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	<title>Bimetallismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:37:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bimetallismus&amp;diff=81226&amp;oldid=prev</id>
		<title>86.111.154.188: Typo</title>
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		<updated>2024-07-13T14:47:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:France, 20 francs 1851 and 5 francs 1850, Second Republic.jpg|miniatur|260px|Goldmünze 20 [[Französischer Franc|Francs]] und Silber 5 Francs, Zeit der [[Zweite Französische Republik|Zweiten Französischen Republik]]. Gewicht 6,41 und 24,94 g. Das Verhältnis von Gold zu Silber beträgt 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;15½.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bimetallismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Doppelwährung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – im Gegensatz zum [[Monometallismus]] – bezeichnet man ein [[Währung]]ssystem, dessen Einheit auf [[Kurantmünze]]n aus [[Gold]] und zugleich auf solchen aus [[Silber]] basiert, seltener auf Kurantmünzen aus Silber und [[Kupfer]]. Da die Einheit an den Wert zweier [[Edelmetall]]e zugleich gebunden ist, wird damit deren [[Wechselkurs|Wechselverhältnis]] fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Russland]] des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts existierte für kurze Zeit auch ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trimetallismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit [[Platin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu einer Bimetallwährung können [[Banknote]]n und [[Scheidemünze]]n ausgegeben werden. Diese sind &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; durch den [[Materialwert]] gedeckt und können mit Zwangskurs versehen sein, was Kursverschiebungen zwischen den verschiedenen Geldsorten hervorrufen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ein Nebeneinander von Kurantmünzen aus Gold und Silber im [[Zahlungsverkehr]] ist keine Seltenheit. Im [[Preußen]] des 18. und frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts etwa wurden die werthaltigeren Zahlungen, meist an das Ausland für hochwertige Güter wie [[Luxusgut|Luxusartikel]], oft mit goldenen &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich d’or]]&amp;#039;&amp;#039; und die gewöhnlichen Zahlungen im Inland mit silbernen [[Taler]]n geleistet. Einen gesetzlich festgelegten festen Kurs zwischen Gold und Silber bzw. &amp;#039;&amp;#039;Friedrich d&amp;#039;or&amp;#039;&amp;#039; und preußischen Talern gab es damals jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Isaac Newton]] wurde 1699 in [[England]] (ab 1707 Teil von [[Königreich Großbritannien|Großbritannien]]) zum [[Royal Mint|Master of the Royal Mint]] berufen, nachdem er drei Jahre &amp;#039;&amp;#039;Warden of the Mint&amp;#039;&amp;#039; gewesen war. Im Auftrag der Neuordnung der Währungsverhältnisse setzte er im Jahr&amp;amp;nbsp;1717 das Silber - Goldpreisverhältnis auf 15½&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1, was damals [[de facto]] eine Unterbewertung der [[Silbermünze]]n bedeutete (seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatte das Tauschverhältnis in etwa bei 12&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 gelegen). Die Folge war, dass Silbermünzen gehortet wurden und das überbewertete Goldgeld das unterbewertete Silbergeld aus dem Markt verdrängte (siehe auch [[Greshamsches Gesetz]]). So etablierte sich in Großbritannien der [[Goldstandard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage des Bimetallismus ist die vertragsmäßige oder gesetzliche Festschreibung eines &amp;#039;&amp;#039;festen&amp;#039;&amp;#039; Wertverhältnisses zwischen den verwendeten Münzmetallen innerhalb eines Landes. Auch eine solche Festschreibung in allen oder zumindest in den finanzstärksten Ländern einer [[Währungsunion]] bedeutete Bimetallismus. In [[Frankreich]] (ab&amp;amp;nbsp;1803) und später in der [[Lateinische Münzunion|Lateinischen Münzunion]] (ab&amp;amp;nbsp;1865) war dieses Verhältnis auf das Newton’sche&amp;amp;nbsp;15,5:1 festgelegt (1&amp;amp;thinsp;g Gold hatte den gleichen Wert wie 15,5&amp;amp;thinsp;g Silber).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lateinischen Münzunion drückte sich der Bimetallismus darin aus, dass die [[Feingewicht]]e von zwei silbernen 5-Franken-Stücken und einem goldenen 10-Franken-Stück (Goldfranken) sich wie 15,5 zu&amp;amp;nbsp;1 verhielten (um&amp;amp;nbsp;1870). Der in den 1870er&amp;amp;nbsp;Jahren sinkende [[Silberpreis]] führte dann jedoch dazu, dass Silber in großen Mengen in die Länder der Lateinischen Münzunion strömte, weil es hier - nach der [[Münzprägung|Prägung in Münzform]] - noch im nicht mehr marktgerechten Verhältnis von 15,5&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 in Gold getauscht werden konnte. Die Länder der&amp;amp;nbsp;LMU stellten daraufhin die Silberkurantprägung ein, was de facto auch hier zur [[Goldwährung]] / zum Goldstandard führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland gab es bis&amp;amp;nbsp;1907 einen „gesetzlich verordneten Bimetallismus“, als der silberne, einfache [[Zollvereinstaler]] als Kurantmünze neben den Goldmünzen umlief. Der Zollvereinstaler war das definierende [[Münznominal]] der Vorgängerwährung der [[Mark (Währung) #In Deutschland|Mark]]. Die bis&amp;amp;nbsp;1907 geltende Situation wird als „hinkende Goldwährung“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter einer &amp;#039;&amp;#039;Hinkenden Währung&amp;#039;&amp;#039; versteht man ein Währungssystem, bei dem zwei Metalle (meist Gold und Silber) gesetzliches Zahlungsmittel waren. Vgl. Helmut Kahnt, Bernd Knorr: &amp;#039;&amp;#039;Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 385.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[Sherman Silver Purchase Act]] war auch der [[US-Dollar]] offiziell eine bimetallische Währung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Doppelwährung wurde auch mit Münzen der [[spätmittelalter]]lichen [[Sächsische Münzgeschichte #Groschenzeit|Groschenzeit]] der [[Wettiner]] praktiziert. Sie bestand aus [[Oberwähr]]groschen ([[Judenkopfgroschen]]), einer [[Hartwährung|harten Währung]], die u.&amp;amp;nbsp;a. für den [[Außenhandel|auswärtigen Handel]] geschaffen war, während die [[Beiwähr]] dem allgemeinen Geldverkehr diente.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039; (1974), S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dadurch geschwächte Währung musste durch eine weitere [[Münzreform]] mit völlig neuen Groschen ([[Horngroschen]]) und Groschen zum halben Wert der Horngroschen übersichtlich gestaltet und damit stabilisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039; (1974), S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme ==&lt;br /&gt;
Reiche Silberfunde am Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ließen den Silberpreis fallen. Daraufhin wandten sich zahlreiche Länder mit bimetallischen Währungen dem Goldstandard zu, so auch die&amp;amp;nbsp;USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dauerhafte Festlegung eines stabilen Wertverhältnisses ist wirtschaftlich unrealistisch. Zwei oder auch mehr unterschiedliche Metalle, Güter, Waren oder Dienstleistungen lassen sich über einen längeren Zeitraum nicht zu jeweils gleichen Preisen erzeugen, da sich fortwährend die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern und sich auch die [[Nachfrage]] und die [[Mode]] ändert. Dies führt dazu, dass das höher bewertete Metall in die private [[Thesaurierung]] oder ins Ausland abfließt – falls eine [[Zahlungsmittel]]-Wahlfreiheit beim Bezahlen besteht ([[Greshamsches Gesetz]]). Dennoch zeigt das Beispiel Frankreichs von&amp;amp;nbsp;1803 bis in die 1870er&amp;amp;nbsp;Jahre, dass der Bimetallismus in einem genügend großen Land das Wertverhältnis zwischen Silber und Gold auf dem [[Weltmarkt]] dauerhaft stabilisieren kann (damals auch während der [[Goldrausch]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;zeit ab&amp;amp;nbsp;1849).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwächen des neuen Goldstandards zeigten sich im Verlauf der 1870er&amp;amp;nbsp;Jahre, als der Verfall des Silberpreises einsetzte. Verfechter des Bimetallismus wie [[Henri Cernuschi]] forderten die (Wieder-)Einführung des Bimetallismus in weiteren Ländern, woran die Silbermontanindustrie großes Interesse hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus W. Epstein]] bemerkte über die Diskussion am Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts: „[Der] Bimetallismus ist längst als eigentümliche Mischung von [[Propaganda]] der Silberproduzenten und primitiver wirtschaftlicher Heilslehre entlarvt.“ Klaus Epstein, Rezension zu Heinz Gollwitzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Gelbe Gefahr. Geschichte eines Schlagworts, Göttingen 1962.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Historische Zeitschrift]] 198, 1964, S. 145–147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Länder, die eine auf dem Goldstandard basierende Währung hatten und eine [[Abwertung (Währung)|Abwertung]] befürchteten, leisteten dagegen Widerstand. Die Einführung eines festen Wertverhältnisses zwischen Gold und Silber wurde auf den internationalen [[Münzkonferenz]]en in Paris 1878 und&amp;amp;nbsp;1881 abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Das dynamische Wertverhältnis zwischen Silber und Gold schwankte 2009 zwischen 1 zu&amp;amp;nbsp;45 und 1 zu&amp;amp;nbsp;90.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kitco.com/londonfix/gold.londonfix08.html &amp;#039;&amp;#039;Past Historical London Fix. January 2008 to December 2008&amp;#039;&amp;#039;]. Auf: &amp;#039;&amp;#039;kitco.com&amp;#039;&amp;#039;; zuletzt abgerufen am 19. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist nicht mit [[Bimetall]] zu verwechseln, das bei Temperaturänderungen seine Form ändert. Er hat auch nichts mit [[Bimetallmünze]]n zu tun, bei denen zwei verschiedene Metalle bzw. [[Legierung]]en in &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Münze nebeneinander vorliegen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Euromünzen #Beschreibung|1- und 2-Euro-Münzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery align=&amp;quot;right&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele von Goldmünzen und Silbermünzen im Wertverhältnis 15,5&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 aus dem [[Vatikanstadt|Vatikan]] (geprägt nach den Normen der&amp;amp;nbsp;[[Lateinische Münzunion|LMU]])&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1866 Kirchenstaat Pius IX Revers.jpg|20&amp;amp;nbsp;Lire Vatikan Gold 1866, [[Raugewicht]] 6,45&amp;amp;nbsp;g =&amp;amp;nbsp;5,81&amp;amp;nbsp;g [[Gold #Feingehalt|Feingold]]&lt;br /&gt;
Datei:1869 Pius IX. Vatikan 10 Lire Revers.jpg|10&amp;amp;nbsp;Lire Vatikan Gold 1869, Raugewicht 3,23&amp;amp;nbsp;g =&amp;amp;nbsp;2,9&amp;amp;nbsp;g Feingold&lt;br /&gt;
Datei:1869 Pius IX. Vatikan 10 Lire.jpg|[[Revers (Numismatik)|Revers]] der 10&amp;amp;nbsp;Lire-Münze&lt;br /&gt;
Datei:5 Lire 1857 1.jpg|5&amp;amp;nbsp;Lire Vatikan Gold 1857, Raugewicht 1,60&amp;amp;nbsp;g =&amp;amp;nbsp;1,45&amp;amp;nbsp;g Feingold&lt;br /&gt;
Datei:1870 5 Lire.png|5&amp;amp;nbsp;Lire Vatikan Silber 1870, Raugewicht 25&amp;amp;nbsp;g =&amp;amp;nbsp;22,50&amp;amp;nbsp;g [[Feinsilber]]&lt;br /&gt;
Datei:1870 5 Lire Revers.png|Revers der 5&amp;amp;nbsp;Lire-Silbermünze&lt;br /&gt;
Datei:1867 10 Soldi.png|10&amp;amp;nbsp;[[Soldo|Soldi]] (50&amp;amp;nbsp;[[Centesimi]]) Vatikan Silber 1867, Raugewicht 2,50&amp;amp;nbsp;g =&amp;amp;nbsp;2,25&amp;amp;nbsp;g Feinsilber =&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;Soldi entsprechen 5 Lire&lt;br /&gt;
Datei:1867 10 Soldi Revers.png|Revers der 10&amp;amp;nbsp;Soldi-Münze&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Kahnt, Bernd Knorr: &amp;#039;&amp;#039;Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 383.&lt;br /&gt;
* MünzenRevue Sonderheft Gold &amp;amp; Silber 2019, ISBN 978-3-86646-175-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>86.111.154.188</name></author>
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