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	<title>Biomethan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biomethan&amp;diff=1576818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qkaz: link zu Produktkette eingefügt.</title>
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		<updated>2025-02-16T12:03:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link zu &lt;a href=&quot;/index.php?title=Produktkette&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Produktkette (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Produktkette&lt;/a&gt; eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Biogas pipes.JPG|mini|hochkant=1.4|Rohrleitungen für Erdgas und Bioerdgas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biomethan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bioerdgas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird [[Methan]] bezeichnet, das nicht [[fossil]]en Ursprungs ist, sondern aus [[biogen]]en Stoffen erzeugt wurde und Bestandteil von [[Biogas]] ist. Zur Erzeugung kommen sowohl natürliche als auch technische Verfahren infrage. Anwendung findet Biomethan für die Produktion von Elektrizität und Wärme in [[Blockheizkraftwerk]]en (BHKW), Gas[[wärmepumpe]]n, [[Brennstoffzelle]]n sowie als Treibstoff für Fahrzeuge. Vor Anwendung und Verteilung muss produziertes Biogas zu Biomethan aufbereitet und von anderen Gasbestandteilen separiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Methan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Methan kann sowohl technisch erzeugt werden als auch natürlich entstehen.&lt;br /&gt;
Biomethan kann technisch über Synthesegas aus einer Biomasse-Vergasung produziert werden. Das so erzeugte Biomethan bezeichnet man englisch auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Synthetic Natural Gas]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit häufiger verwendet wird jedoch das sogenannte „Biogas“. Es entsteht beim Zersetzen von organischem Material unter Sauerstoffausschluss. Technisch kontrolliert finden diese Vorgänge in [[Biogasanlage]]n statt. Größte [[Fraktion (Chemie)|Fraktion]] des erzeugten Biogases ist das [[Methan]] (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) mit 50 – 75 %. Daneben entstehen größtenteils [[Kohlenstoffdioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), aber auch andere Gase wie [[Stickstoff|N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Ammoniak|NH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Wasserstoff|H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Schwefelwasserstoff|H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S]], [[Sauerstoff|O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[flüchtige organische Verbindungen]], [[Siloxane]] und [[Thiole]]. Für die Erzeugung von [[Biogas]] in Biogasanlagen kommen in der Regel [[Energiepflanze]]n, [[Gülle]], [[Stroh]] und gelegentlich organische Reststoffe als [[Substrat (Biogasanlage)|Substrate]] zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/CMS/28_Liste_geeigneter_Rohstoffe_fuer_Biogasanlagen.pdf |titel=Liste geeigneter Rohstoffe für Biogasanlagen |werk=Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft |hrsg=Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft |format=PDF |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Biomethan entsteht aber auch natürlich als Komponente des Biogases in sauerstofflosen Schichten unter der Erdoberfläche, [[Moor]]e, [[Sumpf|Sümpfe]], anaeroben Bereichen von [[Sediment]]en und [[Reis]]feldern, sowie unkontrolliert in [[Deponie]]n, Güllebehältern oder durch [[Emission (Umwelt)|Emissionen]] in der [[Tierhaltung]].&amp;lt;ref&amp;gt;A. Tilche, M. Galatola: &amp;#039;&amp;#039;The potential of bio-methane as bio-fuel/bio-energy for reducing greenhouse gas emissions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Water Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 57, No. 11, London 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 wurde in [[Zörbig]] ([[Sachsen-Anhalt]]) die erste Anlage in Betrieb genommen, die aus (2017) jährlich 260.000 Tonnen [[Stroh]] Biomethan erzeugen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutscher Tele Markt GmbH-Internet- und Werbeagentur |url=https://www.verbio.de/investor-relations/aktuelles-publikationen/corporate-news/verbio-ag-setzt-ergebniswachstum-im-3-quartal-20162017-fort/ |titel=VERBIO AG setzt Ergebniswachstum im 3. Quartal 2016/2017 fort |sprache=de |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Deutsche Biomasseforschungszentrum in [[Leipzig]] schätzt das Potential in Deutschland auf 8–13 Mio. Tonnen, in Osteuropa auf 240 Mio. Tonnen, wobei 8 Mio. Tonnen 2,5 [[Gigawattstunde]]n oder anschaulich dem Energiebedarf von 4 Mio. Erdgasfahrzeugen entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;AL: &amp;#039;&amp;#039;Aus Stroh Biomethan machen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; April 2012, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biogasaufbereitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Einspeisung in das Gasleitungsnetz werden die [[Fermentation|fermentativ]] erzeugten, mit Wasserdampf gesättigten Rohgase auf Erdgasqualität aufbereitet. Diese Gasaufbereitung umfasst vor allem eine weitgehende Entfernung von Wasser, Kohlenstoffdioxid und [[Schwefelwasserstoff]], sowie eine Konditionierung und [[Verdichtung]]. Damit Biomethan als [[Erdgas]]-Substitut verwendet werden kann, muss insbesondere eine Anpassung des Brennwerts ([[Wobbe-Index]]) erfolgen. Abhängig von den technischen und wirtschaftlichen Randbedingungen werden verschiedene Gasaufbereitungsverfahren angewandt und miteinander kombiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Rahmesohl u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse.&amp;#039;&amp;#039; Untersuchung im Auftrag von BGW und DVGW. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Gesamtergebnisse und Schlussfolgerungen.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal / Leipzig / Oberhausen / Essen 2006, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Schritte der Aufbereitung und Grobreinigung (Entfeuchtung und [[Entschwefelung]]) erfolgen bereits in der Biogasanlage. Das erzeugte Rohbiogas enthält nach diesen Schritten einen [[Methan]]anteil von durchschnittlich 50 bis 60 % und einen Kohlenstoffdioxidanteil von 35 % bis 45 %. Der Rest setzt sich aus Stickstoff, Sauerstoff und anderen Gasen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der nachgeschalteten Aufbereitung zu Biomethan wird insbesondere der Bestandteil Kohlenstoffdioxid sowie verbliebene Spuren von Schwefelwasserstoff durch verschiedene physikalische oder chemische Verfahren ([[Absorption (Chemie)|Absorption]], [[Adsorption]] oder [[Filtration (Trennverfahren)|Filtrierung]]) aus dem Biogas entfernt und das Methan stark angereichert. Das resultierende Biomethan wird konditioniert (Brennwertanpassung mittels LPG (Flüssiggas) wie [[Propan]] und [[Butan]] oder Luft)&amp;lt;ref&amp;gt;F. Burmeister u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Neue Aspekte der Biogaskonditionierung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GWF, Gas, Erdgas.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 2008, S. 358 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und nachfolgend zur Einspeisung in das Erdgasnetz oder zur Bereitstellung als [[Biokraftstoff]] verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin muss über eine Gasbeschaffenheitsmessung die Erhebung wichtiger Parameter des eingespeisten Gases ([[Brennwert]], [[Heizwert]], [[Wobbe-Index]], [[Dichte]] etc.) und eine Bestimmung der übergebenen Energiemenge (Abrechnungsbrennwert) erfolgen. Ziel dieser Anforderungen an die Gasbeschaffenheit ist die Bereitstellung der gleichen Gasqualität (besonders hinsichtlich des Brennwertes) für die Nutzer und die Abrechnung der bezogenen Energiemengen. Hinzu kommt aus Sicherheitsgründen eine [[Odorierung]] des Gases, damit das durchsichtige und geruchlose Gas über den Geruchssinn detektiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Aufbereitungsschritte sind somit:&amp;lt;ref&amp;gt;S. Rahmesohl u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse.&amp;#039;&amp;#039; Untersuchung im Auftrag von BGW und DVGW. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Gesamtergebnisse und Schlussfolgerungen.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal / Leipzig / Oberhausen / Essen 2006, S. 20ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;auto1&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.biogaspartner.de/index.php?id=10074 |wayback=20090301210532 |text=Biogaspartner – Projektliste Deutschland  }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entschwefelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;                da Schwefelwasserstoff zu Korrosion führen würde&lt;br /&gt;
** Grobentschwefelung&lt;br /&gt;
*** Biologisch                   mit schwefeloxidierenden Mikroorganismen&lt;br /&gt;
*** Chemisch                     mit Fällmitteln wie Eisenoxid, die S binden&lt;br /&gt;
** Feinentschwefelung            durch Adsorption an Aktivkohle oder Zinkoxid&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gastrocknung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;                   gegen Korrosion durch Verdichtung und/oder Kühlung&lt;br /&gt;
** Adsorption                    Bindung von Wasser an Kieselgele oder Aluminiumoxid&lt;br /&gt;
** Kondensation                  durch Kühlung&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abtrennung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;      drucklose [[Aminwäsche]], Druckwasserwäsche, Druckwechseladsorption oder Membrantechnik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konditionierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;                Anpassung des Brennwertes über Gaszusammensetzung&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Odorierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;                     damit austretendes Gas über den Geruch erkannt wird&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdichtung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;                    auf Leitungsdruck&lt;br /&gt;
Die Aufbereitung von Biogas/Klärgas unter Normaldruck und Einspeisung in das Erdgasnetz mit einem Druck von unter 100 mbar wurde in Meilen (Schweiz) im Juni 2008 nach dem BCM-Verfahren weltweit erstmals realisiert und erweist sich gegenüber einer Aufbereitung unter Druck als energetisch deutlich vorteilhafter. Da dieses Biomethan vor Ort dezentral verwendet wird, reduzieren sich dazu zusätzlich die Transportkosten für Erdgas. Gegenüber einer Aufbereitung unter Druck bestehen bei einer drucklosen Aufbereitung zu Biomethan deutlich geringere Methanverluste. Auf eine Propandosierung zur Brennwertanpassung wird hier verzichtet. Propan kann so als hochwertiger Chemierohstoff weiter verwendet werden, anstatt, dass er verbrannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.biogaspartner.de/fileadmin/biogas/documents/Projektbeispiele/Bericht_Erdgas_Zuerich_Original1.pdf |wayback=20150923190033 |text=EMPA, Technology and Society Lab, Life Cycle Assessment &amp;amp; Modelling Group im Auftrag von Erdgas Zürich, Oktober 2009   }}, aufgerufen am 12. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einspeisung ==&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Biogasqualität bestehen drei Standards für die Einspeisung:&lt;br /&gt;
* [[Austauschgas]] (entspricht Erdgasqualität; unproblematische Einspeisung bei Druckanpassung) z. B. aufbereitetes Biogas (wird auch als Biomethan bezeichnet), aufbereitetes [[Grubengas]] oder [[Synthetic Natural Gas]]&lt;br /&gt;
* [[Zusatzgas]] (begrenzt zumischbar; unterschiedliche Zusammensetzung und Energiemenge zu Grundgas).&amp;lt;ref&amp;gt;S. Rahmesohl u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse.&amp;#039;&amp;#039; Untersuchung im Auftrag von BGW und DVGW. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Gesamtergebnisse und Schlussfolgerungen.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal / Leipzig / Oberhausen / Essen 2006, S. 50ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Möglichkeit zur Beimischung ist dabei stark abhängig von der Gasbeschaffenheit und dem Nutzungsspektrum im nachgelagerten Gasnetz.&lt;br /&gt;
* Gereinigtes [[Biogas]], welches noch nicht durch die Abtrennung von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; auf Erdgas-Beschaffenheit angepasst wurde, wird in sogenannte Satelliten-Anlagen in kleinen Ortsnetzen in der Regel mit Satelliten-[[Blockheizkraftwerk]] und einem Wärmenetz über eine eigene Leitung eingespeist. Hierbei kommt es zu keiner Vermischung mit fossilem Erdgas.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.irbnet.de/daten/rswb/13029011060.pdf Institut für Energietechnik IfE GmbH, 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Übernahme von Biomethan in das Erdgasnetz muss es in den wesentlichen Eigenschaften dem [[Erdgas]] entsprechen. Innerhalb der durch das DVGW-Arbeitsblatt G 260&amp;lt;ref&amp;gt;[[DVGW]]: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;G 260 Arbeitsblatt 03/2013 Gasbeschaffenheit&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.wvgw-shop.de/g-260-arbeitsblatt-03-2013.html |wayback=20140609065807 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Schiffers, Alexander Vogel, Bernd Meyer-Prescher, Wolfgang Urban, Barbara Zeidler-Fandrich |url=https://www.biogaseinspeisung.de/download/Abschlussbericht_Biogaseinspeisung_Band_5_Gasnetz_AP3_4.pdf |titel=Abschlussbericht für das BMBF-Verbundprojekt &amp;quot;Biogaseinspeisung&amp;quot; |werk=BMBF-Verbundprojekt &amp;quot;Biogaseinspeisung&amp;quot; |hrsg=EON Ruhrgas AG |datum=2009-06 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170926235438/https://www.biogaseinspeisung.de/download/Abschlussbericht_Biogaseinspeisung_Band_5_Gasnetz_AP3_4.pdf |archiv-datum=2017-09-26 |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; festgelegten [[Gasfamilie|Brenngasfamilie]] „Methanreiche Gase“ und der darin enthaltenen Gruppen L („low“) und H („high“) muss das Biomethan folgende Werte einhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wobbe-Index von L-Gas: W&amp;lt;sub&amp;gt;S,N&amp;lt;/sub&amp;gt; = 11,0–13,0 kWh/m³, Nennwert = 12,4 kWh/m³; darf zeitlich begrenzt bis auf 10 kWh/m³ fallen.&lt;br /&gt;
# Wobbe-Index von H-Gas: W&amp;lt;sub&amp;gt;S,N&amp;lt;/sub&amp;gt; = 13,6–15,7 kWh/m³, Nennwert = 15 kWh/m³; darf zeitlich begrenzt bis auf 12 kWh/m³ fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere innerhalb der H-Gruppe ist entsprechend aufbereitetes Biogas bei weitgehender Kohlendioxidentfernung mit einem Brennwert von etwa 10,6 kWh/m³ nur als Zusatzgas möglich. (Ohne Anreicherung mit z.&amp;amp;nbsp;B. [[Propan]] kann durch Aufbereitung von Biogas kein Gas mit höherem Brennwert als dem von reinem Methan (11,06 kWh/m³) erzeugt werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung und Ökonomie ===&lt;br /&gt;
Wegen der Höhe der erforderlichen Investitionen gilt die Biogasaufbereitung erst ab einer Kapazität von etwa 250&amp;amp;nbsp;m³ bis 500&amp;amp;nbsp;m³ Biomethan pro Stunde als wirtschaftlich. Das entspricht einer elektrischen Anlagenleistung von 1&amp;amp;nbsp;MW bis 2&amp;amp;nbsp;MW bei direkter Biogasverstromung im [[Blockheizkraftwerk]] (BHKW). In Deutschland waren im November 2017 190&amp;amp;nbsp;Anlagen zur Biomethanerzeugung mit einer Gesamtkapazität von 1 Mia.&amp;amp;nbsp;m³ pro Jahr in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;biogaspartner.de: {{Webarchiv|url=http://www.biogaspartner.de/einspeiseatlas/projektliste-deutschland.html |wayback=20171222052907 |text=&amp;#039;&amp;#039;Biogaseinspeisung in Deutschland - Übersicht&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für 2017 werden bundesweit 191 laufende Anlagen mit einer Leistung von 113.000 m³/h erwartet. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, dass in Deutschland im Jahr 2020 etwa 60 Milliarden kWh Biomethan pro Jahr erzeugt werden. Das entspricht der Kapazität von rund 1200 bis 1800 Biomethananlagen und somit einem Neubau von mindestens 120 Anlagen pro Jahr mit einem Investitionsvolumen in Anlagentechnik von 10 – 12 Mrd. €. Zur Bereitstellung der Energiepflanzen für die Biogasproduktion, müssten bis 2020 1,2 Mio. ha Anbauflächen zur Verfügung stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;auto1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Biogasnutzung im ländlichen Raum – Der Beitrag verschiedener Anlagenkonzepte zur regionalen Wertschöpfung und ihre Umweltleistung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um das Ziel zu erreichen, müsste die Biogaserzeugung gegenüber 2007 um 150 % steigen, unter der Voraussetzung, dass sämtliches Biogas zu Biomethan aufbereitet wird. Bei Verstromung in BHKWs könnten so etwa 4 % des Strombedarfs gedeckt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/ee_in_deutschland_graf_tab_2008.pdf | wayback=20091007044743 | text=Entwicklung der Erneuerbaren Energien bis 2008}}, Statistiken und Graphiken, [[Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit|BMU]] 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biomethan wird – wie Biogas – insbesondere über das [[Erneuerbare-Energien-Gesetz]] subventioniert. Eine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Substitutionsenergie Erdgas ist derzeit weder gegeben noch absehbar. Unter Annahme der Fortführung der klassischen Ölpreisindexierung des Erdgaspreises läge die Wirtschaftslichkeitsschwelle von Biomethan jenseits von (bislang unerreichten) 230 US-$/Barrel Brent-Rohöl. Allerdings ist fraglich, ob die Ölpreisbindung zukünftig – zumindest in bisheriger Form – weiterhin Bestand hat. Auf dem inländischen deutschen Erdgasmarkt setzen sich zunehmend Großhandelspreise durch, beispielsweise die Notierungen an der Leipziger [[Energiebörse]] [[EEX]], die im Regelfall unter den ölindexierten Preisen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biogas Einspeisung Sektorenkopplung ASUE.jpg|mini|Biogas und Biomethan als Bindeglied in der Sektorenkopplung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biomethan wird energetisch nutzbar, indem es entweder in das Erdgasnetz eingespeist (Bioerdgas) oder als Biokraftstoff für [[Erdgasfahrzeug]]e verwendet wird. Während der Einspeisung eine zunehmende Bedeutung zukommt, stellt die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff bisher nur eine Nischenanwendung dar. In Mecklenburg-Vorpommern wird ab 2011 dem Erdgas-Kraftstoff bis zu 10 Prozent Bio-Erdgas beigemischt. Im November 2010 hatten bereits die Stadtwerke München (SWM) begonnen, an ihren sieben Erdgastankstellen im Stadtgebiet 50 Prozent Bio-Erdgas beizumischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einspeisung in das Erdgasnetz ===&lt;br /&gt;
Bei der Gasentnahme aus dem Erdgasnetz erfolgt die Differenzierung zwischen Erdgas und Biomethan theoretisch. Die [[Produktkette]] wird mittels Massenbilanzierung im DENA Biogasregister sichergestellt. Eine dem eingespeisten Biomethan äquivalente Menge Erdgas wird an einer beliebigen Stelle des Netzes entnommen. Einzelne Gasversorger bieten gegen Aufpreis die Lieferung von Erdgas mit Biomethananteil an, als umweltfreundlichere Alternative zu reinem Erdgas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.topagrar.com/energie/aus-dem-heft/run-auf-biomethan-ueberrascht-die-branche-9720666.html |titel=Run auf Biomethan überrascht die Branche |datum=2009-01-01 |sprache=de |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung zur Wärme- und Stromerzeugung ===&lt;br /&gt;
Ein Großteil des in das Erdgasnetz eingespeisten Biomethans wird zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, da die Betreiber zum Teil erhöhte Stromvergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten. Zur Nutzung des Biomethans kommen dabei verschiedene Technologien zum Einsatz:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.asue.de/bio-erdgas/broschueren/07_06_11_bio-erdgas_-_regenerative_energie_mit_zukunft |wayback=20171222105110 |text=asue.de  }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Blockheizkraftwerke (BHKW): Ein Gasmotor treibt einen Generator an. In dezentralem Einsatz wird die Anlage dem Wärmebedarf entsprechend betrieben, der Strom wird selbst genutzt oder ins Verteilnetz eingespeist.&lt;br /&gt;
* [[Brennstoffzelle]]n (BZ): Das Biomethan wird in Kohlenstoff und Wasserstoff zerlegt und reagiert in der BZ an einer Membran mit Sauerstoff zu Wasser und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Die Brennstoffzelle wird in der Regel wärmegeführt betrieben. Der Strom wird selbst genutzt oder ins Verteilnetz eingespeist. Der Gesamtwirkungsgrad liegt höher als beim BHKW.&lt;br /&gt;
* Gaswärmepumpen (GWP): Ein Gasmotor treibt einen Verdichter bzw. Kompressor an. Ebenfalls Wärmegeführt; keine Stromeinspeisung. Verschiedene Temperaturniveaus aus Wärmepumpe, Motorkühlwasser und Motorabgas erlauben verschiedenste Anwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung als Kraftstoff ===&lt;br /&gt;
{{Vergleich von Biokraftstoffen in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biomethan kann, ebenso wie [[Erdgas]], als [[Kraftstoff|Treibstoff]] in Kraftfahrzeugmotoren genutzt werden, bisher wird Biogas allerdings selten auf diesem Weg verwertet. Fahrzeuge, die für den Einsatz von reinem oder [[Hybridantrieb#Bivalente Antriebe|bivalentem]] Erdgasbetrieb umgerüstet sind, können auch mit Biomethan betrieben werden. Im Gegensatz zu Erdgas ist Biomethan allerdings nahezu CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-neutral. Mit Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz enthält zudem auch das als Kraftstoff genutzte Erdgas einen Anteil Biomethan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit um die 130 Erdgastankstellen, an denen Biokraftstoff aus 100 Prozent Biomethan angeboten wird. Davon werden momentan 115 vom Biokraftstoff-Hersteller [[Verbio]] beliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.verbio.de/presse/aktuelles/pressemitteilungen/rastatt/ | wayback= 20160114101622 | text=&amp;#039;&amp;#039;Stadtwerke Rastatt stellen auf verbiogas um.&amp;#039;&amp;#039;}} Pressemitteilung von Verbio vom 17. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die begonnene Markteinführung der Brennstoffzelle, der hohe zu erzielende elektrische [[Wirkungsgrad]] und die inzwischen erreichten hohen Standzeiten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2017/2017-08-07-jubilaeum-sofc |titel=Jubiläum für Jülicher Dauerbrenner: Brennstoffzelle läuft seit 10 Jahren |abruf=2024-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; lassen den Einsatz von Biomethan in einer Brennstoffzelle in Zukunft interessant erscheinen, da aus erneuerbaren Rohstoffen Strom und Wärme erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtlicher Rahmen ==&lt;br /&gt;
Die Biogaseinspeisung wird von zahlreichen rechtlichen Regelungen bestimmt, darunter in Deutschland das [[Erneuerbare-Energien-Gesetz]] (EEG), das [[Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz]] (EEWärmeG),  das [[Energiewirtschaftsgesetz]], die Gasnetzentgeltverordnung sowie Regelwerke des [[DVGW]]. Durch die seit April 2008 gültige [[Gasnetzzugangsverordnung]] (GasNZV) wurde der Zugang von Biomethan zum Erdgasnetz deutlich vereinfacht. Zudem konkretisiert die Verordnung die Zielsetzung der Bundesregierung für den Ausbau der Biogaseinspeisung: Bis zum Jahr 2020 sollen jährlich 60&amp;amp;nbsp;Mrd. kWh Biogas und bis zum Jahr 2030 100&amp;amp;nbsp;Mrd. kWh Biogas in das Gasnetz eingespeist werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV), §&amp;amp;nbsp;41a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Energie-Agentur: www.Biogaspartner.de – {{Webarchiv|url=http://www.biogaspartner.de/index.php?id=10066 |wayback=20090301170059 |text=Politik und Recht    }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wäre rund ein Zehntel der im Jahr 2008 in Deutschland verbrauchten Erdgasmenge von 930&amp;amp;nbsp;Mrd. kWh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Studie: &amp;#039;&amp;#039;Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzow 2007, erstellt durch das [[Institut für Energetik und Umwelt]] gGmbH (jetzt [[Deutsches Biomasseforschungszentrum]] (DBFZ)) in Zusammenarbeit mit dem DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, [[Stefan Klinski]], Fraunhofer-Institut UMSICHT und dem Gaswärme-Institut e.&amp;amp;nbsp;V. (GWI) ([http://www.biogaspartner.de/fileadmin/biogas/Downloads/Studien/Einspeisestudie.pdf online, Stand 12. Oktober 2006])&lt;br /&gt;
* Sebastian Herold: &amp;#039;&amp;#039;Bioerdgas zwischen Markt und Staat.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2012, ISBN 978-3-00-037292-6. (zugl. Münster (Westf. Univ.), Diss., 2012, [http://www.energy-thinker.net/ www.energy-thinker.net])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.biogaspartner.de/ Informationsseite der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zur Einspeisung von Biomethan]&lt;br /&gt;
* [http://www.biogas-netzeinspeisung.at/ österreichische Informationsplattform zur Einspeisung von Biomethan]&lt;br /&gt;
* [http://wupperinst.org/en/a/wi/a/s/ad/482/ Klima- und Umwelteffekte von Biomethan] Diskussionspapier des Wuppertal Instituts&lt;br /&gt;
* [http://www.biomasse-nutzung.de/bioerdgas-biomethan-vorteile/ Bioerdgas – Evolution der Bioenergie]&lt;br /&gt;
* [http://www.dge-wittenberg.de/presse/Presse_03_07.pdf &amp;#039;&amp;#039;Bau und zur Übergabe der ersten Großanlage zur Aufbereitung von Biogas zu hochreinem Bioerdgas bzw. Biomethan nach dem BCM®-Verfahren.&amp;#039;&amp;#039;] Presseinformation. 03/07 der DGE – Dr. Günther Engineering GmbH, Lutherstadt Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Brenngas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgaswirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biokraftstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qkaz</name></author>
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