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	<title>Biegemoment - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T02:26:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biegemoment&amp;diff=185069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ⵓ: Vorlage {{rp}} ersetzt/ →</title>
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		<updated>2025-11-21T21:20:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} ersetzt/ &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;→&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BendingCane.png|mini|Kreisförmige Biegung eines [[Stab (Statik)|Stabes]] infolge des über die gesamte Länge konstanten Biegemomentes&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reine Biegung&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biegemoment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; wird ein [[Moment (Technische Mechanik)|Moment]] bezeichnet, das ein schlankes ([[Stab (Statik)|Stab]], [[Balken]], [[Welle (Mechanik)|Welle]] o.&amp;amp;nbsp;ä.) oder dünnes Bauteil ([[Platte (Technische Mechanik)|Platte]] o.&amp;amp;nbsp;ä.) [[Biegung (Mechanik)|biegen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es tritt nicht nur, wie im Bild von den Händen ausgeübt, an den Enden des Bauteils, sondern als [[Schnittreaktion]] auch zwischen den Krafteinleitungsstellen auf. Diese Schnittlast bildet eine grundlegende Größe für die [[Auslegung (Technik)|Auslegung]] von schlanken Bauteilen unter Momentenbelastung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;83&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biegemoment in der Balkentheorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KragbalkenA.png|mini|[[Kragbalken]]: Zug- und Druckspannung in einem Querschnitt nahe der Einspannstelle&amp;lt;br /&amp;gt;(zur Veranschaulichung ausein.geschnitten)&amp;lt;br /&amp;gt;bei Belastung durch ein Biegemoment (erzeugt durch Kraft&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; am freien Ende)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhalten eines schlanken Bauteils bzw. eines Balkens unter [[Belastung (Physik)|Belastung]] ist Gegenstand der [[Balkentheorie]]. Insbesondere wird mithilfe der [[Festigkeitslehre]] und der [[Elastizität (Physik)#Anwendungen|Elastizitätslehre]] sein Verhalten unter einem ihn belastenden Biegemoment untersucht. Anstatt von der Balkentheorie wird deshalb oft, bzw. im engeren Sinne von der &amp;#039;&amp;#039;Biegetheorie des Balkens&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Biegemoment wird beim [[Statische Bestimmtheit|statisch bestimmten]] Balken aus den [[Mechanisches Gleichgewicht|Gleichgewichtsbedingungen]] hergeleitet.&lt;br /&gt;
Unter den Annahmen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;43&amp;quot;/&amp;gt; dass&lt;br /&gt;
# alle Punkte eines Querschnitts dieselbe Verschiebung erfahren und die Balkenhöhe unverändert bleibt,&lt;br /&gt;
# Querschnitte, die vor der Deformation eben waren, auch danach eben sind, und dass&lt;br /&gt;
# Balkenquerschnitte, die vor der Deformation senkrecht auf der Balkenachse standen, auch nach der Deformation senkrecht auf der deformierten Balkenachse stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(die letzten beiden sind die [[Bernoullische Annahmen|Bernoullischen Annahmen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;109&amp;quot;/&amp;gt;) können die [[Biegespannung]]en im Balkeninneren und die elastische Verbiegung (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Durchbiegung]]) des Balkens berechnet und mit zulässigen Werten verglichen werden. [[Charles Augustin de Coulomb|Coulomb]] war der erste, der im Rahmen der von ihm 1773 vollendeten Balkentheorie die Biegespannungen zutreffend quantifizierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurrer&amp;quot;/&amp;gt; Die Biegespannungen sollen kleiner als die für elastische Verformung zulässigen [[Werkstoff|Materialwerte]] sein ([[Festigkeitsnachweis]] gegen plastische Verformung oder Bruch). Gelegentlich liegt eine zusätzliche Anforderung in Form einer zulässigen maximalen Verbiegung vor, die vom errechneten Wert nicht überschritten werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in einem [[Querschnitt (Mechanik)|Querschnitt]] des Balkens aufsummierte [[Biegespannung]] ist dem Biegemoment an dieser Stelle proportional. Im Querschnitt verläuft sie von maximaler [[Druckspannung|Druck-]] am inneren Rand (konkave Biegung) über null in der neutralen Zone zu maximaler [[Zugspannung]] am äußeren Rand (konvexe Biegung). Der Festigkeitsnachweis wird i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. mit der maximalen Zugspannung durchgeführt (die von einem Material ertragbare Druckspannung ist i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. größer und damit unkritisch.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbiegung des Balkens wird durch seine [[Krümmung]] repräsentiert, die an jeder Stelle im Balken proportional zum dort wirkenden Biegemoment ist, wobei der [[Proportionalitätsfaktor]] die [[Biegesteifigkeit]] des Balkens ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;104&amp;quot;/&amp;gt; Die aus der über die Balkenlänge veränderliche Krümmung ermittelte [[Biegelinie]] erlaubt eine Aussage über die Einhaltung oder Überschreitung einer zulässigen Durchbiegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Biegemoment-Verlauf am Balken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beam Cantilevered Load end.png|mini|Eingespannter Balken ([[Kragbalken]]) mit einer Kraft&amp;amp;nbsp;P am freien Ende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kragbalken, Einzelkraft am freien Ende ===&lt;br /&gt;
Ein einseitig [[Einspannung|eingespannter]] Kragbalken wird am freien Ende im Abstand &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; durch eine Kraft &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt; belastet (siehe nebenstehende Abbildung). Der Biegemoment-Verlauf ist&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;M(x) = P\cdot (L - x)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
An der Einleitungsstelle (&amp;lt;math&amp;gt;x=L&amp;lt;/math&amp;gt;) der Kraft ist es null. Bis zur Einspannstelle (&amp;lt;math&amp;gt;x=0&amp;lt;/math&amp;gt;) steigt es linear auf seinen maximalen Wert &amp;lt;math&amp;gt;M = P \cdot L&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An den Enden abgestützter Balken, Einzelkraft dazwischen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biegemoment Balken Mittenlast.svg|mini|Biegemomentverlauf M(x) über Balken auf zwei Lagern, Einzelkraft F: max. Biegem. an der Stelle von F (z.&amp;amp;nbsp;B. bei l/2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Berechnung der inneren Momente wird das Bauteil an der interessierenden Stelle &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; gedanklich [[Freischneiden|durchgeschnitten]], und es werden diejenigen Momente betrachtet, die an einem Teilstück an seiner [[Schnittreaktion|Schnittstelle]] wirken. Das Biegemoment an einer Stelle &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; ist damit die Summe aller Drehmomente, die von Kräften auf &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Seite der Schnittstelle &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; verursacht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Boege&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im an seinen Enden gelagerten Balken mit Einzellast (siehe nebenstehende Abbildung) unterliegt das linke Teilstück einem rechtsdrehenden Drehmoment (in der technischen Mechanik kurz &amp;#039;&amp;#039;Moment&amp;#039;&amp;#039; genannt), welches mit Hilfe der [[Auflagerkraft|Auflagekraft]] F&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; am linken [[Lager (Statik)|Lager]] beschreibbar ist. Das Moment wächst von null am Auflager [[Linearität (Physik)|linear]] bis zum Maximalwert an der Stelle der Last F. Rechts davon kommt aus der Last F ein vom Wert null bis zum gleichen Maximalwert am rechten Auflager linear ansteigendes, linksdrehendes Moment hinzu, so dass die Momenten-Summe vom Maximalwert an der Last-Stelle bis null am rechten Ende linear abnimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rechts nach links&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
M(x)=\begin{cases}&lt;br /&gt;
 \frac{F}{2} \cdot x     &amp;amp;  \text{(links der Mitte) }x &amp;lt; \frac{l}{2} \\&lt;br /&gt;
 \frac{F}{2} \cdot (l-x) &amp;amp;  \text{(rechts der Mitte) }x &amp;gt; \frac{l}{2}&lt;br /&gt;
\end{cases}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Sonderfall der mittigen Last tritt bei &amp;lt;math&amp;gt;x = l/2&amp;lt;/math&amp;gt; das maximale Biegemoment&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;M_\mathrm{max} = \frac{F \cdot l} 4&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung des Biegemoments ==&lt;br /&gt;
Die Berechnung des Biegemoments ist besonders einfach, wenn das Bauteil, wie in den Beispielen oben, [[Statische Bestimmtheit|statisch bestimmt]] gelagert ist, sodass die Schnittreaktionen aus den [[Mechanisches Gleichgewicht|Gleichgewichts&amp;amp;shy;bedingungen]] ableitbar sind. Unter der Voraussetzung, dass nur [[Geometrische Linearisierung|kleine Verformungen]] auftreten, kann ihr Einfluss auf die [[Hebelarm]]e vernachlässigt werden. Bei statisch unbestimmten Problemen oder großen Verformungen müssen alle Gleichungen ([[Mechanisches Gleichgewicht]], [[Kinematik]], [[Elastizitätsgesetz]]) gleichzeitig gelöst werden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;14f&amp;quot;/&amp;gt; beispielsweise mit der [[Finite-Elemente-Methode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle wird statische Bestimmtheit bei kleinen Verformungen vorausgesetzt, die in vielen Anwendungen, insbesondere im technischen Bereich, vorliegen. Die [[Ableitungsfunktion]] des Biegemoments nach der x-Koordinate in Richtung der Balkenachse liefert den Querkraftverlauf Q:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger1&amp;quot; details=&amp;quot;184&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{\operatorname{d}M}{\operatorname{d}x}=Q&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die zweite Ableitung liefert die [[Streckenlast]] q:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{\operatorname{d}^2M}{\operatorname{d}x^2}=-q&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt ergibt sich der Biegemomentenverlauf aus der [[Integralrechnung#Stammfunktionen und der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung|Integration]] der verteilten Last und der Querkraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger1&amp;quot; details=&amp;quot;185&amp;quot;/&amp;gt; An Stellen, wo&lt;br /&gt;
* abrupte Änderungen der verteilten Last (beispielsweise an den Enden ihrer Einwirkung),&lt;br /&gt;
* Querkräfte, insbesondere Lagerreaktionen,&lt;br /&gt;
* Einzelmomente oder&lt;br /&gt;
* Knicke&lt;br /&gt;
im Balken auftreten, weist der Momentenverlauf Knicke oder Sprünge auf, vgl. [[#An den Enden abgestützter Balken, Einzelkraft dazwischen]]. An diesen Stellen ist das Biegemoment nicht [[Differenzierbarkeit|differenzierbar]] und die Streckenlast bzw. Querkraft nicht [[Integralrechnung#Axiomatischer Zugang|integrierbar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um obige Formeln trotzdem anwenden zu können, wird der Balken mittels des [[Schnittprinzip]]s in Stücke zerlegt, in denen keine abrupten Änderungen stattfinden. In diesen Stücken wird das Biegemoment berechnet und mit Hilfe der [[Randbedingung|Übergangsbedingungen]] an den Rändern zum kompletten Verlauf zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bereichsweise Integration ist schon bei zwei Feldern mit einigem Aufwand verbunden. Die Arbeit lässt sich jedoch mit der [[Föppl-Klammer]] &amp;lt;math&amp;gt;\langle\dots\rangle&amp;lt;/math&amp;gt; ({{enS|Macauley Brackets}}) vereinfachen. Mit ihrer Hilfe können Unstetigkeiten wie Sprünge oder Knicke einfach beschrieben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger1&amp;quot; details=&amp;quot;196&amp;quot;/&amp;gt; Im [[#An den Enden abgestützter Balken, Einzelkraft dazwischen|Beispiel oben]] schreibt sich der Querkraftverlauf damit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Q(x)=-\frac F2+F&amp;lt;x-l/2&amp;gt;^0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der Momentenverlauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;M(x)=-\frac F2\cdot x+F&amp;lt;x-l/2&amp;gt;^1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Stellen &amp;lt;math&amp;gt;x=0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;x=l&amp;lt;/math&amp;gt; kann &amp;lt;math&amp;gt;M=0&amp;lt;/math&amp;gt; bestätigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biegemoment und Biegelinie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SimpSuppBeamPointLoad.svg|mini|Verlauf eines Biegemoments an einem Balken mit mittiger Kraft F, hier als [[Punktlast]] P dargestellt, mit dem maximalen Biegemoment&amp;amp;nbsp;M bei&amp;amp;nbsp;l/2 einschließlich des Querkraftverlaufs&amp;amp;nbsp;Q und der Biegeline&amp;amp;nbsp;w]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biegelinie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Biegemoment-Belastung entstehende [[Elastizität (Physik)|elastische]] Verformung wird mit der Biegelinie &amp;lt;math&amp;gt;w(x)&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben. Für einen Stab konstanten Querschnitts gilt für deren zweite [[Ableitungsfunktion|Ableitung]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;110&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;w&amp;#039;&amp;#039;(x) = -\frac{M_y(x)}{E \cdot I_y}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der Variablen &amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039; in Balkenrichtung,&lt;br /&gt;
* dem [[Elastizitätsmodul]] &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; (eine [[Materialeigenschaft]])&lt;br /&gt;
* dem [[Flächenträgheitsmoment#Axiales Flächenträgheitsmoment|axialen Flächenträgheitsmoment]] &amp;lt;math&amp;gt;I_y = konstant&amp;lt;/math&amp;gt; (eine geometrische Größe des konstanten Balken-Querschnitts. Der Index &amp;#039;&amp;#039;y&amp;#039;&amp;#039; zeigt an, dass die Biegung um zur x-Achse senkrechten y-Achse erfolgt)&lt;br /&gt;
Das Produkt aus Elastizitätsmodul und Flächenträgheitsmoment ergibt die [[Biegesteifigkeit]], die in obiger Formel im Nenner des Bruchs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Krümmung#Krümmung einer Kurve|Krümmung der Balkenachse]] ist durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\kappa=\frac{w&amp;#039;&amp;#039;}{(1+{w&amp;#039;}^2)^{3/2}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot; details=&amp;quot;110&amp;quot;/&amp;gt; Bei kleinen Verformungen kann &amp;lt;math&amp;gt;{w&amp;#039;}^2&amp;lt;/math&amp;gt; gegenüber der eins im Nenner vernachlässigt werden, sodass &amp;lt;math&amp;gt;\kappa=w&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; wird. Die Krümmung ist damit [[Proportionalität|proportional]] zum Biegemoment &amp;lt;math&amp;gt;M_y&amp;lt;/math&amp;gt;, was z.&amp;amp;nbsp;B. in der nebenstehend abgebildeten Biegelinie &amp;lt;math&amp;gt;w(x)&amp;lt;/math&amp;gt; erkennbar ist: Das Biegemoment M und die Krümmung sind in der Balkenmitte maximal und an den Enden minimal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslenkung &amp;lt;math&amp;gt;w(x)&amp;lt;/math&amp;gt; der Biegelinie wird durch zweimaliges Integrieren des Krümmungsverlaufs &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;#039;&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ermittelt, was bei vorhandenen Unstetigkeitsstellen durch die [[Föppl-Klammer]] erleichtert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biegemoment und Biegespannung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biegespannung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für den Festigkeitsnachweis zu ermittelnden Biegespannungen  &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_x(x,z)&amp;lt;/math&amp;gt; in einem Balkenquerschnitt sind dem dort wirkenden Biegemoment &amp;lt;math&amp;gt;M_y(x)&amp;lt;/math&amp;gt;, wie in folgender Näherungs-Gleichung für einen Balken mit konstantem Querschnitt angegeben ist, proportional:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\sigma(x,z) = \frac{M_y(x)}{I_y}\cdot z&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;amp;nbsp; &amp;amp;nbsp; (Variable &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; in Balkenrichtung, Variable &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; in Richtung Balkenhöhe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proportionalität mit dem Abstand &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; von der neutralen Balkenschicht zeigt an, dass die Biegespannung in den Randschichten am größten ist. Die dort herrschende Biegespannung ist:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\sigma_\mathrm{max}(x)\,= \frac{M_y(x)}{W_y}&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;amp;nbsp; mit &amp;amp;nbsp; &amp;amp;nbsp; &amp;lt;math&amp;gt;W_y= \frac{I_y}{z_\text{Rand}}&amp;lt;/math&amp;gt;  &amp;amp;nbsp; ([[Widerstandsmoment]] im Balkenquerschnitt gegen Biegung um die y-Achse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=D. Gross, W. Hauger, [[Jörg Schröder (Bauingenieur)| J. Schröder]], W. A. Wall&lt;br /&gt;
| Titel=Technische Mechanik 1&lt;br /&gt;
| TitelErg=Statik&lt;br /&gt;
| Verlag=Springer-Verlag&lt;br /&gt;
| Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
| Jahr=2011&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-642-13805-8&lt;br /&gt;
| DOI=10.1007/978-3-642-13806-5&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauger2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=D. Gross, W. Hauger, [[Jörg Schröder (Bauingenieur)| J. Schröder]], W. A. Wall&lt;br /&gt;
| Titel=Technische Mechanik 2&lt;br /&gt;
| TitelErg=Elastostatik&lt;br /&gt;
| Band=Band 2&lt;br /&gt;
| Verlag=Springer-Verlag&lt;br /&gt;
| Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
| Jahr=2014&lt;br /&gt;
| Online=[https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-40966-0_6 Der Arbeitsbegriff in der Elastostatik]&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-642-40965-3&lt;br /&gt;
| DOI=10.1007/978-3-642-40966-0_6&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Boege&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Alfred Böge&lt;br /&gt;
 |Titel=Handbuch Maschinenbau: Grundlagen und Anwendungen der Maschinenbau-Technik&lt;br /&gt;
 |Auflage=20&lt;br /&gt;
 |Verlag=Springer DE&lt;br /&gt;
 |Datum=2011&lt;br /&gt;
 |Online=&lt;br /&gt;
  {{Google Buch |BuchID=sz1gGSFvZDIC |Seite=SL4-PA21 |Hervorhebung=&amp;quot;innere Biegemoment&amp;quot;}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurrer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=[[Karl-Eugen Kurrer]]&lt;br /&gt;
| Titel=The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium&lt;br /&gt;
| Verlag=Ernst &amp;amp; Sohn&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-433-03229-9&lt;br /&gt;
| Seiten=405 ff.&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reine Biegung&amp;quot;&amp;gt;Sogenannte „reine Biegung“ (siehe [https://www.maschinenbau-wissen.de/skript3/mechanik/balken-biegung/214-biegung-arten hier]), die selten vorkommt. Meistens liegt „Querkraft-Biegung“ vor: quer auf den Balken wirkt eine mit einer Teillänge des Balkens als Hebelarm multiplizierte Kraft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rechts nach links&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von rechts nach links führende Betrachtung führt mit Hilfe der rechten Auflagerkraft F&amp;lt;sub&amp;gt;R&amp;lt;/sub&amp;gt; über ein linksdrehendes Moment zum gleichen Ergebnis.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beanspruchungsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkentheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
	</entry>
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