<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bierhaus_Siechen</id>
	<title>Bierhaus Siechen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bierhaus_Siechen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bierhaus_Siechen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T14:06:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bierhaus_Siechen&amp;diff=2231564&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boobarkee: gr.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bierhaus_Siechen&amp;diff=2231564&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-05T21:51:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin Bierhaus Siechen BusB.jpg|mini|Bierhaus Siechen in der Behrenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bierhaus Siechen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war von 1883 bis 1945 ein [[Bierpalast]] im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Mitte|Mitte]]; zuerst in der [[Behrenstraße]] 24 und dann auch von 1911 bis 1920 am [[Potsdamer Platz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Siechen&amp;#039;&amp;#039; hatte Vorgänger in Berlin seit 1845. Das erste Bierhaus in der Neumannsgasse 6 war bei seinen Stammgästen auch als „Die Ewige Lampe“ bekannt. Unter dem gleichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Die ewige Lampe&amp;#039;&amp;#039; gaben der promovierte Gastwirt [[Carl Siechen]] und Familie das erste der Berliner satirischen Revolutionsblätter&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Revolutions-Chronik: Darstellung der Berliner Bewegungen im Jahre 1848 nach politischen, socialen und literarischen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. 1852, S.&amp;amp;nbsp;397&amp;amp;nbsp;ff.; {{archive.org |bub_gb_SOIrAQAAIAAJ |Blatt=n410}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ab dem 26. April 1848 heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zdb-katalog.de/title.xhtml?idn=013121480 Nachweis] in der [[Zeitschriftendatenbank]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Die ewige Lampe Nr1 1848.pdf|&amp;#039;&amp;#039;Die ewige Lampe&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1. Mai 1848]] (PDF-Ansicht) [[Wikimedia Commons]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeitung erschien ab Januar 1849 wegen ihres Verbots durch General [[Friedrich von Wrangel]] unter dem abgewandelten Titel &amp;#039;&amp;#039;Die ewige Leuchte&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgeber dann [[Arthur Müller (Schriftsteller)|Arthur Müller]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb bis 1850 am Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://collections.europeanalocal.de/muradora/objectView!getDataStreamContent.action?pid=eld:lab_zlb-1848-842651&amp;amp;dsid=DS1&amp;amp;mimeType=application/pdf |text=Die ewige Leuchte Nr. 1 vom 1. Januar 1849 |wayback=20140408120138}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das Platzangebot für die Gäste bald nicht mehr reichte, zog das Siechen in die Alte Post in der Königstraße, heute: [[Rathausstraße (Berlin)|Rathausstraße]], Ecke [[Burgstraße (Berlin)|Burgstraße]] 7 an der [[Rathausbrücke (Berlin)|Kurfürstenbrücke]]. Carl Siechen starb 1869 und wurde auf dem [[St.-Marien- und St.-Nikolai-Friedhof&amp;amp;nbsp;I]] beerdigt. Sein Sohn [[Franz Siechen]] übernahm das Bierhaus, das inzwischen in die Jägerstraße 63 umgezogen war. Es trug nun den Namen der Familie und als [[Berolinismus]] den [[Spitznamen]] „Siechen-Haus“ (in Anlehnung an ein [[Siechtum|Siechenhaus]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Richtige Berliner in Wörtern und Redensarten.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Hermann, Berlin 1904, S.&amp;amp;nbsp;167. Digitalisiert von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, [https://digital.zlb.de/viewer/image/14707251/185/ digital.zlb.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 2. April 1875 wurde bei Siechen erstmals in der [[Reichshauptstadt]] das Exportbier der [[Nürnberg]]er [[Tucher Bräu|Reif-Brauerei]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bierhaus Siechen in der Behrenstraße ==&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1883 eröffnete das neue von dem Architekten [[Armin Wegner (Architekt)|Armin Wegner]] konzipierte [[Historismus|historistische]] Haus &amp;#039;&amp;#039;Siechen&amp;#039;&amp;#039; in der Behrenstraße 24 unweit der Friedrichstraße. Das Standardwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin und seine Bauten]]&amp;#039;&amp;#039; lobte den Neubau 1896 als „eine für ihre Zeit vortreffliche Leistung“&amp;lt;ref&amp;gt;Architektenverein zu Berlin und Vereinigung Berliner Architekten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Bauten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band. Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 1896, S.&amp;amp;nbsp;3/4. Digitalisiert von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, [https://digital.zlb.de/viewer/image/16337878/640/ digital.zlb.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist speziell auf die innovativen, für die Kneipenräume wichtigen Entlüftungseinrichtungen. Die Abluft wurde ohne störenden Zug durch Öffnungen in der Decken[[voute]] abgesaugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in der Behrenstraße in Berlin-Mitte und der gute Ruf machten es im Laufe der Zeit zum Ort von weit über 100 [[Stammtisch]]en für [[Diplomat]]en, [[Künstler]], [[Offizier]]e, [[Universalgelehrter|Gelehrte]], [[Korporierter|Korporierte]], [[Politiker]] und [[Beamter (Deutschland)|Beamte]]. [[Theodor Fontane]] erwähnt das &amp;#039;&amp;#039;Siechen&amp;#039;&amp;#039; im 35. Kapitel des 1896 erschienenen Buchs [[Effi Briest]]: „Drei Seidel beruhigen jedesmal.“ Der Dichter [[Joachim Ringelnatz|Ringelnatz]] lässt in seinem 1924 entstanden Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Noctambulatio&amp;#039;&amp;#039; den Charakter des &amp;#039;&amp;#039;Siechen&amp;#039;&amp;#039; als Treffpunkt des gehobenen Bürgertums deutlich werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Ringelnatz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Noctambulatio|Noctambulatio]]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus in der Behrenstraße bestand bis in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und wurde erst am 2. Mai 1945 zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bierhaus Siechen am Potsdamer Platz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Tiergarten, Potsdamer Platz, Bierhaus Siechen, 1911.jpg|mini|Bierpalast Siechen am Potsdamer Platz 1911]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie ließ in den Jahren 1909/1910 als weiteres Haus den von dem Architekten [[Johann Emil Schaudt]] entworfenen Bierpalast auf dem Grundstück Potsdamer Platz 3 errichten, der ebenfalls unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Bierhaus Siechen&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1910 eröffnet wurde. Die Gasträume befanden sich im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luise-Siechen&amp;quot;&amp;gt;{{LuiseLexBez |Titel=Siechen am Potsdamer Platz |Bezirk=Mitte |ID=bierhaus_siechen |Band= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Der Kunstverlag Max O’Brien &amp;amp; Co. Berlin brachte im Jahr 1910 eine Ansichtskarte heraus, die das fertiggestellte und offensichtlich bereits im Betrieb befindliche Bierhaus Siechen am „Potsdamerplatz“ zeigt. Der Poststempel der Ansichtskarte ist vom 1. August 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem großen Gebäude war das &amp;#039;&amp;#039;Bierhaus Siechen&amp;#039;&amp;#039; letztmals im &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Adressbuch]]&amp;#039;&amp;#039; 1920 verzeichnet. Ab dem &amp;#039;&amp;#039;Berliner Adressbuch 1921&amp;#039;&amp;#039; ist die Gastwirtschaft nur noch im Stammhaus Behrenstraße 23/24 eingetragen. Gleichzeitig ging das Eigentum an diesem Haus vom Siechen,&amp;amp;nbsp;M. und Franz,&amp;amp;nbsp;C. auf die Potsdamer Platz Aktiengesellschaft über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1921|4910|Gastwirte|Teil=Teil 4|Seite=181|Kommentar=Gastwirtschaft Siechen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war anschließend von 1921 bis 1925 an andere Gewerbetreibende und Verbände vermietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pschorr-Haus am Potsdamer Platz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Potsdamer Platz Pschorr-Haus 000609.jpg|mini|hochkant|Pschorrhaus mit seiner Lichtreklame, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006160 004 Begegnungen von Weltfestpielteilnehmern am Potsd.jpg|mini|Ruine des Pschorrhauses, 1951]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 &amp;lt;!-- im Laufe des Jahres 1925, nach Redaktionsschluss für das Adressbuch 1925 --&amp;gt;bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der große von Siechen erbaute Bierpalast am Potsdamer Platz 3 wieder als Schankwirtschaft von den Inhabern Abler, Meifalz und Feitsch unter der Biermarke [[Hacker-Pschorr|Pschorr]] betrieben und ist daher eher als &amp;#039;&amp;#039;Pschorr-Haus am Potsdamer Platz&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1926|5687|Potsdamer Platz 3|Teil=Teil 4|Seite=775}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lichtreklamen am Pschorr-Haus prägten das Bild des Potsdamer Platzes der 1920er und 1930er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Pschorr-Haus am Potsdamer Platz&amp;#039;&amp;#039; wurde 1943 bei den [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriffen auf Berlin]] schwer beschädigt und befand sich nach Kriegsende im [[Viermächte-Status|Britischen Sektor]], weil das Grundstück zum [[Bezirk Tiergarten]] gehörte. Während der [[Weltfestspiele der Jugend und Studenten#1951 Ost-Berlin|Weltjugendspiele]] im August 1951 befand sich an der Frontseite des Gebäudes ein großes Plakat, das für den [[DEFA]]-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Zugverkehr unregelmäßig]]&amp;#039;&amp;#039; warb, in dem ein [[Kalter Krieg|Ost-West-Konflikt]] in der geteilten Stadt thematisiert wurde. Die Ruine des Bierhauses wurde 1952 abgerissen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luise-Siechen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fedor von Zobeltitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Gesellschaft unter dem letzten Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1902–1914.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Alster-Verlag, Hamburg 1922, S.&amp;amp;nbsp;221&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* H. Hilbert, [[Franz Willuhn|Fr. Willuhn]], H. Lippold: &amp;#039;&amp;#039;Die Masurenabende in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Corpszeitung der Altmärker-Masuren.&amp;#039;&amp;#039; 51. Kiel 1972, S.&amp;amp;nbsp;1085&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bierhaus Siechen}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pschorr-Haus (Potsdamer Platz)}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die ewige Lampe No 1.}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=5JJEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=Siechen%2BBerlin&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Rq5KTqr9CYz3sgbmqJ39Bg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Siechen%2BBerlin&amp;amp;f=false Schilderung der Anfangsjahre des Bierhauses in &amp;#039;&amp;#039;Der Sammler&amp;#039;&amp;#039;, 1865]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.515411|EW=13.387431|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bierhaus Siechen #Berlin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bierpalast]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastronomiebetrieb (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behrenstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bier (Berlin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boobarkee</name></author>
	</entry>
</feed>