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	<title>Bielski-Partisanen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:11:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bielski-Partisanen&amp;diff=958624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: /* Entstehung */ Link: Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus</title>
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		<updated>2026-01-06T10:50:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; Link: Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Asael Bielski.jpg|mini|Asael Bielski]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bielski-Partisanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren eine Gruppe [[Juden|jüdischer]] Flüchtlinge, die unter Führung der Brüder [[Tuvia Bielski|Tuvia]], Zusja, Asael und Aharon Bielski während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als [[Partisan]]en im [[Kresy|östlichen Teil Polens]] (heute: [[Belarus]]) zu überleben versuchten und gegen die Besatzungsmacht und deren Helfer kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Familie Bielski waren Bauern und Besitzer einer [[Getreidemühle]] in dem Dorf [[Stankewitschi|Stankiewicze]], heute Vuhli ({{Coordinate|NS=53/38/05/N |EW=25/38/43/E |type=city |region=BY-HR |text=DMS |name=Vuhli }}) nordwestlich der Stadt [[Nawahradak|Nowogródek]]. Das Gebiet gehörte zur damaligen polnischen [[Woiwodschaft Nowogródek (1921–1939)|Woiwodschaft Nowogródek]] und fiel im September 1939 unter [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|sowjetische Besatzung]]. Nach dem deutschen [[Überfall auf die Sowjetunion]] am 22. Juni 1941 wurde in Nowogródek ein [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] eingerichtet, in das auch die Bielski-Familie eingesperrt wurde. Am 8. Dezember 1941 erschossen dort deutsche Soldaten, [[Weißrussische Hilfspolizei|weißrussische]] und [[Litauische Hilfspolizei|litauische Hilfspolizisten]] zwischen drei- und viertausend Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Gerlach (Historiker)|Christian Gerlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1999, S. 624.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den Opfern waren die Eltern Bielski und weitere Verwandte. Tuvia, Zusia, Asael und Aharon Bielski flohen in den nahegelegenen [[Nalibozkaja Puschtscha|Naliboki-Wald]], wo sie zusammen mit dreizehn Nachbarn aus dem Ghetto den Kern einer Partisanengruppe bildeten. Später stieß die Partisanin Sonia Boldo dazu, die beim Einmarsch der Deutschen von der Bielski-Brigade gerettet worden war. Sie wurde Mitglied der Partisanengruppe und heiratete später Zus Bielski.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jewishpartisancommunity.org/partisans/sonia-bielski-boldo/ |titel=Sonia Bielski (Boldo) |werk=Jewish Partisan Educational Foundation |sprache=en-US |abruf=2024-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partisanenlager im Wald ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aron Bielski.jpg|mini|Aharon Bielski]]&lt;br /&gt;
Der Gruppenführer war [[Tuvia Bielski]] (1906–1987), der zuvor in der [[Polnisches Heer vor dem Zweiten Weltkrieg|polnischen Armee]] gedient und der [[Zionismus|zionistischen]] Jugendbewegung angehört hatte. Er und seine Gruppe befreiten in den umliegenden Ghettos Juden, die auf diese Weise zu neuen Mitgliedern für die Gruppe im Naliboki-Wald wurden. Hunderte Männer, Frauen und Kinder fanden so den Weg ins Partisanenlager. Die Gruppe der Bielskis wuchs auf diese Weise bis 1944 auf eine Größe von insgesamt etwa 1.200 Menschen an, die dadurch vor dem Tod gerettet wurden. Im unzugänglichen, urwaldähnlichen [[Nalibozkaja Puschtscha|Naliboki-Waldgebiet]] wurde während dieser Zeit ein Gemeinwesen eingerichtet, das nahezu vollständig autark den täglichen Bedarf der Flüchtlinge bereitstellen konnte. Handwerker stellten die Dinge zum täglichen Gebrauch her und reparierten alle vorhandenen Geräte. Es gab eine [[Schule]] für 60 Kinder, eine [[Synagoge]], ein [[Krankenhaus]] und ein [[Gericht]]. Die Gemeinschaft diente zugleich als Zufluchtsort und als Basislager der größten jüdisch bestimmten Partisaneneinheit während des Zweiten Weltkrieges. Dieses geheime Walddorf wurde „Jerusalem im Wald“ oder „Bielsk-Schtetl“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Schtetl &amp;quot;Bielsk&amp;quot; (&amp;quot;Jerusalem im Wald&amp;quot;) |url=http://www.geschichteinchronologie.ch/judentum-aktenlage/hol/Tec_schtetl_bielsk.htm |wayback=20130511023936  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gunkel: [http://www.spiegel.de/einestages/zweiter-weltkrieg-drei-brueder-gegen-hitler-a-948267.html &amp;#039;&amp;#039;Drei Brüder gegen Hitler&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;. 22. April 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kampfhandlungen ==&lt;br /&gt;
Die Bielski-Partisanen bekämpften hauptsächlich [[Kollaborateur]]e, z.&amp;amp;nbsp;B. Weißrussen, die sich zur [[Weißruthenische Hilfspolizei|Weißruthenischen Hilfspolizei]] meldeten, oder Einheimische, die Juden verrieten oder ermordeten. Sie verübten auch Sabotageakte gegen die Besatzungstruppen, worauf diese im Rahmen der „[[Partisanenbekämpfung]]“ Tausende teils unbeteiligter Zivilisten ermordeten und so die Bevölkerung terrorisierten. Die Besatzungsverwaltung setzte eine Belohnung von 100.000 [[Reichsmark]] für die Hilfe zur Ergreifung von Tuvia Bielski aus. Im Juli und August 1943 gingen deutsche Einheiten auf Anordnung des SS- und Polizeiführers [[Curt von Gottberg]] unter dem Decknamen „[[Unternehmen Hermann]]“ gegen die Lager und Stützpunkte der Partisanengruppen in den Naliboki-Wäldern vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bogdan Musial]], Tatjana Wanjat: &amp;#039;&amp;#039;Sowjetische Partisanen in Weißrußland. Innenansichten aus dem Gebiet Baranowici 1941–1944. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. München 2004, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; (→[[Kampfgruppe von Gottberg]]) Die Gruppe um die Bielski-Brüder, Zivilisten wie Partisanen, flüchteten sich in entlegenere Gegenden des Waldes.[[Datei:1943 Belorussia Jewish resistance group.jpg|miniatur|Jüdische belarussische Partisanengruppe]]Die Bielski-Partisanen standen mit [[Sowjetische Partisanen|sowjetischen Partisanen]] im Naliboki-Wald unter General Platon (richtiger Name: Wassili Jehimowitsch Tschernyschew) in Verbindung und wurden lose zur sogenannten „Kalinin-Einheit“ gerechnet. Allerdings blieben die jüdischen Widerstandskämpfer eine unabhängige Einheit unter Tuvia Bielskis Kommando. Da sie sich nicht der [[Rote Armee|Roten Armee]] unterstellten, konnten sie weiterhin die vielen jüdischen Flüchtlinge schützen, die sich ihnen angeschlossen hatten. Im Sommer 1944 zerschlug die Rote Armee mit der [[Operation Bagration]] die [[Heeresgruppe Mitte]] und vertrieb die deutschen Besatzungstruppen. Nun konnten die Bielski-Partisanen – insgesamt 1.230 Männer, Frauen und Kinder – den Wald verlassen und sich nach [[Nawahradak|Nowogródek]] zurückbegeben. Das gesamte Gebiet wurde durch die [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik|Sowjetunion]] annektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asael Bielski diente anschließend in der sowjetischen Armee und fiel 1945 in der [[Schlacht um Ostpreußen]]. Nach dem Krieg kehrte [[Tuvia Bielski]] nach Polen zurück, emigrierte dann 1945 nach [[Palästina (Region)|Palästina]] und wanderte anschließend mit seinen Brüdern Zusya und Aharon in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Den Partisanen wird von einigen Historikern vorgeworfen, zusammen mit sowjetischen Partisanen an Ermordungen polnischer Bauern beteiligt gewesen zu sein und mit der sowjetischen Besatzungsmacht bei der Bekämpfung der Widerstandskämpfer der [[Polnische Heimatarmee|polnischen Heimatarmee]] zusammengearbeitet zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Piotr Głuchowski, Marcin Kowalski |url=http://wyborcza.pl/1,76842,6147557,Wojna_polsko_ruska_pod_bokiem_niemieckim.html |titel=Wojna polsko-ruska pod bokiem niemieckim |werk=Gazeta Wyborcza |datum=2009-01-13 |sprache=polnisch |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wird der Bielski-Armee vorgeworfen, am [[Verbrechen von Naliboki]] beteiligt gewesen zu sein, bei dem kommunistische Partisanen 128 polnische Zivilisten ermordeten und bei dem die örtliche Kirche sowie zahlreiche Wohnhäuser niedergebrannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wpolityce.pl/historia/742466-z-mordercow-polakow-zrobili-bohaterow |titel=Z morderców Polaków zrobili bohaterów |sprache=pl |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Instytut Pamięci Narodowej|Institut für Nationales Gedenken]] stellte jedoch klar, dass die Ermittlungen zum Verbrechen noch laufen und dass „die Annahme, dass die Partisanen der Bielski-Einheit an dem Angriff auf Naliboki beteiligt waren, nur eine der Versionen ist, die im Laufe der Ermittlungen untersucht wird und nach aktuellem Stand nicht eindeutig widerlegt werden kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Instytut Pamięci Narodowej |url=https://ipn.gov.pl/pl/dla-mediow/komunikaty/10278,Komunikat-dot-sledztwa-w-sprawie-zbrodni-popelnionych-przez-partyzantow-sowiecki.html |titel=Komunikat dot. śledztwa w sprawie zbrodni popełnionych przez partyzantów sowieckich w latach 1942–1944 na terenie byłego województwa nowogródzkiego |werk=ipn.gov.pl |hrsg=Instytut Pamięci Narodowej |datum=2008-06-19 |sprache=polnisch |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Duffy: &amp;#039;&amp;#039;Die Bielski-Brüder&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Scherz Verlag, 2005, ISBN 3-502-18160-8.&lt;br /&gt;
* Rainer Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen. Jüdischer Widerstand am Beispiel der Bielski-Partisanen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte lernen&amp;#039;&amp;#039;. 12, 69, 1999, S. 35–41.&lt;br /&gt;
* [[Nechama Tec]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich wollte retten. Die unglaubliche Geschichte der Bielski-Partisanen&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, 2002, ISBN 3-7466-8085-9.&lt;br /&gt;
* Nechama Tec: &amp;#039;&amp;#039;Bewaffneter Widerstand. Jüdische Partisanen im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Haland &amp;amp; Wirth im Psychosozial-Verlag, 2009, ISBN 978-3-8379-2052-9 (Original: Defiance, the Bielski Partisans, Oxford University Press, New York, 1993).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
* 2008 wurde die Geschichte der Partisanentruppe von [[Edward Zwick]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Defiance – Für meine Brüder, die niemals aufgaben]]&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Daniel Craig]] und [[Liev Schreiber]]) verfilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ruf.rice.edu/%7Esarmatia/406/262choda.html Sowjetische Partisanen in Weißrussland, Dokumentation von Marek Jan Chodakiewicz] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ghwk.de/2006-neu/bielski.jpg | wayback=20071004201320 | text=Foto der Partisanengruppe}}&lt;br /&gt;
* [http://www1.yadvashem.org/yv/en/exhibitions/museum_photos/family_camp.asp Befreite Juden im Naliboki-Wald]&lt;br /&gt;
* [http://www.ghwk.de/2006-neu/raum6.htm Dauerausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz]&lt;br /&gt;
* Christoph Gunkel: [https://www.spiegel.de/geschichte/zweiter-weltkrieg-drei-brueder-gegen-hitler-a-948267.html &amp;#039;&amp;#039;Drei Brüder gegen Hitler&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Spiegel Online]] vom 22. April 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irreguläre Truppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partisanenorganisation im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Widerstand 1939–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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