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	<title>Bioforum Schweiz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T20:39:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bioforum_Schweiz&amp;diff=1807812&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fonero am 14. Dezember 2025 um 21:40 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bioforum Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Schweiz]]er Verein aus der [[Landwirtschaft]]. Es wurde in den 1920er Jahren gegründet und ist einer der Entstehungsorte der [[Ökologische Landwirtschaft|ökologischen Landwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;siehe auch Artikel → [[Jungbauernbewegung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Moeschberg Schweiz.jpg|mini|Seminarhaus Möschberg (2021)]]&lt;br /&gt;
Oberhalb von [[Grosshöchstetten]], zwischen der Bundesstadt [[Bern]] und dem [[Emmental]], entstand in den 1920er Jahren die „Schweizerische Zentralstelle für bäuerliche Jugend-, Kultur- und Fürsorgearbeit“. Diese wurde als Schweizerische Bauernheimatbewegung, auch als [[Jungbauernbewegung]] bezeichnet, landesweit bekannt. Mit Unterstützung aus dem ganzen Land wurde ein Bildungszentrum erbaut, das die Entstehungszeit des [[Ökologische Landwirtschaft#Organisch-biologische Landwirtschaft|organisch-biologischen]] Landbaus in [[Kontinentaleuropa]] prägte. Die Vortrags-, Kurs- und Ausbildungsangebote der &amp;#039;&amp;#039;Bauernheimatschule&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hausmutterschule&amp;#039;&amp;#039; Möschberg wurden durch eine [[Jungbauernbewegung#Abstinenzverein und Versandbibliothek |Versandbibliothek]] mit rund 3.000&amp;amp;nbsp;Bänden ergänzt. In den Regionen der Schweiz wurden einige hundert örtliche bäuerliche Bildungsgruppen initiiert und unterstützt. Dies alles war eine damals einmalige Bildungskampagne für die Landbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Biologie- und [[Sekundärer Bildungsbereich|Sekundar]]lehrer [[Hans Müller (Politiker, 1891)|Hans Müller]] und seine Frau [[Maria Müller (Agrarwissenschaftlerin)|Maria Müller-Bigler]] leiteten die Schule. Schon im ersten Betriebsjahr waren Biolandbau und [[Vollwerternährung]] Bestandteile des Lehrplans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Engagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1929 wurde Hans Müller für die [[Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei]] in den [[Nationalrat (Schweiz)|Schweizer Nationalrat]] gewählt. Wegen unterschiedlicher Auffassungen über notwendige Massnahmen zur Bekämpfung der [[Weltwirtschaftskrise|Wirtschaftskrise]], insbesondere seiner Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, wurde 1935 Hans Müller mit den „Jungbauern“ aus der BGB ausgeschlossen. Die Jungbauern bildeten fortan vor allem im [[Grosser Rat (Bern)|Grossen Rat]] des Kantons Bern und in den Parlamenten einiger weiterer Kantone sowie im eidgenössischen Parlament eigene Fraktionen. Sie engagierten sich für ein [[Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht|bäuerliches Bodenrecht]] und eine zeitgemässe Altersversicherung, waren politisch aber mehr und mehr isoliert und schliesslich marginalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung des organisch-biologischen Landbaus (Kontinentaleuropa) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1951 veröffentlichte der deutsche Arzt [[Hans Peter Rusch|Hans-Peter Rusch]] (1906–1977) einen Aufsatz über &amp;#039;&amp;#039;Das Gesetz vom Kreislauf und der Erhaltung der lebenden Substanz&amp;#039;&amp;#039; und kam kurz darauf mit den „Möschbergern“ in der Schweiz in Kontakt. Aus dieser Begegnung entstand das gefestigte theoretische Fundament der Landbauweise, die sich fortan als &amp;#039;&amp;#039;organisch-biologisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete und eigenständig vom [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landbau]] entwickelte, von dem sie ebenso Ideen aufgenommen hatte wie von den Initianten der [[Lebensreform]]. Die deutsche und die österreichische Biobewegung haben ihre Wurzeln auf dem Möschberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau von Vermarktungsstrukturen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1946 beendete Hans Müller seine politische Tätigkeit („Den Bauern ist mit Politik nicht zu helfen“) und konzentrierte sich ganz auf die Weiterentwicklung und Verbreitung des biologischen Landbaus. Schwerpunkte waren die einzelbetriebliche Hilfe und die Unterstützung der Höfe, sich von der zunehmenden &amp;#039;&amp;#039;Chemisierung&amp;#039;&amp;#039; der Landwirtschaft zu schützen. Als Publikationsorgan gründete er im gleichen Jahr die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Kultur und Politik&amp;#039;&amp;#039; sowie die heutige &amp;#039;&amp;#039;[[Terraviva|Terraviva ag]]&amp;#039;&amp;#039; (vorheriger Name: &amp;#039;&amp;#039;Bio-Gemüse AVG [[Galmiz]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://terraviva.bio/ Terraviva ag]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies eröffnete den Biobauernfamilien der ersten Stunde einen eigenen Markt bzw.&amp;amp;nbsp;machte der nichtbäuerlichen Bevölkerung biologisch angebaute Lebensmittel zugänglich. 1952 wurde in [[Kerzers]] ein neues Betriebsgebäude errichtet und mit dem Versand von [[Biokiste]]n sowie mit der Belieferung von [[Migros]] und [[Biotta]] begonnen. Bis in die 1960er-Jahre wurden in erster Linie die Genossenschaften der Migros beliefert, ab den 1990er-Jahren wurde dann [[Coop (Schweiz)|Coop]] als Abnehmer immer wichtiger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bioaktuell.ch/fileadmin/documents/ba/medienspiegel/Medienspiegel-2011/april-2011/AK_AVAGnachKerzers_2011_04-01.pdf |titel=Der Kreis schliesst sich - BioGroupe Galmiz zügelt nach Kerzers |werk=bioaktuell.ch |datum=2011 |abruf=2023-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hansjürg Jäger |url=https://www.bauernzeitung.ch/artikel/landwirtschaft/bioniere-wie-bio-den-weg-in-die-verarbeitung-und-den-handel-fand-368557 |titel=«Bioniere» - wie Bio den Weg in die Verarbeitung und den Handel fand |werk=bauernzeitung.ch |datum=2015-01-25 |abruf=2023-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 wurde von Mitgliedern des Bioforum Schweiz und der Anbau- und Verwertungsgenossenschaft Galmiz AVG, u.&amp;amp;nbsp;a. mit Schülern Hans Müllers, auch die &amp;#039;&amp;#039;Biofarm Genossenschaft&amp;#039;&amp;#039; in [[Kleindietwil]] als weitere Vermarktungsschiene gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Biofarm_Genossenschaft,_AfA305.html |titel=Biofarm Genossenschaft, AfA305 |werk=Archiv für Agrargeschichte |abruf=2023-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://biofarm.ch/de/ueber-uns/geschichte/firmengeschichte |titel=Firmengeschichte |werk=biofarm.ch |abruf=2022-05-30 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Höhepunkt internationaler Ausstrahlung erreichte der Möschberg in den 1960er und 1970er Jahren dank einer ausgedehnten Vortragstätigkeit des Ehepaars Müller und der Lehrgänge mit internationalen Teilnehmern. Die ersten biologisch-organischen Anbauverbände in Deutschland und Österreich, [[Bioland]] und [[Bio Austria]], haben ihre Wurzeln auf dem Möschberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Terraviva AG&amp;#039;&amp;#039; entstand 2016 durch einen Zusammenschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Terraviva,_AfA308.html |titel=Terraviva, AfA308 |werk=Archiv für Agrargeschichte |abruf=2023-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 erfolgte in Kerzers der Spatenstich für ein neues Betriebsgebäude. Es soll 2024 bezugsbereit sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schweizerbauer.ch/regionen/terraviva-neubau-ein-jahr-nach-dem-spatenstich |titel=Terraviva-Neubau: Ein Jahr nach dem Spatenstich |werk=schweizerbauer.ch |datum=2023-05-21 |abruf=2023-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Projekt, mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Bio Gemüse Seeland&amp;#039;&amp;#039;, wird durch das Förderprogramm &amp;#039;&amp;#039;Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE)&amp;#039;&amp;#039; des [[Bundesamt für Landwirtschaft|Bundesamts für Landwirtschaft]] gefördert und wurde Anfangs durch die [[Fenaco]] bekämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schweizerbauer.ch/regionen/westschweiz/nach-zoff-bauernprojekt-in-umsetzungsphase/ |titel=Nach Zoff - Bauernprojekt in Umsetzungsphase |werk=schweizerbauer.ch |datum=2021-11-22 |abruf=2023-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Forschungsinstitut für biologischen Landbau]] (FiBL) und der [[Bio Suisse|Vereinigung schweizerischer biologischer Landbauorganisationen]] (VSBLO) entstanden ab den 1970er Jahren neue Zentren des Biolandbaus in der Schweiz. Nach Hans Müllers Tod wurde der Verein von „Bauernheimatbewegung“ 1996 in „Bioforum Möschberg“, 2004 in „Bioforum Schweiz“ umbenannt. Im Jahre 1989 wurde das Bildungshaus umgebaut und als offenes Seminarhaus mit Bio-Küche weitergeführt (&amp;#039;&amp;#039;Seminar- und Kulturhotel Möschberg&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hotelmoeschberg.ch/ Seminar- und Kulturhotel Möschberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hat der Verein rund 400&amp;amp;nbsp;Mitglieder. Dazu zählen Bäuerinnen, Bauern und viele weitere am biologischen Landbau und an einer [[Nachhaltigkeit|nachhaltigen Lebensweise]] interessierte und dafür engagierte Menschen. [[Interdisziplinarität|Interdisziplinär]], wie die Gründungseltern des organisch-biologischen Landbaus in Kontinentaleuropa in ihrem Bildungszentrum auf dem Möschberg waren, ist deren Nachfolgeorganisation „Bioforum“ bis heute. Ein breit abgestützter Beirat unterstützt den Vorstand in der Umsetzung seiner Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein- bis zweimal jährlich finden die &amp;#039;&amp;#039;Möschberggespräche&amp;#039;&amp;#039; zu Grundsatzthemen rund um Landwirtschaft und Ernährung statt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bioforumschweiz.ch/m%C3%B6schberg-gespr%C3%A4che-1/ |wayback=20170226131516 |text=Möschberggespräche |archiv-bot=2023-06-16 14:24:31 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie im Sommer der &amp;#039;&amp;#039;Biogipfel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bioforumschweiz.ch/biogipfel/ Biogipfel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde das Bioforum Schweiz eine Mitgliedorganisation von [[Bio Suisse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Moser |url=https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Bioforum_Schweiz,_AfA307.html |titel=Bioforum Schweiz |werk=[[Archiv für Agrargeschichte]] |abruf=2025-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitschrift „Kultur und Politik“ ===&lt;br /&gt;
Der Verein gibt im 64. Jahrgang die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Kultur und Politik&amp;#039;&amp;#039; heraus, welche von Bauern und Nichtbauern gelesen wird. Dort finden Fragen der [[Bodenkultur]], von bäuerlicher Einstellung und nachhaltigem Wirtschaften, von [[Ernährungssouveränität]] und zugehöriger Ernährungsqualität fundierte Antworten auch unabhängig von Leitlinien und von Mechanismen grosser Marktpolitik, wie sie beispielsweise in Verbänden wirksam sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bioforumschweiz.ch/ Website des Bioforum Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Bioforum_Schweiz,_AfA307.html Bioforum Schweiz] im [[Archiv für Agrargeschichte]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bioforumschweiz.ch/kp/kp.html | wayback=20080519182728 | text=Zeitschrift „Kultur und Politik“}} auf der Website des Bioforum Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1235358844|VIAF=7897162422757532460008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Ökologische Landwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Kanton Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Organisation (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 1920er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fonero</name></author>
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