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	<title>Biegerhof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T14:23:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biegerhof&amp;diff=1527357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)</title>
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		<updated>2024-12-14T12:44:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BiegerhofplusAngerbach.JPG|mini|Zufahrt zum Biegerhof inkl. Angerbach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BiegerhofReitanlage.JPG|mini|Reitanlage des Biegerhofs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Biegerpark.JPG|mini|Blick in den Biegerpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biegerhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[mittelalter]]licher Hof im [[Duisburg]]er [[Ortsteil|Stadtteil]] [[Huckingen]] an der Grenze zu [[Buchholz (Duisburg)|Buchholz]] und [[Wanheim-Angerhausen]] an dem alten [[Angerbach (Rhein)|Angerbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Namens ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich ab von einem großen Bogen (&amp;#039;&amp;#039;der Biege&amp;#039;&amp;#039;) des Angerbachs, in dem der Biegerhof liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1956 wurde ein umfangreiches Hofarchiv entdeckt, das der Duisburger Stadtarchivar Günter von Roden sichtete und ordnete. Archäologische Untersuchungen wurden zwar an den Fundamenten des Bauernhofs durchgeführt, nicht jedoch an dem nahe gelegenen großen, künstlich errichteten Erdhügel. Der Hügel, auf dessen Spitze Mauerreste gefunden wurden und der möglicherweise den ältesten Teil des Biegerhofs bildet, befindet sich in einer Niederung des [[Angerbach (Rhein)|Angerbachs]]. Es wird vermutet, dass es sich bei der gesamten Anlage um eine mittelalterliche [[Wasserburg]] vom Typus einer [[Motte (Burg)|Motte]] (Turmhügelburg) handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [[Liste deutscher Turmhügelburgen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Biegerhof wäre danach der Wirtschaftshof für den Herrensitz auf dem Erdhügel gewesen, der laut mündlichen Überlieferungen bei Hochwasser auch als &amp;#039;&amp;#039;Rettungsinsel&amp;#039;&amp;#039; genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Biegerhof wird urkundlich erstmals am 16. April 1374 als Lehnshof der Grafen [[Herzogtum Berg|von Berg]] erwähnt. Die Geschichte des Hofs reicht aber vermutlich bis in die [[Fränkisches Reich|fränkische]] Zeit (5.–8. Jahrhundert) zurück. 1104 bezieht sich der Abt von [[Kloster Werden|(Essen-)Werden]], Rutloff (Rudolf I.) von der Mark, auf den Hof als &amp;#039;&amp;#039;te Biege&amp;#039;&amp;#039;. Zum Hof gehörte auch eine Mühle, wahrscheinlich am benachbarten Spick gelegen. Sie war durch herzögliche Privilegien von 1404 und 1450 dem Mahlzwang nicht unterworfen. Von der Mühle fehlt heute jede Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. April 1508 veranlasste Johann [[Herzogtum Limburg|von Limburg]], der letzte Herr von [[Schloss Broich|Broich]] aus dem Hause Limburg, seinen Lehnsherrn Herzog von Berg, Johanns Schwiegersohn [[Wirich V. von Daun-Falkenstein|Wirich von Daun]], Grafen zu Falkenstein und Herrn zu Oberstein, als Gatten seiner Adoptivtochter Irmgard [[Grafschaft Sayn|von Sayn]] und zukünftigen Herrn von Limburg und Broich mit dem Biegerhof zu belehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) erließen Wilhelm von [[Haus Nassau|Nassau]], General der [[Generalstaaten]], und [[Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein]] Schutzbriefe, so dass der Hof von Kriegslasten verschont blieb, obwohl im Umfeld offensichtlich einige Verwüstungen stattfanden. 1645 etwa musste sich Wilhelm Wirich mit nur 18 anstatt 24 Heister Holz aus der Huckinger Mark zufriedengeben, da die Gemarke von Soldaten aus [[Haus Angerort]] verdorben worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Jahre später, 1648, übertrug Wilhelm Wirich den Biegerhof gegen ein Darlehen von 2000 Reichstalern für 10 Jahre an die Eheleute Hans Wendell Beckh und Sibilla.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW R Düsseldorf, Jesuiten, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_1b96c4bc-19c2-45aa-950c-3fd789544978 U 69], besucht am 22. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 1. Viertel des Jahres 1658 wurde der Biegerhof dann durch Hochwasser und [[Eisgang]] stark beschädigt. Auch das Vieh kam um.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 305.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar war der Hof im Gegensatz zu vielen anderen Höfen jener Zeit als bergisches Lehen von kirchlichen Einrichtungen unabhängig, doch wurde das Lehen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vom Pfalzgraf Philipp zu Jülich-Berg und Pfalzgrafen von Neuberg wegen übermäßiger Verschuldung des Hofes eingezogen und der Hof 1678 an die [[Jesuiten]] in [[Düsseldorf]] verpfändet, weshalb der Hof auch einige Zeit &amp;#039;&amp;#039;Jesuitenhof zu Huckingen&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1734 hatten die Pächter des Jesuitenhofs um eine Holzlieferung gebeten. [[Karl III. Philipp (Pfalz)|Herzog Karl Philipp]] erkundigte sich nach dem Stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 393.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1737 baten der Mündelheimer Pfarrer Borrigs und einige Huckinger um Erlaubnis, einen Ziegelofen auf dem Bieger-Feld errichten zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lehnsmann|Aufsitzer]] des Biegerhofs nannten sich &amp;#039;&amp;#039;ingen Biege&amp;#039;&amp;#039; oder einfach &amp;#039;&amp;#039;Bieger&amp;#039;&amp;#039;, woraus dann schließlich der Familienname der Pächter und späteren Eigentümer des Biegerhofs wurde. Bekannt ist ein Pachtbrief vom 1. Dezember 1798, in dem die Pacht nach dem Tod seines Vaters Peter Bieger an Heinrich Bieger übertragen wird. 1799 wurde der Biegerhof erneut durch ein Jahrhunderthochwasser stark beschädigt. Nach der [[Säkularisation]] unter [[Napoleon]] wurde der Hof 1807 vom bergischen Schulfonds an die Familie Bieger verkauft, die den Hof dann über mehrere Generationen hielt. 1960 verkaufte die Familie Bieger den Hof mit seinen 300.000&amp;amp;nbsp;m² an die Stadt [[Duisburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Ab 1961 baute die Stadt Duisburg den Biegerhof als Naherholungsgebiet für die südlichen Ortsteile [[Wanheim-Angerhausen]], [[Buchholz (Duisburg)|Buchholz]] und [[Huckingen]] aus. Der Biegerhof und der angeschlossene Erholungspark sind heute ein [[Bodendenkmal]] und, aufgrund der vorhandenen Artenvielfalt und seiner Bedeutung als Brut- und Nahrungsbiotop, [[Landschaftsschutzgebiet]] der Stadt Duisburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park mit seinem 7&amp;amp;nbsp;km langen Wegenetz beinhaltet u.&amp;amp;nbsp;a. verschiedene Spielplätze, eine [[Boule-Spiel|Boule]]-Bahn, zwei Bürger- und einen Biergarten. Östlich vom Bauernhof wurde eine Reithalle gebaut, in der seit 1964 der Duisburger Reiterverein 64 e.&amp;amp;nbsp;V. untergebracht ist. Auf den Außenanlagen und einem 1,3&amp;amp;nbsp;km Rundreitweg können Parkbesucher die Reitaktivitäten beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietmar Ahlemann, Bernd Braun: &amp;#039;&amp;#039;Biegerhof und Mühle am Spick&amp;#039;&amp;#039;, in: Bürgerverein Duisburg-Huckingen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.), Huckinger Heimatbuch (Band III), Duisburg 2015, S. 197–227.&lt;br /&gt;
* {{Literatur &lt;br /&gt;
  |Autor=Bernd Braun&lt;br /&gt;
  |Titel=Biegerhof und Motte &lt;br /&gt;
  |Hrsg=Bürgerverein Duisburg-Huckingen &lt;br /&gt;
  |Sammelwerk=Historischer Wanderweg im Angerland – Huckingen und Umgebung &lt;br /&gt;
  |Auflage=2021er Online- &lt;br /&gt;
  |Ort=Gladbeck &lt;br /&gt;
  |Datum=2012 &lt;br /&gt;
  |Seiten=21–23 &lt;br /&gt;
  |Online=https://huckingen.de/wp-content/uploads/2021/05/HWA2012-Online-Auflage-2021.pdf &lt;br /&gt;
  |Format=PDF &lt;br /&gt;
  |KBytes=2680 &lt;br /&gt;
  |Abruf=2021-05-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/22/36.16/N|EW=6/45/11.71/E|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser an der Anger}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duisburg-Süd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1374]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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