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	<title>Bickelstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T19:13:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bickelstein&amp;diff=544395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL ersetzt mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-17T23:34:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bickelstein Panorama.jpg|mini|hochkant=1.3|Bickelstein von Westen]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bickelstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 2,5 Meter langer und 1,2 Meter hoher [[Findling]] aus [[Alkalifeldspatgranit|Kalifeldspatgranit]], der hufeisen- und kreuzförmige Markierungen trägt. Er liegt in der Bickelsteiner Heide, einem Waldgebiet zwischen [[Ehra-Lessien]] und [[Boitzenhagen]] im Osten [[Niedersachsen]]s. Der Stein gehört zu den bekanntesten Findlingen im Raum [[Wolfsburg]]-[[Gifhorn]] und ist das [[Wahrzeichen]] der Gemeinde Ehra-Lessien. Als größter Findling im [[Landkreis Gifhorn]] gilt jedoch der am Iseufer aufgestellte [[Findling (Gifhorn)|Gifhorner Findling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bickelstein eine Seite.jpg|mini|Ostansicht]]&lt;br /&gt;
Der sesselförmige Findling wurde von Gletschern während der [[Eiszeitalter|Eiszeit]] im [[Pleistozän]] aus Skandinavien bis nach [[Norddeutschland]] transportiert. Er liegt auf einer Waldlichtung rund 200 Meter östlich der [[Landesstraße]] 288 zwischen Ehra-Lessien und Boitzenhagen, etwa vier Kilometer nordnordöstlich von Ehra auf ca. 94 Meter über [[Normalnull|NN]]. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Der Stein gab der Bickelsteiner Heide zwischen Ehra-Lessien, Boitzenhagen, [[Wiswedel (Brome)|Wiswedel]] und [[Voitze]] ihren Namen. Die [[Heide (Landschaft)|Heideflächen]] wurden erst im 19. und 20. Jahrhundert mit [[Kiefern]] aufgeforstet. Früher lag der Bickelstein vermutlich in etwas offenerem Gelände mit [[Eichen]] und [[Wacholder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Indirekt erwähnt ist der Stein erstmals 1578 in einer Grenzbeschreibung des [[Amt Knesebeck|Amtes Knesebeck]] („Pickelsteinsche Heide“). Im Grenzvertrag zwischen dem [[Fürstentum Lüneburg]] und der [[Mark Brandenburg]] von 1583 ist er als Grenzstein genannt („Pickelstein“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[:File:Bickelstein Infotafel.jpg|Infotafel]]. Allerdings verlief die Grenze damals weiter östlich, vgl. [[:File:Mellinger1593fuerstentumlueneburg.jpg|Karte von 1593]], auf der auch die „Pickelsteiner Heide“ eingetragen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Erwähnung aus dem Jahr 1697 steht in einem [[Lehen|Lehnsbrief]] derer von [[Bartensleben (Adelsgeschlecht)|Bartensleben]] über das [[Samtgemeinde Boldecker Land|Boldecker Land]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eine unbelegte These deutet den Stein als alten Grenzstein zwischen Lüneburg und dem [[Hochstift Halberstadt]]. Die Hufe hätten demnach das Fürstentum, die Kreuze das Bistum symbolisiert (Infotafel). Allerdings lag das Halberstädter Territorium viel weiter südlich ([[:File:Fürstentum Halberstadt-Abtei Quedlinburg.jpg|Karte]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist der Bickelstein nicht wegen seiner Größe und Lage, denn während der [[Eiszeitalter|Eiszeit]] im [[Pleistozän]] wurden in [[Norddeutschland]] viele solcher Felsbrocken abgelagert. Das besondere sind vielmehr die sieben [[Hufeisen]] und sieben [[Kreuz (Symbol)|Kreuze]], die auf der Oberfläche des Steins eingehauen sind. Die einen Zentimeter tiefen und etwa zehn Zentimeter großen  Markierungen sind ungleichmäßig auf dem Stein verteilt. Die Herkunft und das Alter der Markierungen sind unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bickelstein könnte in [[Germanen|germanischer]] Zeit ein [[Kultplatz]] zur Verehrung [[Odin|Wotans]] gewesen sein. Die hufeisenförmigen Zeichen könnten dann Wotans Pferd [[Sleipnir]] symbolisieren. Es ist unklar, ob es sich bei den Kreuzen um germanische Heilszeichen oder um Sühnekreuze handelt, die nach der [[Christianisierung]] der [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] nachträglich hinzugefügt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist der Stein nicht nur ein Ziel für Wanderer in dem großen Waldgebiet, sondern auch Veranstaltungsort für jährliche Waldgottesdienste während der [[Heidekräuter|Heideblüte]] im August.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;130&amp;quot; caption=&amp;quot;Eingeritzte Markierungen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bickelstein 10.jpg&lt;br /&gt;
Bickelstein 11.jpg&lt;br /&gt;
Bickelstein 13.jpg&lt;br /&gt;
Bickelstein 14.jpg&lt;br /&gt;
Bickelstein 16.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Name ===&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Bickelstein&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von der Art des Aufbringens der Markierungen ab. Diese sind offensichtlich mit Hilfe von Werkzeug [[Gravur|eingraviert]] worden. Das entsprechende [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsche]] Wort dafür lautet &amp;#039;&amp;#039;inbicken&amp;#039;&amp;#039; („einhauen“), und das entsprechende Werkzeug heißt &amp;#039;&amp;#039;Bicke&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Pickel (Werkzeug)|Pickel]]). Wörtlich bedeutet Bickelstein demnach  „behauener“ oder „gravierter Stein“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehungssagen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bickelstein Zeichnung 1901.png|mini|hochkant|Diese Zeichnung von 1901 zeigt den Bickelstein von mehreren Seiten, mit Hervorhebung der eingeritzten Markierungen.]]&lt;br /&gt;
Zur Entstehung und den Markierungen des Steins gibt es drei Sagen:&lt;br /&gt;
* Dem Volksglauben nach warfen die [[Hüne]]n einst den Stein nach dort, der vom [[Klieversberg]] in [[Wolfsburg]] stammt. Im Wolfsburger Stadtteil [[Hohenstein (Wolfsburg)|Hohenstein]] finden sich ähnlich große Gesteinsbrocken, bei denen es sich jedoch um anstehendes Gestein und nicht um Findlinge handelt.&lt;br /&gt;
* Der [[Sachsen (Volk)|Sachse]] Bickel schloss an dieser Stelle eine Schar feindlicher [[Franken (Volk)|Franken]] ein. Er bot dem Führer seiner Gegner die Freiheit an, wenn er um den Stein reiten würde und das Pferd ein Hufeisen gegen den Stein schleudern würde, was dann geschah.&lt;br /&gt;
* Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] kam um 1630 ein von den [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen]] verfolgtes schwedisches Heer unter König [[Gustav II. Adolf|Gustav Adolf II.]] in die Bickelsteiner Heide. Umzingelt von Feinden habe der König gerufen &amp;#039;&amp;#039;So wenig, als mein Pferd in diesen Stein treten und ich mein Schwert hineinhauen kann, so wenig werden wir noch siegen.&amp;#039;&amp;#039; Darauf zeigten sich die Wunderzeichen im Stein und die Schlacht wurde gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Andree]]: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Braunschweig, 1901, S. 395&lt;br /&gt;
* Jürgen Delfs: &amp;#039;&amp;#039;Findlinge und Grenzsteine.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bekannte und verborgene Naturdenkmale im Raum Gifhorn-Wolfsburg.&amp;#039;&amp;#039; Gifhorn 1991.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Andreas Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bickelstein bei Ehra.&amp;#039;&amp;#039; S. 26–28. In: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Steine reden könnten.&amp;#039;&amp;#039; Band III, Landbuch-Verlag, Hannover 1995, ISBN 3-7842-0515-1.&lt;br /&gt;
* Eberhard Rohde: &amp;#039;&amp;#039;Die Sage vom Bickelstein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sagen und Märchen aus dem Raum Gifhorn-Wolfsburg.&amp;#039;&amp;#039; Gifhorn 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bickelstein}}&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/28941718/1/-/ &amp;#039;&amp;#039;Bickelstein&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* [http://robert.cyty.com/archaeo/ao-ehra-01.html Steinbeschreibung bei Region Braunschweig-Ostfalen]&lt;br /&gt;
* [http://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=12689 Fotos vom Bickelstein im Megalith-Portal] (englisch).&lt;br /&gt;
* [http://www.samtgemeinde-brome.de/document/Touristik_Info/Sehenswuerdigkeiten/Bickelstein.pdf Entstehungssage des Bickelsteins im Dreißigjährigen Krieg] (PDF, 52 kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/36/4.17/N |EW=10/48/22.38/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Gifhorn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Findling in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehra-Lessien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
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