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	<title>Bilanzkosmetik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2022-07-15T10:56:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilanzkosmetik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilanzverschönerung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilanzaufhübschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|window dressing}} mit der wörtlichen Bedeutung „Fensterdekoration“, von daher auch im Deutschen oft mit dem [[Anglizismus]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Window Dressing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; benannt) bezeichnet alle Maßnahmen im Rahmen der [[Bilanzpolitik]], die der optischen und kurzfristigen Gestaltung des [[Bilanz]]bildes vor dem [[Bilanzstichtag]] dienen und dem Bilanzleser einen möglichst günstigen Eindruck von der wirtschaftlichen Lage eines [[Unternehmen]]s verschaffen sollen. Ähnliche Begriffe sind &amp;#039;&amp;#039;kreative Buchführung&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|creative accounting}}) und &amp;#039;&amp;#039;Ertragsgestaltung&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|earnings management}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die [[Bilanzierung]] darf im Rahmen der Bilanzpolitik auch Bilanzkosmetik anwenden, muss sich aber innerhalb der sich mit der Bilanzierung befassenden [[Rechtsnorm]]en bewegen. Werden lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen bei der Bilanzierung eingehalten und die [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögens-]], [[Finanzkraft|Finanz-]] und [[Ertragslage]] des Unternehmens tendenziell zu schlecht – im Vergleich zu den tatsächlichen Verhältnissen – dargestellt, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;konservativer Bilanzpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Werden jedoch die maximal erlaubten Spielräume ausgenutzt und die Vermögenslage tendenziell zu gut dargestellt, liegt &amp;#039;&amp;#039;progressive Bilanzpolitik&amp;#039;&amp;#039; vor. In dieser Bandbreite darf sich die Bilanzkosmetik bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das englische &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|window dressing}}&amp;#039;&amp;#039; tauchte 1895 erstmals als „Kunst der Schaufensterdekoration“ auf; seine später hinzugekommene zweite Bedeutung steht zwar ursprünglich wertneutral für &amp;#039;&amp;#039;Schaufensterdekoration&amp;#039;&amp;#039;, jedoch hat es auch dort eine negative [[Konnotation]] in dem Sinne, dass etwas günstiger erscheinen soll, als es in der Realität ist; durchaus mit einer unredlichen, betrügerischen Absicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Concise Oxford English Dictionary, 2002, Oxford University Press, New York&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurden die bis 1904 durchgeführten [[Reform]]en in China als „window dressing“ angesehen, um Beobachter zu beeindrucken.&amp;lt;ref&amp;gt;Sidney A. Forsythe/Sidney D. Forsythe, &amp;#039;&amp;#039;An American Missionary Community in China 1895-1905&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die Bilanzkosmetik darf sich konkret im Rahmen des [[Bilanzrecht (Deutschland)|Bilanz-]] (wie etwa der [[Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung]], [[Aktiengesetz (Deutschland)|Aktienrecht]]), [[Handelsrecht (Deutschland)|Handels-]] ([[Handelsgesetzbuch]]) oder [[Steuerrecht (Deutschland)|Steuerrechts]] ([[Abgabenordnung]], [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|Einkommensteuergesetz]]) bewegen. Darüber hinaus sind [[Rechnungslegungsstandard]]s zu beachten wie die des [[Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee|Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee]] (DRSC) und die vom [[International Accounting Standards Board]] herausgegebenen [[International Financial Reporting Standards]] (IFRS, IAS). Auch die [[Rechtsprechung]] des [[Bundesgerichtshof]]s (BGH) und [[Bundesfinanzhof]]s (BFH) kommen als [[Rechtsquelle]]n in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Bilanzpolitik allgemein und der Bilanzkosmetik speziell ist die Präsentation eines [[Jahresabschluss]]es, den die interessierte [[Öffentlichkeit]] positiv bewertet. Dabei zielt die Bilanzkosmetik auf die äußere Aufmachung,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=2M6UBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA106&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ulpnVdWJFML2UIGkgMAM&amp;amp;ved=0CCgQ6AEwADgK#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Ulrich Harder, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzpolitik: Wesen und Methoden der taktischen Beeinflussung von handels- und steuerrechtlichen Jahresabschlüssen&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 106]&amp;lt;/ref&amp;gt; also das optische Erscheinungsbild eines Abschlusses. Diese erfolgs- und finanzwirtschaftlichen Dispositionen, die kurzfristig vor dem Bilanzstichtag mit Blick auf den Bilanzausweis getroffen werden, gehören zur Bilanzkosmetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesetze, Rechtsnormen und Rechtsprechung überlassen jedoch absichtlich dem bilanzierenden Unternehmer [[Gestaltungsspielraum|Gestaltungsspielräume]], um ihn in seiner betriebswirtschaftlichen Entscheidungsfreiheit nicht übermäßig einzuschränken. Das ist insbesondere der Fall bei der [[Vernünftige kaufmännische Beurteilung|vernünftigen kaufmännischen Beurteilung]], die dem Kaufmann einen Beurteilungsspielraum einräumt, der gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar ist. Überall dort, wo die Gesetze beispielsweise Bewertungswahlrechte ermöglichen, gibt es einen kaufmännisch vertretbaren Gestaltungsspielraum, der ausgenutzt werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der rechtlich zulässige Beurteilungsspielraum überschritten, liegt eine [[Strafbarkeit|strafbare]] [[Bilanzfälschung]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltungsmöglichkeiten ==&lt;br /&gt;
Zur Bilanzkosmetik gehören unter anderem folgende Bilanzierungsmaßnahmen:&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, 1984, Sp. 2269&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der Bilanz erfolgt eine Umschichtung insbesondere durch [[Aktivtausch]]:&lt;br /&gt;
** [[Veräußerung]] von [[Wertpapier]]en mit der Folge der gleichzeitigen Erhöhung der [[Bankguthaben]], Verkauf von [[Sachanlage]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=75CFBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=X1RnVaCzNMavUcjVgLgL&amp;amp;ved=0CFwQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Volker Preemöller, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzanalyse und Bilanzpolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 186]&amp;lt;/ref&amp;gt;, also von mobilen oder immobilen [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenständen]].&lt;br /&gt;
** Verkauf von [[Umlaufvermögen]]: echter Verkauf von [[Forderung]]en oder [[Factoring]] gegen Erhöhung der Bankguthaben.&lt;br /&gt;
** [[Wertpapierpensionsgeschäft]]e erhöhen kurzfristig die Bankguthaben,&lt;br /&gt;
** [[Sale-Lease-Back]] verringert das [[Sachanlagevermögen]] und erhöht die [[Buchgewinn]]e.&lt;br /&gt;
* [[Bilanzverkürzung]]: Der [[Aktienrückkauf]] [[eigene Aktie|eigener Aktien]] soll [[Finanzkraft]] signalisieren,&amp;lt;ref&amp;gt;WM Wirtschaftsmedien (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bilanz&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt; es findet eine Bilanzverkürzung durch sinkende Bankguthaben statt.&lt;br /&gt;
* Die Auflösung [[Stille Reserven|stiller Reserven]] auf der [[Passivseite]] verbessert durch steigende [[Gewinn]]e das [[Eigenkapital]] und die [[Eigenkapitalquote]] und verringert korrespondierend die [[Fremdkapitalquote]].&lt;br /&gt;
* In der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] ist unter anderem möglich:&lt;br /&gt;
** Durch Sale-Lease-Back werden die [[Ertrag|Erträge]] erhöht,&lt;br /&gt;
** Gewinntransfers von [[Tochtergesellschaft]]en oder Parken von Gewinnen oder Verlusten bei [[Konsolidierung (Finanzwesen)#Konzernkonsolidierung|nicht konsolidierten]] Tochtergesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sahra Wagenknecht]], &amp;#039;&amp;#039;Kapitalismus im Koma&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Realisationsprinzip#Teilgewinnrealisierungen|Teilgewinnrealisierung]] bei langfristiger [[Auftragshersteller|Auftragsfertigung]] erhöht die Gewinne.&lt;br /&gt;
* Zeitliche Verlagerung von [[Geschäftsvorfall|Geschäftsvorfällen]]: Diese werden entweder zeitlich &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; den Bilanzstichtag vorgezogen (obwohl sie eigentlich &amp;#039;&amp;#039;danach&amp;#039;&amp;#039; stattfinden sollten) oder erst &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; dem Stichtag bilanzwirksam ausgeführt (obwohl sie eigentlich &amp;#039;&amp;#039;vorher&amp;#039;&amp;#039; stattfinden sollten). Das zeitliche Vorziehen zielt auf [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]], die im Jahresabschluss positiv wirken, während die Verzögerung nachteilig wirkende Vorgänge betrifft. Hierzu eignen sich besonders [[Schwebendes Geschäft|schwebende Geschäfte]], weil sie um den Zeitpunkt des Bilanzstichtages anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilanzierungsmaßnahmen sind nicht verboten. So ist die Teilgewinnrealisierung nach [[IAS 11]] erlaubt, auch der [[Gläubigerschutz]] des {{§|264|hgb|juris}} Abs. 2 Satz 1 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] steht im Hinblick auf das den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Ertragslage nicht entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Teilgewinnrealisierung_bei_Auftragsferti/rY5dDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=teilgewinnrealisierung&amp;amp;pg=PR8&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1620834677334 Friedrich W. Selchert/Ulrich Lorchheim, &amp;#039;&amp;#039;Teilgewinnrealisierung bei Auftragsfertigung&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 98]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Bilanzpolitik allgemein zwischen Sachverhalts- und Darstellungsgestaltung unterscheidet, konzentriert sich die Bilanzkosmetik auf die [[Sachverhaltsgestaltung]]. Diese zielt auf alle Maßnahmen ab, die im Wesentlichen &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Bilanzstichtag durchgeführt werden und auf die Gestaltung des Mengengerüsts abzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karlheinz Küting]]/Thomas Kaiser: |Titel=Bilanzpolitik in der Unternehmenskrise |Sammelwerk=[[Betriebs-Berater]] |Datum=1994 |Nummer=Beilage zu Heft 3 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bilanzkosmetik knüpft an diese Sachverhaltsgestaltung an. Die Darstellungsgestaltung indes greift gegebene Sachverhalte &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; dem Bilanzstichtag auf und beeinflusst die Darstellung im Jahresabschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gestaltungsformen führen zu Umschichtungen in der horizontalen und vertikalen [[Kapitalstruktur]] der Bilanz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=tTmR_vyNdfgC&amp;amp;pg=PA661&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ulpnVdWJFML2UIGkgMAM&amp;amp;ved=0CE8Q6AEwBzgK#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Willi Albers, &amp;#039;&amp;#039;HdWW&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1977, S. 661]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bilanzaufhübschende Maßnahmen sind für die außenstehenden [[Bilanzanalyse|Bilanzanalysten]] kaum oder gar nicht erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HlTqAW39Q_8C&amp;amp;pg=PA31&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ulpnVdWJFML2UIGkgMAM&amp;amp;ved=0CD8Q6AEwBDgK#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Michaela Lembke, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzpolitik im Einzelabschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betroffene Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Bilanzkosmetik ist international im  [[Finanzsektor]] wie auch [[Nichtbank]]en weit verbreitet. Es handelt sich um eine „Bilanzfrisur vor der Veröffentlichung zwecks Demonstrierung größerer Liquidität“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Achterberg/Karl Lanz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädisches Lexikon Geld-, Bank-, Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1958, S. 1835&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere [[Kreditinstitut]]e, [[Versicherer|Versicherungen]] und [[Offener Investmentfonds|Investmentfonds]] betreiben Bilanzkosmetik. Am Jahresende kommen bei Banken bilanzkosmetisch vorgenommene [[Geldmarkt]]&amp;amp;shy;operationen vor,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=RSPLBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=C3RnVZDvF8HcUqGFgEg&amp;amp;ved=0CEgQ6AEwBjgo#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Hans E. Büschgen, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre: Bankgeschäfte und Bankmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 87]&amp;lt;/ref&amp;gt; insbesondere Pensionsgeschäfte als Mittel der Geldbeschaffung ohne echten Geldbedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Ferber, &amp;#039;&amp;#039;Die Pensionsgeschäfte der Kreditinstitute&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 124 FN 440&amp;lt;/ref&amp;gt; „Window Dressing bedeutet, dass die Kreditinstitute aus Gründen der Bilanzoptik möglichst hohe Bestände an [[Zentralbank]]guthaben … auszuweisen versuchen, um auf diese Weise eine hohe [[Liquidität]] vorzeigen zu können“.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Sparkassenzeitung Nr. 70 vom 9. September 1966, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Untersuchung der Bankenstatistiken zwischen 1963 und 1968 ergab beim [[Zentralbankgeld]], dass die Bestände aller Bankengruppen im Dezember zwischen 25,1 % und 39,9 % höher lagen als der Durchschnitt Januar–November jeden Jahres.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=2u2tiDekdbsC&amp;amp;pg=PA257&amp;amp;dq=window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=HoBnVaXPAYvkUs-dgOAP&amp;amp;ved=0CGIQ6AEwCTgK#v=onepage&amp;amp;q=window%20dressing&amp;amp;f=false  Jan Wittstock, &amp;#039;&amp;#039;Eine Theorie der Geldpolitik von Kreditinstituten&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 247]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war ein empirischer Beweis der Hypothese von der Bilanzkosmetik. Versicherungen sortieren traditionell zum Jahresende hin ihre Vermögensanlagen und legen sich Wertpapiere mit guter bisheriger [[Performance (Risikomanagement)|Jahresperformance]] ins [[Wertpapierdepot]], um so vor ihren Kunden optisch besser dazustehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Claer |Titel=Auf eigene Faust: Aktiensparen für Kleinanleger |Datum=2012 |Seiten=90}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Fondsmanager]] hübschen die Bilanz auf, um ihre [[Portfolio]]zusammensetzung besser dastehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard W. Sias |Titel=Window-dressing, Tax-loss Selling And Momentum Profit Seasonality |Sprache=en |Datum=2006-03-30 |DOI=10.2139/ssrn.894333 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Investmentfonds]] fügen kurz vor Jahresende die Gewinner-Aktien des Jahres ihrem Portfolio hinzu. So entsteht der Eindruck, dass die Fondsmanager im ganzen Jahr das richtige Gespür für erfolgreiche Aktien hatten. Wertpapierfonds kaufen kurz vor dem Bewertungsstichtag [[marktenge]] Wertpapiere, die schon im Fonds enthalten sind. Hierdurch steigen die Kurse dieser [[Aktie]]n erheblich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mUFr_JZXghgC&amp;amp;pg=PA167&amp;amp;dq=bilanzpolitik+window+dressing&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Fm5nVYGJCsvpUt_ugeAL&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAjgU#v=onepage&amp;amp;q=bilanzpolitik%20window%20dressing&amp;amp;f=false Ann-Kristin Achleitner/Oliver Everling/Karl A. Niggemann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Finanzrating: Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Bonität&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 177]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bilanzkosmetischen Aktivitäten können auf den [[Geldmarkt|Geld-]] und [[Kapitalmarkt|Kapitalmärkten]] insbesondere zum [[Jahresultimo]] zu [[Volatilität]]en führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die legale Bilanzkosmetik ist abzugrenzen von den illegalen [[Tatbestand|Tatbeständen]] der [[Bilanzfälschung]], Bilanzfrisur und Bilanzverschleierung ({{§|283|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]). Um &amp;#039;&amp;#039;Bilanzfälschung&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich, wenn [[Bilanzposition]]en unterschlagen oder fiktive Positionen gebildet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Ditges/Uwe Arendt, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzen&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 60 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Bilanzfrisur&amp;#039;&amp;#039; liegt vor, wenn für die einzelnen Bilanzpositionen angesetzte Werte zwar der [[Bilanzwahrheit]] entsprechen, die Bezeichnung einzelner Posten jedoch nicht mit dem realen Gegebenheiten übereinstimmt und damit als [[Täuschung]] anzusehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Expert_Lexikon_Bilanzierung/z0Z8lR3LeZcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Posten+jedoch+nicht+mit+dem+realen+Gegebenheiten+%C3%BCbereinstimmt+und+damit+als&amp;amp;pg=PA372&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1623328873844 Ernst Hache/Heinz Sander, &amp;#039;&amp;#039;Expert-Lexikon Bilanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 372 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der &amp;#039;&amp;#039;Bilanzverschleierung&amp;#039;&amp;#039; werden Umstände derart unklar und verklausuliert dargestellt, dass tatsächliche, wirtschaftlich relevante Gegebenheiten nicht mehr erkennbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Jensen, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzen lesen, erstellen, auswerten&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt; Bilanzverschleierung ist gegeben, wenn etwa gegen das [[Saldierungsverbot]] des {{§|246|hgb|juris}} Abs. 2 HGB verstoßen wird und [[Forderung]]en und [[Verbindlichkeit]]en gegen dasselbe [[Rechtssubjekt]] verrechnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/BWL_im_Nebenfach/ZLD3DQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bilanzfrisur&amp;amp;pg=PA418&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1623329135944 Werner Pepels, &amp;#039;&amp;#039;BWL im Nebenfach&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 419]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.teleboerse.de/nachrichten/dossier/Window-Dressing-laeuft-article428508.html telebörse: &amp;#039;&amp;#039;Hübscheres Portfolio – Window-Dressing läuft&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Investmentfonds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzstrategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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