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	<title>Binnenwanderung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T06:05:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Binnenwanderung&amp;diff=279150&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Änderungen von ~2026-17093-48 (Diskussion) auf die letzte Version von RobertodelSol zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Binnenwanderung&amp;diff=279150&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-18T08:22:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-17093-48&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-17093-48&quot;&gt;~2026-17093-48&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-17093-48&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-17093-48 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:RobertodelSol&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:RobertodelSol (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;RobertodelSol&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Migration des Menschen; siehe auch [[Tierwanderung]], weiteres siehe [[Migration]] (Begriffsklärung) und [[Mobilität (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Binnenwanderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Binnenmigration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Migration (Soziologie)|Migration]] innerhalb einer festgelegten [[Region]], etwa eines [[Staat]]es oder einer politischen Verwaltungsgliederung. Die Binnenmigration unterscheidet sich also von der transnationalen Migration dadurch, dass in der Regel keine [[Staatsgrenze]]n überschritten werden. In die [[Europäische Union|EU]] betreffenden Kontexten wird jedoch inzwischen auch bei Staatsgrenzen überschreitenden Wanderungen innerhalb der EU von Binnenmigration gesprochen. Dementsprechend ist dieser Begriff nur unscharf definiert, weil sowohl die Migration innerhalb einer kleinen Region oder einem [[Gliedstaat]] als auch die Wanderung in einem sehr großen Staat, einer [[Supranationalität|supranationalen Organisation]] oder einem [[Staatenverbund]] als Binnenmigration benannt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: &amp;#039;&amp;#039;Binnenmigration&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv |url=http://www.berlin-institut.org/online_handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/faktoren/migration/binnenmigration.html |text=auf Wayback Machine |wayback=20071217092611}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jan C. Jugl: [http://www.bpb.de/themen/W3OQHE,0,0,Binnenmigration_in_der_Europ%E4ischen_Union.html &amp;#039;&amp;#039;Binnenmigration in der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Binnenwanderungssaldo&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Binnenwanderungsbilanz&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die [[Subtraktion|Differenz]] von Zuzügen und Fortzügen in einem bestimmten Gebiet innerhalb eines bestimmten Zeitraums, wobei die Ausländermigration dabei nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hochindustrialisierung in Deutschland#Von der Aus- zur Binnenwanderung}}&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 1890er Jahre wanderten vornehmlich Bewohner der nordöstlichen Provinzen [[Preußen]]s ([[Ostpreußen]], [[Westpreußen]], [[Posen]]) und aus [[Mecklenburg]] in die Hansestädte und nach [[Berlin]], zum weit überwiegenden Teil aber in die preußischen Industrieprovinzen [[Rheinland]] und [[Westfalen]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Landflucht]] des 19. Jahrhunderts (&amp;#039;&amp;#039;vom Land in die Stadt&amp;#039;&amp;#039;) kam es nach dem [[Deutsche Wiedervereinigung|Mauerfall]] 1989 zu einer Binnenwanderung vom Osten in den industriellen Westen und vom Westen in den Osten. Die Ost-West-Wanderung überstieg die West-Ost-Wanderung, sodass die Einwohnerzahl der neuen Bundesländer insgesamt kleiner geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Bundesgebiet gab es, wie in vielen anderen Industriestaaten, lange eine [[Stadtflucht]] (&amp;#039;&amp;#039;von der Stadt aufs Land&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== EU-Binnenmigration ==&lt;br /&gt;
Als EU-Binnenmigration bezeichnet man die Zu- und Abwanderung von [[Unionsbürger]]n und ihrer Familienangehörigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/migrationsbericht_2014_de.pdf?__blob=publicationFile |titel=Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. Migrationsbericht 2014 |hrsg=BMI, BAMF |datum=2016-01 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160619095526/https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/migrationsbericht_2014_de.pdf?__blob=publicationFile |archiv-datum=2016-06-19 |abruf=2016-06-19}} S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Europäische Union ist ein Raum ohne Binnengrenzen (Binnenmarkt, Art. 26 Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union - AEUV) mit dem Verfassungs- und Grundrecht der [[Unionsbürger#Freizügigkeit: Recht auf Aufenthalt und wirtschaftliche Betätigung|Freizügigkeit für alle Unionsbürgerinnen und -bürger]] ist (Art. 21 AEUV, Art. 45 Charta der Grundrechte der EU 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Europäische Rat und die Europäische Kommission unterstützen Bestrebungen zur Erleichterung der europäischen Binnenmigration, insbesondere der [[Arbeitsmigration|beruflichen Migration]]. Zu den zentralen Themen gehören rechtliche Voraussetzungen für eine verbesserte Mobilität der in Bildung, Forschung und Innovation tätigen Personen, die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen, die Übertragbarkeit von Rentenansprüchen und Sozialschutzansprüchen im Allgemeinen und die Einführung der [[Europäische Krankenversicherungskarte|Europäischen Krankenversicherungskarte]]. Weitere Themenbereiche sind Schulpartnerschaften und der schulische Fremdsprachenunterricht. Die Rechtsprechung des [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshofs]] (EuGH) hat Begriff und Recht der EU-Binnenmigration durch viele Urteile vertieft.&amp;lt;!--folgenden Text und Ref. ausgeklammert, da die Aussage nicht durch die Ref. belegt zu sein scheint; weitere Belege wären erforderlich:-- , da die Einzelstaaten den Binnen- bzw. Inlandscharakter der EU noch partiell verweigern, z. B. diskriminieren deutsche Rentenstellen, Krankenkassen usw. Rentner u.&amp;amp;nbsp;a., die in andere Teile der EU umziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.consilium.europa.eu/de/european-council/conclusions/pdf-1993-2003/schlussfolgerungen-des-vorsitzes_europ%C3%84ischer-rat-(barcelona)15_-und-16_-m%C3%84rz-2002/ |titel=Schlussfolgerungen des Vorsitzes, Europäischer Rat (Barcelona), 15. und 16.&amp;amp;nbsp;März 2002|zugriff=2008-12-13 |format=PDF; 16&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europarechtlich strittig ist das österreichische Konzept der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP für einen „Beschäftigungsbonus“, das vorsieht 50 Prozent der [[Lohnnebenkosten]] eines neuen Arbeitsplatzes zu erstatten, sofern die neu angestellte Person beim AMS arbeitslos gemeldet oder Abgänger einer österreichischen Bildungseinrichtung ist oder aber bereits in Österreich beschäftigt war oder über eine [[Rot-Weiß-Rot-Karte]] beschäftigt wird. Dieses Konzept wird als indirekte [[Unionsbürgerschaft#Diskriminierungsverbot|Diskriminierung von EU-Ausländern]] kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.derstandard.at/2000052920446/Beschaeftigungsbonus-auch-fuerRot-Weiss-Rot-Karte-Inhaber |titel=Beschäftigungsbonus: Experten befürchten EU-Rechtswidrigkeit – derstandard.at/2000052920446/Beschaeftigungsbonus-auch-fuerRot-Weiss-Rot-Karte-Inhaber |hrsg=derStandard.at |datum=2017-02-21 |abruf=2017-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Verordnung (EWG) Nr. 1408/71]] sieht diskriminierungsfreien Zugang von EU-Ausländern zu den nationalen [[Sozialversicherung]]ssystemen vor; allerdings haben EU-Bürger erst nach mehreren Monaten Anspruch auf Sozialleistungen (&amp;#039;&amp;#039;siehe hierzu auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Sozialversicherung#Koordinierung der Sozialversicherungsleistungen innerhalb der EU]]; zu Sozialleistungen &amp;#039;&amp;#039;siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Unionsbürgerschaft#Sozialleistungen]]). Viele wohnungslose EU-Bürger in Deutschland leben in besonders prekärer Lebenslage, da sie keinerlei Anspruch auf soziale Unterstützung haben – auch nicht auf Zugang zu Notunterkünften oder Gesundheitsversorgung –, weil von der Möglichkeit der Selbsthilfe durch Rückreise ausgegangen wird. Laut der Rechtssprechung ist für den Ausschluss allerdings eine Einzelfallprüfung erforderlich, und Behörden sind verpflichtet, „unfreiwillig obdachlose“ EU-Bürger in einer akuten Notlage für einen angemessenen Zeitraum bis zur Klärung etwaiger sozialrechtlicher Ansprüche ordnungsrechtlich unterzubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Engelmann |url=https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/Analyse_Studie/Analyse_Notunterbringung_Wohnungsloser.pdf |titel=Notunterkünfte für Wohnungslose menschenrechtskonform gestalten: Leitlinien für Mindeststandards in der ordnungsrechtlichen Unterbringung |werk=institut-fuer-menschenrechte.de |hrsg=Deutsches Institut für Menschenrechte |datum=2022-06 |format=PDF |abruf=2023-05-09}} ISBN 978-3-949459-08-5. Abschnitt Exkurs: Unterbringungsverpflichtung – auch bei EU-Bürger*innen? S.&amp;amp;nbsp;20–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2012 lebten insgesamt 14,1 Millionen EU-Bürger für ein Jahr oder länger in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsstaat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-14-9_de.doc |titel=Europäische Kommission hält an der Personenfreizügigkeit fest |werk=Memo |hrsg=Europäische Kommission |datum=2014-01-15 |abruf=2017-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Kommission stellte im Januar 2017 einen Dienstleistungspakt vor, der u.&amp;amp;nbsp;a. Regelungen zu einer „Elektronischen Dienstleistungskarte“ (E-Card) beinhalten sollte. Damit sollte es Unternehmen und Freiberuflern möglich sein, mit geringerem bürokratischen Aufwand grenzüberschreitend Dienstleistungen zu erbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-binnenmarkt-dgb-fuerchtet-mehr-scheinselbststaendigkeit-durch-eu-dienstleistungskarte/21090268.html |titel=EU-Binnenmarkt: DGB fürchtet mehr Scheinselbstständigkeit durch EU-Dienstleistungskarte |werk=Tagesspiegel |datum=2018-03-20 |abruf=2018-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker befürchten, damit drohe eine faktische Einführung des [[Herkunftslandprinzip]]s; Handwerkerverbände äußerten die Befürchtung, eine solche Deregulierung fördere [[Sozialdumping]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-eu-dienstleistungskarte-handwerker-befuerchten-sozialdumping/20904124.html |titel=Streit um EU-Dienstleistungskarte: Handwerker befürchteten Sozialdumping |werk=Tagesspiegel |datum=2018-02-03 |abruf=2018-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ausschüsse des Europaparlaments lehnten die Pläne für eine Dienstleistungskarte im April 2018 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Feldmann |url=https://www.mitbestimmung.de/html/neuer-eu-pass-fur-grenzuberschreitende-7929.html |titel=EU-Binnenmarkt: Neuer EU-Pass für grenzüberschreitende Dienstleistungen vorerst gescheitert |werk=mitbestimmung.de |datum=2018-04-26 |abruf=2018-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: &amp;#039;&amp;#039; [[Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt]] zu grenzüberschreitenden Dienstleistungen und zur Entsendung innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: &amp;#039;&amp;#039; [[Willkommens- und Anerkennungskultur#Zugewanderte aus Staaten der Europäischen Union]] sowie [[Bildungsmigration]] und [[Altersmigration#Migration innerhalb der Europäischen Union|Altersmigration innerhalb der EU]] zur Migration innerhalb der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begeben sich Geflüchtete aus einem EU-Mitgliedsstaat in einen anderen, spricht man hingegen von &amp;#039;&amp;#039;Sekundärmigration&amp;#039;&amp;#039; (siehe hierzu auch: [[Transitmigration]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Sommer |url=https://www.br.de/puls/themen/welt/abschiebung-asyl-begriffe-transitzentrum-100.html |titel=5 Begriffe, die jeder benutzt und keiner versteht – einfach erklärt |werk=BR |datum=2018-07-18 |abruf=2019-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|EU-Erweiterung 2004#Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Arbeitnehmerfreizügigkeit#Einschränkungen: Die Arbeitnehmerfreizügigkeit nach der EU-Osterweiterung 2004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Jährlich gibt es etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen, die ihren Wohnsitz innerhalb der Grenzen Deutschlands, aber über eine Gemeindegrenze hinaus verlegen. Junge Menschen wandern überwiegend [[Urbanisierung|in die Städte]], junge Familien und Ältere vor allem aus den Städten hinaus [[Suburbanisierung|ins städtische Umland oder in ländliche Gebiete]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bib-demografie.de/DE/ZahlenundFakten/10/binnenwanderungen_node.html |titel=Binnenwanderungen |hrsg=Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) |datum=2017 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170623042359/http://www.bib-demografie.de/DE/ZahlenundFakten/10/binnenwanderungen_node.html |archiv-datum=2017-06-23 |abruf=2017-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Auswertungen von &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; von Daten des Statistischen Bundesamtes zu allen Umzügen zwischen Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland zogen zwischen 1991 und 2017 insgesamt über 3,6 Millionen Menschen aus den [[Neue Länder|neuen Bundesländern]] in die [[Westdeutsche Länder|alten Bundesländer]], und über 2,4 Millionen Menschen zogen in die Gegenrichtung. Zudem verließen allein 1989 und 1990 etwa 800.000 Menschen den Osten. Erstmals im Jahr 2017 war die Zahl derer, die von West nach Ost wanderten, größer als in die umgekehrte Richtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-05/ost-west-wanderung-abwanderung-ostdeutschland-umzug |titel=Die Millionen, die gingen |werk=Zeit online |datum=2019-05-02 |abruf=2019-05-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Grenzen der Bundesländer hinaus wanderten in Deutschland im Jahr 2008 etwa 1,1 Millionen Menschen. Sieben Bundesländer – die drei [[Stadtstaat]]en, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein – waren Nettoeinwanderungsländer, die neun anderen Bundesländer waren Nettoauswanderungsländer. Die meisten Einwohner verlor mit 153.026 NRW, während Sachsen-Anhalt mit 17.268 den größten Nettoschwund zu verzeichnen hatte. Die meisten Zuzüge hatte mit 141.863 NRW zu verzeichnen, den größten Nettozuwachs Bayern mit 26.151 Zugewanderten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jb01&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/de_jb01_jahrtab5a.asp |text=statistik-portal.de |wayback=20160624164808}} Gemeinsames Datenangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, abgerufen am 19.&amp;amp;nbsp;August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 hatten acht Bundesländer einen positiven Saldo. Den stärksten Nettozuzug hatte Bayern mit 34.212 Menschen zu verzeichnen, während Niedersachsen den stärksten Nettorückgang mit 50.790 Menschen zu verzeichnen hatte. Insgesamt wanderten im Jahr 2003 etwa 11.000 Menschen mehr über die Grenzen der Bundesländer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden laut dem Bundesamt für Statistik 1.032.000 Wanderungen über die Bundeslandgrenzen registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/06/PD21_306_12411.html |titel=Migration 2020: Starker Rückgang der registrierten Zu- und Fortzüge |werk=Pressemitteilung Nr. 306, destatis.de |hrsg=Bundesamt für Statistik |datum=2021-06-29 |abruf=2021-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundesland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zuzüge 2008&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;10%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veränderung&amp;lt;br /&amp;gt; gegenüber 2003&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in %&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fortzüge 2008&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;10%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veränderung&amp;lt;br /&amp;gt; gegenüber 2003&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in %&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Überschuss 2008&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Überschuss 2003&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
| 128.456&lt;br /&gt;
| −2,07&lt;br /&gt;
| 115.616&lt;br /&gt;
| 10,90&lt;br /&gt;
| + 12.840&lt;br /&gt;
| + 26.926&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bayern]]&lt;br /&gt;
| 133.438&lt;br /&gt;
| 0,02&lt;br /&gt;
| 107.287&lt;br /&gt;
| 8,16&lt;br /&gt;
| + 26.151&lt;br /&gt;
| + 34.212&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Berlin]]&lt;br /&gt;
| 86.903&lt;br /&gt;
| 15,82&lt;br /&gt;
| 73.945&lt;br /&gt;
| −9,91&lt;br /&gt;
| + 12.958&lt;br /&gt;
| −7.043&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Brandenburg]]&lt;br /&gt;
| 51.882&lt;br /&gt;
| −10,17&lt;br /&gt;
| 55.984&lt;br /&gt;
| −3,90&lt;br /&gt;
| −4.102&lt;br /&gt;
| −498&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bremen]]&lt;br /&gt;
| 22.595&lt;br /&gt;
| 1,35&lt;br /&gt;
| 22.373&lt;br /&gt;
| 3,47&lt;br /&gt;
| + 222&lt;br /&gt;
| + 673&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hamburg]]&lt;br /&gt;
| 64.345&lt;br /&gt;
| 11,48&lt;br /&gt;
| 53.147&lt;br /&gt;
| 1,39&lt;br /&gt;
| + 11.198&lt;br /&gt;
| + 5.302&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hessen]]&lt;br /&gt;
| 95.672&lt;br /&gt;
| 6,36&lt;br /&gt;
| 90.905&lt;br /&gt;
| 6,33&lt;br /&gt;
| + 4.767&lt;br /&gt;
| + 4.458&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
| 24.619&lt;br /&gt;
| −4,67&lt;br /&gt;
| 35.191&lt;br /&gt;
| −0,84&lt;br /&gt;
| −10.572&lt;br /&gt;
| −9.664&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
| 117.048&lt;br /&gt;
| −4,32&lt;br /&gt;
| 122.335&lt;br /&gt;
| −29,34&lt;br /&gt;
| −5.287&lt;br /&gt;
| −50.790&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
| 141.863&lt;br /&gt;
| −8,80&lt;br /&gt;
| 153.026&lt;br /&gt;
| 10,94&lt;br /&gt;
| −11.163&lt;br /&gt;
| + 17.628&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
| 64.125&lt;br /&gt;
| −4,33&lt;br /&gt;
| 68.271&lt;br /&gt;
| 16,68&lt;br /&gt;
| −4.146&lt;br /&gt;
| + 8.515&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Saarland]]&lt;br /&gt;
| 11.358&lt;br /&gt;
| 3,87&lt;br /&gt;
| 13.096&lt;br /&gt;
| 19,72&lt;br /&gt;
| −1.738&lt;br /&gt;
| −4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sachsen]]&lt;br /&gt;
| 46.672&lt;br /&gt;
| 0,88&lt;br /&gt;
| 57.253&lt;br /&gt;
| −4,40&lt;br /&gt;
| −10.581&lt;br /&gt;
| −13.626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
| 27.023&lt;br /&gt;
| −11,30&lt;br /&gt;
| 44.291&lt;br /&gt;
| −4,73&lt;br /&gt;
| −17.268&lt;br /&gt;
| −16.022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
| 61.070&lt;br /&gt;
| −1,84&lt;br /&gt;
| 52.477&lt;br /&gt;
| 2,02&lt;br /&gt;
| + 8.593&lt;br /&gt;
| + 10.780&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Thüringen]]&lt;br /&gt;
| 26.815&lt;br /&gt;
| −0,28&lt;br /&gt;
| 38.668&lt;br /&gt;
| 2,47&lt;br /&gt;
| −11.853&lt;br /&gt;
| −10.844&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1.103.884&lt;br /&gt;
| −0,98&lt;br /&gt;
| 1.103.865&lt;br /&gt;
| −0,99&lt;br /&gt;
| + 19&lt;br /&gt;
| + 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quelle: Destatis&amp;lt;ref name=&amp;quot;jb01&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ostdeutschland seit 1990#Abwanderung, Alters- und Geschlechterstruktur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Binnenwanderung in der Schweiz zwischen 1945 und 2000 war von verschiedenen Entwicklungen und Trends geprägt. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Schweiz ein starkes Wirtschaftswachstum. Dies führte zu einer verstärkten Binnenmigration, vor allem aus ländlichen Gebieten in die wirtschaftlich prosperierenden Städte und Agglomerationen. Viele Menschen zogen auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen in die urbanen Zentren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2021/06/kanton-zuerich-immer-attraktiver-fuer-hochqualifizierte-aus-der-uebrigen-schweiz.html |titel=Kanton Zürich immer attraktiver für Hochqualifizierte aus der übrigen Schweiz |hrsg=Kanton Zürich |datum=2021-06-16 |sprache= |abruf=2024-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein wichtiger Faktor für die zunehmende Binnenmigration war die [[Bildungsexpansion]] ab den 1960er Jahren. Der Anteil der Bevölkerung mit Tertiärabschluss stieg von 12 % auf 36 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Da Hochqualifizierte in der Regel mobiler sind, führte dies zu verstärkten Wanderungsbewegungen zwischen den Kantonen, insbesondere im erwerbsfähigen Alter zwischen 25 und 64 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die gegenläufigen Zu- und Abwanderungsströme auf kantonaler Ebene zunehmend ausgeglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dies hatte zur Folge, dass die Binnenwanderung in den meisten Regionen, mit Ausnahme der Berggebiete, keinen wesentlichen demografischen Wachstums- oder Schrumpfungsfaktor mehr darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 fand im [[Museum für Gestaltung Zürich|Museum für Gestaltung in Zürich]] eine Ausstellung statt, die die Binnenwanderung in der Schweiz ebenso thematisierte wie die Zuwanderung aus dem Ausland. Es war eine der ersten Ausstellungen in Europa, die Einwanderung und Binnenwanderung aus der Sicht der Betroffenen darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rea Brändle in Tages-Anzeiger, 2. November 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Binnenmigration junger Menschen ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ziehen 20- bis 35-Jährige überdurchschnittlich häufig in Großstädte, die gegenüber dem Landesdurchschnitt einen über 20 % erhöhten Anteil in dieser Altersgruppe haben. Ausgenommen Süddeutschland sowie einige Landkreise mit einer hohen Geburtenrate (z. B. [[Landkreis Cloppenburg|Cloppenburg]] und [[Landkreis Emsland|Emsland]]) verzeichnen fast alle ländlichen Regionen Wanderungsverluste bei jungen Erwachsenen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Felix Rohrbeck |url=http://www.zeit.de/2014/40/schwarmstaedte-mieten |titel=Wohnungsmarkt: Sie hassen die Provinz |werk=Zeit Online |datum=2014-10-09 |abruf=2016-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Anteil der 20- bis 35-Jährigen (2011).svg|mini|Anteil der 20- bis 35-Jährigen an der Kreisbevölkerung, Stand 21. Dezember 2011&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Index: Deutschland = 100&amp;lt;br /&amp;gt; {{Farblegende|#FDFCEA|unter 95}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#FF9000|95 bis unter 120}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#FF0000|120 und mehr}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Gründe ==&lt;br /&gt;
* Bessere [[Arbeit (Sozialwissenschaften)|Arbeitsbedingungen]], mehr Lohn im Zuzugsgebiet&lt;br /&gt;
* Bessere [[Wohnverhältnis]]se, billigere Wohnungen&lt;br /&gt;
* Bessere [[Infrastruktur]]&lt;br /&gt;
* Bessere [[Bildung]]smöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Größere [[Anonymität]]&lt;br /&gt;
* Flucht vor [[Krieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Blazek: „Genealogisches von der Familie Blazek – Der Weg ins Ruhrgebiet wurde in der Wilhelminischen Zeit zurückgelegt“, in: &amp;#039;&amp;#039;Genealogie – Deutsche Zeitschrift für Familienkunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. XXXI/61. Jahrg., Heft 1/Januar–März 2012, S. 34 ff.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Heberle]], [[Fritz W. Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Großstädte im Strome der Binnenwanderung. Wirtschafts- und bevölkerungswissenschaftliche Untersuchungen über Wanderung und Mobilität in deutschen Städten&amp;#039;&amp;#039;. Hirzel, Leipzig 1937.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Nigg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Da und fort. Leben in zwei Welten. Migration und Binnenwanderung in der Schweiz 1945-2000.&amp;#039;&amp;#039; Zürich: Limmat Verlag, 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausstellung im [[Museum für Gestaltung Zürich]], 1999: [https://www.migrant.ch Selbstzeugnisse von Migrantinnen und Migranten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4112768-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie (Raumordnung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenpolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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