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	<title>Bienitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:13:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-09-03T08:27:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Hügel Bienitz in Leipzig, für die gleichnamige ehemalige Gemeinde siehe [[Bienitz (Gemeinde)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienitz Panorama.jpg|miniatur|hochkant=2.4|Der Bienitz von Süden]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bienitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein flacher bewaldeter Hügel im Nordwesten [[Leipzig]]s.&lt;br /&gt;
[[Datei:Feldensche Karte 1828 Section C VI.jpg|mini|Der Bienitz und umliegende Dörfer, 1828]]&lt;br /&gt;
== Lage und Gestalt ==&lt;br /&gt;
Der Bienitz liegt etwa 8,6 km Luftlinie in westlicher Richtung vom Zentrum Leipzigs entfernt an der westlichen Stadtgrenze. Er gehört zum Leipziger Stadtteil [[Burghausen (Leipzig)|Burghausen]]. Im Süden führt die [[Bundesstraße 181]] vorbei. Im Westen wird der Bienitz begrenzt durch den [[Zschampert]]-Bach und im Norden durch den [[Elster-Saale-Kanal]], über den der Bienitz an seiner Nordostseite noch hinausreicht. Im Osten liegt Burghausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bienitz erhebt sich 20 bis 30 Meter über das Umland. Westlich fällt er steil zur Zschampertaue ab, die übrigen Seiten sind flacher. Der Bienitz gehört zur [[Dehlitz-Rückmarsdorfer Endmoräne]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Eißmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bienitz und die Dehlitz-Rückmarsdorfer Endmoräne&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Exkursion durch den Bienitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; die vor etwa 130.000 bis 140.000 Jahren während der [[Saale-Komplex|Saale-Eiszeit]] entstand. Davon zeugen auch die zahlreichen [[Findling]]e aus Gesteinsmaterial skandinavischer Länder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienitz Hügelgrab-Markierung.jpg|mini|Die Markierung eines Hügelgrabes]]&lt;br /&gt;
Der Bienitz und sein Umland sind seit 5000 Jahren besiedelt. Davon zeugen Funde von [[Grabbeigabe]]n in [[Hügelgrab|Hügelgräbern]] aus der Zeit der [[Bandkeramische Kultur|Band- und Schnurkeramiker]]. Die Lage dieser Hügelgräber ist auf dem Bienitz seit dem 20. Jahrhundert durch beschriftete Findlinge markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 800 legten [[Sorben]] eine Wallanlage an, ab dem 11. Jahrhundert wurde die sorbische Bevölkerung im Zuge der deutschen [[Deutsche Ostsiedlung|Ostexpansion]] und der folgenden bäuerlichen Landnahme in einem langen Prozess von den deutschen Siedlern [[Assimilation (Soziologie)|assimiliert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sorbische Wallanlage wurde noch in späteren Kriegen genutzt, so 1645 im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] von den Schweden und im [[Nordischer Krieg|Nordischen Krieg]] 1706/07 ebenfalls durch die Schweden zur Überwachung der Straße nach Leipzig. Deshalb heißt der nur noch flache Wall &amp;#039;&amp;#039;Schwedenschanze&amp;#039;&amp;#039; und ist aber inzwischen in die landwirtschaftliche Nutzung einbezogen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bienitz 1907.jpg|Der Bienitz 1907 mit Schießplatz&lt;br /&gt;
Datei:Schiessplatz Bienitz.jpg|Der Königlich-Sächsische Schießplatz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1891 kaufte der König von Sachsen einen Teil des Bienitz und ließ [[Schießstand|Schießstände]] mit fünf Meter hohen Wällen in einer Länge bis zu rund 300 Metern anlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.burghausen-bienitz.de/index.php/bienitz/militaergeschichte Militärgeschichte des Bienitz] auf der Burghausen-Website&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach und nach wurde mehr als ein Drittel des Bienitz zum Militärgelände, das im Laufe des 20. Jahrhunderts noch mehrere Male um- und ausgebaut wurde. Von 1935 bis 1939 wurden die Schießstände von der [[Wehrmacht]] nochmals ausgebaut und einige auf 600 Meter verlängert. Hier wurden auch von den Leipziger [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgerichten]] wegen [[Wehrkraftzersetzung]], [[Fahnenflucht]] oder [[Selbstverstümmelung]] zum Tode verurteilte Wehrmachtsangehörige erschossen. Ein Gedenkstein erinnert heute daran. Der militärische Teil des Bienitz wurde bis 1990 auch vom [[Militärbezirk III|Nachrichtenregiment 3 der Nationalen Volksarmee]] und später vom Fernmeldebataillon 701 der [[Bundeswehr]] genutzt. Zwei Bauten der alten Schießstände sind saniert und werden heute durch Burghausener Vereine zivil genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Militärgeländes wurde 1903 eine Gaststätte mit Garten, das Kurhaus Bienitz, errichtet. 1945 wurde nach Enteignung des Grundstücks der Gaststättenbetrieb des beliebten Ausflugslokals eingestellt und erst 2007 nach gründlicher Sanierung, nun auch mit Beherbergungsmöglichkeit, wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am relativ steilen Westhang des Bienitz errichtete 1911 die [[Leipziger Westend-Baugesellschaft]] eine gegen Eintrittsgeld zu benutzende etwa 250 Meter lange Rodelbahn und an ihrem oberen Ende eine Gaststätte. 1960 wurde die Rodelbahngaststätte geschlossen. Das bis 1992 noch anderweitig genutzte Gebäude brannte 2000 als Ruine aus und wurde abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heimatverein Burghausen: &amp;#039;&amp;#039;Alte und neue Rodelbahn&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Exkursion durch den Bienitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unvollendet gebliebene Elster-Saale-Kanal im Norden des Bienitz wurde von 1933 bis 1942 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;170&amp;quot; caption=&amp;quot;Ansichten der historischen Rodelbahn am Bienitz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rodelbahn Bienitz vor 1912.jpg|Alte Rodelbahn, vor 1911&lt;br /&gt;
Datei:Rodelbahn Bienitz 1912.jpg|Rodelbahn, 1912&lt;br /&gt;
Datei:Bienitz Rodelbahn.jpg|Rodelbahn, um 1925&lt;br /&gt;
Datei:Rodelbahn am Bienitz mit Gasthof.jpg|Gesamtansicht mit Rodelbahn und Kaffeehaus, um 1929&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Potentilla alba close-up.jpg|mini|Weißes Fingerkraut]]&lt;br /&gt;
Im Wald des Bienitz sind [[Traubeneiche|Trauben-]] und [[Stieleiche]]n, [[Winterlinde]]n, [[Hainbuche]]n und [[Hängebirke]]n vertreten. In der [[Strauchschicht]] gedeihen [[Weißdorn]], [[Mispel]], [[Schlehe]] und [[Schwarzer Holunder]]. Am Westhang des Bienitz, wo die [[Merseburg]]er Mönche im Mittelalter sogar einmal Weinbau versuchten, finden sich einige lokal oder für ganz Sachsen seltene Pflanzenarten, zum Beispiel die [[Türkenbundlilie]], die [[Färberscharte]], das [[Berg-Johanniskraut|Berghartheu]] und der [[Schwalbenwurz|Weiße Schwalbenwurz]]. Hier hat auch das [[Weißes Fingerkraut|Weiße Fingerkraut]] einen von nur zwei sächsischen Standorten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Gutte]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzen des Bienitz&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Exkursion durch den Bienitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Westhang des Bienitz steht als Flächen[[naturdenkmal]] unter [[Naturschutz]], außerdem ist das [[Liste der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete in Sachsen|FFH-Gebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Bienitz und Moormergelgebiet&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/natura2000/1539.aspx Website des Umweltministeriums]&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgewiesen. Der nördlich gelegene [[Leipziger Auwald]] ist ein Landschaftsschutzgebiet, das westlich von [[Gundorf]] nur durch ein ca. 200&amp;amp;nbsp;m breites Feld vom Bienitz getrennt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Tieren sind vor allem [[Reh]]e anzutreffen, sowie [[Rotfuchs|Füchse]], [[Kaninchen]], vereinzelt auch [[Feldhase|Hasen]], rot- und dunkelbraune [[Eurasisches Eichhörnchen|Eichhörnchen]], [[Dachs]]e und [[Marder]]. Zu hören oder zu sehen sind [[Fasan]], [[Rebhühner|Rebhuhn]], verschiedene [[Spechte]], [[Pirol]], [[Eichelhäher]] und [[Kuckuck]]. Auch [[Waldkauz]], [[Bussard]], [[Roter Milan]], [[Turmfalke|Turm-]] und [[Baumfalke]] und einige Arten von Singvögeln sind hier einheimisch. Am Kanal leben eine Reihe von Entenarten sowie [[Blesshuhn|Blesshühner]], ferner [[Kröten]], [[Froschlurche|Frösche]], [[Ringelnatter]]n, [[Blindschleiche]]n und [[Eidechse]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.burghausen-bienitz.de/index.php/bienitz/flora Burghausen-Website]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder vom heutigen Bienitz ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;130&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schomburgk-Stein.jpg|Findling, [[Schomburgk (Familie)|Heinrich Georg Schomburgk]] gewidmet&lt;br /&gt;
Bienitz Ehem. Schießbahn.jpg|Eine alte Schießbahn&lt;br /&gt;
Bienitz Alte_Wache.jpg|Alte Wache, jetzt Heimatverein&lt;br /&gt;
Bienitz Gedenkstein.jpg|Gedenkstein für die Hinrichtungsopfer&lt;br /&gt;
Kurhaus_Bienitz.jpg|Gaststätte und Pension&amp;lt;br /&amp;gt;„Kurhaus Bienitz“&lt;br /&gt;
Elster-Saale-Kanal Bienitz.JPG |Der Elster-Saale-Kanal am Bienitz (rechts hinten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;PRO&amp;#039;&amp;#039; LEIPZIG, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8. S. 49&lt;br /&gt;
* Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exkursion durch den Bienitz&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.burghausen-bienitz.de/index.php/bienitz Der Bienitz auf der Website von Burghausen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bienitz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.353478|EW=12.249069|type=mountain|region=DE-SN}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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