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	<title>Biangibudiburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:26:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Biangibudiburg&amp;diff=1197874&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-06-02T05:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biangibudiburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Gut, das erstmals in einer auf den 2. November 1004 datierten Urkunde [[Heinrich II. (HRR)|Heinrichs II.]] für [[Kloster Kemnade]] erwähnt wird&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Urkunde Nr. 87.&amp;#039;&amp;#039; In: {{MGH|DD|14|109|111}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bitten der Schwestern Imma und Frederuna (Billung) nahm König Heinrich das Kloster unter die Schutzherrschaft des Reiches, in dessen Besitz das Kloster nach dem Tod der Stifterinnen übergehen sollte. Gemäß der Aufstellung des Klosterbesitzes im Diplom lag das &amp;#039;&amp;#039;praedium&amp;#039;&amp;#039; (Gut) Biangibudiburg im [[Bardengau]] in der Grafschaft des Herzogs [[Bernhard I. (Sachsen)|Bernhard Billung]], des Sohnes [[Hermann Billung]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biangibudiburg taucht in einer zweiten Urkunde Heinrichs II. vom 26. März 1017 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde Nr. 362 in: {{MGH|DD|14|464|465}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erneut wird der Klosterbesitz aufgezählt. Als weitere Fürsprecherin neben Dietrich von Minden erscheint hier Kaiserin [[Kunigunde von Luxemburg|Kunigunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei weiteren Urkunden vom 8. Februar 1025&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Urkunde Nr. 19.&amp;#039;&amp;#039; In: {{MGH|DD|15|21|22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und vom 3.&amp;amp;nbsp;September 1039&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Urkunde Nr. 7.&amp;#039;&amp;#039; In: {{MGH|DD|16|9|10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Konrad II. (HRR)|Konrad II.]] und [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] werden „Höfe nämlich und Häuser darunter namentlich &amp;#039;&amp;#039;(curtes scilicet ac villas infra nominatas)&amp;#039;&amp;#039;:  ..., Biangibudiburg, ...“ als Teil des Besitzes von Frederuna und Imma unter den Schutz des Kaisers gestellt. Weitere Urkunden, in denen „Biangibudiburg“ verzeichnet ist, sind bisher nicht bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalisierung ==&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wo Biangibudiburg genau lag, ob und welche Burganlage damit verbunden gewesen sein könnte. Die Heimatforschung in [[Bienenbüttel (Ort)|Bienenbüttel]] (bei [[Lüneburg]]) geht davon aus, dass es sich bei Biangibudiburg um die älteste bekannte Namensform von Bienenbüttel handelt. Da Ortsnamen mit -büttel eher ausgelagerte kleinere Siedlungen bezeichnen und ein Wandel von -burg zu -büttel ungewöhnlich wäre, wird von anderen eine Identität mit Buntenburg (früher zwischen Lüneburg und Bardowick, jetzt zu Lüneburg) bzw. Bunkenburg (bei Celle) vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Urkunde Heinrichs II. wird neben den eigentlichen Ortsbezeichnungen auch der zugehörige Gau benannt.&lt;br /&gt;
Es fällt auf, dass die Gaue in Süd-Nord-Richtung, beginnend mit [[Tilithigau|Tilithi]], dem Sitz [[Kemnade]]s, und innerhalb der Gaue die Ortschaften von Nord nach Süd aufgezählt werden. Hat diese Methode System, dürfte Biangibudiburg etwa im Zentrum des [[Bardengau]]s gelegen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist es in der Heimatforschung Bienenbüttels noch umstritten, ob mit Biangibudiburg der heutige Ort Bienenbüttel gemeint war, oder ob es sich um die so genannten „Wichmannschen Dörfer“ mit Zentrum um das heutige [[Wichmannsburg]] handelte.&lt;br /&gt;
Wichmannsburg war zu der damaligen Zeit nachgewiesen bereits mit einer [[Wichmannsburg (Wasserburg)|Burg]] befestigt und lag als Verwaltungszentrum des Wichmannschen Besitzes keine zwei Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
== Theorie zur Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Es ist belegt, dass Otto I. mit Wichmann, wie unten näher dargestellt, im Streit lag, der mit der Ächtung Wichmanns endete.&lt;br /&gt;
Wenn Wichmann als Namensgeber mit einem Tabu belegt wurde, könnte es sich bei Biangibudiburg um ein Kunstwort handeln, um damit eine ganz bestimmte Gegend zu benennen. Für eine wörtliche Übersetzung aus dem Altsächsischen, ergeben sich für Biangibudiburg mehrere Bedeutungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bias Wohnburg ===&lt;br /&gt;
hergeleitet aus: Bia-n-gibu-d-li-burg = -Bia- als Namensgeberin, -n- als Besitzanzeiger, -gibudli- (auch budli, butil, butli) für Wohnung, Haus, Hof, aber auch ... büttel als Ortsnamenelement und -burg für Burg, Ort, Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort, an dem Bia befiehlt ===&lt;br /&gt;
(hergeleitet aus Bia-n-gibudi-burg = Bia und -n- wie gehabt, -gibudi- als 3. Pers. Sg. von gi-biod-an (befehlen, gebieten) sowie -burg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und könnte damit auf Bia von Ringelheim (von Engern) (* um 895, † 25. Mai vor 932) aus der Familie der [[Immedinger]] zurückzuführen sein, die vermutlich mit [[Wichmann I.]] (genannt Wichmann der Ältere) aus der Familie der [[Billunger]] verheiratet war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.genealogie-mittelalter.de/billunger/bia_graefin_im_bardengau_vor_932/bia_von_ringelheim_graefin_im_bardengau_+_vor_932.html | wayback=20081212184407 | text=&amp;#039;&amp;#039;Bia von Ringelheim, Gräfin im Bardengau&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war eine Schwester [[Mathilde die Heilige|Mathildes]], der Frau [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrichs I.]] und Mutter [[Otto I. (HRR)|Ottos I.]] Mit Wichmann dem Älteren hatte Bia die Söhne [[Wichmann II.]] (den Jüngeren) und [[Ekbert der Einäugige|Ekbert]] (den Einäugigen) sowie vermutlich drei Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Billung war ein jüngerer Bruder Wichmanns des Älteren; ein Schwager Bias.&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Heinrich I. wurde Otto I. im Jahre 936 König und ernannte Hermann Billung zum Heerführer in Sachsen. Darüber war [[Thankmar (Liudolfinger)#Wichmann Billung|Wichmann Billung]] (der Ältere) erbost, der selbst auf diesen Posten gehofft hatte. Wichmann der Ältere starb vermutlich 944, als seine beiden Söhne noch minderjährig waren, ähnlich früh ihre Mutter (vor 932). Otto I. ließ die Neffen seiner Frau am Königshof erziehen. Ihr Erbe verwaltete als ihr gesetzlicher Vormund ihr Onkel Hermann Billung, die Grafschaften ihres Vaters ein anderer Königsverwandter, der Graf und Legat Heinrich I. von Stade. Weil sie sich um ihr Erbe betrogen fühlten, stellten sich Wichmann II. der Jüngere und Ekbert mehrfach gegen Hermann und damit auch gegen Otto I.&lt;br /&gt;
Der Streit hatte im Jahre 955 seinen Höhepunkt: Die Kämpfe mit Wichmann und Ekbert sowie den mit ihnen verbündeten Slawen hatten die Kräfte Hermanns [[Schlacht auf dem Lechfeld#Die Schlacht|(siehe dort)]] derart gebunden, so dass er nicht mit Otto I. gegen die Ungarn ziehen konnte. Nach dem Sieg auf dem Lechfeld wurden Wichmann und Ekbert zu Landesfeinden erklärt [[Schlacht an der Raxa|(siehe hier)]]. Ekbert unterwarf sich später endgültig, während sein Bruder Wichmann der Jüngere sich immer wieder auflehnte und 967 als Geächteter fiel. Seine Erbgüter wurden – vermutlich schon vor seinem Tod – eingezogen und zwischen den Klöstern Kemnade und St. Michael in Lüneburg verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Streitereien, die das gesamte Reich in Mitleidenschaft zogen, könnte ein guter Grund für eine Tabuisierung Wichmanns und seiner Güter gesehen werden, so dass man sich gezwungen sah, einen Ausdruck zu finden, der die betreffenden Güter (für diese Zeit) eindeutig benennt, ohne Wichmann zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang zwischen den beiden Stifterinnen von Kemnade und Wichmann dem Jüngeren ist nicht belegt. Meist werden sie für seine Schwestern gehalten. Es könnten aber auch seine Töchter sein, die auf diese Weise abgesichert wurden (siehe die [[Billunger#Herzogslinie|Stammliste der Billunger]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bienenbüttel (Ort) ===&lt;br /&gt;
(hergeleitet aus Bian = Biene, Bienen, -gibudi (gibutli, budli, butil, butli) für ... büttel als Ortsnamenelement und -burg für Ort), wobei -burg später weggelassen wurde. Köbler weist in seinem Altsächsischen Wörterbuch ausdrücklich darauf hin, dass sich „Bian“ auch auf die seinerzeit beliebten Vornamen Bia und Bio beziehen könnte. 1252 taucht die Ortsbezeichnung „Binebutle“ in einem Verzeichnis des [[Bistum Verden|Bistums Verden]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Koptik: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindechronik Bienenbüttel.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Bienenbüttel, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Bienenbüttel – Geschichte mit viel Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Nordhorn 2004, {{DNB|97183623X}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Einheitsgemeinde Bienenbüttel und ihre Ortsteile.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Bienenbüttel, ISBN 3-8334-1341-7.&lt;br /&gt;
* Eberhard Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Pastor Karl Kayser und seine Chronik des Kirchspiels Wichmannsburg.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-6316-3.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Altsächsisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.koeblergerhard.de/aswbhinw.html online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bienenbuettel.de/ Offizielle Homepage von Bienenbüttel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bienenbüttel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1004]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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