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	<title>Bims - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: kl</title>
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		<updated>2026-02-19T21:34:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bims-kos hg.jpg|mini|Bims von Kos (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pumice stone detail444.jpg|mini|Nahaufnahme des [[Porosität|Porenraums]] eines Bims]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Akrotiri Santorini-Volcano pumice-layers Aegean-Sea.jpg|mini|Helle bis weiße Bimsschichten aus erster spätbronzezeitlicher Eruption (1500 v. Chr.) des [[Ägäisches Meer|Ägäis]]-[[Vulkan]]s [[Santorin]], [[Griechenland]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bims, Naturbims&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bimsstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (über [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;bimz&amp;#039;&amp;#039; von [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;pumiȥ/bumeȥ&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[latein]]ischen Wort &amp;#039;&amp;#039;pumex&amp;#039;&amp;#039;, Genitiv &amp;#039;&amp;#039;pumicis&amp;#039;&amp;#039;), früher auch &amp;#039;&amp;#039;Reibstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 367 (&amp;#039;&amp;#039;dugstein&amp;#039;&amp;#039;) und 439 (&amp;#039;&amp;#039;pimßstein&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist ein [[porös]]es (blasig aufgelockertes) [[glas]]iges [[Vulkangestein]], das in seiner chemischen Zusammensetzung im Wesentlichen dem [[Obsidian]] entspricht. Seine [[Dichte]] ist aufgrund der zahlreichen Poren, die einen wesentlichen Teil des Volumens ausmachen, kleiner als die von [[Wasser]], wodurch Bims im Wasser schwimmt. Die Farbe kann stark variieren: Bims aus [[basalt]]ischer [[Lava]] mit großen Blasen ist nahezu schwarz, mit zunehmendem Luftgehalt und abnehmender Blasengröße wird die Farbe heller, sodass auch nahezu weißer Bims möglich ist (etwa im Norden von [[Lipari]] oder auch auf [[Stromboli]]), sowie sämtliche Zwischentöne auftreten (etwa Gelb-Grau). Eventuell die Porengrenzen durchdringend können (auch bunte) Einlagerungen wie [[vulkanisches Glas]] und [[Kristall]]e vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bims gilt im Bauwesen auch als Strukturbegriff für porige Körner aus schlackenähnlichem Ausgangsmaterial. [[Hüttenbims]] entsteht durch Aufschäumen der Hochofenschlackenschmelze mit Wasser und Sinterbims durch Sinterung von [[Waschberge]]n und anderen Stoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Naturbims entsteht durch gasreiche vulkanische [[Vulkanausbruch|Eruptionen]], bei denen zähflüssige [[Lava]] durch Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid aufgeschäumt wird. Chemisch unterscheidet sich Bims nicht von anderer Lava (der Chemismus kann ebenso stark wie bei Lava variieren), er ist jedoch deutlich leichter (hat ungefähr ein Drittel der [[Dichte]]) und weist aufgrund der durch [[Vulkanisches Gas|vulkanische Gase]] verursachten Poren oft eine deutlich hellere Farbe auf als Lavagestein gleicher Zusammensetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Abbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bimsabbau im Gladbacher Feld.JPG|mini|Abbau von Bims im Gladbacher Feld, Neuwied, Rheinland-Pfalz, Deutschland – die bedeckende Bodenschicht wurde schon entfernt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bims wird in [[Deutschland]] im Gebiet des [[Laacher See]]s und in der Nähe von [[Neuwied]] abgebaut. Im [[Neuwieder Becken]], zwischen der [[Eifel]] und dem [[Rhein]] bei [[Koblenz]], lagert er unter dicken [[Löss]]schichten. Zum Abbau wird der Löss auf den meist ackerbaulich genutzten Flächen beiseitegeschoben, der Bims im [[Tagebau]] gefördert und danach die Fläche wieder mit dem Lössboden rekultiviert. Daher ist der Abbau von Bims umweltverträglicher als der von Mineralien, für deren Abbau in [[Biotop]]e eingegriffen wird. Vorkommen gibt es weltweit in Bereichen ehemaliger großer Vulkane, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Neuseeland]], rings um den verbliebenen See des Vulkans [[Taupō (Vulkan)|{{lang|mi|Taupō}}]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurden weltweit ca. 15,4 Millionen Tonnen Bims abgebaut. Die drei größten Abbauländer waren die [[Türkei]], [[Griechenland]] und [[Uganda]]. Die weltweiten Bims-Ressourcen sind groß und über alle Kontinente verteilt. Die weltweiten Abbaumengen können der Tabelle (rechts) entnommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2022&amp;quot;&amp;gt;[https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2022/mcs2022-pumice.pdf Pumice]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[United States Geological Survey]] Mineral Commodity Summaries.&amp;#039;&amp;#039; 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aster&amp;quot;&amp;gt;Inklusive [[Puzzolane]] und [[Tuff]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Land&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Abbaumenge in t&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.usgs.gov/centers/national-minerals-information-center/pumice-and-pumicite-statistics-and-information |titel=Pumice and Pumicite Statistics and Information {{!}} U.S. Geological Survey |abruf=2024-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2019&lt;br /&gt;
! 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DZA}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;aster&amp;quot; /&amp;gt; || 900.000 || 900.000&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| {{UNO|#}} Andere Länder&amp;lt;ref name=&amp;quot;aster&amp;quot; /&amp;gt; || 640.000 || 570.000&lt;br /&gt;
|- class=sortbottom&lt;br /&gt;
! Summe !! 19.700.000 !! 15.400.000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bimsstein kann durch eher stete Land-Erosion ins Meer gelangen, aber auch durch akute vulkanische Eruption. Der besonders große Ausbruch des [[Tambora]] auf [[Indonesien]] warf 1815 soviel Bims ins Meer, dass noch Jahre später Schiffe auf schwimmende [[Bimssteinfloß|Bimssteinflöße]] stießen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spektrum.de/alias/hochsommer-1816-und-im-osten-der-usa-gefriert-die-waesche-an-der-leine-was-war-passiert/611307 &amp;#039;&amp;#039;Hochsommer 1816 und im Osten der USA gefriert die Wäsche an der Leine. Was war passiert?&amp;#039;&amp;#039;] Spektrum der Wissenschaft. Abgerufen am 22. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2012 wurde im [[Südpazifik]] zwischen Neuseeland und Tonga auf einer Meeresfläche von 463 × 55&amp;amp;nbsp;km treibender heller Bimsstein gesichtet, der dem Unterwasservulkan [[Monowai (Vulkan)|Monowai]] als Quelle zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://orf.at/#/stories/2134987/ &amp;#039;&amp;#039;Riesiges Bimssteinareal im Pazifik durch Vulkanausbruch.&amp;#039;&amp;#039;] orf.at vom 10. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2019 haben die Katamaran-Segler Michael Hoult und Larissa Brill einen Bimssteinteppich mit 150&amp;amp;nbsp;km² Fläche entdeckt und Proben der 1–25&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser messenden Brocken gezogen. Satellitenbilder der NASA zeigen, dass zuvor ein Unterwasservulkan vor dem Inselstaat [[Tonga]] am 7. August ausgebrochen war. Der Geologe Scott Bryan von der [[Queensland University of Technology]] (QUT) erwartet, dass Mikro- und kleine Organismen das porige Gestein besiedeln werden. Der Teppich hat sich Ende August bereits in zwei Areale und schlaufenförmige Ausläufer geteilt und wird von [[Meeresströmung]]en, Wellengang und Wind 10–30&amp;amp;nbsp;km Strecke pro Tag auf [[Fidschi]] zugetrieben. Sollte der Bims wie erwartet in 7–12 Monaten das [[Great Barrier Reef]] vor Australien erreichen, könnte er dort das Riff um junge Korallen bereichern, jedoch auch [[invasive Art]]en liefern. Teppiche dieser Art treten in dieser Region etwa alle 5 Jahre auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/3134925/ „Segen“ für Great Barrier Reef : Riesiger Teppich aus Bimsstein entdeckt].&amp;#039;&amp;#039; orf.at&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckschrubben.JPG|mini|Deckschrubben mit [[Scheuersand]] und Bimssteinen auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Gorch Fock (Schiff, 1958)|Gorch Fock]]&amp;#039;&amp;#039; (1968)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herstellung von [[Leichtbetonstein]]en und [[Schwemmstein]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot;&amp;gt;Harald Elsner: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanische Lockergesteine in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]], Hannover 2021, S. 14–19, 38–41 (PDF, Dokumentseite 14–18, 38–40). [https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Min_rohstoffe/Downloads/studie_vulkanische_lockergesteine_2021.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=10 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* als [[Schüttdämmstoff]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für Putze, Mörtel und Leichtestriche&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Grund- oder [[Zuschlagstoff]] für gärtnerische [[Substrat (Boden)|Substrate]] und zur Verbesserung von Böden (verbessert das Porengefüge und damit die Durchlüftung, Wasserspeicherfähigkeit und Durchwurzelbarkeit)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Substrat bei [[Dachbegrünung]] (hohe Wasserspeicherfähigkeit, Halt für Wurzeln)&lt;br /&gt;
* gemahlen als [[Schleifmittel]] für [[Holz]], [[Leder]] und [[Gestein]]e&amp;lt;ref&amp;gt;G. A. Buchheister, Georg Ottersbach: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Drogistenpraxis. Ein Lehr- und Nachschlagebuch für Drogisten, Farbwarenhändler usw.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band. 11., neubearbeitete und vermehrte Auflage. Verlag Julius Springer, Berlin 1914, S. 809.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* zur Vorpolitur von Kunststoffarbeiten (etwa Voll- und Teilprothesen), etwa in der Dentaltechnik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* zum Abreiben und Schleifen („Abbimsen“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oskar Mothes|Oscar Mothes]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 1: A &amp;amp; B&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1881, S. 3. ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mothes1881bd1/0015/image,info Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;) von Holzoberflächen für die nachträgliche [[Schellackpolitur]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Reinhard Blum]]: &amp;#039;&amp;#039;Lithurgik oder Mineralien und Felsarten nach ihrer Anwendung in ökonomischer, artistischer und technischer Hinsicht systematisch abgehandelt&amp;#039;&amp;#039;. E. Schweizerbart, Stuttgart 1840, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bims wird bei der [[Jeans]]herstellung benutzt, um den „stone-washed“-Effekt zu erzeugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bimssteine&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/dwb/reibstein &amp;#039;&amp;#039;Reibstein.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. auch [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 448 (&amp;#039;&amp;#039;Reibstein&amp;#039;&amp;#039;: [[im 16. Jahrhundert]] auch Bimsstein zum Reiben der Haut beim Baden, mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;pumex&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;tophus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; und synthetische Bimssteine werden für die [[Fußpflege]] und zum Abschleifen überschüssiger [[Hornschwiele|Hornhaut]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bims wird in unterschiedlichen Körnungen, z.&amp;amp;nbsp;B. 0,6 bis 1,6&amp;amp;nbsp;mm, als Filtermaterial in der [[Wasseraufbereitung]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner, BGR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bimsmehl vermischt mit Gesso ergibt einen griffigen Malgrund für Aquarell- und Pastellmalerei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bettags-malschule.de/technik/malschule/monochrom.html |titel=Getönten Malgrund selbst herstellen |abruf=2024-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bimsstein wird zur Entfernung von [[Urinstein]] bei [[Keramik]]toiletten genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toilettino.de/wc-zubehoer/bimsstein-toilette-reinigen/ Mit Bimsstein die Toilette reinigen] In: toilettino.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bimssteinen werden [[Korallen]] gezüchtet. Dazu hängt man Bimssteinblöcke monatelang über ein [[Korallenriff]] (beispielsweise bei [[Tagaqe]] auf [[Fidschi]]), sodass [[Seetang]] und [[wirbellose]] Tiere des Riffs darauf Kolonien errichten.&amp;lt;!--quelle??? na ja und „das“ Meer bedeckt 71 % der Erde da müsste man viel reinhängen:-) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Stark ausgeprägt war die Nutzung von Bims seit frühester Zeit in [[Kreta]], wo das Meer ständig Bimssteine von den vulkanischen Nachbarinseln, seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. vor allem von [[Santorin]] her anschwemmt. [[Paul Faure (Archäologe)|Paul Faure]] berichtet, dass 15&amp;amp;nbsp;Verwendungsarten existierten. Die Küstenbewohner sammelten unter anderem die angeschwemmten Bimssteine als Baumaterial, Reinigungsmittel, Entfetter in der [[Töpferei]], als [[Heilmittel]] bei [[Geschwür]]en und [[Alkoholkonsum#Physiologie|Trunkenheit]] und um die [[Gärung]] aufzuhalten. In kleinen Schälchen wurde er auch den Göttern geopfert, so den Göttern des Hafens [[Minoische Villa von Nirou Chani|Nirou Chani]], denen von Arkalochori im Bereich der großen Kulthöhle des Ortes und den Göttern von Stadt und Hafen [[Kydonia]]. Den grauen Bims betrachteten die Kreter als männlich, den weißen als weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike wurde der Bimsstein zur Körperpflege, zur Behandlung von Kranken, zum Schärfen der Schreibfeder und zum Glätten von [[Pergament]]-Leder für Bücher verwendet. In Spanien und Asien wurden [[Backstein|Ziegel]] für den Hausbau aus bimssteinhaltiger Tonmasse hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vorrede zur Kritik der praktischen Vernunft verwendet Kant den lateinischen Ausdruck „ex pumice aquam“, was so viel heißt wie: „Aus Bimsstein Wasser pressen“, was er denjenigen vorwirft, die aus Erfahrungssätzen Notwendigkeitsurteile pressen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann im Neuwieder Becken die industrielle Herstellung von [[Schwemmstein]]en aus Bims. Deren Geschichte dokumentiert seit 2014 das [[Deutsches Bimsmuseum|Deutsche Bimsmuseum]] in [[Kaltenengers]] bei Koblenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Different rocks at Panum Crater.jpg|[[Obsidian]] (glänzend), Rhyolith (mattgrau im Vordergrund) und Bims (heller, rechts)&lt;br /&gt;
Bims hell&amp;amp;dunkel.JPG|Verschiedenfarbiger Bims&lt;br /&gt;
Bims.jpeg|In der Nahansicht ist die schwammartige Porenstruktur des (früher lateinisch auch &amp;#039;&amp;#039;spongia&amp;#039;&amp;#039;, „Schwamm“,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Georges-1913/A/spongia?hl=spongia Georges 1913], zu &amp;#039;&amp;#039;spongia&amp;#039;&amp;#039;, unter anderem für „Schwammstein“.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannten) Bims gut zu erkennen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pyroklastisches Sediment]]&lt;br /&gt;
* [[Tuff]]&lt;br /&gt;
* [[Duckstein (Gestein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Armin Neunast, Josef Theiner: &amp;#039;&amp;#039;Bims. Bauen mit Bimsbaustoffen.&amp;#039;&amp;#039; R. Müller, Köln-Braunsfeld 1981, ISBN 3-481-15631-6.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|473|474|Bimsstein|[[Hugo Blümner]]|RE:Bimsstein}}&lt;br /&gt;
* [[Marcus Vitruvius Pollio]]: &amp;#039;&amp;#039;Zehn Bücher über Architektur.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Nachdruck. Übersetzt und erläutert von Jakob Prestel. Koerner, Baden-Baden 1987, ISBN 3-87320-801-6.&lt;br /&gt;
* Hildegard Brog: &amp;#039;&amp;#039;Vom Naturphänomen zum Wirtschaftswunder. Geschichte der Bimsindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Mercator-Verlag, Duisburg 2013, ISBN 978-3-87463-529-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pumice|Bims}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Mineralienatlas: [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Bimsstein Bimsstein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4203313-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyroklastisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Glas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Füllstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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