen und erstellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Felsreliefs ==&lt;br /&gt;
* Das erste Relief ist der Investitur von Schapur I. gewidmet. Das Relief ist nicht gut erhalten. Es zeigt zwei sich gegenüber stehende Reiter. [[Ahura Mazda]] überreicht dem Herrscher den Ring der Macht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bishapur relief 3 7.jpg|mini|Schapur I. mit Gordianus III., Philippus Arabs und Valerianus&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Michael Alram]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst im Sasanidenstaat.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 263–295, hier: S. 270–272.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
* Das zweite Relief feiert den Sieg von Schapur I. über die Römer. Der römische Kaiser [[Philippus Arabs]] kniet vor dem Herrscher. [[Gordian III.]] liegt getötet unter dem Pferd des Herrschers. [[Valerian]], der von dem Herrscher gefangen genommen wurde, erscheint neben diesen und wird von Schapur I. festgehalten. Die Szene wird von hohen sasanidischen Beamten flankiert.&lt;br /&gt;
* Ein drittes Relief feiert ebenfalls den Sieg von Schapur I. über diverse Feinde. Philippus Arabs und Valerian sind dargestellt. Es erscheinen Elefanten, was einen Sieg über die [[Kuschana]] andeutet.&lt;br /&gt;
* Das vierte Relief stammt von [[Bahram I.]] (273–276) und zeigt eine Delegation von [[Araber]]n.&lt;br /&gt;
* Das fünfte Relief zeigt die Investitur von Bahram I.&lt;br /&gt;
* Das letzte Relief stammt von [[Schapur II.]] (309–379) und zeigt die Unterdrückung eines Aufstandes. Der Herrscher ist in der Mitte frontal dargestellt, wie er auf einem Thron sitzt. Es kommen Höflinge zu ihm und schließlich Gefangene.&lt;br /&gt;
* Südlich von Bischapur, am Felsen von Sar Maschhad&amp;lt;ref&amp;gt;[https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/69790568 www.spiegel.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; (in [[Kazerun (Verwaltungsbezirk)|Kazerun]]), wird, dort erstmals in der [[Sassanidische Kunst|sasanidischen Kunst]] aufgriffen von Bahram II., der „König als Jäger“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Alram]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst im Sasanidenstaat.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 263–295, hier: S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bishapur|Bischapur}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|place|bishapur|||Bishapur|}}&lt;br /&gt;
* {{EIr|bisapur-town}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roman Ghirshman]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran – Parther und Sasaniden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Universum der Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). München 1962, Abb. 180–186 (Mosaiken).&lt;br /&gt;
* G. Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;The Sasanian Rock Reliefs at Bishapur. Part 1: Bishapur III, Triumph attributed to Shapur I&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Iranische Denkmäler.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Berlin 1980.&lt;br /&gt;
* G. Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;The Sasanian Rock Reliefs at Bishapur. Part 3: Bishapur I/II&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Iranische Denkmäler.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Berlin 1983.&lt;br /&gt;
* Anahita Nasrin Mittertrainer: &amp;#039;&amp;#039;Sinnbilder politischer Autorität? Frühsasanidische Städtebilder im Südwesten Irans.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität, München 2020, ISBN 978-3-95925-131-0, besonders S. 131–197 ([https://publishing.ub.uni-muenchen.de/index.php/oplmu/catalog/book/12 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalischer Fundplatz im Iran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Felsbaukunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sassanidische Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike iranische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Landschaft der Sassaniden in der Region Fars]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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