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	<title>Biguanide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T08:28:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biguanide&amp;diff=497298&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Wirkungsmechanismus */ lf</title>
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		<updated>2026-04-13T12:48:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirkungsmechanismus: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biguanid-Derivate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biguanide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind chemische Abkömmlinge des [[Biguanid]]s, die als [[Arzneistoff]]e insbesondere zur Behandlung von [[Diabetes mellitus]] entwickelt wurden. Als einzige Substanz in dieser Indikation übrig geblieben ist das [[Metformin]], dessen Bedeutung als [[Antidiabetikum|orales Antidiabetikum]] trotz der Entwicklung neuerer Wirkstoffe hoch ist und unter den medikamentösen Therapien zur [[First-Line-Therapie]] des Diabetes mellitus Typ 2 zählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/EBL_Dm_Typ2_Update_2008.pdf |wayback=20121119065458 |text=Medikamentöse antihyperglykämische Therapie des Diabetes mellitus Typ 2, Update der Evidenzbasierten Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft 2009}} (PDF; 815&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 14. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer anderen Indikation wird das Biguanid [[Proguanil]] vorwiegend in Kombinationstherapien zur Prophylaxe und Therapie der [[Malaria]] eingesetzt (siehe dort).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-122010/lebensrettende-prophylaxe-und-therapie/ Lebensrettende Prophylaxe und Therapie], pharmazeutische-zeitung.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biguanide sind strukturell mit dem [[Alkaloid]] &amp;#039;&amp;#039;Galegin&amp;#039;&amp;#039; verwandt, einem Inhaltsstoff der [[Geißraute]] (Galega officinalis). Diese Pflanze fand über hunderte Jahre in der [[Volksmedizin]] für verschiedene Leiden Verwendung, u.&amp;amp;nbsp;a. wirkt sie auch blutzuckersenkend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.awl.ch/heilpflanzen/galega_officinalis/index.htm |wayback=20101120050646 |text=W. Arnold, Heilpflanzen, abgerufen am 16. Oktober 2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
* [[Metformin]] (Handelsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Glucophage&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Siofor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Metformin-CT&amp;#039;&amp;#039; und andere)&lt;br /&gt;
* [[Phenformin]] (1978 aus dem Handel genommen)&lt;br /&gt;
* [[Buformin]] (1978 aus dem Handel genommen)&lt;br /&gt;
* [[Proguanil]]&lt;br /&gt;
* [[Polyhexanid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Biguanide senken beim Diabetiker den Blutzuckerspiegel ohne Einfluss auf den [[Insulin]]haushalt, können also keine [[Hypoglykämie]] verursachen. Sie wirken außerdem appetitzügelnd. Metformin wird beim [[Typ-2-Diabetes]] eingesetzt. Besonders bei übergewichtigen Patienten ist es eine Alternative zu den [[Sulfonylharnstoffe]]n, da diese oft zu einer Gewichtszunahme führen. In Einzelfällen kann Metformin auch zur ergänzenden Therapie bei Diabetes mellitus Typ 1 eingesetzt werden, wenn es sich z.&amp;amp;nbsp;B. um einen übergewichtigen Typ-1-Diabetiker mit gewichtsbedingter [[Insulinresistenz]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/news/index.html?TextID=3761 Deutsches Diabetes-Zentrum DDZ Düsseldorf, Februar 2010, abgerufen am 16. Oktober 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Diabetes mellitus Typ 2 dient Metformin zur oralen First-Line-Therapie. Die möglichen Kontraindikationen schränken den Kreis der Patienten ein. So dürfen nur Patienten mit Metformin behandelt werden, deren Nieren- und Leberfunktionen nicht eingeschränkt sind. Auch schwere Herz-Kreislauf- oder schwere pulmonale Erkrankungen sprechen gegen den Einsatz von Metformin. Bei besonderen Belastungen des Körpers wie [[Infektionskrankheit]]en, [[Operation (Medizin)|Operationen]] und [[Schwangerschaft]] sollte Metformin pausiert werden. Nach Veröffentlichung einiger großer Studien wird es seit den späten 1990er-Jahren bei vielen Typ 2 Diabetikern als Mittel der ersten Wahl eingesetzt. Außerhalb der [[Arzneimittelzulassung|zugelassenen]] Anwendungsgebiete wird Metformin in der Frauenheilkunde beim [[Polyzystisches Ovar-Syndrom|Polyzystischen Ovar-Syndrom]] erfolgreich angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;L. R. Harborne u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Metformin and weight loss in obese women with polycystic ovary syndrome: comparison of doses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[J Clin Endocrinol Metab]]&amp;#039;&amp;#039; 90, 2005, S.&amp;amp;nbsp;4593–4598. PMID 15886247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proguanil hingegen wird in der Chemoprophylaxe und Therapie der [[Malaria]] eingesetzt. Manche Biguanide haben [[viruzid]]e Eigenschaften, wie etwa das heterocyclische [[Moroxydin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Auterhoff, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der pharmazeutischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 9. Auflage, 1978. S. 474.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsmechanismus ==&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Biguanide setzt sich offenbar aus dem Zusammenspiel mehrerer Mechanismen zusammen, die noch nicht zur Gänze geklärt sind. Im Gegensatz zu anderen oralen Antidiabetika setzt die blutzuckersenkende Wirkung erst nach mehreren Tagen ein. Bei gesunden Patienten hat die Gabe von Biguaniden einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.&lt;br /&gt;
* Biguanide lagern sich aufgrund ihrer [[Lipophilie]] in die [[Zellmembran|Membran]] der [[Darmepithel]]zellen ein und beeinträchtigen dort den aktiven Transport von [[Glukose]] und somit die [[Resorption]] aus dem [[Darm]].&lt;br /&gt;
* Andererseits reichern sich Biguanide auch in [[Leberzelle]]n an, wo sie die [[Adenylat-Kinase|AMP-Kinase]]&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Daikeler, Götz Use, Sylke Waibel: &amp;#039;&amp;#039;Diabetes. Evidenzbasierte Diagnosik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Kitteltaschenbuch, Sinsheim 2015, ISBN 978-3-00-050903-2, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; aktivieren, den Substrattransport ([[Pyruvat]]) in die [[Mitochondrien]] hemmen und damit die [[Atmungskette]] unterbrechen. Folge ist eine verminderte [[Gluconeogenese]] und [[Adenosintriphosphat|ATP]]-Synthese in den Leberzellen und somit eine verminderte Glukoseproduktion in der Leber. Außerdem wird die Verwertung von [[Laktat]] unterdrückt, was zu einer Anreicherung von Laktat im Körper führt und besonders bei Patienten mit [[Niereninsuffizienz|eingeschränkter Nierenfunktion]] zu einer [[Acidose|Laktatacidose]] führen kann, welche tödliche Folgen haben kann.&lt;br /&gt;
* Letztlich dürfte es auch durch Vermehrung der [[Insulinrezeptor]]en am [[Skelettmuskel]] zu einer Wirkungsverstärkung von Insulin und damit zu einem erhöhten Glukoseverbrauch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Biguanide unterscheiden sich bezüglich der Wirkungsmechanismen, woraus Unterschiede in der Wirksamkeit und den unerwünschten Wirkungen abgeleitet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Der komplexe Wirkmechanismus der Biguanide führt zu teilweise schweren [[Nebenwirkungen]]. Häufig kommt es zu [[gastrointestinal]]en Beschwerden wie [[Durchfall]], [[Übelkeit]], [[Erbrechen]]. Metformin kann durch Kumulation bei Niereninsuffizienz selten zur Laktatazidose führen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. R. Salpeter u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Risk of fatal and nonfatal lactic acidosis with metformin use in type 2 diabetes mellitus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cochrane Database Syst. Rev.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 4, 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Fälle von [[Laktatazidose]]n, die teilweise tödlich endeten, führten dazu, dass [[Arzneimittel]], die Phenformin als Wirkstoff enthielten, 1977 in den [[USA]] aus dem Handel genommen wurden. In [[Deutschland]] folgte der Entzug der Zulassung für Phenformin und Buformin 1978, nachdem diese Arzneistoffe über 20 Jahre zur Standardtherapie bei Diabetes gehört hatten. Das deutlich weniger lipophile Metformin, welches weniger stark in die Atmungskette einzugreifen scheint, unterliegt bei Beachtung der [[Kontraindikation]]en einem geringen Laktatazidoserisiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group: &amp;#039;&amp;#039;Effect of intensive blood-glucose control with metformin on complications in overweight patients with type 2 diabetes (UKPDS 34).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Lancet|Lancet]].&amp;#039;&amp;#039; Band 352, 1998, S.&amp;amp;nbsp;854–865. PMID 9742977.&lt;br /&gt;
* Richard Daikeler, Götz Use, Sylke Waibel: &amp;#039;&amp;#039;Diabetes. Evidenzbasierte Diagnosik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Kitteltaschenbuch, Sinsheim 2015, ISBN 978-3-00-050903-2, S. 157f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antidiabetikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ATC-A10]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ATC-D08]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ATC-P01]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guanidin| Biguanide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
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