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	<title>Birkenstock - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T00:57:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Birkenstock&amp;diff=303827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leo October: Ergänzung zum Logodesign der Linie &quot;1774&quot; durch BMD Design (2018)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Birkenstock&amp;diff=303827&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T10:02:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung zum Logodesign der Linie &amp;quot;1774&amp;quot; durch BMD Design (2018)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Birkenstock Holding plc&lt;br /&gt;
| Logo             = Birkenstock 2021 logo.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = plc&lt;br /&gt;
| ISIN             = JE00BS44BN30&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1774&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = &lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Saint Helier]], {{JEY}}&lt;br /&gt;
| Leitung          = * Oliver Reichert, CEO&lt;br /&gt;
                     * Ivica Krolo, CFO&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = 6300 (2023)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ar&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.birkenstock-holding.com/media/document/205f3ded-e9d9-4569-8dbd-c8d7a2e5a2db/assets/Annual_and_Transition_Report_foreign_private_issuer.pdf?disposition=inline |titel=Birkenstock Holding plc |abruf=2024-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Umsatz           = 1,49 Mrd. Euro (2023)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ar&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Stand            = 2023-09-30&lt;br /&gt;
| Branche          = Schuhindustrie&lt;br /&gt;
| Homepage         = [https://www.birkenstock-group.com birkenstock-group.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Birkenstock Arizona sandal.gif|alternativtext=Birkenstock Arizona Sandale|mini|Birkenstock Arizona Sandale]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Birkenstock Arizona ESD.jpg|mini|Birkenstock Arizona Sandale (schwarz, [[Elektrostatische Entladung#ESD-gerechte Schuhe und Sicherheitsschuhe|ESD]]-Variante)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Katharinen, Birkenstock.jpg|mini|Produktionsstätte von Birkenstock in Sankt Katharinen, Luftaufnahme aus westlicher Richtung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rahms - Birkenstockcampus.jpg|mini|Rahms – ehemaliger Birkenstock Campus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Birkenstock Bad Honnef.jpg|mini|Birkenstock-Fachgeschäft in [[Bad Honnef]], Nordrhein-Westfalen, 2006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Birkenstock Holding plc&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine börsennotierte [[Holding|Konzernobergesellschaft]] eines deutschen Schuhherstellers mit steuertaktischem Sitz in [[Saint Helier]] auf der britischen [[Kanalinsel]] [[Jersey]] und Verwaltungssitz in [[London]]. Der faktische Sitz befindet sich in [[Linz am Rhein]]. Mehrheitseigentümer ist die Beteiligungsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;L Catterton&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/birkenstock-grossaktionaer-l-catterton-verkauft-milliarden-aktienpaket/100131700.html |titel=WirtschaftsWoche |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hinter der unter anderem der französische Luxusgüterkonzern LVMH und dessen Hauptaktionär Bernard Arnault stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Seit der Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Schuhmacherdynastie Birkenstock lässt sich seit 1774&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.birkenstock-group.com/de/de/ueber-uns/tradition-seit-1774/ |titel=Tradition seit 1774 |abruf=2025-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der erstmals urkundlichen Erwähnung des Schuhmachermeisters Johannes Birkenstock (1749–1812) in dem kleinen hessischen Ort [[Langen-Bergheim]] im [[Main-Kinzig-Kreis]] nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anja Müller |url=https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/von-der-okolatsche-zum-luxusschuh-was-familienunternehmen-von-250-jahren-birkenstock-lernen-konnen-11381545.html |titel=Von der Ökolatsche zum Luxusschuh. Was Familienunternehmen von 250 Jahren Birkenstock lernen können |werk=Tagesspiegel |datum=2024-03-19 |abruf=2024-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem sein jüngerer Bruder Johann Adam Birkenstock (geb. 1754) 1790 gestorben war, wuchs dessen Sohn Johannes (1790–1866) bei seinem gleichnamigen Onkel Johannes auf und wurde auch Schuhmachermeister. Konrad Birkenstock, Enkel des Firmengründers und ebenfalls Schuhmachermeister, eröffnete 1896 in [[Frankfurt am Main]] eine [[Orthopädie|orthopädische]] Schuhmacherei und begann, [[Einlage (Orthopädie)|Fußbetteinlagen]] herzustellen. 1897 gründete er die Konrad Birkenstock GmbH. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kaufte Konrad Birkenstock in [[Friedberg (Hessen)]] ein Haus, in dem nun Einlagen angefertigt wurden. In Friedberg erwarb Konrad Birkenstock 1925 die Derfeltsche Seifenfabrik und vergrößerte die Produktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Köster |Titel=Verkannte Innovationen: das Ringen um die Fußorthopädie 1896-1945 |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=62-100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als orthopädischer Schuhmachermeister erfand Konrad Birkenstock bereits 1897 einen vollplastischen Leisten und 1902 eine vollplastische flexible Innensohle. Schuhe, die auf diesem Leisten und mit dieser Innensohle gefertigt wurden, nannte Konrad Birkenstock „Gesundheitsschuhwerk“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1925 konnte Konrad Birkenstock für seine Einlagen das Warenzeichen „Fußbett“ eintragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Reichs-Patentamt, Nr. 343209, Eintrag vom 11. November 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von ihm erfundene Fußbett, das sich den Bewegungen und der Fußform des Trägers anpasst, wurde in den 1920er Jahren auch nach Österreich, Frankreich, Dänemark, die Tschechoslowakei, Italien, Luxemburg, Belgien, Norwegen, die Niederlande, Schweden und in die Schweiz geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Wählen Sie Birkenstock&amp;#039;s Fußbett. Seit 25 Jahren ausprobiert, ist ‚Fußbett‘ wissenschaftlich orthopädisch richtig und besteht aus einer Spezialmischung von Kork und Gummi. Die normale Form dieses metallosen ‚Fußbett‘ macht den Fuß gesund, Druckstellen auf der Einlage verlieren sich mit Besserung des Leidens meistens sehr schnell. Einlagen, die im ersten Augenblick sehr bequem sind, nützen dem Fuß nichts, weil sie den kranken, durchgetretenen Fuß nicht heben und nicht heilen.|Quelle=Anzeige im &amp;#039;&amp;#039;St. Pöltner Boten&amp;#039;&amp;#039; vom 7. November 1935|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dsp|07|11|1935|16|Wählen Sie Birkenstock&amp;#039;s Fußbett|HERVORHEBUNG=Wählen&amp;amp;#32;Sie&amp;amp;#32;Birkenstock&amp;#039;s&amp;amp;#32;Fußbett}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Werbung erwähnten Wirkversprechen sind jedoch nie nachgewiesen geworden. Die Nachfolge Konrad Birkenstocks trat sein ältester Sohn Carl (1900–1982) während des Ersten Weltkriegs an. Carl entwickelte die Einlagen seines Vaters weiter und betrieb von 1923 bis 1926 in Wien ein eigenes Geschäft. 1929 gründete er gemeinsam mit seinen Brüdern Heinrich und Konrad Birkenstock jr. die Gebr. Birkenstock GmbH im niedersächsischen [[Steinhude]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Köster |Titel=Verkannte Innovationen: das Ringen um die Fußorthopädie 1896-1945 |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=65 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1939 führte Carl Birkenstock das Unternehmen mit damals 13 Beschäftigten ohne seine Brüder weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Köster |Titel=Verkannte Innovationen: das Ringen um die Fußorthopädie 1896-1945 |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=74}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Carl Birkenstock limitierte die Verkäufe seiner Einlagen auf Fachhändler und Schuhmacher, die einen Lehrkursus bei ihm absolvieren mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 trat Carl Birkenstock in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.birkenstock-group.com/de/de/ueber-uns/tradition-seit-1774/1896-1945/ |titel=1896 – 1945 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20231011030504/https://www.birkenstock-group.com/de/de/ueber-uns/tradition-seit-1774/1896-1945/ |abruf=2023-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1943 verkaufte Carl noch Einlagen. Die Unternehmen der Familie Birkenstock beschäftigten während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] keine Zwangsarbeiter. Das größte Birkenstock-Unternehmen – die Gebr. Birkenstock GmbH in Steinhude – beschäftigte während der NS-Zeit 13 Personen, davon waren sechs zur Wehrmacht eingezogen. Auch wenn Carl Birkenstock zeitweise versuchte, Einlagen an die Wehrmacht zu verkaufen, kam es zu keinen Lieferverträgen zwischen Birkenstock und der [[Wehrmacht]], der [[NSDAP]] oder ihren Organisationen. Die Verkäufe während der Zeit des Nationalsozialismus erfolgten an Privatpersonen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Köster |Titel=Verkannte Innovationen: das Ringen um die Fußorthopädie 1896-1945 |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=96 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Birkenstock ließ keine Materialien oder Einlagen auf der Schuhprüfstrecke des [[KZ Sachsenhausen|Konzentrationslagers Sachsenhausen]] prüfen. Birkenstock profitierte auch nicht vom als [[Arisierung]] bezeichneten Raub.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anja Müller |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/250-jahre-birkenstock-was-unternehmen-aus-der-firmenbiografie-lernen-koennen/100019767.html |titel=250 Jahre Birkenstock. Was Unternehmen aus der Firmenbiografie lernen können |werk=Handelsblatt |datum=21.03.2024 |abruf=2024-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 – die Birkenstock-Fußbett-Sandale ===&lt;br /&gt;
Carl Birkenstock führte am neuen Sitz in [[Bad Honnef]] bei Bonn nach 1945 die Idee eines von ihm handgefertigten Schuhs weiter. 1954 trat Carls einziger Sohn Karl in das Unternehmen des Vaters ein. Dem jungen Karl Birkenstock gelang es 1962 mit der Erfindung einer standardisierten, fest verbauten [[Anatomie|anatomisch]] geformten Einlage seine Schuhe massenproduzierbar zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea H. Schneider-Braunberger |Titel=Das System Birkenstock – Die Trittspur für naturgewolltes Gehen |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=106-119}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Lesczenski |Titel=Auf dem Weg zum „naturgewollten“ gehen: Vom Fußbett zum Schuh |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=122-171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1963 brachte Karl Birkenstock das erste Modell der &amp;#039;&amp;#039;Original Birkenstock-Fußbett-Sandale&amp;#039;&amp;#039; und 1979 wenig verändert das Modell „Madrid“ auf den Markt und legte damit den Grundstein für die Expansion des Unternehmens seit den 1970er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rasche Erweiterung des Modellangebotes um andere Sandalen-Oberteile auf dem Grundtyp des Birkenstock-Fußbetts mit Gummilaufsohle fand zunächst kaum Resonanz. Die Birkenstock Orthopädie GmbH, wie das Unternehmen mittlerweile hieß, führten Karl und seine Frau Gisela gemeinsam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander von den Benken |Titel=Vom Familienunternehmen zum globalen Konzern |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=179}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1970 beschäftigte das Unternehmen 57 Mitarbeitende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1960er Jahre entdeckte auch die Hippiebewegung in den USA die Sandalen, dort auch „Birks“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hanna Marsi |url=https://thefourthestate.net/11944/feature/birkenstocks-from-hippie-to-trendy/ |titel=Birkenstocks: from Hippie to Trendy |datum=2019-01-17 |abruf=2025-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Deutschamerikanerin Margot Fraser wurde der Vertrieb ab 1966 aus kleinen Anfängen in Kalifornien aufgebaut. Den Vertrieb durch Bio-Supermärkte setzte Fraser in den 1970er Jahren erfolgreich fort und expandierte mit ihrem Unternehmen, der Footprint Inc., das spätere Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Birkenstock USA,&amp;#039;&amp;#039; auf dem seit den 1980er Jahren größten Markt für Birkenstock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elena Oberholzer |url=https://www.nzz.ch/panorama/wie-die-oeko-latschen-die-fashionwelt-eroberten-ld.1745911 |titel=Birkenstocks waren einmal öko, heute gehören sie zum Louis-Vuitton-Konzern: über die Karriere des berühmtesten Schuhs Deutschlands |werk=NZZ |datum=2023-07-12 |abruf=2023-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; In Deutschland wurden Birkenstocksandalen in den 1980er Jahren populär, zunächst seit den 1960er Jahren in Pflegeberufen und in der Alternativ- und Friedensbewegung, dann auch in bürgerlichen Haushalten als Haus- und Freizeitschuhe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caroline Turzer |Titel=Wie aus Birkenstock hippe Latschen wurden |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2011-10-01 |Online=https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13636441/Wie-aus-Birkenstock-hippe-Latschen-wurden.html |Abruf=2021-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch produktseitig entwickelte sich Birkenstock weiter: 1973 kam die Sandale „Arizona“ auf den Markt, 1976 das Modell „Boston“. Beide Schuhe gehören bis heute zu den Birkenstock-Klassikern. 1983 brachte Birkenstock seine erste [[Zehenstegsandale]], u. a. das Modell „[[Gizeh]]“, heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restrukturierung 2013 und Zusammenarbeit mit internationalen Modemarken ===&lt;br /&gt;
2013 erfolgte eine grundlegende [[Restrukturierung]] des Unternehmens, das seit den 1990er Jahren aus 38 einzelnen Unternehmen bestand, hin zu einer einheitlichen Unternehmensgruppe, der Birkenstock Group.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textilwirtschaft&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.textilwirtschaft.de/suche/show.php?ids%5B%5D=937197&amp;amp;a=3 |titel=Birkenstock: Bensberg und Reichert neue Führungsspitze |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304194632/http://www.textilwirtschaft.de/suche/show.php?ids%5B%5D=937197&amp;amp;a=3 |archiv-datum=2016-03-04 |abruf=2015-06-29 |offline=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Birkenstock GmbH &amp;amp; Co. KG hielt 100 % der Geschäftsanteile der Birkenstock Sales GmbH (hervorgegangen aus der Birkenstock Orthopädie GmbH &amp;amp; Co. KG und aus deren Komplementär-GmbH) und der Birkenstock Productions GmbH, die wiederum aus einem Teil der Produktionsgesellschaften entstanden ist. Weiterhin unterhält die Birkenstock GmbH &amp;amp; Co. KG zwei Niederlassungen, die Birkenstock GmbH &amp;amp; Co. KG Services und die Birkenstock GmbH &amp;amp; Co. KG Fachgeschäfte. Die Gruppe vereint diese Unternehmen in drei Geschäftsbereichen: Produktion, Vertrieb und Services.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textilwirtschaft&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuhkurier&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schuhkurier.de/news/birkenstock-wird-konzern-und-zieht-um-nach-neustadtwied-10223/ |titel=Birkenstock wird Konzern und zieht um nach Neustadt/Wied |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141126124618/http://www.schuhkurier.de/news/birkenstock-wird-konzern-und-zieht-um-nach-neustadtwied-10223 |archiv-datum=2014-11-26 |abruf=2015-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Führung der Gruppe übernahm erstmals ein Führungsteam, das nicht aus dem Kreis der Familie Birkenstock stammte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuhkurier&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marken &amp;#039;&amp;#039;Alpro&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Betula&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Birki&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Footprints&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Papillio&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tatami&amp;#039;&amp;#039; wurden im Zuge der Restrukturierung eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WirtschaftsWoche&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/birkenstock-neun-unternehmen-fuenf-operative-bereiche/14841276-3.html |titel=Vom zerstrittenen Familienunternehmen zum Global Player |abruf=2024-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sitz war seit den 1990er Jahren [[Vettelschoß]] im nördlichen Rheinland-Pfalz bei [[Bad Honnef]]. Von 2014 bis 2020 wurde die Verwaltung nach [[Rahms]] in [[Neustadt (Wied)]] auf den Birkenstock-Campus verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.birkenstock.com/presse-de-archiv.htm?id=17 Pressemitteilung vom 15. Oktober 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Standort wurde 2020 aufgegeben. Fast die Hälfte aller Arbeitsplätze wurde in den [[Rheinauhafen]] in Köln verlegt, der Verwaltungssitz befindet sich seitdem auf der [[Burg Ockenfels]] in Linz am Rhein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Steinke |url=https://www.schuhkurier.de/birkenstock-200-arbeitsplaetze-wandern-von-rahms-nach-koeln-65318.html |titel=Birkenstock: 200 Arbeitsplätze wandern von Rahms nach Köln |abruf=2020-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produktionsbetriebe befinden sich in [[Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied)|Sankt Katharinen]] (Rheinland-Pfalz), [[Bernstadt a. d. Eigen|Bernstadt]] (Sachsen), [[Görlitz]] (Sachsen) und [[Steinau an der Straße|Steinau]]-Uerzell (Hessen). Seit September 2023 wird zudem in [[Pasewalk]] (Mecklenburg-Vorpommern) produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.birkenstock-group.com/de/de/detail-presse/das-neue-birkenstock-werk-in-pasewalk-nimmt-planmaessig-seinen-betrieb-auf/ |titel=News Detail Presse |abruf=2023-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=dpa |url=https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/birkenstock-nimmt-produktion-in-mecklenburg-vorpommern-auf-li.385853 |titel=Birkenstock nimmt Produktion in Mecklenburg-Vorpommern auf |datum=2023-09-05 |sprache=de |abruf=2023-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Logistikzentrum liegt in Vettelschoß (Rheinland-Pfalz).&lt;br /&gt;
[[Datei:Linz, Burg Ockenfels 007-.jpg|mini|Burg Ockenfels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang der 2000er Jahre bestehen Kooperationen mit internationalen Modemarken, die dem gewohnten Markenbild der bequemen Hippiesandale nicht entsprachen oder diesem Image sogar diametral gegenüberstehen. 2003 kooperierte Birkenstock mit [[Heidi Klum]]. 2012 schickte die damalige Kreativdirektorin von [[Céline]], [[Phoebe Philo]], Models mit Sandalen, die den Birkenstock-Arizonas nachempfunden waren, auf den Laufsteg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cathy Horn |url=https://www.nytimes.com/2012/10/01/fashion/celine-comme-des-garcons-yohji-yamamoto-junya-watanabe-fashion-review.html |titel=Céline keeps the Paris Winners Coming |werk=New York Times |datum=2012-10-01 |abruf=2024-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Chioma Nnadi |url=https://www.vogue.com/article/pretty-ugly-why-vogue-girls-have-fallen-for-the-birkenstock |titel=Pretty Ugly: Why Vogue Girls Have Fallen for the Birkenstock |datum=2013-07-29 |sprache=en-US |abruf=2024-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alice Janssens, International Fashion and Luxury in Birkenstocks, in: Andrea H. Schneider-Braunberger (Hrsg.), Birkenstock, The Evolution of a Universal Purpose and Zeitgeist Brand, Prestel 2024, ISBN 978-3-7913-9332-2, S. 282.&amp;lt;/ref&amp;gt; So produzierte der Hersteller eine Linie exklusiv für [[Valentino Garavani]] und gewann die Schauspielerin [[Frances McDormand]] als Markenbotschafterin, die während der Oscarverleihung 2019 mit einem eigens angefertigten Paar auf die Bühne ging.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vogue.com/article/frances-mcdormand-oscars-2019 Artikel] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Vogue (Zeitschrift)|Vogue]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus kooperierte das Unternehmen 2018 mit der [[Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin|Königlichen Porzellan-Manufaktur in Berlin]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werben &amp;amp; Verkaufen |url=https://www.wuv.de/marketing/kpm_berlin_und_birkenstock_praesentieren_porzellan_sandale |titel=KPM Berlin und Birkenstock präsentieren Porzellan-Sandale {{!}} W&amp;amp;V |datum=2018-05-18 |abruf=2019-10-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 mit [[Christian Dior (Unternehmen)|Dior]] und Designer [[Manolo Blahnik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 2019 etablierte Birkenstock in Paris das hauseigene Kreativ-Team &amp;quot;1774&amp;quot;, das seither auch für die Kooperationen mit Marken und Designern zuständig ist. Der Schriftzug des 1774-Logos wurde bereits 2018 von Bruno Michaud vom Studio BMD Design entworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=BMD Design |url=https://www.bmddesign.fr/1774.html |titel=Birkenstock 1774 |abruf=2026-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Birkenstocksandalen wurden als [[Produktplatzierung]] mehrmals im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Barbie (Film)|Barbie]]&amp;#039;&amp;#039; gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Birkenstock: Sandalenhersteller reicht Unterlagen für Börsengang ein |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2023-09-13 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/birkenstock-sandalenhersteller-reicht-unterlagen-fuer-boersengang-ein-a-b482faf5-f031-4a37-8fe5-dd5606c156c0 |Abruf=2023-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kmpkt/article247172440/Birkenstock-Ausgerechnet-die-Korksandale-spuert-den-Barbie-Effekt.html |titel=Birkenstock: Ausgerechnet die Korksandale spürt den „Barbie“-Effekt - WELT |datum=2023-09-12 |sprache=de |abruf=2023-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensübernahme und Börsengang ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2021 wurde die Mehrheit der Kapitalanteile von Birkenstock aus Familienhand an die amerikanisch-französische Beteiligungsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;L Catterton&amp;#039;&amp;#039;, hinter der unter anderem der französische Luxusgüterkonzern [[LVMH]] und dessen Hauptaktionär [[Bernard Arnault]] stehen, verkauft. 2023 entschied die Beteiligungsgesellschaft, Birkenstock an die Börse [[New York Stock Exchange]] zu bringen;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Birkenstock könnte bald in den USA an die Börse kommen |Sammelwerk=FAZ.NET |Datum=2023-08-01 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/finanzen/birkenstock-koennte-bald-in-den-usa-an-die-boerse-kommen-19072869.html |Abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als erster Handelstag wurde der 11. Oktober 2023 festgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mischa Ehrhardt |url=https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/aktien-birkenstocks-boersengang-in-new-york-steht-kurz-bevor_aid-99227527 |titel=Birkenstocks Börsengang steht kurz bevor |werk=RP online |datum=2023-10-10 |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen wurde im Vorfeld der geplanten Börsennotierung mit 4 Milliarden Euro bewertet;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Max Smolka |Titel=Neue Eigner übernehmen Mehrheit bei Birkenstock |Sammelwerk=FAZ.NET |Datum=2021-02-26 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/neue-eigner-uebernehmen-mehrheit-bei-birkenstock-17217624.html |Abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/ |titel=news.ORF.at |sprache=de |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Aktiennotierung brach aber am ersten Handelstag um fast 13 Prozent unter den Ausgabepreis ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Tagesschau: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-ipo-boersengang-flop-aktie-kurs-verluste-100.html Birkenstock rutscht auf New Yorker Parkett aus]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Börse ging die Obergesellschaft der Unternehmensgruppe, die &amp;#039;&amp;#039;Birkenstock Holding plc&amp;#039;&amp;#039;, eine Kapitalgesellschaft nach englischem Recht ([[Internationale Wertpapierkennnummer|ISIN]] {{ISIN|JE00BS44BN30}}).&amp;lt;!-- ISIN der Holding bitte nicht in die Infobox der nicht börsennotierten deutschen Gesellschaft eintragen. --&amp;gt; Diese ist rechtlich in [[Saint Helier]] auf der britischen Kanalinsel [[Jersey]] ansässig und hat ihren Verwaltungssitz in London.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.birkenstock-holding.com/legal-information/ |titel=Legal information |werk=Birkenstock |sprache=en |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1977102/000119312523248061/d507917df1a.htm |titel=F-1/A |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1977102/000119312523248061/g507917g27z00.jpg |titel=Organigramm |abruf=2023-10-11}} (die dort als Obergesellschaft genannte &amp;#039;&amp;#039;Birkenstock Holding Limited&amp;#039;&amp;#039; hat ihre Rechtsform kurz vor dem Börsengang in eine PLC umgewandelt)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
=== Konflikte um Arbeitnehmervertretungen ===&lt;br /&gt;
Der Konzern trat mehrfach durch Widerstand gegen unabhängige [[Betriebsrat|Betriebsräte]] in Erscheinung. Zum Teil führten diese Bestrebungen zu Gerichtsverfahren und Verurteilungen der Geschäftsleitung. 1993 wurde für die &amp;#039;&amp;#039;Birko Schuhtechnik GmbH&amp;#039;&amp;#039; im Werk in [[Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied)|Sankt Katharinen]] der erste Betriebsrat installiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieg&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |last=Kirbach |first=Roland |title=Krieg im Werk |date=1996-05-17 |publisher=[[Die Zeit]] |url=http://www.zeit.de/1996/21/Krieg_im_Werk/komplettansicht |offline=1 |accessdate=2020-07-17 |pages=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Aufbau dieses gewerkschaftsnahen Betriebsrats in dem mittlerweile auf 700 Beschäftigte angewachsenen Stammwerk kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Eigentümerfamilie, den [[Betriebsrat]]sangehörigen sowie der [[Gewerkschaft Holz und Kunststoff]]. Diese hatte sich zuvor bemüht, die Vertretungsberechtigung von der bisher zuständigen [[Gewerkschaft Leder]] zu übernehmen, die aber in Gewerkschaftskreisen als zu arbeitnehmerfreundlich galt. Ziel der Gewerkschaft war es, den bisher gültigen Haustarif zu verbessern und das von Birkenstock entwickelte Prämiensystem für die Arbeitsgruppen abzuschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=O.V. |url=https://www.altezeitschriften.de/geo-das-neue-bild-der-erde/599-geo-nr-121996.html |titel=Karls Krieg. Wie ein Familienbetrieb zum Kampfplatz wurde |werk=GEO Magazin |datum=1996-12 |seiten=109 |abruf=2024-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge kam es zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilen der Geschäftsleitung und den Arbeitnehmervertretern, die Birkenstock mit der Restrukturierung der Unternehmensgruppe beantwortete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren beherrschten Presseberichte über gegenseitige Vorwürfe das öffentliche Bild Birkenstocks. Während sich gewerkschaftsnahe Mitarbeiter, die in die neu gegründete DeP GmbH versetzt wurden, über die dortigen Arbeitsverhältnisse beschwerten, warf die Firmenleitung dem Betriebsrat in St. Katharinen vor, eine Hasskampagne zu schüren. Mitarbeiter der &amp;#039;&amp;#039;DeP&amp;#039;&amp;#039; berichteten über [[Schikane]]n wie abgestellte Heizung oder Kontrollen durch Sicherheitsmitarbeiter. In der Folge entwickelte sich die Betriebsratsauseinandersetzung zu einem regelrechten Medienphänomen.&amp;lt;ref&amp;gt;O.V., Beschimpfungen und Proteste bei Birkenstock, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 27.03.1995, Nr. 73, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;O.V. Behinderung des Betriebsrates, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 31.03.1995, Nr. 77, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;O.V., Birkenstock bleibt in Neuwied, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.1995, Nr. 85, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;O.V., Psychoterror bei Birkenstock, in: taz, 05.03.1996, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;O.V., Krieg im Werk, in: Die Zeit, 17.05.1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Schlichtungsversuche des rheinland-pfälzischen CDU-Bundestagsabgeordneten [[Ulrich Schmalz]] scheiterten im Januar 1994, auch Interventionen des damaligen Arbeitsministers [[Norbert Blüm]] im Jahr 1995 blieben fruchtlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander von den Benken |Titel=Vom Familienunternehmen zum globalen Konzern |Hrsg=Andrea H. Schneider-Braunberger |Sammelwerk=Birkenstock. Geschichte einer Weltmarke |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-421-07028-9 |Seiten=178-222}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1997 einigten sich Geschäftsführung, Gewerkschaft und Mitarbeiter auf eine Schließung der &amp;#039;&amp;#039;DeP GmbH&amp;#039;&amp;#039; und einen Sozialplan über rund 1,8 Millionen Deutsche Mark sowie die Zulassung von gewerkschaftsnahen Betriebsräten in ihren Zweigbetrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Hansen |Titel=Der Konflikt ist endlich ausgelatscht |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=1997-02-05 |ISSN=0931-9085 |Seiten=7 |Online=https://taz.de/Der-Konflikt-ist-endlich-ausgelatscht/!1415761/ |Abruf=2021-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang März 2019 wurde auch am größten Birkenstock-Standort in [[Görlitz]] ein Betriebsrat gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion IG Metall |url=https://www.igmetall.de/service/publikationen-und-studien/metallzeitung/metallzeitung-ausgabe-april-2019/groesster-birkenstock-standort-jetzt-mit-betriebsrat |titel=Größter Birkenstock-Standort jetzt mit Betriebsrat |sprache=de |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins Jahr 2012 zahlte Birkenstock Frauen in der Produktion einen Euro pro Stunde weniger als Männern – bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation. Auch Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld waren niedriger. Das Arbeitsgericht urteilte, dass die Ungleichbehandlung nicht gerechtfertigt sei. Nach dem Wechsel in den Gesellschafterstrukturen 2013 wurde diese Ungleichbehandlung aufgehoben und teilweise durch Lohnnachzahlungen sowie Entschädigungen kompensiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;equal&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lukas Koschnitzke |Titel=Birkenstock: Frauen bekamen weniger Lohn als Männer |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2015-03-07 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-frauen-bekamen-weniger-lohn-als-maenner-a-1022162.html |Abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikte um Nachahmungen ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung, dass [[Amazon]] auf Amazon Marketplace nicht energisch genug gegen den Handel mit Produktfälschungen von Birkenstock vorgehe, kündigte Birkenstock im Dezember 2017 an, ab 1. Januar 2018 Amazon nicht mehr zu beliefern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://newsv2.orf.at/stories/2418298/ |titel=Vertrag gekündigt: Birkenstock legt sich mit Amazon an |datum=2017-12-10 |sprache=de |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Wir brauchen Amazon nicht. […] Wir glauben, dass diese Art des Vertriebs mehr zerstört als fördert. […] Amazon behandelt alle schlecht“, sagte der Geschäftsführer Oliver Reichert in einem Interview.&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Magazin, Oktober 2019, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2023 war die Marke Birkenstock auf Amazon wieder vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amazon.de/s?k=BIRKENSTOCK |titel=Amazon.de : BIRKENSTOCK |sprache=de |abruf=2023-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birkenstock wehrte sich in einem Rechtsstreit vor dem [[Landgericht Köln]] vergeblich gegen die Nachahmung von Schuhen. Das Gericht vertrat 2018 die Auffassung, Birkenstock habe Nachahmer zu lange geduldet. Die wettbewerbsrechtliche Eigenart der Schuhmodelle sei im Laufe der Zeit verwässert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2018/11/wettbewerb-mitscherlich-gewinnt-fuer-birkenstock-konkurrentin |titel=Wettbewerb: Mitscherlich gewinnt für Birkenstock-Konkurrentin |hrsg=JUVE |datum=2018-11-02 |abruf=2018-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Anker|Klagen gegen Konkurrenten}}Im Jahr 2023 klagte Birkenstock erneut gegen Konkurrenten, diesmal unter Berufung auf die [[Urheberrecht (Deutschland)|urheberrechtliche]] Schutzfähigkeit der [[angewandte Kunst|angewandten Kunst]]. Nachdem das Landgericht Köln Birkenstock noch Recht gegeben hatte, sah das [[Oberlandesgericht Köln]] in der [[Berufung (Recht)|Berufungsinstanz]] die für einen derartigen Schutz erforderliche [[Schöpfungshöhe]] nicht als gegeben an. Der [[Bundesgerichtshof]] bestätigte das Urteil in einer im Februar 2025 ergangenen Entscheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/2025038.html &amp;#039;&amp;#039;Kein Urheberrechtsschutz für Birkenstock-Sandalen&amp;#039;&amp;#039;], Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs vom 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025 (Bundesgerichtshof, Urteile vom 20. Februar 2025 – I ZR 16/24; I ZR 17/24; I ZR 18/24.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedemann Karig]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Sandale geht um die Welt. Sexy waren Birkenstock-Sandalen noch nie. Doch mit dem spröden Charme ihrer Korksohle kriegt die ehemals bespöttelte Gesundheitslatsche heute jeden in ihr weiches Fussbett. Über die erstaunliche Karriere eines Schuhs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Magazin (Schweiz)|Das Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 23, 6. Juni 2015. Tamedia, Zürich 2015, S.&amp;amp;nbsp;32–41 ([https://www.torial.com/friedemann.karig/contents/179103 PDF]).&lt;br /&gt;
* Helge Sternke: &amp;#039;&amp;#039;Alles über Herrenschuhe.&amp;#039;&amp;#039; Nicolai, Berlin 2006, ISBN 978-3-89479-252-7 (mit einem historischen Einblick in die Entwicklung der Firma Birkenstock sowie Modellvorstellungen und Informationen zur Diskussion der „Schonungstheoretiker“ und „Belastungstheoretiker“)..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.birkenstock-holding.com birkenstock-holding.com]&lt;br /&gt;
* Notker Blechner: [https://www.tagesschau.de/wirtschaft/birkenstock-vom-oekolatschen-zur-modeikone-101.html &amp;#039;&amp;#039;Von der Öko-Latsche zur Mode-Ikone&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Tagesschau.de]], 26. Februar 2021&lt;br /&gt;
* Alexandra Knape: [https://www.manager-magazin.de/unternehmen/birkenstock-chronologie-das-ist-der-weg-des-schuh-herstellers-bis-an-die-boerse-a-18f4edf1-26e4-45b7-80ae-45964ba35ebe &amp;#039;&amp;#039;Birkenstock-Chronologie&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Manager Magazin|Manager-Magazin.de]], 18. Januar 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Neuwied)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuhhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vettelschoß]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1774]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Saint Helier)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leo October</name></author>
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