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	<title>Bioisosterie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T23:04:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bioisosterie&amp;diff=909500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Esmahene BenElKaid: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0 */</title>
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		<updated>2025-02-03T05:59:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bioisosterie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff aus der [[Medizinische Chemie|medizinischen Chemie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 3: &amp;#039;&amp;#039;H–L.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1983, ISBN 3-440-04513-7, S.&amp;amp;nbsp;1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei [[Molekül]]e werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bioisoster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wenn sie eine biologisch vergleichbare [[Pharmakodynamik|Wirkung]] &amp;#039;&amp;#039;[[in vivo]]&amp;#039;&amp;#039; (also im lebenden System) zeigen und [[Isosterie|isoster]] sind. Ein Beispiel wären die [[Opiat]]e, bei denen die meisten untereinander bioisoster sind, da sie fast dieselbe biologische Wirkung haben. Der Begriff wird insbesondere im Zusammenhang mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;rationalen [[Wirkstoffdesign]]&amp;#039;&amp;#039; benutzt. Die wörtliche Übersetzung von Bioisosterie bedeutet etwa &amp;#039;&amp;#039;biologisch gleiche Wirkung bei gleicher Gestalt&amp;#039;&amp;#039; (isos = gleich, steros = Ort, Gestalt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da einer Bioisosterie meist ein [[Schlüssel-Schloss-Prinzip]] wie bei [[Mimetika]] zu Grunde liegt, überlappen die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;bioisostere Wirkstoffe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mimetika&amp;#039;&amp;#039; einander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung der Bioisosterie spielt die Ähnlichkeit zwischen [[Molekül]]en und deren [[Funktionelle Gruppe|funktionellen Gruppen]] bezüglich ihrer biologischen Wirkung die größte Rolle. [[Alfred Burger (Chemiker)|Alfred Burger]] definierte bioisostere Wirkstoffe folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Verbindungen oder Molekülgruppen mit fast identischer Molekülform und Volumen, sowie ungefähr gleicher Verteilung der Elektronen, die ähnliche physikalische Eigenschaften aufweisen.|A. Burger (1970)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition ist weitreichender als etwa der Ansatz von Langmuir (1919), der die gleiche Anzahl und die gleiche Anordnung der Elektronen verlangt und schließt gleichermaßen das [[Grimmscher Hydridverschiebungssatz|Grimmsche Hydridverschiebungsgesetz]] (1925) ein. Ein ähnliches Konzept liegt auch dem [[Isolobalität|Isolobalkonzept]] (R. Hoffmann, Nobelpreis für Chemie 1981) zugrunde, die neben der Anzahl der Elektronen vor allem die Gestalt und Energie der [[Grenzorbital]]e der zu vergleichenden Molekülfragmente heranzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen klassischen Bioisosteren, die sterisch und elektronisch sehr ähnlich sind (z. B. die Halogenide -F, -Cl, -Br, -I, sowie die Cyanogruppe -CN die jeweils eine freie Bindung belegen) und nichtklassischen Bioisosteren. Bei letzteren können die Austauschungen wesentlich komplexer sein, etwa eine cyclische Struktur (Ringsystem) gegen eine acyclische (offenkettiger Rest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bioisostere klassisch.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung von Bioisosteren wird vor allem vor dem Hintergrund [[Stoffwechsel|metabolischer]] und [[Toxikologie|toxikologischer]] Erwägungen deutlich. Während ein Benzolring leicht [[Epoxidierung|epoxidiert]] wird, ist die bioisostere Methylthiophengruppe metabolisch stabiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Benzol thiophen.PNG|mini|500px|zentriert|Gegenüberstellung von [[Clozapin]] und [[Olanzapin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Austausch einer Carbonsäuregruppe gegen einen Tetrazolring wird die [[Bioverfügbarkeit]] bei vergleichbarer [[Acidität]] deutlich erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cooh tetrazol.PNG|mini|500px|zentriert|Gegenüberstellung von [[Telmisartan]] und [[Candesartan]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise ermöglichen bioisostere Austauschungen das Feintuning von Wirkstoffeigenschaften. Prominentes Beispiel hierfür sind die Phosphodiesterase-5 Inhibitoren [[Sildenafil]] und [[Vardenafil]], wobei mit letzterem auch der Patentschutz umgangen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sildenafil vardenafil.PNG|mini|500px|zentriert|Gegenüberstellung von [[Sildenafil]] und [[Vardenafil]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ring-zu-Ring-Transformation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ring-zu-Ring-Transformation bezeichnet den Austausch eines heterocyclischen (oder carbocylischen) Rings durch einen anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lässt sich ein Benzolring durch Heterocyclen wie Thiophen, Furan, [[Pyrrol]], Selenophen, Oxazol, Thiazol, Isaoxal, Isothiazol, Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin ersetzen, wobei Thiophen im Vergleich zu den vorher genannten Heteroaromaten die größte physikochemische Ähnlichkeit zu Benzol besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Trachsel, David Lehmann, Christoph Enzensperger |Titel=Phenethylamine: von der Struktur zur Funktion |Verlag=Nachtschatten Verlag |Ort=Solothurn |Datum=2013 |Seiten=341 |ISBN=978-3-03788-700-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carsten D. Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Das Bioisosterie-Konzept: Arzneistoffentwicklung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 38, 2004, S.&amp;amp;nbsp;320–324, [[doi:10.1002/ciuz.200400331]].&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Böhm, Gerhard Klebe, Hugo Kubinyi: &amp;#039;&amp;#039;Wirkstoffdesign.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, 2002, ISBN 3-8274-1353-2, S 149–152. (unveränderter Nachdruck der 1. Auflage, 1996).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Daniel Trachsel, David Lehmann, Christoph Enzensperger&lt;br /&gt;
   |Titel=Phenethylamine: von der Struktur zur Funktion&lt;br /&gt;
   |Verlag=Nachtschatten Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Solothurn&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-03788-700-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Esmahene BenElKaid</name></author>
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