<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bieselbacher_Altar</id>
	<title>Bieselbacher Altar - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bieselbacher_Altar"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bieselbacher_Altar&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T13:15:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bieselbacher_Altar&amp;diff=2288769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Manha28: Link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bieselbacher_Altar&amp;diff=2288769&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-12T15:23:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bieselbach Altar 855.jpg|mini|Bieselbacher Altar in der Kapelle Franz–Xaver in Bieselbach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bieselbach Altar Wappen 476.JPG|mini|Wappen der Familie Rehlingen]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bieselbacher Altar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gotik|spätgotischer]] [[Flügelaltar]] der [[Ulmer Schule (Spätgotik)|Ulmer Schule]] mit der Darstellung der [[Heilige Sippe|Heiligen Sippe]]. Er wurde vermutlich 1510 von dem Bildhauer [[Daniel Mauch (Bildschnitzer)|Daniel Mauch]] (um 1477–1540) aus [[Lindenholz]] geschnitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altar befindet sich in der katholischen [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] [[St. Franz Xaver (Bieselbach)|Franz-Xaver]] in [[Bieselbach]], einem Ortsteil von [[Horgau]], im [[Landkreis Augsburg]] im [[Bayern|bayerischen]] Regierungsbezirk [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Herkunft und Auftraggeber des Altars sind nicht eindeutig zu bestimmen. Vermutlich stammt der Altar aus dem 1813 abgebrochenen Schloss der Patrizierfamilie [[Rehlinger (Patrizier)|Rehlinger]]. Johann Rehlinger (1483–1552) und seine Gemahlin Anna Dietenheimer, deren Tochter [[Anna Fugger|Anna]] 1527 [[Anton Fugger]] heiratete, könnten den Altar in Auftrag gegeben haben. Darauf weist auch das [[Allianzwappen]] im Scheitel des [[Schrein]]s hin. 1911/12 wurde eine geschnitzte Signatur am Sockel der [[Isai|Jessefigur]] entdeckt: „maich bildhaer zv vlm 150X“. Die Jahreszahl ist nicht genau zu entziffern, es wird 1510 als Entstehungsjahr angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1747 wurde in Bieselbach an der Stelle eines hölzernen [[Kruzifix]]es eine dem heiligen [[Franz Xaver]] (1506–1552) geweihte Kapelle errichtet, in die der Bieselbacher Altar im Jahr 1756 überführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.horgau.de/horgau/kultur/geschte/bislb/bislb.htm|wayback=20130216044119|text=Bieselbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restaurierung und heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
1954/55 wurde die Übermalung entfernt und die ursprüngliche, holzsichtige Oberfläche der Skulpturen vor blaugrauem Hintergrund freigelegt, ebenso die originalen Farbtönungen von Lippen, Wangen und Augen. Die Außenseiten der Seitenflügel, die ursprünglich wohl unbemalt waren, sind seit 1835 mit der Darstellung der [[Verkündigung des Herrn|Verkündigung]] bemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altar besteht aus einem Mittelschrein, einem beweglichen Flügelpaar und einer [[Predella]]. Die [[Kreuzigungsgruppe]] des Altaraufsatzes wurde 1853 angebracht. Sie wird dem Umkreis von Daniel Mauch zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bieselbach Altar 170.JPG|mini|hochkant|Triptychon mit Kreuzigungsgruppe]]&lt;br /&gt;
Darstellungen der [[Heilige Sippe|Heiligen Sippe]] waren ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein beliebtes Thema. Es wurde in der Werkstatt von Daniel Mauch häufig für Flügelaltäre aufgegriffen. Die Vorstellung von der Heiligen Sippe beruht auf der [[Legenda aurea]], einer mittelalterlichen Sammlung von Heiligenlegenden und der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Trinubiumslehre&amp;#039;&amp;#039;. Danach war die heilige [[Anna (Heilige)|Anna]] dreimal verheiratet und hatte neben [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], der Mutter Jesu, noch zwei weitere Töchter, die alle den Namen Maria trugen. Aus den Ehen dieser beiden Marien gingen nach der Legende die späteren [[Apostel]] [[Jakobus der Jüngere]], [[Barnabas (Apostel)|Barnabas]], [[Simon Zelotes]] und [[Judas Thaddäus]] sowie die Apostel [[Jakobus der Ältere]] und [[Johannes (Apostel)|Johannes]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dargestellt werden Personen in reicher bürgerlicher Tracht mit Kopfbedeckungen und Frisuren aus der Zeit um 1500. Die Hündchen, mit denen die Kinder spielen, werden als Zeichen ehelicher Treue interpretiert. Die Löwen symbolisieren männliche Stärke. Die geöffnete Walnuss, die Johannes in der Hand hält, gilt als Symbol der [[Passion Jesu|Passion]] Christi. Die hölzerne Schale weist auf das Kreuz hin und der innere Kern auf die göttliche Natur Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dekor aus Füllhörnern, [[Putto|Putti]], Fruchtkörben und [[Girlande]]n verweist bereits auf die [[Renaissance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schrein ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bieselbach Altar 12.JPG|mini|hochkant|Mittelteil]]&lt;br /&gt;
Auf dem Mittelteil, dem [[Schrein]], wird die Figurengruppe [[Anna selbdritt]] dargestellt. Die heilige Anna und Maria, hinter der der greise [[Josef von Nazaret|Joseph]] steht, sitzen auf einem Thron. Auf dem Schoß Marias sitzt das [[Jesuskind]], das nach einer Kugel oder Frucht greift, die ihm die heilige Anna reicht. Hinter Anna stehen ihre drei Ehemänner, [[Joachim (Heiliger)|Joachim]], Cleophas und Salomas. Umrahmt wird die Szene von [[Prophetie|Propheten]] und Königen des [[Altes Testament|Alten Testamentes]], die aus kunstvoll gestalteten Blüten hervorwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linker Flügel ===&lt;br /&gt;
Auf dem linken Flügel wird [[Maria Kleophae|Maria Cleophas]] dargestellt, Annas Tochter aus der Ehe mit ihrem zweiten Gemahl Cleophas. Hinter Maria Cleophas steht ihr Ehemann [[Alphäus]] und im Vordergrund ihre vier Kinder, die späteren Apostel [[Jakobus der Jüngere]], [[Barnabas (Apostel)|Barnabas]], [[Simon Zelotes]] und [[Judas Thaddäus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechter Flügel ===&lt;br /&gt;
Auf dem rechten Flügel werden [[Salome (Jüngerin)|Maria Salomas]] dargestellt, Annas Tochter aus ihrer dritten Ehe mit Salomas, deren Ehemann [[Zebedäus]] und ihre beiden Kinder. Zebedäus hält den späteren Apostel Johannes in den Armen, zu Füßen von Maria Salomas steht der spätere Apostel [[Jakobus der Ältere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Predella ===&lt;br /&gt;
Die Figur der [[Predella]] stellte ursprünglich die [[Wurzel Jesse]] dar. Aus der Brust von Jesse wuchs ein Spross mit den Vorfahren Jesu, der sich bis zum Wappen in der Hohlkehle des Schreines fortsetzte. Als man den Altar in die neu errichtete Franz-Xaver-Kapelle überführte, wurde die Figur zu [[Franz Xaver]], dem [[Jesuiten]]missionar und Patron der Kapelle, umgearbeitet und mit neuen [[Ikonografisches Heiligenattribut|Attributen]] versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;3&amp;quot; widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;170&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bieselbach Altar 857.jpg|Linker Flügel&lt;br /&gt;
Bieselbach Altar 864.jpg|Predella&lt;br /&gt;
Bieselbach Altar 856.jpg|Rechter Flügel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Kunstdenkmäler Bayern III: Schwaben&amp;#039;&amp;#039;. (neubearbeitet von Bruno Bushart und Georg Paula), Deutscher Kunstverlag, München 1989, ISBN 3-422-03008-5, S. 189–190.&lt;br /&gt;
* Norbert Lieb: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapelle zu Bieselbach&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kunstführer&amp;#039;&amp;#039; Nr. 772), Verlag Schnell und Steiner, München und Zürich 1963.&lt;br /&gt;
* Gertrud Roth-Bjadzhiev: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen der Pfarrei Horgau&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kunstführer&amp;#039;&amp;#039; Nr. 421), 2. Auflage, Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2004, ISBN 978-3-7954-5916-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Altar of the Holy Kinship (Bieselbach)|Bieselbacher Altar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48.393746|EW=10.654802|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bieselbacher Altar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Horgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Altar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk (Bildschnitzerei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altarretabel (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Sippe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenausstattung im Landkreis Augsburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Manha28</name></author>
	</entry>
</feed>