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	<title>Bigotterie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T04:43:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-08T13:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;; •1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bigotterie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|bigoterie}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheinheiligkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für ein frömmelndes, dabei anderen Auffassungen gegenüber [[Toleranz|intolerantes]], gehässiges&amp;lt;ref&amp;gt;{{Herder-1854 |Lemma=Bigott |Band=1 |Seite=536 |zenoID=20003235319}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und scheinbar ganz der [[Religion]] oder einer religiösen Autorität (Person oder Instanz) gewidmetes Wesen oder Verhalten, wobei der tatsächliche Lebensstil eigentlich nicht [[Religiosität|religiös]] oder [[Sittengesetz|sittlich]] streng gehalten wird. Der [[Duden]] bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Bigotterie&amp;#039;&amp;#039; als Scheinheiligkeit und „kleinliche, engherzige [[Frömmigkeit]] und übertriebene(n) Glaubenseifer“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Bigotterie |titel=Bigotterie |hrsg=Bibliographisches Institut (Dudenverlag) |abruf=2013-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das dazugehörige Adjektiv ist „bigott“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bigott&amp;#039;&amp;#039; wurde im 18. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden französischen &amp;#039;&amp;#039;bigot&amp;#039;&amp;#039; entlehnt, dessen Herkunft jedoch ungeklärt ist. Das Wort wird zum ersten Mal 1165 in dem &amp;#039;&amp;#039;Roman de Rou&amp;#039;&amp;#039; von [[Wace (Dichter)|Wace]] als [[Schimpfwort]] gegen die [[Normannen]] urkundlich erwähnt. Es wurde auch mit den Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;bigod, bigoth&amp;#039;&amp;#039; gebraucht. Hauptvermutung ist, dass es vom altenglischen &amp;#039;&amp;#039;bī god&amp;#039;&amp;#039; („bei Gott“)&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: &amp;#039;&amp;#039;Das Herkunftswörterbuch, Etymologie der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Duden Verlag, S. 81 b.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;be gode&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cnrtl.fr/etymologie/bigot Etymologie von &amp;#039;&amp;#039;bigot&amp;#039;&amp;#039;.] cnrtl.fr (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; einer alten englischen [[Schwur]]formel, abgeleitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] wurde das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;bigot&amp;#039;&amp;#039; für „frömmelnd, scheinheilig“ im Französischen seit dem 15. Jahrhundert in derselben Bedeutung bezeugt und bereits im 17. Jahrhundert als &amp;#039;&amp;#039;bigot&amp;#039;&amp;#039; ins Englische und als &amp;#039;&amp;#039;bigotto&amp;#039;&amp;#039; ins Italienische entlehnt. Es gelangte um die Wende zum 18. Jahrhundert ins Deutsche, wo es seit der Mitte des Jahrhunderts in der eingedeutschten Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;bigott&amp;#039;&amp;#039; erschien. Das [[Spanische Sprache|spanische]] Substantiv &amp;#039;&amp;#039;bigote&amp;#039;&amp;#039; für „[[Knebelbart]]“ ({{esS|hombre de bigote}} „Mann mit Knebelbart“, übertragen „Mann von Charakter“), das auch für die Erklärung von &amp;#039;&amp;#039;bigot&amp;#039;&amp;#039; und dessen Bedeutungsentwicklung herangezogen wird, geht nach [[Joan Coromines]] wohl ebenfalls auf eine solche Formel zurück. Andere Autoren wie [[Karl-Heinz Best]] sehen dagegen im [[jiddisch]]en &amp;#039;&amp;#039;begotisch&amp;#039;&amp;#039; „fromm, gottbegnadet“ (zu [[Mittelhochdeutsch|mhd.]] &amp;#039;&amp;#039;got&amp;#039;&amp;#039; „Gott“) eine mögliche Quelle für das französischsprachige Adjektiv.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/etymwb/bigott Artikel &amp;#039;&amp;#039;bigott&amp;#039;&amp;#039;] im &amp;#039;&amp;#039;Etymologischen Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; des [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuches der deutschen Sprache]], abgerufen am 21. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Bei der Bigotterie geht es weniger um die [[Religiosität]] als solche, sondern vielmehr um die ängstliche und übertriebene Gewissenhaftigkeit in ihrer Ausübung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1809 |Lemma=Bigott |Band=7 |Seite=119 |zenoID=20000785512}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039; definierte 1905 &amp;#039;&amp;#039;bigott&amp;#039;&amp;#039; als:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=andächtelnd, frömmelnd, eifrig in der peinlich genauen Ausübung religiöser Gebräuche, aber ohne ernsteres religiöses Leben und streng sittliche Haltung.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Bigott |Band=2 |Seite=855 |zenoID=20006328377}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Scheinheiligkeit&amp;#039;&amp;#039; wird auch [[Heuchelei]] („[[Pharisäer]]tum“) oder [[Doppelmoral]] bezeichnet, wenn Menschen zum Beispiel vordergründig eine hohe [[Moral]] vorgeben ([[Liste geflügelter Worte/E#Ein Lippenbekenntnis ablegen|Lippenbekenntnis]]), tatsächlich aber niedrige moralische Standards praktizieren. Der Duden bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;scheinheilig&amp;#039;&amp;#039; als „Aufrichtigkeit, Nichtwissen oder Freundlichkeit vortäuschend; heuchlerisch“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.duden.de/suche/index.php?suchwort=Scheinheilig&amp;amp;suchbereich=mixed | archive-is=20120731103836 | text=&amp;#039;&amp;#039;scheinheilig.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Duden online&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 27. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Christoph Adelung|Adelungs]] &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;scheinheilig&amp;#039;&amp;#039; 1798 als:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=den äußern Schein der Heiligkeit, d.i. der [[Gottesfurcht]], annehmend und habend, ohne es wirklich zu seyn. Ein Scheinheiliger, ein Heuchler, den man im gemeinen Leben auch einen Kopfhänger, in Niedersachsen einen Bibelträger, Kirchenklepper, Heiligenfresser, Heiligenbeißer u.s.f. nennet. Ein scheinheiliges Betragen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Scheinheilig&amp;#039;&amp;#039;. In: Johann Christoph Adelung: &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Leipzig 1798, S. 1403; {{zeno.org|20000403032}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Selbstgerechtigkeit]] unterscheidet sich Bigotterie insofern, als der Bigotte an sich selbst auf jeden Fall weniger hohe Ansprüche stellt als an andere, während ein Selbstgerechter durchaus nach sittlicher und moralischer Tadellosigkeit streben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lei para inglês ver]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Brief an eine Gläubige |Autor=[[Ernst Keil]] |Jahr=1866 |Heft=42 |Seite=655–657}}&lt;br /&gt;
* Thomas Druyen: &amp;#039;&amp;#039;Krieg der Scheinheiligkeit. Plädoyer für einen gesunden Menschenverstand.&amp;#039;&amp;#039; Maxlin, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-9814141-4-1.&lt;br /&gt;
* Ulrike Günther: &amp;#039;&amp;#039;Rühr die Katze nicht an!: Bilder und Szenen aus einer Kindheit der 50er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. [[Books on Demand]], Norderstedt 2015, ISBN 978-3-7386-2455-7.&lt;br /&gt;
* Leopold Federmair: &amp;#039;&amp;#039;[[Adalbert Stifter]] und die Freuden der Bigotterie&amp;#039;&amp;#039; Müller, Salzburg/Wien 2005, ISBN 3-7013-1095-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=129718503X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religiöse Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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