<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bezoar</id>
	<title>Bezoar - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bezoar"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bezoar&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T08:41:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bezoar&amp;diff=109953&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: Änderung 261152026 von ~2025-30743-72 rückgängig gemacht; unbegründete Entfernung. Vgl. Abschnitt &#039;&#039;Bezoare beim Menschen&#039;&#039;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bezoar&amp;diff=109953&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-02T04:07:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/261152026&quot; title=&quot;Spezial:Diff/261152026&quot;&gt;261152026&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-30743-72&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-30743-72&quot;&gt;~2025-30743-72&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; unbegründete Entfernung. Vgl. Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Bezoare beim Menschen&amp;#039;&amp;#039;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Long-haired-cat-hairball.jpg|mini|Ein länglicher Bezoar (10&amp;amp;nbsp;cm)&amp;lt;br /&amp;gt;von einer [[Maine-Coon-Katze]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezoare.jpg|mini|220px|Bezoarsteine, ausgestellt im [[Deutsches Apothekenmuseum|Deutschen Apothekenmuseum]] im Heidelberger Schloss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Persische Sprache|persisch]] &amp;#039;&amp;#039;padzahr&amp;#039;&amp;#039;, „Gegengift“),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bezoar &amp;#039;&amp;#039;Bezoar&amp;#039;&amp;#039;.] Duden online&amp;lt;/ref&amp;gt; auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezoarstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Bergdolt]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinisches im Mainfränkischen Museum zu Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, 8, 1990, S. 41–52; hier: S. 50 f. (Bezoar der Gräfin Sofia von Schönborn)&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist eine Verklumpung aus verschluckten unverdaulichen Materialien wie [[Haar]]en, der als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trichobezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Synonym: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pilobezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) physiologischerweise im [[Magen]] von [[Greifvögel]]n oder [[Katzen]] nach dem Verschlingen von [[Beutetier]]en gebildet wird. Die unverdaulichen Fell-/Haar-Reste werden nach einiger Zeit hochgewürgt und ausgeworfen. Bei Greifvögeln werden die so ausgeschiedenen Nahrungsreste als [[Gewölle]] bezeichnet. Ein Bezoar aus Pflanzenfasern nennt man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phytobezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Mischungen aus Pflanzenfasern und Haaren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phytotrichobezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haar-Bezoare finden sich auch im Magen oder [[Pansen]] der Rinder und anderer Wiederkäuer, aber auch zum Beispiel im Magen von [[Kaninchen]], wobei sich offenbar die Haare, die durch Ablecken des Fells aufgenommen werden, ansammeln, und früher gelegentlich auch bei Mädchen mit Zöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezoare beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Trichotillomanie]] wird [[Trichophagie]], das wiederholte Verschlucken von Haaren (früher gelegentlich bei Mädchen berichtet, welche die Spitzen ihrer Zöpfe abbeißen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans von Haberer]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswichtige, dringliche Operationen in der Bauchhöhle!&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 61–69, hier: S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;), beobachtet, wonach es zur Bildung von Haargeschwülsten (Trichobezoaren) im Magen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Egon Ranzi]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Fall von Trichobezoar des Magens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen Deutscher Naturforscher und Ärzte.&amp;#039;&amp;#039; Band II, 2. Hälfte. F. C. W. Vogel, Leipzig 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Nissen, Ralf-Bodo Tröbs |url=https://www.aerzteblatt.de/archiv/224517/Epigastrischer-Tumor-4-Jaehrige-mit-Trichobezoar-und-Anaemie |titel=Epigastrischer Tumor – 4-Jährige mit Trichobezoar und Anämie |datum=2022-04-08 |sprache=de |abruf=2024-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kommen kann. Selten werden Bezoare nicht nur im Magen, sondern auch im [[Dünndarm|Dünn-]] oder [[Dickdarm]] gebildet und können dort zu einem [[Darmverschluss]] (Ileus) führen. Es wird auch von Bezoaren in der [[Bauchspeicheldrüse]] berichtet, die aus einer kaugummiartigen Masse bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben können sich Bezoare bei [[Säugling]]en auch aus eingedickter, geronnener Milch bilden ([[Milchpfropfsyndrom]] oder &amp;#039;&amp;#039;Laktobezoar&amp;#039;&amp;#039;). Ein &amp;#039;&amp;#039;Phytobezoar&amp;#039;&amp;#039; (Geschwulst, die sich aus Pflanzenfasern bildet) besteht aus ungenügend durchgekauten pflanzlichen Fasern und wurde etwa bei [[Magersucht]] (Verzehr von Watte) und [[Pica-Syndrom]] beobachtet. Ein &amp;#039;&amp;#039;Ösophagusbezoar&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Jahnert, Felix Goeser, J.-Christian Schewe |url=https://www.aerzteblatt.de/archiv/239781/Oesophagusbezoar-auf-der-Intensivstation |titel=Ösophagusbezoar auf der Intensivstation |datum=2024-06-14 |sprache=de |abruf=2024-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kann sich im Rahmen einer [[Antazidum|Antazida-Therapie]] entwickeln. Patienten nach einer [[Gastrektomie]] neigen vermehrt zu Bezoarbildung; bei ihnen wurden auch &amp;#039;&amp;#039;fungale Bezoare&amp;#039;&amp;#039; durch [[Candida albicans]] beobachtet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bezoare können [[Magengeschwür|Geschwüre]], [[Magenblutung|Blutungen]] und [[Magendurchbruch|Perforationen]] verursachen, deren Todesrate beträgt 20 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Titel=CURRENT Diagnosis &amp;amp; Treatment: Surgery | Auflage=13 | Jahr=2010 | Kapitel=Stomach | ISBN=0071635157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezoare wurden im 18. Jahrhundert von [[Georges-Louis Leclerc de Buffon|Georges Louis Leclerc]] beschrieben und im 19. Jahrhundert etwa von [[Charles-Philippe Robin|Charles Robin]] näher untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezoarsteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezoars Schatzkammer München.JPG|mini|Einige Bezoarsteine aus der [[Münchner Residenz#Schatzkammer|Schatzkammer der Wittelsbacher]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Bezoar-Kugel durch ihren langen Aufenthalt in dieser Umgebung von einer harten Kruste überzogen, so nennt man sie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezoarstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In der [[Veterinärmedizin]] wird ein Bezoarstein als pathologischer [[Gastrolith]] oder Hirschkugel bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders häufig findet man Bezoarsteine in den Verdauungsorganen von [[Wiederkäuer]]n, da in ihnen die Nahrung immer wieder umhergewälzt wird. Haare oder Pflanzenfasern können dabei [[Filz|verfilzen]] und Bezoare bilden. Wenn diese sich in kleinen Taschen in der [[Darm]]wand (den sogenannten [[Divertikel]]n) einlagern, kann dort nach einiger Zeit eine harte Kruste auf den Bezoaren entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksmedizin und Magie ==&lt;br /&gt;
Im [[Altertum]] schrieben viele Kulturen Bezoaren magische Kräfte zu. Als Erstbeschreiber medizinischer Wirkungen gilt [[Sushruta]], ein indischer Arzt und Verfasser eines bedeutenden [[Ayurveda|ayurvedischen]] Werkes. Außerdem wurden Bezoare zur magischen Beeinflussung des Wetters eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Traditionelle chinesische Medizin|traditionellen chinesischen Medizin]] werden Bezoaren auch heute noch medizinische Eigenschaften nachgesagt und diese zu hohen Preisen gehandelt. Ein im November 2017 entdeckter 140 Gramm schwerer Magenstein eines [[Hausschwein|Hausschweins]] wurde auf einen Wert von 3&amp;amp;nbsp;Millionen [[Renminbi|Yuan]] (ca. 400.000 [[Euro]]) geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wang Xuemei |url=http://german.china.org.cn/txt/2017-11/30/content_50078679.htm |titel=Bauer findet im Schweinebauch einen Stein im Wert von 3 Millionen Yuan |werk=China.org.cn |datum=2017-11-30 |abruf=2017-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezoare sollten vor allem vor [[Vergiftung]]en schützen, zum Beispiel bei möglicherweise vergifteten Getränken. Bezoarsteine wurden teilweise zu kostbaren Schmuckstücken verarbeitet, die man an einer Kette in das Trinkgefäß tauchen konnte. In der Schatzkammer der [[München|Münchner]] [[Münchner Residenz|Residenz]] und auch in der [[Kunstkammer Wien]] sind einige Exemplare ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Populärliteratur kommen Bezoare als Heil- und Zaubermittel vor, beispielsweise in Band 1 und Band 6 von &amp;#039;&amp;#039;[[Harry Potter]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel Band 1: &amp;#039;&amp;#039;[[Harry Potter und der Stein der Weisen]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in Neil Gaimans &amp;#039;&amp;#039;[[Sandman]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rapunzelsyndrom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Bezoarstein.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 173.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.medicalmuseum.mil/index.cfm?p=exhibits.virtual.hairball.index &amp;#039;&amp;#039;Hairballs: Myths and Realities behind some Medical Curiosities.&amp;#039;&amp;#039;] [[National Museum of Health and Medicine]], USA (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.biij.org/2005/1/e4/ &amp;#039;&amp;#039;Phytobezoar: an unusual cause of intestinal obstruction.&amp;#039;&amp;#039;] Bericht über einen Phytobezoar bei einem Menschen (englisch) [[doi:10.2349/biij.1.1.e4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastroenterologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Tiermedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>