<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bibelschmugglerweg</id>
	<title>Bibelschmugglerweg - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bibelschmugglerweg"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bibelschmugglerweg&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T13:28:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bibelschmugglerweg&amp;diff=2813377&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Bildungsprojekt (Christentum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bibelschmugglerweg&amp;diff=2813377&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-07T11:31:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Bildungsprojekt_(Christentum)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bildungsprojekt (Christentum) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bildungsprojekt (Christentum)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bibelschmugglerweg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bestand zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zur Zeit der [[Gegenreformation]] und des [[Geheimprotestantismus]]. Er führte von  [[Passau]] bis an die slowenische Grenze nach [[Arnoldstein]] (Agoritschach). Viehhändler lieferten Vieh aus den Alpentälern nach Deutschland und brachten von dort [[Bibelübersetzung|deutschsprachige Bibel]]n und [[Evangelisches Gesangbuch|evangelische Gesang]]- und [[Gebetbuch|Gebetbüch]]er nach [[Österreich]]. Ebenso transportierten weitere Kaufleute, [[Knappe (Bergbau)|Bergknappen]], [[Bodensee]]schiffer, Händler und Fuhrleute die Bücher ins Österreichische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bibelverbot#Reformation bis etwa zum Augsburger Religionsfrieden|titel1=„Reformation bis etwa zum Augsburger Religionsfrieden“ im Artikel Bibelverbot}}&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] löste auf katholischer Seite massive Gegenbewegungen aus: So wurden im Gebiet des heutigen Österreich [[Kaspar Tauber]] (Wien), [[Georg Scherer (Märtyrer)|Georg Scherer]] (Radstadt) und [[Leonhard Kaiser|Leonhard Kayser]] (Schärding) wegen ihres protestantischen Glaubens hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß protestantischer Auffassung ermöglichte [[Lutherbibel|Luthers Bibelübersetzung]] in die deutsche Sprache den Christen ohne die Vermittlung und Auslegung durch Priester einen direkten Zugang zu dieser Heilsbotschaft. [[Alphabetisierung (Lesefähigkeit)|Literalität]] war von daher für jeden Gläubigen die Voraussetzung zur rechten Glaubensausübung. Die katholische Obrigkeit sah daher die Bibel in der Hand des „[[Gemeiner Mann|gemeinen Mannes]]“ als Gefahr an. Fortan „machte die Bibellektüre oft des Protestantismus verdächtig“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Karpp: Art. &amp;#039;&amp;#039;Bibel IV. Die Funktion der Bibel in der Kirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039; (TRE), Bd. 6: &amp;#039;&amp;#039;Bibel – Böhmen und Mähren&amp;#039;&amp;#039;, 1980, S. 48–93, Zitat S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Besitz der Lutherbibel oder evangelischer Gebetbücher war in den katholisch-habsburgischen Ländern mit drastischen Strafen belegt; Hintergrund war das im [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden]] von 1555 formulierte Prinzip „[[Cuius regio, eius religio]]“. Wer also nicht ausreisen wollte oder konnte („ius emigrandi“) und weiterhin Anhänger der Reformation bleiben wollte, musste seinen Glauben im Geheimen ausüben („[[Kryptoprotestantismus]]“). Mangels evangelischer Pfarrer oder Priester mussten evangelische Laien selbst die Glaubensvermittlung ([[Hausandacht]]en, Verlesen von Predigten) wahrnehmen, waren also auf evangelische Bücher angewiesen. Die [[Uracher Bibelanstalt]] in Württemberg druckte von 1561 bis 1565 mehr als 30.000 Bibeln. Alle gelangten auf geheimen Wegen zu ihren Lesern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rainer Lang |url=https://www.swp.de/suedwesten/landespolitik/unterwegs-auf-den-alten-pfaden-der-bibelschmuggler-23566017.html |titel=Glauben: Unterwegs auf den alten Pfaden der Bibelschmuggler |werk=[[Südwest Presse|Südwest Presse Online]] |datum=2017-07-14 |abruf=2021-01-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200610160057/https://www.swp.de/suedwesten/landespolitik/unterwegs-auf-den-alten-pfaden-der-bibelschmuggler-23566017.html |archiv-datum=2020-06-10 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Primus Truber Denkmal.JPG|mini|hochkant|Denkmal eines Übersetzers der Schmuggelbibeln [[Primož Trubar]] im [[Bad Urach|Uracher Stift]], die [[Stiftskirche St. Amandus]] im Hintergrund.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obrigkeit reagierte mit Zwangsmaßnahmen, Hausdurchsuchungen, der Konfiszierung verdächtiger Bücher oder der Forderung nach Gutheißung jeden Buches religiösen Inhalts durch den katholischen Ortspfarrer. Um Verfolgungen der Obrigkeit zu entgehen, mussten die Protestanten ihrerseits Techniken der Täuschung  einsetzen: Die Bücher wurden innerhalb oder außerhalb des Hauses versteckt, die Titelseite der Bücher wurde herausgerissen, um deren Identifikation zu erschweren, oder es wurden einige Bücher abgegeben, um den Großteil im Haus behalten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ende der Verfolgung und Benachteiligung der Protestanten in Österreich erfolgte mit dem [[Toleranzpatent]] [[Joseph II.|Josephs II.]] von 1781 und endgültig erst mit dem [[Protestantenpatent]] von 1861 durch [[Kaiser Franz Josef]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibelschmugglerweg heute  ==&lt;br /&gt;
Heute sind die Orte mit einem protestantischen Bezug auf dem Bibelschmugglerweg von Oberösterreich bis nach Kärnten und weiter nach Slowenien gut dokumentiert. Als [[Weg des Buches]] stellt der Bibelschmugglerweg einen protestantischen Pilgerweg dar. Zudem werden touristisch organisierte Wander- und Fahrradreisen mit kulturgeschichtlichem oder spirituellem Hintergrund für Teile des Weges oder den ganzen Weg durch Österreich angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.austria.info/media/14436/Schnupper%20Pilgern%203%20Tage%20Traunsee%20zum%20Hallst%C3%A4ttersee%202.bis%204.Nov.pdf |titel=3 Tage „Schnupper Pilgern“ |werk=austria.info |datum=2012-07-17 |format=pdf; 412&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304190157/http://www.austria.info/media/14436/Schnupper%20Pilgern%203%20Tage%20Traunsee%20zum%20Hallst%C3%A4ttersee%202.bis%204.Nov.pdf |archiv-datum=2016-03-04 |abruf=2021-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zeiten abnehmender Gläubigkeit tun sich die beiden großen christlichen Konfessionen auch zu sog. „[[Ökumenische Bewegung|ökumenischen Bergwanderungen]]“ zusammen, die den Stationen des alten Bibelschmugglerweges folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Graimann|url=http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/2334887/marsch-fuer-oekumene.story |titel=Marsch für die Ökumene |werk=[[Kleine Zeitung]] |datum=2010-04-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100527023616/http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/2334887/marsch-fuer-oekumene.story |archiv-datum=2010-05-27 |abruf=2021-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im württembergischen Urach erinnert  ein Denkmal an die Bibelübersetzung, Druck und den Schmuggel.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Herausgeber=[[Michael Bünker]], Margit Leuthold |Titel=Der Weg des Buches: Auf den Wegen der Bücherschmuggler durch Österreich |Verlag=Edition Tandem |Ort=Salzburg |Auflage=2 |Jahr=2009 |ISBN=978-3-902606-08-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Herausgeber=[[Rudolf Leeb (Kirchenhistoriker)|Rudolf Leeb]], Astrid Schweighofer, Dietmar Weikl |Titel=Das Buch zum Weg: Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte am „Weg des Buches“ |Verlag=Edition Tandem |Ort=Salzburg |Auflage=2. überarbeitete  |Jahr=2009 |ISBN=978-3-902606-09-9 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Herausgeber=Jutta Henner |Titel=Bibelleseplan zum Weg des Buches: Impulse zum Nachdenken |Verlag=Edition Tandem |Ort=Salzburg |Auflage=2. |Jahr=2009 |ISBN=978-3902606-08-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Pilgerweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformation und Gegenreformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Protestantismus in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Bibelübersetzung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-österreichischer Kulturaustausch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformationsgedenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungsprojekt (Christentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>