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	<title>Binnendüne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T15:44:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JKowar: /* Binnendünengebiete in Deutschland */ Überschrift für Galerie.</title>
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		<updated>2025-07-03T07:39:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Binnendünengebiete in Deutschland: &lt;/span&gt; Überschrift für Galerie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Düne 3.jpg|mini|hochkant=1.6| [[Sandhausener Dünen|Sandhausener Binnendüne]] in der Oberrheinebene]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Binnendüne Aller.jpg|mini|hochkant=1.6|Binnendüne unter Kiefernforst im [[Urstromtal]] der [[Aller]] bei [[Winsen (Aller)]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Binnendünen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flugsandfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in Mitteleuropa räumlich von den [[Küstendüne]]n an der [[Nordsee|Nord-]] und [[Ostsee]]küste abgegrenzt. Sie sind vom Wind hervorgebrachte, [[Äolisches Sediment|äolische]] Bildungen aus Sand ([[Düne]]n). Sie wurden überwiegend unter kaltklimatischen, [[periglazial]]en Bedingungen am Ende der [[Weichsel-Eiszeit|Weichsel-]] beziehungsweise [[Würm-Kaltzeit|Würm-Eiszeit]], also vor etwas mehr als {{formatnum:10000}} Jahren, aufgeweht. Ihre Entwicklung in der [[Holozän|Nacheiszeit]] basiert überwiegend auf dem Einfluss des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Binnendünen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa war es in der ausgehenden Weichsel- beziehungsweise Würm-Eiszeit ca. 10 Grad kälter als heute. Es gab daher keinen Baumwuchs und auch nur eine lückenhafte Vegetationsdecke in Form der [[Tundra]]. Zudem musste sich in den von den [[Gletscher]]n erreichten Gebieten mit dem Rückschmelzen des Eises die Vegetation erst wieder neu etablieren. Somit konnte die Kraft der Winde nahezu ungebremst wirken. Leichte, feinkörnige Bodenpartikel, vor allem [[Silt|Schluff]] und [[Sand]] wurden von den Luftströmen erfasst, oft kilometerweit verfrachtet und an anderer Stelle wieder abgelagert. Durch die sortierende Wirkung des Windes – Schluff wird deutlich schneller transportiert als Sand – entstanden so im Laufe der Zeit vielerorts Flugsandflächen und Dünen, während der Schluff weiter transportiert wurde und, beispielsweise am Nordrand der Mittelgebirge, als [[Löss]] wieder abgelagert wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:BaerlerBuschDuenenmuster LIDAR TIM.GIF|alternativtext= im LIDAR-Scan ist in verschiedenen Grautönen das Relief des Binnendünengebiet Baerler Busch zu erkennen|mini|Binnendünengebiet [[Baerler Busch (Waldgebiet)|Baerler-Busch]] auf einer Sand- und Kiesbank des Rhein-Urstromtales im LIDAR-Scan]]&lt;br /&gt;
Die Dünen waren bei starken Winden in der Lage, zu „wandern“. Die meisten der heute existierenden Binnendünen wurden zu dieser Zeit angelegt. Mit dem Ende der [[Eiszeitalter|Eiszeit]] kam die Aktivität der Dünen infolge der Wiederbewaldung schnell zum Erliegen. Die Form der Binnendünen schwankt je nach den herrschenden Windrichtungen und -stärken. Meist handelt es sich um eher unregelmäßige Dünen oder Flugsanddecken. Es kommen aber auch sehr gut ausgebildete [[Parabeldüne]]n und Längsdünen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahezu alle jüngeren Phasen, in denen es zur Weiterentwicklung der Binnendünen kam, sind mit den Eingriffen des Menschen auf die Vegetationsdecke verbunden. Durch gewollte oder ungewollte Rodung des Waldes wurden festgelegte Binnendünen wieder aktiviert. Anhand der in den Dünen eingeschlossenen Holzkohlepartikel und ihrer Datierung mit der [[Radiokohlenstoffmethode]] konnte festgestellt werden, dass bereits mit den Siedlern der [[Neolithikum|Jungsteinzeit]] Dünen wieder reaktiviert wurden. Aber auch in der [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]] gab es durch den Menschen bedingte Dünenaktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schleswig-Holstein konnten bis zu sieben Phasen der Dünenbildung und -reaktivierung nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Stolz, M. Suchora, I. A. Pidek, A. Fülling: &amp;#039;&amp;#039;Lake and inland dunes as interconnected Systems: The story of Lake Tresssee and an adjacent dune field (Schleswig-Holstein, North Germany).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Holocene.&amp;#039;&amp;#039; 2020. [[doi:10.1177/0959683620981684]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Binnendünen im Mittelalter und in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Uetersen aus Joh Mejer Stormarn 1650.jpg|mini|Ehemalige Binnendünenlandschaft bei [[Uetersen]], Karte aus dem Jahr 1650]]&lt;br /&gt;
Nach der Völkerwanderungszeit begann im [[Mittelalter]] eine der Hauptphasen der Waldzerstörung und damit der Aktivierung von Dünen. Die Sandverwehungen wurden für viele Siedlungen zu einem ernsten Problem. Um ihre Weideflächen und Siedlungen vor den Sandverwehungen zu schützen, begannen die Menschen während des Mittelalters, die Dünen mit genügsamen und tiefwurzelnden Gehölzen, z.&amp;amp;nbsp;B. mit Kiefern, zu bepflanzen. Aufgrund starker Beweidung setzte sich die Aktivität der Binnendünen dennoch bis in die [[Neuzeit]] fort. Erst ab dem 18. Jahrhundert begannen systematische Aufforstungen der Dünengebiete, sodass aktuell in Deutschland nur noch ganz vereinzelt Binnendünen aktiv sind. Die [[Wald-Kiefer]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;) ist heutzutage der charakteristische Waldbaum (Leitart) für Flugsandgebiete und Binnendünen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Gefährdung der Binnendünen ==&lt;br /&gt;
Großflächige Sandabgrabungen für bauliche Maßnahmen (Siedlungs- und Straßenbau) sowie die seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sprunghafte Ausdehnung des [[Spargel]]anbaus und die allgemeine [[Zersiedelung]] und Verbauung der Landschaft haben in den letzten Jahrhunderten zu einem spürbaren Rückgang dieses bereits seltenen [[Biotop]]typs geführt. Die Gefährdung ist in Deutschland regional unterschiedlich. Während es im dünnbesiedelten und sandreichen [[Brandenburg]] noch zahlreiche Trockenbiotope auf Dünen gibt, gelten sie in [[Nordrhein-Westfalen]] als extrem bedroht. Die außerhalb der Kernbereiche der Binnendünen liegenden Flugsandflächen sind aus artenschutzrechtlicher Betrachtung unbedingt schützens- und erhaltenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Temperaturen und Verdunstungsraten während der Sommermonate sowie die allgemeine Nährstoffarmut bedingen ein reiches Arteninventar an wärme- und trockenliebenden Pflanzen- und Tierarten (Sandrasenvegetation, [[Heuschrecken]], [[Wildbienen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sandige Boden ist nicht in der Lage, größere Mengen an Wasser zu speichern. Charakterpflanzen der Dünen sind der [[Wilder Thymian|Sandthymian]] (&amp;#039;&amp;#039;Thymus serpyllum&amp;#039;&amp;#039;), das [[Silbergras]] (&amp;#039;&amp;#039;Corynephorus canescens&amp;#039;&amp;#039;), das [[Blaugrünes Schillergras|blaugrüne Schillergras]] (&amp;#039;&amp;#039;Koeleria glauca&amp;#039;&amp;#039;), das [[Sand-Hornkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Cerastium semi-decandrum&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Sand-Strohblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Helichrysum arenarium&amp;#039;&amp;#039;). So erfolgreich die Dünenpflanzen auf trockenwarmen Standorten gedeihen, so wenig Chancen hätten sie auf normal durchfeuchteten Böden, wo sie der Konkurrenz schnellwüchsiger Arten stets unterliegen. Die meisten der genannten Pflanzen haben eine sehr enge ökologische Bindung an Dünen und Flugsandflächen. Die meisten Arten der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sandrasengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gelten als gefährdet und stehen durch die [[BArtSchV]] unter gesetzlichem Schutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandrasen können sich auf größeren offenen beziehungsweise unbewachsenen Sandflächen relativ rasch einstellen. Meist sind Gräser und Kräuter die Erstbesiedler, danach folgen im Laufe der Zeit an trockene Standorte angepasste [[Moose]] und [[Flechte]]n. Nach mehreren Jahren erreichen diese ihre optimale Ausbreitung. Bleiben Bodenstörungen aus, werden die Sandrasen in der Situation des Klimawandels rasch in [[Sukzession (Biologie)|natürlicher Sukzession]] von Halbtrockenrasen oder von Gehölzen überwachsen. Nur an Stellen, an denen durch Tritt und Beweidung wieder offene Sandflächen entstehen, können die Pflanzengesellschaften der Sandrasenflur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Dünenareale benötigen in der Regel wenig Pflege. Mittelfristig liegt der Pflegeschwerpunkt in der Vermeidung von starkem Aufwuchs von Gehölzen und Bäumen. Bewährt haben sich Maßnahmen des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes, verfilzte und verbuschte Sandrasen „abzuplaggen“, die oberste meist humöse Bodenschicht abzutragen, damit sich wieder offene Sandflächen bilden. Diese Pflegemaßnahme sollte jedoch immer unter Aufsicht fachkundiger Personen vorgenommen werden. Auf Dünenflächen, auf denen größere Kaninchenpopulationen existieren, tragen die [[Wildkaninchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Oryctolagus cuniculus&amp;#039;&amp;#039;) durch ihr ständiges Scharren und Buddeln dazu bei, auf natürliche Art und Weise kleine Areale freizuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich empfindlicher Flugsandfelder sollten Spaziergänger generell auf Pfaden und Wegen bleiben und keine Abfälle in der freien Landschaft zurücklassen (Nährstoffeintrag). Hundekot ist in diesem Zusammenhang eine Gefahr für die Sandrasengesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Binnendünengebiete in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die flächenmäßig größten Binnendünengebiete gibt es, bedingt durch die sandreichen Ablagerungen der [[Eiszeitalter|pleistozänen]] Vergletscherungen, in Norddeutschland. Die Verteilung ist regional unterschiedlich und kann kleinräumig wechseln. Als ausgesprochen dünenreich gelten [[Sander]] und trockene [[Urstromtal|Urstromtäler]]. Es ist dabei unerheblich, ob sie im [[Alt- und Jungmoräne|Alt- oder Jungmoränengebiet]] liegen. Bekannte dünenreiche Landschaften sind unter anderem die [[Lüneburger Heide]] und das südliche [[Brandenburg]], beispielsweise mit der [[Binnendüne Waltersberge]]. Am Niederrhein finden sich kleinere Binnendünengebiete des Rhein-Urstromtales, beispielsweise mit den [[Naturschutzgebiet Wisseler Dünen|Wisseler Dünen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://niederrhein-tourismus.de/ |titel=Niederrhein - so gut. so weit. |werk=Niederrhein Tourismus |sprache=de-DE |abruf=2024-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem [[Baerler Busch (Waldgebiet)|Baerler-Busch]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Regionalverband Ruhr |url=https://www.rvr.ruhr/themen/orte/filter-orte-detailseite/news/baerler-busch-duisburg/ |titel=Baerler Busch - Duisburg |sprache=de |abruf=2024-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der letzten aktiven Wanderdünen im deutschen Binnenland gibt es im [[Naturpark Nuthe-Nieplitz]] in [[Brandenburg]]. Auf einem ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz, dem gesperrten [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;[[Forst Zinna]] [[Jüterbog]]-Keilberg&amp;#039;&amp;#039;, wurde die Düne durch Waldbrände aufgrund der militärischen Nutzung der [[GSSD]] wieder reaktiviert und ist noch aktiv. Ihre (allerdings illegale) Nutzung als Crossstrecke für Fahrräder und zum Teil Motorräder verhindert effektiv ihren Wiederbewuchs. Als größte aktive Wanderdüne gilt die am [[Fuchsberg (Wanderdüne)|Fuchsberg]] bei [[Gommern]] in [[Sachsen-Anhalt]] befindliche Düne, die durch Abgrabungen bereits erheblich von ihrer Größe eingebüßt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] erstreckt sich ein etwa 130 Kilometer langes Band von Dünenflächen von Rastatt bis Mainz. Hier stehen verschiedene Binnendünen unter Naturschutz wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Schwanheimer Düne]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Sandhausener Dünen]] oder der &amp;#039;&amp;#039;[[Mainzer Sand]]&amp;#039;&amp;#039;. Dünen mit bis zu etwa 20 Meter Höhe gibt es in den &amp;#039;&amp;#039;Iffezheimer Sanddünen&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Hockenheimer Hardt&amp;#039;&amp;#039; sowie im &amp;#039;&amp;#039;[[Schwetzinger Sand]]&amp;#039;&amp;#039;. Die mächtigsten Binnendünen befinden sich im Gebiet der [[Oftersheimer Dünen]] und dem [[Standortübungsplatz Speyer]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Beispiele für Binnendünen in Deutschland&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Maulbeerbuckel Düne.jpg|Binnendüne Maulbeerbuckel bei Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis)&lt;br /&gt;
20150308Saupferchbuckel02.jpg|Saupferchbuckeldüne (Rhein-Neckar-Kreis)&lt;br /&gt;
Binnendüne Friedenshöhe Oftersheim.jpg|Binnendüne Friedenshöhe, NSG [[Oftersheimer Dünen]] (Rhein-Neckar-Kreis)&lt;br /&gt;
BinnendueneNbgNord.jpg|Binnendüne in Norden von Nürnberg (Erlenstegener Forst)&lt;br /&gt;
Binnendüne Homburg 2025-2.jpg|Binnendüne bei Homburg&lt;br /&gt;
Dünen bei Dömitz.JPG|Binnendünen an der Elbe bei Dömitz&lt;br /&gt;
Binnenduene Nuthe Nieplitz Forst Zinna Jueterbog Keilberg.jpg|Inaktive Wanderdüne im [[Naturpark Nuthe-Nieplitz#NSG Forst Zinna Jüterbog-Keilberg|Naturpark Nuthe-Nieplitz]] (Brandenburg)&lt;br /&gt;
Geplantes Naturschutzgebiet Binnenduenen Nordoe DSC01704.JPG|Binnendünen im Naturschutzgebiet [[Binnendünen Nordoe]]&lt;br /&gt;
NSG Limbacher Sanddüne 02.jpg|[[Limbacher Sanddüne]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Sandachse Franken]] erstreckt sich von [[Bamberg]] nach [[Weißenburg in Bayern]]. Die maximale Ausdehnung beträgt 100&amp;amp;nbsp;km in Nord-Süd-Richtung und 40&amp;amp;nbsp;km in Ost-West-Richtung. Im niederbayrischen Landkreis Kelheim befindet sich das [[Naturschutzgebiet Binnendünen bei Siegenburg und Offenstetten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Schleswig-Holstein]] befinden sich die meisten Binnendünenfelder auf der [[Niedere Geest|Niederen Geest]]. Eine Ausnahme bildet die [[Düne am Treßsee]], die sich in der [[Jungmoränenlandschaft]] befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Stolz, M. Suchora, I. A. Pidek, A. Fülling: &amp;#039;&amp;#039;Lake and inland dunes as interconnected Systems: The story of Lake Tresssee and an adjacent dune field (Schleswig-Holstein, North Germany).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Holocene.&amp;#039;&amp;#039; 2020. [[doi:10.1177/0959683620981684]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Münsterdorfer Geestinsel]] sind seit dem März 2013 die „[[Binnendünen Nordoe]]“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&amp;amp;query=BinnNordNatSchGV+SH&amp;amp;psml=bsshoprod.psml&amp;amp;max=true&amp;amp;aiz=true &amp;#039;&amp;#039;Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Binnendünen Nordoe“&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Düne Wedding]] ist die letzte innerstädtische eiszeitliche Düne in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.berlin.de/ba-mitte/aktuell/presse/archiv/20120216.1555.366240.html |titel=Eiszeit im Wedding – Letzte innerstädtische eiszeitliche Düne Deutschlands wieder sichtbar |hrsg=berlin.de |datum=2012-02-16 |abruf=2013-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Bremen]] gibt es die [[Mahndorfer Düne]] und die [[Binnendüne Bockhorn]] in [[Bremen-Nord]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ag-binnenduene.de/ ag-binnenduene.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Binnendünengebiete in Österreich ==&lt;br /&gt;
Die Dünen- und Flugsandgebiete des [[Marchfeld]]es in [[Niederösterreich]] entstanden während der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] sowie in der nachfolgenden [[Nacheiszeit]]. Aus den ausgedehnten Sand- und Kiesbänken der Flüsse, insbesondere der [[Donau]], vom Wind abgetragenes Feinsediment lagerte sich im Bereich der heutigen Ortschaften [[Oberweiden]], [[Weikendorf]], [[Obersiebenbrunn]], [[Lassee]] und [[Marchegg]] (Gerichtsberg) ab und führten zur Entstehung von Binnendünen. Die erhaltenen Sandgebiete des Marchfeldes sind Teil des [[Europaschutzgebiet (Österreich)|Europaschutzgebiets]] „Pannonische Sanddünen“ und einige, wie die [[Naturschutzgebiet Sandberge Oberweiden|Sandberge Oberweiden]], sind zudem als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Aufgrund ihrer besonderen Vegetation zählen sie zu den wertvollsten Lebensräumen Österreichs. Einige Arten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Spät-Nelke]], ein seltenes [[Pannonische Florenprovinz|pannonisches]] [[Florenelement]], haben dort ihr österreichweit einziges Vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna der Binnendünen Mitteleuropas ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Tiere haben sich auf den besonderen Lebensraum [[Sanddüne]] spezialisiert. Sie werden gemeinhin als [[psammophil]] bezeichnet. Die extremen Lebensbedingungen erfordern besondere [[Physiologie|physiologische]] und [[Ethologie|ethologische]] Anpassungen. Unter den [[Abiotische Umweltfaktoren|abiotischen Faktoren]] sind insbesondere die extremen Schwankungen und Maxima der Temperatur zu nennen, aber auch die überwiegend hohe Trockenheit der obersten Bodenschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberfläche offener Sandböden zeigt extreme tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen. Da die Poren des Sandes groß sind, speichern sie wenig Wasser und leiten Wärme schlecht. Auf Binnendünen des Oberrheintals können am Tag bis zu 70&amp;amp;nbsp;°C gemessen werden, in der Nacht dann nur noch 17&amp;amp;nbsp;°C. Solche Temperaturen lassen nur noch Spezialisten überleben. Allerdings fällt bereits einen Zentimeter unterhalb der Oberfläche die Temperatur gewaltig ab und etwa in 10&amp;amp;nbsp;cm Tiefe sind tageszeitliche Schwankungen minimal. Diesen Umstand machen sich zahlreiche bodenlebende oder grabende Arten zunutze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An [[Euryökie|Generalisten]] fehlt es auf Sanddünengebieten dennoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säugetiere ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Säugetiere]]n sind insbesondere die [[Wildkaninchen]] (Oryctolagus cuniculus) durch den lockeren [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] begünstigt. Ihre Bestandsdichte ist am höchsten in den mit Sträuchern ([[Brombeeren]]) bewachsenen Bereichen. Sie tragen durch ihre Bautätigkeit dazu bei, dass zumindest kleinere Flächen regelmäßig wieder offen für eine Primärbesiedlung werden. Ihre Anzahl ist aber durch die insbesondere im Hochsommer spärliche [[Vegetation]] begrenzt. Da Sandgebiete meist sehr [[Heterogenität (Naturwissenschaft)|heterogen]] aufgebaut sind, finden sich regelmäßig zahlreiche weitere Säugetiere, die aber nicht für Binnendünen spezifisch sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Rabitt-and-carrot2.jpg|Wildkaninchen&lt;br /&gt;
  Kaninchenröhre..jpg|Kaninchenbau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vögel ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Vögel]]n gehören zu den seltenen, zumindest früher regelmäßigen Bewohnern und Gästen der Sanddünengebiete: [[Ziegenmelker]], [[Wiedehopf]], [[Waldschnepfe]], [[Brachpieper]], [[Heidelerche]], [[Feldlerche]], [[Kiebitz (Art)|Kiebitz]], [[Rotrückenwürger]] und [[Baumfalke]]. Überwiegend handelt es sich um Arten der offenen Trockenlandschaften und locker bewaldeter Sandböden, also Gebiete, die in Mitteleuropa nur noch kleinflächig vorhanden sind. Diese Vögel sind besonders durch den großen Freizeitdruck bedroht und so finden sich heute überwiegend [[Hemerophil|Kulturfolger]] ein. Nicht nur die Heidelerche leidet unter den zahlreichen freilaufenden [[Haushund|Hunden]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Paukstelis.jpg|Ziegenmelker&lt;br /&gt;
  Alauda arvensis 2.jpg|Feldlerche&lt;br /&gt;
  Lanius collurio male am.jpg|Rotrückenwürger&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amphibien und Reptilien ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Amphibien]] ist der Sandlebensraum mit seinem heterogenen Aufbau und dem Wechsel offener Sandflächen mit offenen Kleinstgewässern ideal für die [[Kreuzkröte]]n geeignet. Die Tiere finden sich auch an den trockensten und steilsten Sandflächen, am Tag im Sand oder unter Steinen und Hölzern verborgen. Auch die [[Knoblauchkröte]] bevorzugt weiche, sandige Böden, in die sie sich tagsüber eingräbt. Lokal trifft man auch auf die seltene [[Wechselkröte]]. Aufgrund des [[Globale Erwärmung|Klimawandels]] und der geringer werdenden Niederschläge sind kleine temporäre Wasserstellen in diesen trockenen Lebensräumen immer seltener anzutreffen. Ansonsten sind je nach Gewässertyp auch andere Amphibienarten (Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch) vorhanden.&lt;br /&gt;
Unter den [[Reptilien]] bevorzugt die [[Zauneidechse]] die Randbereiche der offenen Sandflächen. Hier findet sie auch ideale Bedingungen für die Eigelege.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Kreuzkroete fg01.jpg|Kreuzkröte&lt;br /&gt;
  Knoblauchkröte 1.jpg|Knoblauchkröte&lt;br /&gt;
  Zauneidechse juvenil.jpg|Zauneidechse im Jugendkleid auf Flugsand&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmetterlinge ===&lt;br /&gt;
Das [[Standortübungsplatz Speyer|Sandgebiet bei Speyer]] beherbergt mehr als 670 [[Schmetterlinge|Schmetterlingsarten]] (Bettag, 1989). Unter den [[Tagfalter]]n finden sich keine Arten, die ausschließlich in diesem Lebensraum vorkommen. Dennoch kann als typisch der [[Kleiner Feuerfalter|Kleine Feuerfalter]] gelten. Ein regelmäßiger Bewohner der Sanddünengebiete ist das [[Kleines Nachtpfauenauge|Kleine Nachtpfauenauge]], dessen Raupen auch an Brombeere und [[Besenheide]] leben. Da [[Flechte]]n in diesem Lebensraum häufig sind, finden sich auch zahlreiche Flechtenbärchen (z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Grauleib-Flechtenbärchen]]), deren Raupen sich ausschließlich von diesen ernähren. Viele [[Zünsler]] können ebenso als typische Dünenbewohner gelten (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Dioryctria simplicella&amp;#039;&amp;#039;). Die hohe Artenvielfalt steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der hohen [[Biodiversität|Diversität]] der Pflanzen, an denen die Raupen leben. Beispielsweise ist der [[Holzbohrer (Schmetterling)|Holzbohrer]] &amp;#039;&amp;#039;Parahypopta caestrum&amp;#039;&amp;#039; auf wilden [[Gemüsespargel|Spargel]] angewiesen. Für die [[Widderchen]] &amp;#039;&amp;#039;Zygaena laeta&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zygaena punctum&amp;#039;&amp;#039; stellt der [[Mannstreu]] die Lebensgrundlage. [[Wolfsmilchspinner]] und [[Wolfsmilchschwärmer]] ernähren sich von [[Wolfsmilch]]-Gewächsen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Lycaena phlaeas fg01.JPG|Kleiner Feuerfalter&lt;br /&gt;
  20 petit paon de nuit.jpg|Kleines Nachtpfauenauge&lt;br /&gt;
  Malacosoma castrensis-02 (xndr).jpg|Wolfsmilchspinner&lt;br /&gt;
  Wolfsmilchschwaermer fg01.jpg|Wolfsmilchschwärmer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käfer ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Laufkäfer]]n sind typische Sandbewohner: &amp;#039;&amp;#039;Amara fulva&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Amara spreta&amp;#039;&amp;#039;, der [[Mondflecklaufkäfer]] &amp;#039;&amp;#039;Callistus lunatus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Licinus depressus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bembidion tetracolum&amp;#039;&amp;#039; und drei [[Sandlaufkäfer]], [[Feld-Sandlaufkäfer]], [[Wald-Sandlaufkäfer]] und [[Dünen-Sandlaufkäfer]]. Letzterer kann beim Jagen auf Flächen mit einer Temperatur von 70&amp;amp;nbsp;°C beobachtet werden.&lt;br /&gt;
Da die [[Larve]]n zahlreicher Arten der [[Blatthornkäfer]] im Boden leben, finden sich ausgesprochene Sandarten unter ihnen. Zu den größten zählen der [[Walker (Käfer)|Walker]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Anoxia villosa]]&amp;#039;&amp;#039;, die dem [[Maikäfer]] ähneln, zu den kleineren der Haarschuppen-Laubkäfer &amp;#039;&amp;#039;[[Maladera holosericea]]&amp;#039;&amp;#039;. Unter den an [[Kot]] interessierten Arten finden sich der [[Stierkäfer]] und die für Dünen typischen Arten &amp;#039;&amp;#039;Psammodes sulcicollis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Rhyssemus germanus]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Stierkäfer legt bis zu 1,5&amp;amp;nbsp;m tiefe Röhren an, in die er vor allem Kaninchenkot einträgt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Cicindela hybrida fg01.jpg|Dünen-Sandlaufkäfer&lt;br /&gt;
  Mausgrauer Sandschnellkäfer P1090739 k.jpg|Mausgrauer Sandschnellkäfer&lt;br /&gt;
  Julikever.jpg|Walker&lt;br /&gt;
  Anoxia villosa01.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Anoxia villosa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hautflügler ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Hautflügler]]n finden sich zahlreiche an Sanddünen angepasste und damit auf diese angewiesene Arten. So benötigen einige [[Töpferwespen]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Eumenes&amp;#039;&amp;#039; Sand als Baustoff für ihre Nestanlagen. Gerade [[Grabwespen]] bietet dieser Lebensraum ideale Bedingungen, da im Sand ohne hohen Energieaufwand gegraben werden kann. Außerdem nutzen sie im Gegensatz zu den [[Wildbiene]]n überwiegend die Vorderbeine zum Graben. Neben dem weit verbreiteten [[Bienenwolf (Wespe)|Bienenwolf]] ist die große [[Kreiselwespe]] eine [[Charakterart]] der mit [[Silbergras]] bewachsenen halboffenen Sandflächen, wo sie [[Kolonie (Biologie)|Kolonien]] bildet. Die Tiere jagen [[Fliegen]], besonders [[Schwebfliegen]] und [[Bremsen]], mit denen sie ihre Larven während deren gesamten Entwicklung mit Nahrung versorgen. Nach jeder Fütterung wird der Nesteingang wieder sorgfältig mit Sand verschlossen. Eine in Mitteleuropa in Ausbreitung begriffene Arte ist die [[Heuschreckensandwespe]], die ebenfalls ihre Nester im Sandboden anlegt. Die erwachsenen Tiere besuchen gerne die Blüten des [[Feldmannstreu]].&lt;br /&gt;
Auch zur heißesten Mittagszeit fliegen [[Wegwespen]] über die Dünenkämme auf der Suche nach [[Webspinnen|Spinnen]]. Zahlreiche Arten finden sich nur in diesem Lebensraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa jede vierte der über 450 mitteleuropäischen [[Wildbiene]]n ist ein Bewohner der Sandgebiete. Zahlreiche legen ihre Nester im lockeren Sand an, andere sind spezialisiert auf die hier typisch vorkommenden Pflanzen, wie die [[Steppenbiene]] &amp;#039;&amp;#039;Nomioides minutissimus&amp;#039;&amp;#039;, die den [[Sand-Thymian]] besucht. Ebenso ist die [[Spargelbiene]] (&amp;#039;&amp;#039;Andrena chrysopus&amp;#039;&amp;#039;) auf wildwachsenden [[Gemüsespargel|Spargel]] angewiesen. Nester im Sandboden entstehen durch etliche [[Sandbienen]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Andrena&amp;#039;&amp;#039; oder [[Seidenbienen]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cerceris&amp;#039;&amp;#039;. So sieht man im Frühling bereits sehr früh [[Frühlings-Seidenbiene|&amp;#039;&amp;#039;Colletes cunicularius&amp;#039;&amp;#039;]] und ihren Parasiten &amp;#039;&amp;#039;[[Sphecodes albilabris]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Hosenbiene &amp;#039;&amp;#039;[[Dasypoda hirtipes]]&amp;#039;&amp;#039; legt mit über einem halben Meter besonders tiefe Nestanlagen an. Am Eingang findet sich immer ein hoher Sandhaufen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Bembix fg01.jpg|Kreiselwespe&lt;br /&gt;
  Sphex funerarius-pjt.jpg|Heuschreckensandwespe&lt;br /&gt;
  Colletes cunicularius fg01.JPG|Seidenbiene&lt;br /&gt;
  Dasypoda fg03.jpg|Hosenbiene&lt;br /&gt;
  Sphecodes albilabris fg02.jpg|Blutbiene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiflügler ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Zweiflügler]]n sind einige Arten aus den Familien [[Luchsfliegen|Stilettfliegen]] und [[Raubfliegen]] an rohe Sandböden besonders angepasst. Zahlreiche Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Thereva]]&amp;#039;&amp;#039; sind auf den Dünen vertreten, deren Larven in den oberen Sandschichten nach den Larven anderer Insekten jagen. Die Larven der Raubfliegen bewohnen meist tiefere Schichten. Ihre erwachsenen Tiere sind meisterhafte Jäger. Der [[Kleiner Sandwicht|Kleine Sandwicht]] (&amp;#039;&amp;#039;Stichopogon elegantulus&amp;#039;&amp;#039;) lauert am Rand offener Sandflächen, von wo aus er andere Insekten im Flug jagt. Auch die wesentlich größere [[Sand-Raubfliege]] (&amp;#039;&amp;#039;Philonicus albiceps&amp;#039;&amp;#039;) sitzt auf dem blanken und oft sehr heißen Sand an. Die Weibchen beider Arten besitzen einen Dornenkranz an der Spitze ihres Eiablageapparates, mit dem sie zur Eiablage eine Höhlung in den Sand bohren. Noch komplexer ist das Verhalten der [[Große Wolfsfliege|Großen Wolfsfliege]] (&amp;#039;&amp;#039;Dasypogon diadema&amp;#039;&amp;#039;), die vor der eigentlichen Ablage die Eier noch mit Sand verklebt.&lt;br /&gt;
Unter den nächstverwandten [[Wollschweber]]n finden sich zahlreiche Parasiten der [[Wildbiene]]n.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Therevidae fg05.JPG|Luchsfliege&lt;br /&gt;
  Stichopogon elegantulus fg02.jpg|Kleiner Sandwicht&lt;br /&gt;
  Philonicus albiceps-pjt.jpg|Sand-Raubfliege&lt;br /&gt;
  Asilidae Dasypogon diadema fg03.jpg|Große Wolfsfliege&lt;br /&gt;
  Bombylius major fg01.jpg|Großer Wollschweber&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heuschrecken ===&lt;br /&gt;
Unter den [[Heuschrecken]] sind einige Arten auf die besondere Pflanzengemeinschaft, offenen Böden zur Eiablage und Fortbewegung und die oft hohen Temperaturen angewiesen. Zu den schnellen Eroberern zählen die [[Blauflügelige Ödlandschrecke]], die [[Blauflügelige Sandschrecke]], der [[Steppengrashüpfer]] und die [[Italienische Schönschrecke]]. Eine weitere Pionierart ist die [[Gefleckte Keulenschrecke]]. Die Tiere kommen oft in großer Individuendichte vor, lassen sich dennoch wegen ihrer guten Tarnung erst durch Aufscheuchen entdecken. Zu den Opfern der [[Heuschreckensandwespe]] zählen die [[Zweifarbige Beißschrecke]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Oedipoda caerulescens fg03.jpg|Blauflügelige Ödlandschrecke&lt;br /&gt;
  Calliptamus italicus01.jpg|Italienische Schönschrecke&lt;br /&gt;
  Myrmeleotettix maculatus f 11393.jpg|Gefleckte Keulenschrecke&lt;br /&gt;
  Metrioptera bicolor male 10927.jpg|Zweifarbige Beißschrecke&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Libellen ===&lt;br /&gt;
Einerseits dient das offene Gelände den [[Libellen]] einfach nur als Jagdraum, andererseits entwickeln sich die Larven zahlreicher Arten in den Gewässern in und am Rande der Sanddünengebiete. Keine Art ist allerdings auf Sandflächen spezialisiert. Häufig anzutreffen sind die weit verbreitete [[Große Heidelibelle]] und die [[Große Pechlibelle]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Sympetrum striolatum fg01.jpg|Große Heidelibelle&lt;br /&gt;
  Große Pechlibelle Paarungsrad.jpg|Große Pechlibelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wanzen ===&lt;br /&gt;
Wie bei den Schmetterlingen finden sich unter den überwiegend pflanzensaugenden [[Wanzen]] sehr viele spezialisierte Arten. Als streng psammophil gelten die [[Breite Dünenwanze]] (&amp;#039;&amp;#039;Phimodera humeralis&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Menaccarus arenicola]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pionosomus opacellus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sehirus morio.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Sehirus luctuosus&amp;#039;&amp;#039;, Erdwanze auf Flugsand&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzflügler ===&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa sind die [[Gemeine Ameisenjungfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Myrmeleon formicarius&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Geflecktflüglige Ameisenjungfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Euroleon nostras&amp;#039;&amp;#039;) relativ häufig auf Sandflächen vorhanden. Ihre Larven sind auf diesen Lebensraum angewiesen. Regelmäßig kann man neben den Gruben die nächtlichen Suchspuren der Larven entdecken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Euroleon fg01.jpg|Grube&lt;br /&gt;
  Euroleon fg02.jpg|Larve&lt;br /&gt;
  Euroleon fg06.jpg|Imago&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spinnen ===&lt;br /&gt;
Typische auf Sanddünen angepasste [[Webspinnen|Spinnen]] sind [[Springspinnen]], die üblicherweise keine Netze bauen und ihre Beute anspringen. Zu den in Sanddünengebieten vorkommenden Arten zählen die Springspinnen &amp;#039;&amp;#039;[[Yllenus arenarius]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Phlegra fasciata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Aelurillus v-insignitus]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Kreuzspringspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Pellenes tripunctatus&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Mauer-Zebraspringspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Salticus scenicus&amp;#039;&amp;#039;). Die Männchen der [[Röhrenspinnen|Roten Röhrenspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Eresus kollari&amp;#039;&amp;#039;) lassen sich besonders im Spätherbst auf offenen Dünen bei der Suche nach den Weibchen beobachten. Letztere werden seltener gefunden, da sie die Erdröhren nicht verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sandigen Erdröhren verbergen sich die [[Wolfsspinnen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Arctosa perita]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Alopecosa fabrilis]]&amp;#039;&amp;#039;, zwischen niedriger Vegetation und dem Sandboden weben die [[Fettspinnen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Steatoda albomaculata]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Asagena phalerata]]&amp;#039;&amp;#039; ihre Netze, und an rauem Gras findet sich die [[Laufspinnen|Laufspinne]] &amp;#039;&amp;#039;[[Tibellus maritimus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere der höheren Temperaturen und der Trockenheit wegen leben hier auch die [[Feldwinkelspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Tegenaria agrestis&amp;#039;&amp;#039;), die [[Körbchenspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Agalenatea redii&amp;#039;&amp;#039;), die [[Labyrinthspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Agelena labyrinthica&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Gibbaranea gibbosa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Phylloneta impressa]]&amp;#039;&amp;#039;. Am Rande offener Dünen lebt auch der [[Ammen-Dornfinger]] (&amp;#039;&amp;#039;Cheiracanthium punctorium&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Aelurillus fg02.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Aelurillus v-insignitus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Pellenes nigrociliatus fg01.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Pellenes nigrociliatus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Dornfinger fg5.jpg|Dornfinger&lt;br /&gt;
  Eresus fg03.jpg|Röhrenspinne&lt;br /&gt;
  Alopecosa fabrilis female 2.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Alopecosa fabrilis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Helichrysum arenarium.jpg|Sand-Strohblume (&amp;#039;&amp;#039;Helichrysum arenarium&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 Silbergras 1.jpg|Silbergras (&amp;#039;&amp;#039;Corynephorus canescens&amp;#039;&amp;#039;), Pionierart der Sandrasengesellschaft&lt;br /&gt;
 Dianthus serotinus sl8.jpg|[[Spät-Nelke]] (&amp;#039;&amp;#039;Dianthus serotinus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 Silberscharte, Sand- IMG 3688.jpg|[[Sand-Silberscharte]] (Jurinea cyanoides), Rote Liste Art&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Alisch: &amp;#039;&amp;#039;Das äolische Relief der mittleren Oberen Allerniederung (Ostniedersachsen) – spät- und postglaziale Morphogenese, Ausdehnung und Festlegung historischer Wehsande, Sandabgrabungen und Schutzaspekte.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner Geographische Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; H. 62). Köln 1995, {{DNB|946182523}}.&lt;br /&gt;
* M. Alisch: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Abwägung natürlicher Prozeßkomponenten im Ursachenkomplex der holozänen Flugsandreaktivierung des mitteleuropäischen Binnenlandes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;1. Mitteleuropäische Geomorphologentagung Wien 1994, 19.–21. Juli 1994 .&amp;#039;&amp;#039; (Tagungsband). Wien 1994, S. 91–92.&lt;br /&gt;
* M. Alisch, E. Brunotte: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle äolische Morphodynamik der Binnendünen und Flugsandebenen in der Allerniederung bei Gifhorn.&amp;#039;&amp;#039; In: J. Grunert, P. Höllermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geomorphologie und Landschaftsökologie. Eine Zusammenstellung von Beiträgen anläßlich der 17. Tag. des dt. Arb.-Kreises für Geomorphologie in Bonn 1991.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bonner geogr. Abh.&amp;#039;&amp;#039; 85). Bonn 1992, S. 186–195.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jost Armbruster, Stefan Lazik, Hubert Neugebauer |Titel=Naturschutzgebiet „Brühlwegdüne“ – das erste Entwicklungs-Naturschutzgebiet Baden-Württembergs |Sammelwerk=[[Carolinea (Zeitschrift)|Carolinea – Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland]] |Band=77 |Datum=2019 |Seiten=189–200 |Online={{ZOBODAT/URL |1=pdf/Carolinea_77_0189-0200.pdf}} |Format=PDF |KBytes=1190 |Abruf=2023-04-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* E. Bettag: &amp;#039;&amp;#039;Fauna der Sanddünen zwischen Speyer und Dudenhofen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Pollichia.&amp;#039;&amp;#039; Buch 17). Bad Dürkheim 1989, ISBN 3-925754-16-4.&lt;br /&gt;
* G. Philippi: &amp;#039;&amp;#039;Sandfluren und Brachen kalkarmer Flugsande des mittleren Oberrheingebietes.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Naturschutz und Landschaftspflege Bad.-Württ.&amp;#039;&amp;#039; 41). 1973, S.&amp;amp;nbsp;24–62.&lt;br /&gt;
* E. Pyritz: &amp;#039;&amp;#039;Binnendünen und Flugsandebenen im Niedersächsischen Tiefland&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Geogr. Abh.&amp;#039;&amp;#039; 61). Göttingen 1972, {{DNB|730210065}}.&lt;br /&gt;
* E. Pyritz: &amp;#039;&amp;#039;Äolische Prozesse an einer Binnendüne im Allertal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abh. Akad. Wiss. Göttingen, math.-phys. Kl.&amp;#039;&amp;#039; 3. Folge, 29; Göttingen 1974, S. 219–225.&lt;br /&gt;
* O. H. Volk: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ökologie der Sandvegetation der Oberrheinischen Tiefebene.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschr. f. Botanik.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Jena 1931, S.&amp;amp;nbsp;81–185.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dunes of Baden-Württemberg|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Corynephorus canescens|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sandduene.at/H_Sand.htm Sanddünen in Niederösterreich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4145570-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Binnendune}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnendüne| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äolische Landform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biotoptyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JKowar</name></author>
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