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	<title>Bibeltreue - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-08-13T11:19:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Selbstbezeichnung mancher konservativer [[Christentum|Christen]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bibeltreu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine subjektive Eigenwertung, um ein Unterscheidungsmerkmal zur [[Liberale Theologie|Liberaltheologie]] (oder darüber hinaus zur modernen [[Bibelwissenschaft]]) zu bilden, die dann oft als &amp;#039;&amp;#039;unbiblisch&amp;#039;&amp;#039; betitelt wird. Da es sich um eine Selbstbezeichnung handelt, wird der Begriff ausschließlich von Gläubigen verwendet, die sich selber als &amp;#039;&amp;#039;bibeltreu&amp;#039;&amp;#039; identifizieren. Der Begriff ist unwissenschaftlich, versteht sich aber als eine theologische Distanzierung und Protest gegen das liberale Christentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff besagt, dass die [[Bibel]] für die &amp;#039;&amp;#039;Bibeltreuen&amp;#039;&amp;#039; „unbedingte Autorität in allen Glaubens- und Lebensfragen“ ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.relinfo.ch/lexikon/themen/freikirchen/ |titel=Freikirchen: Bibeltreue |werk=[[Evangelische Informationsstelle Kirchen – Sekten – Religionen|relinfo.ch]] |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft wird die Heilige Schrift von Bibeltreuen als „irrtumslos“ im Sinn der [[Chicago-Erklärung]] verstanden. Die grundlegende Bedeutung der Bibel ist neben der Betonung persönlicher Frömmigkeit und theologisch konservativer Positionierung ein gemeinsames Kennzeichen von Fundamentalisten, [[Evangelikalismus|Evangelikalen]] und [[Pietismus|Pietisten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGG|3|415|416|Fundamentalismus II. Religionsgeschichtlich 2. Christentum a) Europa|[[Klaus Kienzler]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibeltreue im Evangelikalismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gruppen-Bibelstudium.jpg|mini|Gemeinsames Bibelstudium]][[Hansjörg Hemminger]] unterscheidet innerhalb des deutschsprachigen Evangelikalismus zwei Typen der Bibelorientierung: Eine individuelle Schriftspiritualität verbindet persönliches [[Bibelstudium]] und Austausch im [[Bibelstunde|Bibelkreis]] mit dem Gebet und wird als Wirken des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] erlebt. Diesem „erlebnisorientierten“ Umgang mit der Bibel steht der eher traditionelle und dogmatische [[Biblizismus]] gegenüber, der betont, dass die biblischen Glaubenssätze und ethischen Weisungen ein für alle Mal feststehen. Typ 1 sieht Hemminger eher bei der jüngeren Generation, Typ 2 bei den Älteren, und wenn sie sich auch nicht ausschlössen, so ständen sie doch in Spannung zueinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hansjörg Hemminger |url=https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_11_2018.pdf |titel=Die evangelikale Bewegung in Deutschland. Anmerkungen zur theologischen und politischen Entwicklung |werk=ezw Materialdienst |hrsg=11/2018 |seiten=404 |format=pdf; 2,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2021-10-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20211026204655/https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_11_2018.pdf |archiv-datum=2021-10-26 |offline=ja |archiv-bot=2023-03-21 01:06:49 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologiegeschichtliche Bezüge ==&lt;br /&gt;
Bibeltreue Autoren berufen sich oft auf das &amp;#039;&amp;#039;[[Sola scriptura|Sola-scriptura]]&amp;#039;&amp;#039;-Prinzip der [[Reformation]] und kontrastieren es mit der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen]] [[Treue|Papsttreue]] und [[Tradition|Kirchentradition]].&amp;lt;ref&amp;gt;Das Dokument der [[Päpstliche Bibelkommission|Päpstlichen Bibelkommission]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Interpretation der Bibel in der Kirche]]&amp;#039;&amp;#039; (1993) würdigte die [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|Historisch-kritische Exegese]] und verschiedene andere Zugänge zur Bibel, mit Ausnahme der rein negativ bewerteten „fundamentalistischen“, also evangelikalen Exegese.&amp;lt;br /&amp;gt;Daran Kritik bei {{Internetquelle |autor=Thomas Schirrmacher |url=https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2009/02/schirrmacherbg20042_01.pdf |titel=Die Päpstliche Bibelkommission: Bibeltreue ist gefährlich! |werk=Bibel und Gemeinde |hrsg=2/2004 |seiten=25–30 |format=pdf; 211&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-10-12 |kommentar=wiedergegeben auf thomasschirrmacher.info}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Bezugspunkt heutiger bibeltreuer Christen ist die Inspirationslehre der altprotestantischen Orthodoxie (17./18. Jahrhundert). Der „klassische“ Schriftbeweis hierfür ist {{B|2 Tim|3|16|ELB}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ingolf U. Dalferth]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirkendes Wort. Bibel, Schrift und Evangelium im Leben der Kirche und im Denken der Theologie&amp;#039;&amp;#039;. EVA, Leipzig 2018, ISBN 978-3-374-05648-4, S. 161–164.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[David Hollaz]] leitete aus diesem Vers ab, dass den biblischen Verfassern nicht nur Glaubenswahrheiten, sondern auch Informationen über historische und naturwissenschaftliche Sachverhalte offenbart worden seien (Verbal- und Realinspiration). Aus heutiger exegetischer Sicht besteht allerdings eine Schwierigkeit: Wie hat sich der Verfasser (ob [[Paulus von Tarsus]] oder, wie von [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|historisch-kritischer]] Seite meist angenommen, ein Paulusschüler) auf die Bibel aus Altem und Neuem Testament bezogen, wenn das Neue Testament zur Abfassungszeit des [[2. Brief des Paulus an Timotheus|2. Timotheusbriefs]] noch gar nicht zusammengestellt worden war?&amp;lt;ref&amp;gt;Einen Lösungsvorschlag hierzu machte L. Timothy Swinson: &amp;#039;&amp;#039;What is Scripture? Paul’s Use of Graphe in the Letters to Timothy&amp;#039;&amp;#039;. Wipf &amp;amp; Stock, Eugene 2014, ISBN 978-1-62564-100-7. Demnach bezog sich Paulus in {{B|1 Tim|5|18|ELB}} auf das ihm vorliegende Lukasevangelium und bezeichnete dieses ebenso wie seine eigenen Briefe und die seiner Mitarbeiter (= eine Art Proto-NT) und die Bücher des Alten Testaments in {{B|2 Tim|3|16|ELB}} als geistgewirkte Schriften. Vgl. Chuck Bumgardner: &amp;#039;&amp;#039;Review of L. Timothy Swinson, What Is Scripture? Paul’s Use of Graphe in the Letters to Timothy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Evangelical Theological Society&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 191–193. ([https://www.academia.edu/23701822/Review_of_L._Timothy_Swinson_What_Is_Scripture_Pauls_Use_of_Graphe_in_the_Letters_to_Timothy Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irrtumslosigkeit der Bibel oder Hermeneutik der Demut ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hempelmann Heinzpeter 2011-04-05.jpg|hochkant|mini|Heinzpeter Hempelmann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Helge Stadelmann.jpg|mini|Helge Stadelmann]]&lt;br /&gt;
Eine Diskussion um das richtige Verständnis von Bibeltreue wurde 2002 in der [[Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gisa Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikale Bewegung und evangelische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland: Geschichte eines Grundsatzkonflikts (1945 bis 1989)&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte / Reihe B, Darstellungen; 53). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-55770-9, S. 73–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der evangelikale Theologe [[Heinzpeter Hempelmann]] (1996 bis 2007 Direktor des [[Internationale Hochschule Liebenzell|Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission]]) ist der Auffassung, dass das Konzept der Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift dem eigentlichen Anliegen der Bibel fremd sei und daher einen [[Kategorienfehler]] darstelle. Diesem auch als &amp;#039;&amp;#039;Hermeneutik der Demut&amp;#039;&amp;#039; bekannten Ansatz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heinzpeter Hempelmann |url=https://heinzpeter-hempelmann.de/wp-content/uploads/2021/03/bibeltreu.pdf |titel=Was heißt „bibeltreu“? 18 Thesen und 10 Säulen einer Hermeneutik der Demut |datum=2004-09-08 |format=pdf; 82&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entgegnen andere evangelikale Theologen, dass er dem Selbstanspruch der Bibel nicht gerecht werde. Ein prominenter Kritiker Hempelmanns ist [[Helge Stadelmann]], 1994 bis 2015 Rektor der [[Freie Theologische Hochschule Gießen|Freien Theologischen Hochschule Gießen]]. Stadelmann zufolge ist der historisch-kritische Umgang mit der Bibel eine Folge von Glaubensproblemen und wirkt zersetzend. Der Bibeltreue dagegen lese die Bibel mit einer Grundhaltung kindlichen Vertrauens (Demut, Gehorsam, Liebe).&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Stadelmann: &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien eines bibeltreuen Schriftverständnisses.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal 1985, hier referiert nach: [[Ingo Broer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermeneutik in Geschichte. Fallstudien&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2014, S. 245–247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel soll unmittelbar zum Leser sprechen; aus diesem Grundsatz folge, so [[Gisa Bauer]], ein Desinteresse an den eigenen Verstehensvoraussetzungen, mit denen die Bibel gelesen wird ([[hermeneutischer Zirkel]]). Weiterhin werde häufig die Meinung vertreten, dass der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] dem Gläubigen die Bibel erschließe, so dass dieser den Text anders verstehe als ein ungläubiger Exeget. Diese [[Pneumatologie|pneumatologische]] Grundsatz werde aber innerhalb des Evangelikalismus nur zögernd angewandt, so Bauer, weil er kennzeichnend für die [[Pfingstbewegung|pfingstlerisch]]-[[Charismatische Bewegung|charismatische]] Bibelhermeneutik sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisa Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikales Schriftverständnis: Aspekte und Beobachtungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchliche Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1 (2016), S. 109–122, hier S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abgrenzung zu Pfingstbewegung ist aber für Teile des Evangelikalismus konstitutiv. Aus {{B|1 Kor|13|10|ELB}} gehe hervor, dass das „Stückwerk“ (nämlich die von Pfingstlern hoch geschätzten [[Charisma|Charismen]] [[Zungenrede]] und Prophetie) aufhörte, als in der Spätantike das „Vollkommene“ vorlag – die ganze Bibel aus Altem und Neuem Testament.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedhelm Jung: &amp;#039;&amp;#039;Neueste Entwicklungen in der deutschen Evangelikalen Bewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 14/1 (2001), S. 248–260, hier S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorstand der [[Deutsche Evangelische Allianz|Deutschen Evangelischen Allianz]] wandte sich 2003 dagegen, die Inspirationslehre der „[[Chicago-Erklärung|Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift]]“ (1978) zum einzigen Kriterium der Bibeltreue zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ead.de/2003/maerz/27032003-der-hauptvorstand-der-deutschen-evangelischen-allianz-bejaht-die-chancen-des-demokratischen-rechtsstaates/ |titel=Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz bejaht die Chancen des demokratischen Rechtsstaates: Stellungnahme des Hauptvorstandes zur Frage des Fundamentalismus |werk=ead.de |datum=2003-03-27 |abruf=2021-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bibelbund]] und die Konferenz bibeltreuer Ausbildungsstätten kritisierten diese Stellungnahme scharf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisa Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikale Bewegung und evangelische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland: Geschichte eines Grundsatzkonflikts (1945 bis 1989)&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte / Reihe B, Darstellungen; 53). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-55770-9, S. 73. Gisa Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikales Schriftverständnis: Aspekte und Beobachtungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchliche Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1 (2016), S. 109–122, hier S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „gemäßigte Bibelkritik“ ([[Karl Barth]], [[Adolf Schlatter]]) ist in Stadelmanns Sicht besonders problematisch, weil sie für den bibeltreuen Leser „schwer zu durchschauen“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Stadelmann: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikales Schriftverständnis. Die Bibel verstehen – der Bibel vertrauen – der Bibel folgen&amp;#039;&amp;#039;. Hammerbrücke, S. 75, hier referiert nach: Gisa Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikales Schriftverständnis: Aspekte und Beobachtungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchliche Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1 (2016), S. 109–122, hier S. 119f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen knüpft ein gemäßigter evangelikaler Biblizismus positiv an Schlatters Werk an und legt der Exegese die sogenannte historisch-biblische Methode zugrunde, die in der Textkritik wie die historisch-kritische Exegese arbeitet, in Literar-, Form- und Redaktionskritik aber eigene Ansätze verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisa Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Evangelikales Schriftverständnis: Aspekte und Beobachtungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchliche Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1 (2016), S. 109–122, hier S. 121f. Vgl. [[Historisch-Theologische Auslegung (Kommentarreihe)]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Evangelikale Exegese}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibeltreue Literatur und Publizistik ==&lt;br /&gt;
Die „Interessengemeinschaft für bibeltreue Übersetzungen“ warnt vor Bibelübersetzungen, die das textkritisch erarbeitete [[Novum Testamentum Graece]] zugrunde legen. Teils führte dies zum Rückgriff auf Luthers [[Lutherbibel|Biblia Deudsch]] von 1545. Aber auch die [[Schlachter-Bibel]] 2000 (Grundlage der John-MacArthur-Studienbibel und der Genfer Studienbibel) wird als bibeltreue Übersetzung geschätzt. [[Karl-Heinz Vanheiden]] setzt sich als prominenter bibeltreuer Theologe demgegenüber für Akzeptanz moderner Urtextausgaben ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Vanheiden: &amp;#039;&amp;#039;Näher am Original? Der Streit um den richtigen Urtext der Bibel&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, SCM R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 2014, ISBN 978-3-417-26613-9 / Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg 2014, ISBN 978-3-86353-117-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründeten Journalisten und Verleger den &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis bibeltreuer Publizisten&amp;#039;&amp;#039;, der vor allem im [[Jahr der Bibel]] 2003 in Erscheinung trat und vor ökumenischen Kooperationen im Kontext des Bibeljahres warnte. Am Treffen unter dem Motto „Bibeltreue Publizistik – die Herausforderung in einer veränderten Welt“ nahmen im Februar 2003 in [[Dillenburg]] über 500 Personen teil. Referenten waren [[Wolfgang Nestvogel]] und Karl-Heinz Vanheiden. Mitglieder des Arbeitskreises waren 2003: [[Wolfgang Bühne]] (Verleger, [[Christliche Literatur-Verbreitung]]), Bernd-Udo Flick und Hartmut Jaeger (Verleger, [[Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ebenso wie die CLV ein Verlag der sog. „[[Brüderbewegung|Offenen Brüder]]“.&amp;lt;/ref&amp;gt;), Rolf Höneisen (Chefredakteur Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;factum&amp;#039;&amp;#039;, Schwengeler Verlag; seit 2012 Chefredakteur von idea Schweiz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ideaschweiz.ch/kontakt |titel=Redaktion |werk=idea Schweiz |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Wilfried Plock (Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Gemeindegründung&amp;#039;&amp;#039;, seit 1995 Leiter der &amp;#039;&amp;#039;[[Konferenz für Gemeindegründung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kfg.org/konferenz-fuer-gemeindegruendung/ziel/ |titel=Entstehung &amp;amp; Zielsetzung |werk=KfG.org |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.livenet.ch/news/kirche_und_co/109780-bibeltreue_publizisten_die_bibel_ist_das_wahre_irrtumslose_wort_gottes.html |titel=Bibeltreue Publizisten: Die Bibel ist das „wahre, irrtumslose Wort Gottes“ |werk=livenet.ch |datum=2003-02-20 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bibeltreu verstand sich auch [[Werner Arn]]s [[Christlicher Informationsdienst]] (CID).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Georg Otto Schmid |url=https://www.relinfo.ch/adullam/info.html |titel=Adullam – Freunde von Werner Arn, Christlicher Informationsdienst (CID) |werk=relinfo.ch |datum=1997 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Mischitz |url=https://www.weltanschauungsfragen.at/lexikon/christlicher-informationsdienst-cid |titel=Christlicher Informationsdienst (CID) |werk=weltanschauungsfragen.at |datum=2018 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibeltreue als politisches Anliegen ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft für weltanschauliche Fragen e. V.&amp;#039;&amp;#039; (bekannt als „AG Welt“) geht auf die 1979 von Ernst-Martin Borst gegründete &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft für religiöse Fragen&amp;#039;&amp;#039; (ARF) zurück und widmet sich der bibeltreuen Aufklärung über politische Zeitfragen wie den Klimawandel oder die [[COVID-19-Pandemie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=AG Welt kompakt |url=https://agwelt.de/ag-kompakt/ |titel=AG kompakt: Grundlagen, Aufgaben und Zielstellung |werk=agwelt.de |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;br /&amp;gt;Die Warnung vor der Corona-Impfung ist für den AG-Welt-Evangelisten Thomas Schneider (Breitenbrunn) ein Hauptthema: {{Internetquelle |autor=Thomas Schneider |url=https://schneider-breitenbrunn.de/2021-03/aktuelle-informationen-zu-impfung-und-corona-politik/ |titel=Aktuelle Informationen zu Impfung und Corona-Politik |werk=schneider-breitenbrunn.de |datum=2021-03-25 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. zur Vernetzung der AG Welt in die sächsische Landeskirche eine Studie im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung: {{Internetquelle |autor=Jennifer Stange |url=https://www.weiterdenken.de/sites/default/files/evangelikale_download_2014-08-19.pdf |titel=Evangelikale in Sachsen: Ein Bericht |werk=weiterdenken.de |hrsg=Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, Dresden |datum=2014-01-13 |seiten=8–10 |format=pdf; 619&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleinpartei [[Bündnis C – Christen für Deutschland]] entstand 2015 durch die Fusion der [[Partei Bibeltreuer Christen]] (PBC)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Wüst |url=https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_08_1994.pdf |titel=Renaissance des Christlichen in der Politik? Kleine christliche Parteien in Deutschland |werk=[[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Materialdienst der EZW]] |hrsg=8/94 |datum=1994-08 |seiten=232–240 |format=pdf; 11,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2021-10-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20211012211235/https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_08_1994.pdf |archiv-datum=2021-10-12 |offline=ja |archiv-bot=2023-03-21 01:06:49 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie]]. Das Programm von Bündnis C hat große Nähe zu den Programmen von PBC und AUF: Aufgrund des biblischen Menschenbilds gilt die traditionelle Familie als Leitbild. Daraus folgt die Ablehnung von [[Schwangerschaftsabbruch|Schwangerschaftsabbrüchen]] und [[Gender-Mainstreaming]] und positiv der Einsatz für [[Hausunterricht]] und ein [[Erziehungsgehalt]] für Eltern. Die [[Bewahrung der Schöpfung]] verpflichte zum Umweltschutz. Die Solidarität mit dem Staat Israel ist ein zentrales außenpolitisches Ziel, Jerusalem soll als Hauptstadt Israels anerkannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Decker, Viola Neu (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Parteien&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 3. Auflage Wiesbaden 2018, S. 195. [[Bundeszentrale für politische Bildung]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bpb.de/politik/wahlen/wer-steht-zur-wahl/bundestagswahl-2021/338961/buendnis-c Bundestagswahl 2021; Bündnis C – Christen für Deutschland]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Alternative für Deutschland|AfD]] bemüht sich, bibeltreue Wähler anzusprechen (neben traditionalistisch-katholischen und konservativ-evangelischen Wählergruppen); es gibt auch personelle Verbindungen zu PBC und AUF.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Laura Hammel, Lucius Teidelbaum |url=https://www.boell-bw.de/de/2020/11/11/die-afd-eine-wahlalternative-fuer-die-die-christliche-rechte |titel=Die AfD – Eine Wahlalternative für die christliche Rechte? |werk=Website der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg |datum=2020-11-11 |abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Waldemar Herdt]], ehemals Mitglied im Bundesvorstand der PBC, war von 2017 bis 2021 Abgeordneter der [[Alternative für Deutschland|AfD]] im Deutschen Bundestag. [[Daniel Rottmann]], ehemals im PBC-Landesvorsitz Hamburg sowie Schleswig-Holstein, dann Mitgründer der AUF, war 2016 bis 2021 Abgeordneter der AfD im [[Landtag von Baden-Württemberg]]. [[Markus Widenmeyer]] gehörte 2018 kurzzeitig für die AfD dem Württembergischen Landtag an; er war zuvor PBC-Mitglied und ist auch durch sein Engagement in der [[Studiengemeinschaft Wort und Wissen]] als Vertreter des [[Kreationismus]] bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Hemminger betont dagegen, dass die Gruppierung „[[Christen in der AfD]]“ innerparteilich kein großes Gewicht habe und mehr durch konservative Katholiken als durch Evangelikale geprägt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hansjörg Hemminger |url=https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_11_2018.pdf |titel=Die evangelikale Bewegung in Deutschland. Anmerkungen zur theologischen und politischen Entwicklung |werk=ezw Materialdienst |hrsg=11/2018 |seiten=406 |format=pdf; 2,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2021-10-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20211026204655/https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_11_2018.pdf |archiv-datum=2021-10-26 |offline=ja |archiv-bot=2023-03-21 01:06:49 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz vertritt die [[Eidgenössisch-Demokratische Union]] (rechts) eine an der Bibel orientierte Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brunhild Christmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistbewegt und bibeltreu: Pfingstkirchen und fundamentalistische Bewegungen. Herausforderung für die traditionellen Kirchen&amp;#039;&amp;#039; (= Weltmission heute; 19: Studienheft). Evangelisches Missionswerk in Deutschland, Hamburg 1995, {{DNB|946823421}}.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Holthaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Fundamentalismus in Deutschland: der Kampf um die Bibel im Protestantismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= Biblia et symbiotica; 1). Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn 1993, ISBN 978-3-926105-06-6.&lt;br /&gt;
* Ernst Lerle: &amp;#039;&amp;#039;Kontaktstark verkündigen: Grundzüge bibeltreuer Predigt.&amp;#039;&amp;#039; Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1989, ISBN 3-7751-1361-4.&lt;br /&gt;
* Ernst Lerle: &amp;#039;&amp;#039;Bibeltreue. Ein fundamentalistischer Zugang zur Bibel&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ulrich Luz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zankapfel Bibel. Eine Bibel – viele Zugänge&amp;#039;&amp;#039;. TVZ, 5. Auflage Zürich 2007, S. 39–52. ISBN 978-3-290-10874-8.&lt;br /&gt;
* Rudolf Möckel, [[Wolfgang Nestvogel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Volkskirche am Abgrund? Eine Dokumentation über evangelikale Pfarrer und die bibeltreuen Christen in der Volkskirche.&amp;#039;&amp;#039; Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 1996, ISBN 3-7751-2467-5.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schirrmacher]] (Hrsg./Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Bibeltreue in der Offensive?! Die drei Chicago-Erklärungen zur biblischen Irrtumslosigkeit, Hermeneutik und Anwendung&amp;#039;&amp;#039; (= Biblia et symbiotica; 2). Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn, 1993, ISBN 3-926105-07-0. ³2009, ISBN 978-3-938116-89-0.&lt;br /&gt;
* Thomas Schirrmacher: &amp;#039;&amp;#039;Irrtumslosigkeit der Schrift oder Hermeneutik der Demut? Ein Gespräch unter solchen, die mit Ernst Bibeltreue sein wollen.&amp;#039;&amp;#039; VTR, Nürnberg, 2001, ISBN 3-933372-41-0.&lt;br /&gt;
* [[Helge Stadelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien eines bibeltreuen Schriftverständnisses.&amp;#039;&amp;#039; Brockhaus, Wuppertal, 1985, ISBN 3-417-29514-9. ³1996.&lt;br /&gt;
* Helge Stadelmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liebe zum Wort: das Bekenntnis zur Biblischen Irrtumslosigkeit als Ausdruck eines bibeltreuen Schriftverständnisses; zum Gespräch mit [[Heinzpeter Hempelmann]].&amp;#039;&amp;#039; VTR, Nürnberg, 2002, ISBN 3-933372-71-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Hansjörg Hemminger]] |url=https://ezw-berlin.de/downloads/Materialdienst_11_2018.pdf |titel=Die evangelikale Bewegung in Deutschland. Anmerkungen zur theologischen und politischen Entwicklung |werk=ezw Materialdienst |hrsg=11/2018 |seiten=403–411 |format=pdf; 2,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2021-10-12 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Gisa Bauer]] |url=https://konfessionskundliches-institut.com/essay/das-evangelikale-schriftverstaendnis-aspekte-und-beobachtungen/#_ftn19 |titel=Das evangelikale Schriftverständnis – Aspekte und Beobachtungen |werk=[[Konfessionskundliches Institut|konfessionskundliches-institut.com]] |datum=2015-02-27 |kommentar=aktualisiert am 6. April 2020 |abruf=2021-10-21 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelikalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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