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	<title>Bietigheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:48:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bietigheim&amp;diff=48565&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Sonstige mit dem Ort in Verbindung stehende Personen */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bietigheim&amp;diff=48565&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-06T09:10:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sonstige mit dem Ort in Verbindung stehende Personen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Gemeinde im Landkreis Rastatt, zum gleichnamigen Stadtteil von Bietigheim-Bissingen im Landkreis Ludwigsburg siehe [[Bietigheim-Bissingen]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Bietigheim COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 48/54/37/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 08/15/11/O&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Bietigheim in RA.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Karlsruhe&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Rastatt&lt;br /&gt;
|Höhe              = 121&lt;br /&gt;
|PLZ               = 76467&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 07245&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08216005&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE BEE&lt;br /&gt;
|Adresse           = Malscher Straße 22&amp;lt;br /&amp;gt;76467 Bietigheim&lt;br /&gt;
|Website           = [http://www.bietigheim.de/ www.bietigheim.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Constantin Braun&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bietigheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Rastatt]] in [[Baden-Württemberg]]. Sie liegt sieben Kilometer nördlich von [[Rastatt]] und 17 Kilometer südlich von [[Karlsruhe]], westlich des [[Schwarzwald]]es und östlich des [[Rhein]]s, nahe der Grenze zu [[Frankreich]] im sogenannten [[Hardtwald (Karlsruhe)|Hardtwald]]. Zur Gemeinde Bietigheim gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Bietigheim liegt in der 30 Kilometer breiten &amp;#039;&amp;#039;[[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]]&amp;#039;&amp;#039;, die auf der einen Seite vom [[Schwarzwald]], auf der anderen Seite von den französischen [[Vogesen]] und dem [[Pfälzerwald]] begrenzt wird. Der Großteil der Ortschaft liegt auf dem [[Hochgestade]], ein kleinerer Teil befindet sich direkt an der Stufung zur Rhein[[niederung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptstraße Bietigheim.JPG|mini|Rastatter Straße, im Hintergrund die Hauptstraße in Richtung Rastatt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus-Bietigheim-2013.jpg|mini|Rathaus Bietigheim]]&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte und nächstgelegene Städte ===&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Orte [[Ötigheim]], [[Muggensturm]], [[Malsch (Landkreis Karlsruhe)|Malsch]], [[Durmersheim]], [[Elchesheim-Illingen]] und [[Steinmauern]]. Die nächstgelegenen Städte sind [[Baden-Baden]], [[Ettlingen]], [[Karlsruhe]] und [[Rastatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis zum 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Endung &amp;#039;&amp;#039;[[-heim]]&amp;#039;&amp;#039; deutet darauf hin, dass Bietigheim eine fränkische Siedlung war.&lt;br /&gt;
Die älteste urkundliche Erwähnung Bietigheims stammt aus einem Güterverzeichnis des [[Kloster Weißenburg (Elsass)|Klosters Weißenburg]]. Dort beschrieb der Abt [[Edelin (Abt)|Edelin]] im [[Codex Edelini]] auch die Besitzungen des Klosters Weißenburg in Bietigheim. Diese erste urkundliche Erwähnung im Jahre 991 ist jedoch nicht der Zeitpunkt der ersten Besiedlung des Ortes, dieser liegt viel früher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zeit von rund 4500 vor Christus sind Funde einer [[steinzeit]]lichen Besiedlung der Region bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50 nach Christus eroberten die [[Römisches Reich|Römer]] das Gebiet am [[Oberrhein]] und besiedelten es. Im 1. Jahrhundert nach Christus führte eine römische [[Militärstraße]] von [[Ladenburg]] nach [[Baden-Baden]] an Bietigheim vorbei. Nach dem [[Limesfall]] und der Rücknahme der römischen Militärgrenze auf das westliche Rheinufer&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Witschel: &amp;#039;&amp;#039;Krise – Rezession – Stagnation? Der Westen des römischen Reiches im 3. Jahrhundert n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Althistorische Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;4). Marthe Clauss, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-934040-01-2, S.&amp;amp;nbsp;210.&amp;lt;/ref&amp;gt; siedelten ab 259/260 [[Alamannen]] im heutigen Gemeindegebiet. Im Jahre 496 übernahmen die [[Franken (Volk)|Franken]] die Herrschaft über das Gebiet nördlich der [[Murg (Nordschwarzwald)|Murg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 5. und 7. Jahrhundert wurden in der Bietigheimer Umgebung [[Merowinger]] [[Reihengräber]]friedhöfe angelegt. Der [[Salier]]herzog Otto eignete sich anno 985 Besitzungen des [[Kloster Weißenburg (Elsass)|Klosters Weißenburg]] in Bietigheim an, und sechs Jahre darauf wurden Weißenburger Besitzungen in Bietigheim [[Urkunde|urkundlich]] erwähnt. 1150 wurde die Bietigheimer alte [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] erbaut, deren [[Turm]] noch aus dieser Zeit stammt. Das [[Kloster Herrenalb]] erwarb im Jahre 1271 Landbesitz in Bietigheim. Zwanzig Jahre darauf erhielt [[Markgraf]] [[Hermann VII. (Baden)|Hermann VII.]] von [[Baden (Land)|Baden]] weißenburgische Besitzungen in Bietigheim. Bereits 1207 findet sich in den Württembergischen [[Urkundenbuch|Urkundenbüchern]] der erste Hinweis auf einen Ortsadel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;urkbuch2&amp;quot;&amp;gt;[[commons:Category:De Wirtembergisches Urkundenbuch 2|&amp;#039;&amp;#039;De Wirtembergisches Urkundenbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2]], S. 360/361.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort bezeugt ein Sifrido de Buticheim einen Vergleich den Eberhard von Eberstein bei einem Streit zwischen dem Kloster Herrenalb und einem Seitenverwandten eines Dienstmannes vermittelt hat. In späteren Urkunden wird dann noch ein Heinrich von Bütenkeyn erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf wurde 1389 an das [[Kloster Lichtenthal]] verpfändet. Im Jahre 1535 wurde die [[Markgrafschaft Baden]] geteilt, und Bietigheim gehörte fortan zur [[Markgrafschaft Baden-Baden]]. Etwas mehr als fünfzig Jahre darauf, 1584, wurde erstmals eine Schule in Bietigheim erwähnt. Im Rahmen der oberbadischen Okkupation stand Bietigheim von 1594 bis 1622 unter Zwangsverwaltung durch die [[Markgrafschaft Baden-Durlach]]. 1622 zogen die Truppen [[Johann T’Serclaes von Tilly|Tillys]] plündernd durch [[Baden (Land)|Baden]]. In den Jahren 1625 bis 1631 fanden in der Markgrafschaft Baden-Baden [[Hexenprozesse]] statt, in Bietigheim sind 1626 acht Opfer nachgewiesen. 1632 bis 1634 besetzten die [[Schweden]] das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Soldatendenkmal WK I-II.JPG|mini|hochkant|Soldatendenkmal WK I./II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitraum zwischen 1672 und 1679 fand der [[Holländischer Krieg|Holländische Krieg]] statt, seit 1674 auch am [[Oberrhein]]. Fast ganz [[Mittelbaden]] wurde 1689 im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] durch französische Truppen zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1750 gab es [[Auswanderung]]en der Bevölkerung nach [[Ungarn]]. Zuvor, 1733, fanden während des [[Polnischer Thronfolgekrieg|Polnischen Erbfolgekriegs]] Plünderungen in [[Durmersheim]] durch französische Truppen statt. In den Jahren 1769/70 wurde der Ort von Dauerregen, Überschwemmungen und Missernten heimgesucht, es gab wiederum viele Auswanderer. Ein Jahr darauf folgte die Wiedervereinigung der [[Markgrafschaft Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] 1789 kam es auch zu Unruhen in [[Baden (Land)|Baden]]. Im Jahre 1794 gab es eine Missernte, und eine [[Typhus]]epidemie grassierte in der Gemeinde. Ein Jahr später brach die [[Rinderpest]] aus. Der Ort wurde 1796 durch befreundete österreichische Truppen besetzt. Bei der [[Schlacht bei Malsch]] am 9. Juli 1796 befand sich die französische Linie in Bietigheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1810 herum folgten als Folge der [[Koalitionskriege]] Auswanderungen nach [[Russland]]. Das Dorf wurde während der [[Gefechte an der Murglinie]] im Juni 1849 nach der [[Deutsche Revolution 1848/49|Deutschen Revolution]] von [[Preußen|preußischen]] Truppen besetzt. Im selben Jahr wanderten erneut Menschen nach [[Vereinigte Staaten|Amerika]] aus; dies war die Folge der [[Badische Revolution|badischen Revolution]]. Anno 1850 wurde der Revolutionär [[Joseph Augenstein]] des [[Hochverrat]]s angeklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriegerdenkmal 1870-71 Bietigheim.JPG|mini|hochkant|Gedenken an den Sieg 1870/71 über Frankreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 fand die Einweihung der neuen katholischen [[Pfarrkirche]] durch [[Bischof]] [[Freiherr]] [[Wilhelm Emmanuel von Ketteler]] aus [[Mainz]] statt, und drei Jahre darauf wurde [[Österreich]] durch Baden im Krieg gegen Preußen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1904 öffnete die erste Postagentur in Bietigheim, und nach dem Krieg begann im Jahre 1950 die Produktion von exklusiven Sportcabriolets durch die „[[Veritas (Automarke)|Veritas Badische Automobilwerke GmbH]]“ in Bietigheim. 1963 zählte Bietigheim 5000 Einwohner. Drei Jahre darauf wurde das [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] Gemeindehaus eingeweiht, ebenso wie die neue [[Hauptschule]] 1972. Im Jahre 1975 wurde Rüdiger Schäfer in der Gemeinde jüngster Bürgermeister [[Baden-Württemberg]]s. Zwei Jahre später wurde das [[evangelisch]]e Gemeindezentrum eingeweiht und ein Jahr darauf mit dem Bau der Mehrzweckhalle begonnen. Am 26. Dezember 1999 richtete der [[Orkan Lothar]] schwere Verwüstungen in der Gemeinde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsnamen ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte hatte Bietigheim unterschiedliche Bezeichnungen; unter anderem waren dies:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1207 Buticheim,&amp;lt;ref name=&amp;quot;urkbuch2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1381 Batenkeyn; Cüntzel von Durmenz, Edelknecht, verkauft an Craft von Michelbach seinen Theil des Zehnten zu Batenkeyn um 13 Pfund Straßburger Pfennige&lt;br /&gt;
* Biutincheim, Bütenkeyn, Biticken, Bitingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Einwohnerzahlen in Bietigheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| 991 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ca. 80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1683 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ca. 200&amp;lt;ref&amp;gt;125 Kinder bei der Kommunion&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1701 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ca. 220&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1714 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ca. 260&amp;lt;ref&amp;gt;50 katholische Familien und 1 evangelische Familie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 639&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1813 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 850&amp;lt;ref&amp;gt;davon 145 Bürger&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1836 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1267&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1843 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1482&amp;lt;ref&amp;gt;1479 katholische und 3 evangelische Einwohner&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1862 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1688&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2031&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| 1905 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2821&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 3300&lt;br /&gt;
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| 1933 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 3495&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Ortsneckname ===&lt;br /&gt;
Die Bewohner Bietigheims nennen sich selbst die „Bietjer“. Wie in fast jeder Gemeinde in dieser Region haben auch die Bietigheimer einen Spitznamen: Sie werden „Kieholzbuwe“ genannt. Der Spitzname kommt aus Zeiten, in denen die Bietigheimer noch überwiegend von der Landwirtschaft lebten und über jeden Zusatzverdienst in den schlechten Zeiten froh waren. Die Bietigheimer, aber nicht nur diese, ließen sich dabei etwas Besonderes einfallen, sie verkauften [[Kienspan|Kienholz]]. Das Kienholz wird aus dem [[Wurzel (Pflanze)|Wurzelstock]] der [[Kiefern|Kiefer]] gewonnen und dient zum Anzünden von Holzfeuern und zum Vertreiben von [[Kleidermotte|Motten]]. Auf der Gemarkung von Bietigheim wuchsen früher sehr viele Kiefern, die von den Einwohnern zur [[Harzer (Beruf)|Harzgewinnung]] angezapft wurden. Fällte man eine Kiefer, so blieb ihr Wurzelwerk noch einige Jahre im Boden, damit sich der Wurzelstock mit [[Harz (Material)|Harz]] anreichern konnte. Anschließend wurde dieser ausgegraben und unter großer Mühe in die Höfe verbracht. Dort zerteilte man das harzgetränkte Wurzelholz mit Axt, Hammer und Säge in kleine Stücke, die man zu Bündel zu zehn Stück schnürte. Diese Bündel wurden dann in den angrenzenden Städten Rastatt, Karlsruhe und Baden-Baden am [[Wochenmarkt]], an Gaststätten, an Zwischenhändler oder von Haus zu Haus verkauft. Der Verdienst lag in den zwanziger Jahren bei rund 5 Pfennig pro Bündel Kienholz, was am Tagesende einen einträglichen Verdienst darstellte. Heute gibt es in Bietigheim keinen Kienholzhandel mehr, aber der Spitzname ist geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Panorama Bietigheim I.JPG|3500|Kirchturmpanorama von Bietigheim mit Beschriftung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Bietigheim ist überwiegend [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]] geprägt. Es gibt keine evangelische Kirche mehr im Ort, jedoch ein evangelische Glaubensgemeinschaft mit den Nachbargemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Beschluss des [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Augsburger Religionsfriedens]], nachdem der Landesfürst die Religion der Untertanen bestimmen konnte, wechselte Bietigheim oft die Religionszugehörigkeit. Im Zeitraum von 1534 bis 1634 wechselte die Glaubensrichtung achtmal, um schließlich römisch-katholisch zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1714 gab es in Bietigheim einen evangelischen Einwohner. 1846 gab es in Bietigheim drei [[evangelisch]]e erwachsene Einwohner. Die heutigen evangelischen Gläubigen werden von [[Muggensturm]] aus geistlich betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeindeverband ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Bietigheim ist Mitglied des Gemeindeverbandes [[MÖBS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] hat 18 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl 2024]] führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2019):&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.statistik-bw.de/Wahlen/Kommunal/02045000.tab?R=GS216005 Gemeinderatswahlen 2024, Au am Rhein]&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 15. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/bietigheim/kommunalwahl-bietigheim-2024-ergebnisse Ergebnisse der Kommunalwahl 2024 in Bietigheim]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Neueste Nachrichten|bnn.de]]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 15. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E3E3E3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Gemeinderat 2024&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E3E3E3; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Partei / Liste || Stimmenanteil || Sitze&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg|Freie Wähler]] || 41,4 % (+0,7) || 8 (+1)&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 34,9 % (+2,9) || 6 (±0)&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 23,7 % (−2,8) || 4 (−1) &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung: 64,4 % (+3,5)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schultheißen und Vögte ===&lt;br /&gt;
Aus alten Unterlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Irmgard Dürrschnabel: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Rathaus Bietigheim.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; lassen sich folgende Schulheißen und Vögte in Bietigheim nachweisen:&lt;br /&gt;
* 1510 Erhart Dürrschnabel&lt;br /&gt;
* 1579 Wendel Hecken&lt;br /&gt;
* 1668 Hans Kambeitz&lt;br /&gt;
* 1670 Martin Bertsch; † 25. April 1690.&lt;br /&gt;
* 1676 Bernhard Dürrschnabel&lt;br /&gt;
* 1680–1687 Nikolaus Jung; † 1687&lt;br /&gt;
* 1687–1691 Johann Jakob Kambeitz&lt;br /&gt;
* 1693 Johann Martin Beckert&lt;br /&gt;
* um 1700 Nikolaus Koppert, * 19. März 1679.&lt;br /&gt;
* 1730–1766 Peter Ganz, * 6. November 1687; † 20. April 1766.&lt;br /&gt;
* 1766–1779 Joseph Bertsch, * 24. Januar 1717; † 10. September 1806.&lt;br /&gt;
* 1779–1782 Johann Adam Volz, * 19. Januar 1736; † 25. April 1820.&lt;br /&gt;
* 1783–1807 Lorenz Schmitt, * 11. August 1735; † 25. Dezember 1807.&lt;br /&gt;
* 1807–1818 Vogt Franz Xaver Schmitt, 14. April 1757; † 30. Mai 1822.&lt;br /&gt;
* 1818–1832 Vogt Bernhard Heck, * 11. September 1774; † 16. Januar 1858, ab Mai 1832 Bürgermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* August 1832 bis 1844 Joseph Schmitt, * 17. Juni 1786; † 10. Juni 1872.&lt;br /&gt;
* 1844 bis 1852 Michael Beckert, * 23. Juni 1799; † 30. Mai 1867.&lt;br /&gt;
* 1849 Thomas Hettel, * 14. Mai 1801; † 21. Dezember 1864.&lt;br /&gt;
* 1852 Gemeinderechner Hettel&lt;br /&gt;
* Februar 1853 bis 22. Juli 1862 Peter Bertsch, * 15. März 1817; † 22. Juli 1862.&lt;br /&gt;
* 1862 bis 1865 Josef Hettel, * 2. Oktober 1808; † 30. April 1877.&lt;br /&gt;
* 1865 bis 1870 Peter Heck (?)&lt;br /&gt;
* 1870 bis 1883 Peter Schmitt, * 18. April 1828; † 24. Dezember 1889.&lt;br /&gt;
* 1883 bis 1888 und 3. Oktober 1903 bis 3. Oktober 1912 Ulrich Schmitt, * 6. Januar 1844; † 23. Mai 1938.&lt;br /&gt;
* 1889 bis 3. Oktober 1903 Jonas Volz, * 12. November 1846; † 8. Juni 1923.&lt;br /&gt;
* 3. Oktober 1912 bis 3. Oktober 1921 Pius Jung, * 30. November 1862; † 29. September 1924.&lt;br /&gt;
* 6. Oktober 1921 bis 18. März 1933 Lorenz Rittler, * 10. Juni 1883; † 12. Juli 1948.&lt;br /&gt;
* kommiss. März 1933 bis 1935 Joseph Mockert, * 7. Februar 1892; † 24. März 1965.&lt;br /&gt;
* 16. Oktober 1935 bis 1939 Robert Thum, * 17. Juni 1906; † 3. März 1993.&lt;br /&gt;
* kommiss. 1939 bis 1940 Justiz-Oberinspektor Wagner&lt;br /&gt;
* kommiss. 1940 bis 1941 Josef Schmitt, * 18. März 1890; † 26. September 1957.&lt;br /&gt;
* kommiss. 15. Januar 1942 bis 26. April 1945 Georg Veid, * 21. April 1899 Kehl-Kork; † 23. Juli 1963 Kehl-Kork&lt;br /&gt;
* April bis August 1945 und 1946 bis 13. Juli 1948 Alois Bertsch, * 19. Dezember 1887; † 13. Juli 1948.&lt;br /&gt;
* 1945 bis 1946 Ludwig Hammer, * 14. Mai 1898; † 8. März 1956.&lt;br /&gt;
* Dezember 1948 bis 28. August 1975 Wilhelm Heck, * 4. Februar 1910; † 28. August 1975.&lt;br /&gt;
* 12. Januar 1976 bis 1992 Rüdiger Schäfer, * 8. Juli 1950&lt;br /&gt;
* 1992 bis 2016 [[Ernst Kopp (Politiker)|Ernst Kopp]], * 14. Mai 1954&lt;br /&gt;
* seit 2016 Constantin Braun, * 20. März 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
In Bietigheim ist seit 1610 ein [[Wappen]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Wappen beruht auf einem Entwurf des [[Generallandesarchiv Karlsruhe|Generallandesarchivs in Karlsruhe]] von 1900 und wird seit Juni 1906 in der Gemeinde verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Wappen ist eine neue Zusammenstellung der Version von 1610 und besteht aus einem schwebenden roten Mühleisenkreuz auf Gold, belegt mit einem goldenen Herzschild, das einen roten Schrägbalken hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herzschild entspricht dem Wappen des [[Baden (Land)|Großherzogtums Baden]].{{Positionskarte+|Europa|width=350|float=right|caption=Partnergemeinden von Bietigheim|places={{Positionskarte~&lt;br /&gt;
           | Europa&lt;br /&gt;
           | label=[[Bailly (Yvelines)|Bailly]] + [[Noisy-le-Roi]]&lt;br /&gt;
           | position=left&lt;br /&gt;
           | lat=48/50/30.16&lt;br /&gt;
           | long=2/4/9.52&lt;br /&gt;
           | region=FR&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
           | Europa&lt;br /&gt;
           | label=[[Saltara]]&lt;br /&gt;
           | position=right&lt;br /&gt;
           | lat=43/45/10.9&lt;br /&gt;
           | long=12/53/45.3&lt;br /&gt;
           | region=IT&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
           | Europa&lt;br /&gt;
           | label=[[Kaposszekcső]]&lt;br /&gt;
           | position=right&lt;br /&gt;
           | lat=46/19/47.5&lt;br /&gt;
           | long=18/07/44.6&lt;br /&gt;
           | region=HU&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
           | Europa&lt;br /&gt;
           | label=[[Bietigheim-Bissingen]]&lt;br /&gt;
           | position=top&lt;br /&gt;
           | lat=48/56/49.5&lt;br /&gt;
           | long=09/07/42.3&lt;br /&gt;
           | region=DE&lt;br /&gt;
          }}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
           | Europa&lt;br /&gt;
           | label=Bietigheim&lt;br /&gt;
           | mark = Green pog.svg &amp;lt;!--grüner Punkt--&amp;gt;&lt;br /&gt;
           | position=none&lt;br /&gt;
           | lat=48/54/35.7&lt;br /&gt;
           | long=08/14/46.5&lt;br /&gt;
           | region=DE&lt;br /&gt;
          }}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bietigheim unterhält seit 2003 partnerschaftliche Beziehungen zum [[Italien|italienischen]] [[Saltara]] und zum [[Ungarn|ungarischen]] [[Kaposszekcső]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. März 2026 wurden weitere Partnerschaften mit den [[Frankreich|französischen]] Gemeinden [[Bailly (Yvelines)|Bailly]] und [[Noisy-le-Roi]] im [[Département Yvelines]] gegründet und urkundlich unterzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bietigheim.de/web/ga_2026-13-Eine-neue-Partnerschaft-zwischen-Bietigheim-Noisy-le-Roi-und.html |titel=Eine neue Partnerschaft zwischen Bietigheim, Noisy-le-Roi und Bailly wurde feierlich besiegelt - ein starkes Zeichen für Europa |abruf=2026-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren bestehen Partnerschaften über den Landkreis zu der Stadt [[Vantaa]] in [[Finnland]] und der Provinz [[Provinz Pesaro und Urbino|Pesaro und Urbino]] in [[Italien]], in der auch die Partnergemeinde Saltara liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Bietigheim ist überwiegend eine Wohngemeinde für [[Pendler]] in die Städte [[Karlsruhe]], [[Rastatt]] und das [[Murg (Nordschwarzwald)|Murgtal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vergangenen Zeiten war Bietigheim ein bäuerlich geprägtes [[Dorf]], das sich durch den Anbau von [[Kartoffel]]n, [[Getreide]] und die [[Viehzucht]] auszeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die zentrale Lage im Zentrum [[Europa]]s und die gute Verkehrsanbindung ist Bietigheim ein guter logistischer Standort für [[Spedition]]en geworden, die sich im [[Industriegebiet]] angesiedelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten Bietigheim.JPG|mini|Kindergarten St. Michael]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die [[Bundesstraße 3]] führt durch die Bietigheimer [[Gemarkung]], ebenso wie die [[Bundesstraße 36]] und die [[Bundesautobahn 5]]. Zusätzlich zur BAB5 liegen auch die [[PWC-Anlage]]n Schleifweg (Richtung Norden) und Silbergrund (Richtung Süden) auf der Gemarkung. Laut dem temporären Autobahnbetreiber Via Solutions Südwest GmbH &amp;amp; Co. KG ist eine Parkplatzerweiterung mittelfristig denkbar und in der Planfeststellungsphase.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://bnn.de/lokales/buehl/parkplatz-oberfeld-wird-erweitert |titel=Parkplatz Oberfeld wird erweitert |werk=Badische Neueste Nachrichten |hrsg= |datum=2017-11-30 |sprache=de-DE |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190308081715/https://bnn.de/lokales/buehl/parkplatz-oberfeld-wird-erweitert |archiv-datum=2019-03-08 |abruf=2017-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verlegung der [[Bundesstraße 36|B&amp;amp;nbsp;36]] im Oktober 2006 nach [[Osten]] wurde die Gemeinde erheblich vom [[Durchgangsverkehr]] entlastet, verlor dadurch aber auch an Bedeutung als [[zentraler Ort]] und Verkehrsknotenpunkt zwischen den Gemeinden [[Ötigheim]], [[Durmersheim]], [[Steinmauern]] und [[Muggensturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Bahnhof}}Der [[Haltepunkt]] &amp;#039;&amp;#039;Bietigheim (Baden)&amp;#039;&amp;#039; liegt an der [[Bahnstrecke Mannheim–Rastatt]]. Die [[Stadtbahn Karlsruhe|Stadtbahnlinien]] S7 und S8 der [[Albtal-Verkehrs-Gesellschaft|AVG]] halten in Bietigheim; es gilt der Tarif des [[Karlsruher Verkehrsverbund|KVV]]. Ferner befindet sich in Bietigheim eine der elf [[Rapsöl]]-Tankstellen [[Baden-Württemberg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Alltagsroute aus dem [[Radnetz Baden-Württemberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.radroutenplaner-bw.de/radroutenplaner?infrastrukturen=%5B%22radvis-infrastrukturen:radvisnetz-radnetz%22%5D&amp;amp;hintergrund=%22osm%22 Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist Bietigheim über Ötigheim mit [[Rastatt]] und über Durmersheim und [[Rheinstetten]] mit [[Karlsruhe]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bietigheim verläuft der [[MÖBS-Radrundweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bietigheim ist Mitglied der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen) in Baden-Württemberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agfk-bw.de/verein www.agfk-bw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ansässige Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Neben vielen kleineren Unternehmen des [[Mittelstand]]es ist vor allem [[Lidl]] mit einem [[Zentrallager]] ein großer Arbeitgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundschule Bietigheim.JPG|mini|Grundschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hat neben zweier kirchlich getragenen [[Kindergarten|Kindergärten]] St. Gabriel und St. Michael auch einen kommunalen Kindergarten, das Kinderhaus Schneidergarten und eine [[Grundschule]]. Die ehemalige [[Hauptschule|Haupt-]] und [[Werkrealschule]] wird in eine Grundschule umgewandelt. Weiterführende Schulen sind in der Nachbargemeinde [[Durmersheim]] und in [[Rastatt]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Bietigheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde erreichte im Wettbewerb „[[Unser Dorf hat Zukunft]]“ im Jahre 2003 den 1. Preis und im Jahre 2006 den 2. Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt an der „[[Badische Spargelstraße|Badischen Spargelstraße]]“ gelegen, kann man während der [[Gemüsespargel|Spargelsaison]] in der lokalen [[Gastronomie]] sowohl die gute [[badische Küche]] als auch kulinarische Köstlichkeiten rund um das Edelgemüse genießen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwald-aktuell.eu/orte/bietigheim/ |titel=Bietigheim |datum=2020-05-18 |sprache=de |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere touristische Sehenswürdigkeit ist der grenzüberschreitende &amp;#039;&amp;#039;[[PAMINA-Rheinpark]]&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Regio Pamina]]), ein Ökomuseum, das Wissenswertes über die Lebensräume des [[Oberrhein]]s vermittelt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwald-aktuell.eu/orte/bietigheim/ |titel=Bietigheim |datum=2020-05-18 |sprache=de |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein gut ausgeschildertes Radwegenetz führt durch die einzigartige Auenlandschaft hin zu den Stationen und Museen an beiden Seiten des [[Rhein]]s&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwald-aktuell.eu/orte/bietigheim/ |titel=Bietigheim |datum=2020-05-18 |sprache=de |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch der mit den Nachbargemeinden initiierte [[MÖBS-Radrundweg]] bietet viele Gelegenheiten in der freien Natur gezielt Sehenswürdigkeiten anzusteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner führt der im Januar 2001 durch die Durmersheimer Arbeitsgruppe [[Agenda 21]] installierte [[Planetenweg]] durch Bietigheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alte Kapelle ====&lt;br /&gt;
Das [[Wahrzeichen]] von Bietigheim ist die alte [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]], die im Jahre 1150 erbaut wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwald-aktuell.eu/orte/bietigheim/ |titel=Bietigheim |datum=2020-05-18 |sprache=de |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die [[Kirchengebäude|Kirche]] stellt die älteste erhaltene Kirche der [[Hardtwald (Karlsruhe)|Hardt]] dar und beinhaltet einen [[Taufbecken|Taufstein]] aus dem 13. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwald-aktuell.eu/orte/bietigheim/ |titel=Bietigheim |datum=2020-05-18 |sprache=de |abruf=2025-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Kirche hat 1748 nach Plänen von [[Johann Peter Ernst Rohrer]] ein [[barock]]es Aussehen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Alte Kapelle Bietigheim.jpg|Alte Kapelle&lt;br /&gt;
Datei:Alte Kapelle Bietigheim 3.JPG|Alte Kapelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilig-Kreuz-Kirche ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Heilig Kreuz (Bietigheim)}}&lt;br /&gt;
Das die Ortschaft überragende Bauwerk ist die in der Umgebung höchste katholische Kirche [[Heilig Kreuz (Bietigheim)|Heilig Kreuz]] von [[Heinrich Hübsch]], deren [[Kirchweihe]] 1863 stattfand.&lt;br /&gt;
In ihr befinden sich zwei Fenster des Künstlers [[Emil Wachter]]. Das erste Fenster befindet sich direkt über dem Hauptportal der neuen Kirche, das zweite Fenster ist in der Sakristei zu sehen. Ein drittes Fenster findet sich in der Leichenhalle, dieses war zuvor im Chor der neuen Kirche installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche Bietigheim II.JPG|Kirche Heilig Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Bietigheimer Kirche Heilig Kreuz.JPG|Kirche Heilig Kreuz Innenansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Jährlich findet im August das Bietigheimer Volksfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle zwei Jahre findet seit 1978 inmitten des Ortskerns, rund um die Kirche, das Dorffest am ersten Wochenende im September statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* Ulrich Schmitt, ehemaliger Bürgermeister&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kopp (Politiker)|Ernst Kopp]] (* 1954), ehemaliger Bürgermeister&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein-U-Schmitt-Bietigheim.jpg|mini|Grabstein Altbürgermeister Ulrich Schmitt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[August Klingler]] (1918–1944), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Willi Dürrschnabel]] (1945–2014), Fußballspieler beim [[Karlsruher SC]] und Bietigheimer Gemeinderat&lt;br /&gt;
* [[Roland Schenkel]] (* 1947), Physiker, Generaldirektor der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Union&lt;br /&gt;
* [[Erwin Bertsch]] (* 1956), Regionaldekan&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kath-region-ka.de/regionaldekan.htm |wayback=20140523225852 |text=kath-region-ka.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige mit dem Ort in Verbindung stehende Personen ===&lt;br /&gt;
* [[Joseph Augenstein]] (1800–1861), Rebstockwirt in Bietigheim und in die Wirren der [[Badische Revolution|badischen Revolution]] involviert&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bürger (Politiker)|Kurt Bürger]] (Karl Ganz) (1894–1951), Politiker, [[Ministerpräsident]] von [[Land Mecklenburg|Mecklenburg]], wuchs in Bietigheim auf&lt;br /&gt;
* [[Renate Hellwig]] (* 1940), Politikerin (CDU), unter anderem von 1980 bis 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages, wohnte in Bietigheim&lt;br /&gt;
* [[Roman Zitzelsberger]] (* 1966), Gewerkschafter, war Mitglied des Gemeinderats von Bietigheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Namen sagen viel über die Berufe und Bevölkerungswanderungen vergangener Zeiten. Aber auch die [[Genealogie]] beschäftigt sich mit dem Vorkommen einzelner Familiennamen und deren auf und ab in einzelnen Ortschaften. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die zehn häufigsten Nachnamen in Bietigheim sind: Bertsch, [[Dürrschnabel]], Ganz, Hartmann, Heck, Hettel, [[Jung (Familienname)|Jung]], [[Kühn (Familienname)|Kühn]], Matz, [[Schmitt (Familienname)|Schmitt]] und Volz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren Zeiten fanden sich noch folgende ausgestorbene oder ausgewanderte Familiennamen: Asprian, Dung, [[Hahn (Familienname)|Hahn]], Herbst, Koppert, Lausch, Natalis und Scheider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten am Ort erwähnten Familiennamen sind:&lt;br /&gt;
* 1533 [[Dürrschnabel]] (Thürschnabel), Heck, Wendel,&lt;br /&gt;
* 1561 [[Dürrschnabel]], Gutz, Scheffer, Hettel (Hedel)&lt;br /&gt;
* 1563 Götzmann&lt;br /&gt;
* 1565 Daub, Dürschnabel, Jung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine und Organisationen == &amp;lt;!-- WIKIPEDIA ist kein Vereinsregister! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Bietigheim sind ca. 40 Vereine und Organisationen eingetragen. Den Bürgern wird eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, sich in sportlicher, kultureller bzw. sozialer Art und Weise zu engagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Rummel: &amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Bietigheim. Aus der Geschichte eines Hardtdorfes.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Gemeinde Bietigheim. Dürrschnabel, Elchesheim-Illingen 1991, ISBN 3-87989-215-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Rastatt.&amp;#039;&amp;#039; Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-7995-1364-7.&lt;br /&gt;
* David Depenau: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnecknamen in Stadt und Landkreis Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden. Von Gälfießler, Käschdeigel un Schdaffelschnatzer.&amp;#039;&amp;#039; verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2003, ISBN 3-89735-247-8.&lt;br /&gt;
* Karl Rittler: &amp;#039;&amp;#039;Bietigheimer Wörterbuch. Die Mundart an der fränkisch-alemannischen Sprachgrenze.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Baden-Baden 1991, ISBN 3-87989-205-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bietigheim (Baden)|Bietigheim}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bietigheim.de/web/index.html Gemeinde Bietigheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Rastatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4006553-4|LCCN=n/94/37459|VIAF=147902508}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Rastatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bietigheim| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 991]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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