<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Birnbaumer_Wald</id>
	<title>Birnbaumer Wald - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Birnbaumer_Wald"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Birnbaumer_Wald&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T14:13:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Birnbaumer_Wald&amp;diff=179005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yuriklim: Weblinks cleanup</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Birnbaumer_Wald&amp;diff=179005&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T16:27:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblinks cleanup&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Gebirge, zu anderen Bedeutungen siehe [[Hrušica]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME=Birnbaumer Wald (Hrušica)&lt;br /&gt;
|KARTE=Map-Peartreeforest-Hrušica.png&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=Lage des Birnbaumer Waldes (Hrušica)&lt;br /&gt;
|BILD= RK 0707 1702 Nanos Planote.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Blick vom Bergzug des Nanos auf den Birnbaumer Wald&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=[[Goriška]]/[[Notranjsko-kraška]], Slowenien&lt;br /&gt;
|EINTEILUNG NACH=&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE=[[Karst-Plateau|Karst]]/[[Südalpen]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE-BEZ=Teil von&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL=[[Lovrenc]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE=1019&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG=SI&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=45/50/0/N&amp;lt;!--ca Beschriftung der slow. Karte--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=14/10/0/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=SI&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE=20&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
|TYP=&lt;br /&gt;
|GESTEIN=[[Kalkstein]]&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Birnbaumer Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{slS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hrušica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, {{itS|&amp;#039;&amp;#039;Selva di Piro&amp;#039;&amp;#039;}}, ist ein etwa 100&amp;amp;nbsp;km² großes [[Mittelgebirgscharakter|mittelgebirgiges]] [[Hochebene|Hochplateau]]  im Südwesten [[Slowenien]]s. Er liegt am Nordrand der Landschaft [[Karst-Plateau|Karst]] und am Südostrand der [[Julische Alpen|Julischen Alpen]] und bildet einen bis in die jüngste Zeit wichtigen [[Gebirgspass]] im östlichen Alpenraum für die Verbindung zwischen Slowenien und [[Italien]] bei [[Gorizia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name der Region ist antiken Ursprungs. Er leitet sich von der Station her, die sich in römischer Zeit auf der Passhöhe befand: Sie trug den [[latein]]ischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039;, was mit „Zum Birnbaum“ übersetzt wurde. Auch der slowenische Name Hrušica (von &amp;#039;&amp;#039;hruška&amp;#039;&amp;#039;, slowenisch ‚[[Birnen|Birne]]‘) und die italienische Bezeichnung Selva di Piro beziehen sich darauf. Allerdings ist nicht zu beweisen, dass sich der antike Name tatsächlich von einem Birnbaum ableitet. Nach anderer Lesart soll der Name von dem [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] Wort πύρ &amp;#039;&amp;#039;(pýr)&amp;#039;&amp;#039; für Feuer herstammen, da es in dieser Gegend Signalfeuer zur Übermittlung von Nachrichten gegeben haben soll. In der frühen Neuzeit wurde die Region als &amp;#039;&amp;#039;Pyrpamerwald&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Der Birnbaumer Wald erreicht im [[Lovrenc]] eine Höhe bis zu {{Höhe|1020}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Höhenangabe schwankt je nach Maßstab der amtlichen Slowenischen Karte von {{Höhe|1020}} über {{Höhe|1019}} bis 1018,9&amp;amp;nbsp;m; nach neueren Daten nur ca. {{Höhe|1003}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Südwesten wird er durch den {{Höhe|1313}} hohen Bergzug [[Nanos]] begrenzt. Er gehört als Teil des [[Dinarisches Gebirge|Dinarischen Gebirges]] zusammen mit dem nordwestlich anschließenden [[Ternowaner Wald]] (slow. &amp;#039;&amp;#039;Trnovski Gozd&amp;#039;&amp;#039;) zum Karstgebiet der [[Innerkrain]]. Beide Regionen markieren als südalpine Mittelgebirge einen Teil des Südrandes der [[Alpen]], denen sie nach der traditionellen Grenze an der [[Pforte von Postojna|Adelsberger Pforte]] zugerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie und Hydrologie ===&lt;br /&gt;
Geologisch sind Birnbaumer und Ternowaner Wald Stufen des nach Süden hin überschobenen südalpinen [[Tektonische Decke|Deckensystems]]. Der Raum wird dem Alpinen [[Karst]] beziehungsweise Hochkarst zugeordnet und ist von vielen [[Höhle]]nsystemen durchzogen, die zu den längsten der Welt zählen. Hier finden sich bis zu 100&amp;amp;nbsp;m tiefe [[Doline]]n mit einer [[Reliefumkehr|Inversion]] der [[Höhenstufe (Ökologie)|Vegetationsstufen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Birnbaumer Wald bildet zusammen mit dem Nanos, der Hochebene von Schwarzenberg (slow.: Črni vrh), dem Hinterland des Flusses Hubelj, den westlichen Teilen des Ternowaner Waldes und dem [[Banjšice-Plateau]] eine [[Hydrogeologie|hydrogeologische]] Einheit, deren Karstwasserkörper von [[Mesozoikum|mesozoischen]] [[Dachsteinkalk]]en und [[Brekzie|Kalkbreccien]] bestimmt ist. Diese bilden hochporöse [[Karstgrundwasserleiter]] mit hoher [[Permeabilität (Geowissenschaften)|hydraulischer Leitfähigkeit]]. Es handelt sich dabei durchwegs um tiefen Karst. Auf drei Seiten wird der Karstwasserleiter von Birnbaumer Wald und &amp;#039;&amp;#039;Nanos&amp;#039;&amp;#039; von [[Flysch]] begrenzt und grenzt im Nordosten an die Predjama-Störung. Der [[Grundwassernichtleiter|Grundwasserstauer]], der ebenfalls aus Flysch besteht, liegt unter dem Birnbaumer Wald bei circa 0&amp;amp;nbsp;m. Die Entwässerung nahezu des gesamten Gebietes erfolgt zur Quelle der [[Vipava (Fluss)|Vipava (Wippach)]]. Durch das Gebiet verläuft die [[Europäische Hauptwasserscheide]] zwischen den [[Einzugsgebiet]]en von Adria und Donau (siehe auch [[Wasserscheiden in den Alpen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima und Vegetation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SLO-Hrušica2.JPG|mini|Vegetation im Birnbaumer Wald]]Klimatisch liegt der Birnbaumer Wald an der Grenze zwischen dem gemäßigten Kontinentalklima und dem inländisch-submediterranen Klima des [[Wippachtal]]es. Das Gebiet zählt zu den niederschlagsreichsten Regionen Sloweniens (bis über 2000&amp;amp;nbsp;mm pro Jahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vegetation der heute noch dünn besiedelten Region ist Teil des [[Dinarischer Karst-Blockhalden-Tannenwald|Dinarischen Tannen-Buchenwaldes]], der forstwirtschaftlich genutzt wird. Bis in die Neuzeit hinein war ein wichtiger Erwerbszweig die Produktion von [[Holzkohle]]. Auf dem Hochkarst kommen Ansammlungen von Eis in Schachthöhlen vor, das in der Vergangenheit [[Bergbau|bergmännisch]] abgebaut und exportiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebirgspass ===&lt;br /&gt;
Durch seine Lage in dem schmalen Gebiet zwischen der [[Obere Adria|oberen Adria]] und dem südost- und mitteleuropäischen Binnenland bildete das Plateau mit dem Birnbaumer Sattel neben der [[Pforte von Postojna]] schon seit ältester Zeit einen wichtigen Gebirgspass im östlichen Alpenraum. Der Pass liegt auf 883&amp;amp;nbsp;m Höhe und verbindet die slowenische Hauptstadt [[Ljubljana]] über die Ortschaften [[Logatec]], [[Podkraj]], [[Col (Slowenien)|Col]] und [[Ajdovščina]] mit der Grenzstadt [[Nova Gorica]] und [[Görz|Gorizia]] in [[Oberitalien|Nordostitalien]]. In früheren Zeiten führte der Hauptverkehr in der schneefreien Zeit über den Pass. Seit dem Ausbau der Straße und dem Bau der [[Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Trieste Centrale|Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Triest]] im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, die beide von Ljubljana nach [[Triest]] über [[Postojna]] südlich um den Birnbaumer Wald herumführen, ist es hier stiller geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch seine verkehrsgeographische und strategische Lage ist das Gebiet seit Jahrtausenden Grenzland. Noch heute ist dies durch die plötzliche Änderung von Landschaftscharakter, Vegetation sowie Siedlungs- und Hausformen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Infobox Pass&lt;br /&gt;
| NAME              = Hrušica (Birnbaumer Sattel)&lt;br /&gt;
| BILD              = RK 0707 1702 Nanos Planote.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG  = Blick vom Bergzug des Nanos auf den Birnbaumer Wald&lt;br /&gt;
| REGION            = &lt;br /&gt;
| REGION-BEZ        = &lt;br /&gt;
| REGION-ISO        = SI-064&lt;br /&gt;
| PASSHÖHE          = 883&lt;br /&gt;
| PASSHÖHE-BEZUG    = &lt;br /&gt;
| AUSBAU            = Passstraße&lt;br /&gt;
| ERBAUT            = 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| SPERRE            = &lt;br /&gt;
| SPERREART         = &lt;br /&gt;
| GEBIRGE           = &lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN    = &lt;br /&gt;
| DENZEL            = &lt;br /&gt;
| SEITE1            = Westen&lt;br /&gt;
| REGION1           = &lt;br /&gt;
| REGION1-BEZ       = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE1         = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE1-BEZUG   = &lt;br /&gt;
| WASSER1           = &lt;br /&gt;
| ORT1              = [[Ajdovščina]]&lt;br /&gt;
| AUSBAU1           = &lt;br /&gt;
| ERBAUT1           = &lt;br /&gt;
| SPERRE1           = &lt;br /&gt;
| LÄNGE1            = &lt;br /&gt;
| HD1               = &lt;br /&gt;
| BERGWERTUNG1      = &lt;br /&gt;
| DENZEL1           = &lt;br /&gt;
| MAXSTEIGUNG1      = &lt;br /&gt;
| DSTEIGUNG1        = &lt;br /&gt;
| STEILSTERKM1      = &lt;br /&gt;
| SEITE2            = Osten&lt;br /&gt;
| REGION2           = &lt;br /&gt;
| REGION2-BEZ       = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE2         = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE2-BEZUG   = &lt;br /&gt;
| WASSER2           = &lt;br /&gt;
| ORT2              = [[Logatec]]&lt;br /&gt;
| AUSBAU2           = &lt;br /&gt;
| ERBAUT2           = &lt;br /&gt;
| SPERRE2           = &lt;br /&gt;
| LÄNGE2            = &lt;br /&gt;
| HD2               = &lt;br /&gt;
| BERGWERTUNG2      = &lt;br /&gt;
| DENZEL2           = &lt;br /&gt;
| MAXSTEIGUNG2      = &lt;br /&gt;
| DSTEIGUNG2        = &lt;br /&gt;
| STEILSTERKM2      = &lt;br /&gt;
| KARTE             = &lt;br /&gt;
| POSKARTE          = &lt;br /&gt;
| ALTERNATIVKARTE   = &lt;br /&gt;
| LAT               = 45.863611&lt;br /&gt;
| LONG              = 14.111667&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirgspass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenpass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pass in Slowenien]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MS-Argonautai-route.jpg|mini|Zug der Argonauten]]&lt;br /&gt;
Dass das Gebiet bzw. die mittlere Umgebung des Birnbaumer Waldes schon in der [[Antike]] ein wichtiger Verkehrsweg von und nach Italien war, zeigt sich in der Verknüpfung mit der griechischen Sagenwelt: Die [[Argonautensage|Argonauten]] sollen auf ihrer Flucht, die von [[Kolchis]] am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] die [[Donau]] aufwärts bis zur [[Adriatisches Meer|Adria]] führte, hier vorbeigekommen sein. Hinter der Sage verbirgt sich die bei den alten Griechen verbreitete Vorstellung, wonach die Donau aufgrund einer [[Flussbifurkation|Bifurkation]] nicht nur ins Schwarze Meer, sondern auch in die Adria mündete. Die Sage verweist auf frühe Handelskontakte der Griechen mit den Völkern an der [[Obere Adria|oberen Adria]]. Über die Region führte auch die [[Bernsteinstraße]] von der [[Ostsee]] bis nach [[Aquileia]] in Nordostitalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Geograph [[Strabon]] bezeichnet das Gebiet als Okra-Gebirge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okra-Gebirge&amp;quot;&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 4, 6, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind der Berg &amp;#039;&amp;#039;[[Nanos]]&amp;#039;&amp;#039; und die umliegenden Regionen zu verstehen. Nach seinen Angaben siedelte hier der [[Illyrer|illyrisch]]-[[Kelten|keltische]] Stamm der [[Japoden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Japoden&amp;quot;&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 4, 6, 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu römischer Zeit wurde der Birnbaumer Wald den [[Julische Alpen|Julischen Alpen]] zugerechnet. Hier lag die Grenze zwischen Italien und der Provinz [[Pannonien]]. Strabon berichtet, dass Frachtgüter von Aquileia aus auf Lastwagen durch das Okra-Gebirge nach &amp;#039;&amp;#039;Nauportus&amp;#039;&amp;#039; ([[Vrhnika]]) geschafft wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nauportus&amp;quot;&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 7, 5, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort wurden sie per Schiff über die Flüsse [[Ljubljanica|Laibach]] und [[Save]] weiter nach Osten transportiert. Der Weg führte zu dieser Zeit durch die [[Pforte von Postojna]] südlich um den &amp;#039;&amp;#039;Nanos&amp;#039;&amp;#039; herum. Beim [[Razdrto (Pass)|Pass von Razdrto]] befand sich zu damaliger Zeit eine Station.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Razdrto&amp;quot;&amp;gt;Jana Horvat, Alma Bavdek: &amp;#039;&amp;#039;Okra. Vrata med Sredozemljem in Srednjo Evropo (Ocra. The gateway between the Mediterranean and Central Europe)&amp;#039;&amp;#039;. Opera Instituti Archaeologici Sloveniae, Ljubljana, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Kaiser [[Augustus]] wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Via Gemina]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen &amp;#039;&amp;#039;Aquileia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Emona&amp;#039;&amp;#039; ([[Ljubljana|Laibach]]) durch den Birnbaumer Wald ausgebaut, wodurch sich die Route von und nach Italien verkürzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rufus Festus]]: &amp;#039;&amp;#039;Breviarium rerum gestarum populi Romani&amp;#039;&amp;#039; 7, 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies geschah wahrscheinlich als Reaktion auf den [[Pannonischer Aufstand|Aufstand in Pannonien]] im Jahre 6 n.&amp;amp;nbsp;Chr. Die neue Straße war teilweise so steil, dass Wagengleise und Treppenstufen für Pferde in den Fels gehauen werden mussten. Entlang der Straße entstanden zivile Stationen zum Wechseln der Pferde und zur Versorgung der Reisenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Stelle des Passes wurde durch die Station &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; (Zum Birnbaum) gesichert. Ab dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. befand sich hier eine Poststation und ab dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein Wachtposten von [[Benefiziarier]]n, also Soldaten mit zivilen Aufgaben, die die Zollkontrolle übernahmen und die Reisenden vor Raubüberfällen schützen sollten. Eine Reise auf dieser Passstraße konnte ohne entsprechenden Begleitschutz offensichtlich eine gefährliche Angelegenheit sein, wie die Inschrift eines bei [[Ajdovščina]] aufgefundenen Grabsteins eines [[Centurio]]s der [[Legio XIII Gemina]], Antonius Valentinus, berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Inscriptiones Latinae selectae]]&amp;#039;&amp;#039; 2646: „[Valentinus wurde] an diesem unheilvollen Ort in den Julischen Alpen von Straßenräubern erschlagen,&amp;#039;&amp;#039;[…] in Alpes Iulias loco quod appellatur Scelerata interfecto a latrionibus.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Station war Teil des &amp;#039;&amp;#039;[[cursus publicus]]&amp;#039;&amp;#039;, des öffentlichen Beförderungssystems, das vor allem Staatsbediensteten zur Verfügung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claustra Alpium Iuliarum.jpg|mini|Verteidigungssystem &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell ad pirum.jpg|mini|Rekonstruktion des Kastells &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Markomannenkriege]] unter Kaiser [[Mark Aurel]] gehörte der Birnbaumer Wald zur Militärverwaltungszone &amp;#039;&amp;#039;Praetentura Italiae et Alpium&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jaroslav Šašel]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Umfang und Dauer der Militärzone Praetentura Italiae et Alpium zur Zeit Mark Aurels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Museum Helveticum&amp;#039;&amp;#039; 31, 1974, S. 225–233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 170 stießen [[Markomannen]] und [[Quaden]] von Pannonien aus durch diese Gegend bis nach Oberitalien vor, belagerten &amp;#039;&amp;#039;Aquileia&amp;#039;&amp;#039; und zerstörten das benachbarte &amp;#039;&amp;#039;Opitergium&amp;#039;&amp;#039; ([[Oderzo]]). Als sich im Laufe des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die Angriffe auf das Römische Reich verstärkten, wurden in der [[Spätantike]] zu Beginn des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts unter der Herrschaft des Kaisers [[Diokletian]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Claustra Alpium Iuliarum]]&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, ein Sperrsystem aus Mauern und Befestigungen in den Julischen Alpen, das den Zugang nach Italien sichern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrum dieses Verteidigungssystems bildete die Station &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; im Birnbaumer Wald, die in eine militärische Anlage umgewandelt und zum Steinkastell ausgebaut wurde. Das Kastell war 250&amp;amp;nbsp;m lang, 75&amp;amp;nbsp;m breit und von einer 2,70&amp;amp;nbsp;m breiten und 8&amp;amp;nbsp;m hohen Mauer umgeben. Der östliche Eingang war durch zwei Türme von etwa 10&amp;amp;nbsp;m Höhe geschützt. Es besaß eine ständige Besatzung von 500 Mann. Zu den &amp;#039;&amp;#039;Claustra&amp;#039;&amp;#039; gehörten außerdem die [[Burgus|Burgi]] von Lanišče und [[Logatec|Martinj Hrib]] sowie die Stationen &amp;#039;&amp;#039;Nauportus&amp;#039;&amp;#039; (Vrhnika) und &amp;#039;&amp;#039;Castra&amp;#039;&amp;#039; ([[Ajdovščina]]) zu beiden Seiten des Passes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Peutingeriana]]&amp;#039;&amp;#039; ist der Birnbaumer Wald als „in alpe Iulia“ verzeichnet; er liegt zwischen „fluvio frigido“ (Ajdovščina) und der Herberge &amp;#039;&amp;#039;([[mansio]]) „Longatico“&amp;#039;&amp;#039; (Logatec).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tabula Peutingeriana&amp;#039;&amp;#039;, Segmentum III, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;[[Itinerarium Burdigalense]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Reisehandbuch eines anonymen [[Christ]]en, der im Jahre 333 die erste schriftlich dokumentierte, von [[Bordeaux]] ausgehende [[Pilgerweg nach Jerusalem|Pilgerreise nach Jerusalem]] unternahm, ist &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; als Etappenstation aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Itinerarium Burdigalense&amp;#039;&amp;#039; 560, 3f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ad Pirum Slovenia.JPG|mini|Überreste des Kastells &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; auf der Passhöhe des Birnbaumer Waldes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei militärischen Auseinandersetzungen innerhalb des Römischen Reiches spielte der Birnbaumer Wald eine Rolle: Im Jahre 351 beendete Kaiser [[Constantius II.]] den Kampf gegen seinen Rivalen [[Magnentius]] durch die Eroberung der Festung &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahre 394 unternahm [[Theodosius I.]], der Kaiser des Ostteils des Reiches, mit 100.000 Mann einen Feldzug gegen seinen Widersacher [[Eugenius]], der von den heidnischen Senatoren Roms unterstützt wurde. Archäologische Hinweise sprechen dafür, dass die vom &amp;#039;&amp;#039;[[Magister militum]]&amp;#039;&amp;#039; [[Stilicho]] befehligte Armee des Theodosius, unter denen sich ein Kontingent von 20.000 [[Goten]] unter ihrem Anführer [[Alarich I.|Alarich]] befand, die Festung gewaltsam einnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einnahm&amp;quot;&amp;gt;[[Thilo Ulbert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum (Hrušica). Spätrömische Passbefestigung in den julischen Alpen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 31). Beck, München 1981, ISBN 3-406-07981-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer anderen Darstellung zufolge war die Passhöhe schon vor Ankunft der östlichen Truppen vom Westheer geräumt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Leppin]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodosius der Große, auf dem Weg zum christlichen Imperium&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gestalten der Antike&amp;#039;&amp;#039;). Primus Verlag, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-471-4, S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wachend und betend soll der Kaiser hier die Nacht zum 6. September verbracht haben. Am Morgen zog er bergabwärts Richtung Italien und traf am &amp;#039;&amp;#039;Fluvius frigidus&amp;#039;&amp;#039;, dem heutigen Flüsschen Hubelj, im Tal der Vipava (Wippach) auf die Hauptarmee des Eugenius. Es kam zu einer der letzten großen Schlachten des Römischen Reiches, in der Theodosius den Sieg davontrug und sich damit das Schicksal zugunsten des Christentums entschied ([[Schlacht am Frigidus]]). Nach dieser Auseinandersetzung wurde das Befestigungssystem im Birnbaumer Wald aufgegeben, die Anlagen zerfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte völkerwanderung.jpg|mini|Züge der Völkerwanderungszeit]]&lt;br /&gt;
Gerade in der Zeit der [[Völkerwanderung]] war das Sperrsystem außer Funktion und hatte keine Bedeutung mehr, als der Birnbaumer Wald verschiedenen Völkern als Einfallstor nach Italien diente. Alarich hatte auf dem Feldzug des Theodosius das Terrain und die Schwächen des Verteidigungssystems kennengelernt. Im Jahre 401 fiel er mit den Goten über den Pass in Italien ein und belagerte [[Mailand]]. Im Jahre 408 fiel er erneut ein und rief aus Pannonien seinen Schwager [[Athaulf]] herbei, der im selben Jahr die Julischen Alpen mit einer Armee überquerte, die aus Goten und [[Hunnen]] bestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bestand&amp;quot;&amp;gt;[[Zosimos]]: Neue Geschichte 5, 45, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 452 zogen die Hunnen unter [[Attila]] ohne Widerstand durch den Birnbaumer Wald und zerstörten im Wippach-Tal das befestigte &amp;#039;&amp;#039;Castra&amp;#039;&amp;#039; (Ajdovščina). Auch [[Theoderich der Große]], der im Jahre 489 mit den [[Goten#Ostgoten|Ostgoten]] nach Italien zog, fand keinen Widerstand auf der Passhöhe, erst beim Übergang über den [[Isonzo]] traf er auf seinen Widersacher [[Odoaker]]. Mit dem Zug der [[Langobarden]] unter ihrem Anführer [[Alboin]] im Jahre 568 über den Pass des Birnbaumer Waldes und der Besetzung Norditaliens endete schließlich die Völkerwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hrušica Podkraj Ajdovščina Slovenia - church.jpg|mini|hochkant|Ruinen der Gertrudis-Kapelle]]&lt;br /&gt;
Um das Jahr 590 rückten in die von den Langobarden verlassenen Gebiete die südslawischen [[Slowenen]] nach. Während des frühen [[Mittelalter]]s lag der Birnbaumer Wald abseits der Hauptverkehrswege. Wie Münzfunde zeigen, belebte der im Hochmittelalter einsetzende Aufschwung des Fernhandels die alte Route neu, auf der Passhöhe entstanden inmitten der römischen Ruinen eine Herberge, eine Poststation sowie eine Kapelle der heiligen [[Gertrud von Nivelles|Gertrudis]], der Schutzpatronin der Reisenden. Gegen Ende des Jahres 1096 marschierte einer der Heerzüge des [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzuges]], bestehend aus Südfranzosen unter der Führung von [[Raimund IV. (Toulouse)|Raimund IV.]] von Toulouse, auf dem Landweg über die Region in Richtung [[Konstantinopel]]. Ob sie jedoch durch den Birnbaumer Wald zogen oder die Route südlich des Nanos nahmen, ist nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Birnbaumer Wald verlief im Mittelalter die Grenze zwischen den Territorien von Aquileia und Triest. Nach dem Aussterben der [[Meinhardiner|Grafen von Görz]] kam die Region im Jahre 1335 als Teil der [[Krain]] zum [[Habsburg]]erreich und blieb dadurch bei allen Erbteilungen ein Teil [[Innerösterreich]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SLO-Hrušica1.JPG|mini|hochkant|Passstraße im Birnbaumer Wald]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Neuzeit kam der Birnbaumer Wald ins Blickfeld von [[Topografie (Kartografie)|Topographen]], [[Kartograf]]en und [[Historiker]]n. Im Jahre 1557 erwähnte [[Wolfgang Lazius]] den „Pyrpamerwald“ in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;De gentium aliquot migrationibus&amp;#039;&amp;#039; neben dem [[Gottscheer|Gottscheer Land]] als Siedlungsgebiet einer [[Sloweniendeutsche|deutschsprachigen Bevölkerung]]. In gleichem Zusammenhang wurde die Region in den von [[Hieronymus Megiser]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Annales Carinthiae&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1612 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gottschee.de/Frames/Mainframe/Deutsch/Forschung.htm#megiser Annales Carinthiae], Gedruckt in Leipzig durch Abraham Lamberg. MDCXII, S. 5: „Ebner massen findet man auch bey den glaubwürdigen Authoribus, daß die fürnembsten Völker aus den Schwaben, Sennones genannt, in dieser gegne vnd Landsart gewohnt haben: Dann sie zum ersten in Liburnia, bey dem winckel des Adriatischen Meers niedergesessen, nemlich neben Histerreich (Istrien), Dalmatien vnd Friaul. Wir nennen dise Ort im Lande den &amp;#039;&amp;#039;Pyrpamer Wald&amp;#039;&amp;#039;, Karsch, Wippach, Gottschee vnd die Windische March. Strabo vnd Plinius nenen diese Schwaben Cenomanos vnd seind jhre vberbliebne Nachkommen noch heutigs Tags zu Gottschee vnd daselbst herumb, welche Einwohner mitten vnder den Windischen sich der Teutschen Sprach gebrauchen vnd ain Schwäbische Aussprach haben.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Freiherr [[Johann Weichard von Valvasor]] beschrieb im Jahre 1689 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ehre dess Hertzogthums Crain]]&amp;#039;&amp;#039; die zu dieser Zeit auf der Passhöhe bestehende Station für den Postverkehr zwischen Laibach und [[Gorizia|Görz]], wobei er auch aus einer Reisebeschreibung von [[Martin Zeiller]] zitierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Weichard Valvasor: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ehre dess Hertzogthums Crain]]&amp;#039;&amp;#039;, Nürnberg 1689, S. 259–260 [https://diglib.hab.de/drucke/gm-4f-522-1/start.htm?image=00325].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage gegen die Truppen [[Napoleon Bonaparte]]s im [[Italienfeldzug (Erster Koalitionskrieg)|Italienfeldzug]] zog sich im Jahre 1797 ein Teil der österreichischen Armee unter dem Befehl von [[Karl von Österreich-Teschen|Erzherzog Karl]] durch den Birnbaumer Wald über Laibach und [[Kranj|Krainburg]] nach [[Klagenfurt am Wörthersee|Klagenfurt]] zurück. Zwischen 1809 und 1814 gehörte die Region als Teil der Krain zu den [[Illyrische Provinzen|Illyrischen Provinzen]] [[Frankreich]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das heute noch vorhandene Postgebäude auf der Passhöhe inmitten der römischen Ruinen neu errichtet. Nach dem Bau der [[Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Trieste Centrale|Eisenbahntrasse von Laibach nach Triest]] in den Jahren 1856–1857 diente es als Jagdhaus der Grafen Lanthieri und beherbergte danach den staatlichen Waldaufseher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Italienische Streitkräfte|italienische Armee]] im Jahr 1918 den Birnbaumer Wald besetzt hatte, wurde auf der Passhöhe am Osteingang des alten römischen Kastells eine Tafel aufgestellt, die die Inschrift „ROMA REDIT PER ITINERA VETERA“ („Rom ist auf alten Wegen zurückgekehrt“) trug. Die Lage und der Verlauf der römischen Befestigungsanlagen spielten auch bei der [[Pariser Friedenskonferenz 1919|Pariser Friedenskonferenz]] im Jahr 1919 eine Rolle, als es um die Grenzziehung zwischen dem [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] und [[Jugoslawien]] ging. So fiel im [[Grenzvertrag von Rapallo]] aus dem Jahr 1920 das westslowenische Karstgebiet als Provinz [[Julisch Venetien|Venezia Giulia]] an Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;Remo Bitelli: &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum, il confine di Rapallo e fascismo. Archeologia come esempio di continuità.&amp;#039;&amp;#039; Koper 1999, S. 27–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Birnbaumer Wald wurde dadurch unmittelbares Grenzgebiet. In den 1930er und frühen 1940er Jahren wurden er und die umliegenden Gebiete in den östlichen Teil des &amp;#039;&amp;#039;[[Vallo Alpino]]&amp;#039;&amp;#039; einbezogen, ein System aus Bunkeranlagen gegen das benachbarte Jugoslawien, deren Reste noch heute im Gelände sichtbar sind. Im italienisch-jugoslawischen Friedensvertrag, der im Jahre 1947 auf der [[Pariser Friedenskonferenz 1946|Pariser Friedenskonferenz]] unterzeichnet wurde, fiel der größte Teil der ehemaligen Provinz Venezia Giulia, darunter der Birnbaumer Wald, an Jugoslawien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Passstraße durch den Birnbaumer Wald benutzt teilweise die alte römische Straßentrasse und führt auch noch durch die alte Befestigungsanlage hindurch, deren Reste vor dem Zweiten Weltkrieg von österreichischen Archäologen ausgegraben und von italienischen Archäologen konserviert wurden. Sie sind im Gelände heute noch zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1991 und 1995 wurde das ehemalige Posthaus mit Unterstützung der slowenischen Denkmalschutzbehörde zum Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Stara Pošta&amp;#039;&amp;#039; (Alte Post) umgebaut. Es beherbergt ein kleines Museum zur Geschichte des Birnbaumer Waldes mit archäologischen Funden aus der römischen Festung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ivan Gams]]: &amp;#039;&amp;#039;Geografija Slovenije.&amp;#039;&amp;#039; Ljubljana 1998, ISBN 961-213-060-4.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Krebs]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostalpen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Regionaler Teil.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1961, S. 272 f.&lt;br /&gt;
* [[Thilo Ulbert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum (Hrušica). Spätrömische Passbefestigung in den julischen Alpen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 31). Beck, München 1981, ISBN 3-406-07981-4.&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Naturgeographische Regionen und Subregionen von Slowenien]]&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hrušica (plateau)|Birnbaumer Wald}}&lt;br /&gt;
* {{AKON|Id=AK065_011|Beschreibung=Adelsberg und Umgebung aus der Vogelschau|Datum=1913}}&lt;br /&gt;
* [http://www.borg-op.asn-bgld.ac.at/RoemischeBernsteinstrasse/birnbaum.htm www.borg-op.asn-bgld.ac.at] – &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4069502-5|VIAF=240339628}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Slowenien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowenische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Isonzo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Idrijca]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vipava (Fluss)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in den Dinariden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Slowenien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Slowenien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karstlandschaft in Slowenien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|22. Dezember 2005|11883152}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yuriklim</name></author>
	</entry>
</feed>